AT83896B - Selbsttätiger Höchststromschalter. - Google Patents

Selbsttätiger Höchststromschalter.

Info

Publication number
AT83896B
AT83896B AT83896DA AT83896B AT 83896 B AT83896 B AT 83896B AT 83896D A AT83896D A AT 83896DA AT 83896 B AT83896 B AT 83896B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
air gap
overload
screw
maximum current
current switch
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Wien
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke Wien filed Critical Siemens Schuckertwerke Wien
Application granted granted Critical
Publication of AT83896B publication Critical patent/AT83896B/de

Links

Landscapes

  • Electromagnets (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Selbsttätiger   Höehststromsehalter.   



   Die vorliegende Erfindung strebt an, die bisher nur den Schmelzsicherungen eigene Unempfindlichkeit gegen momentane Stromstösse und die Empfindlichkeit für dauernde Überlastungen auf elektromagnetische Selbstschalter zu übertragen. 



   Ein wesentlicher Nachteil, der den Sicherungen eigen ist, einem jeden Selbstschalter aber, der alle Pole schaltet, fehlt, ist der Umstand, dass z. B. bei Kurzschluss die das Netz schützenden Sicherungen fast nie alle durchschmelzen werden, so dass die Anlage, obgleich die Stromverbraucher abgetrennt sind, unter Umständen immer noch unter Spannung stehen kann. 



   Gewöhnliche Selbstschalter haben überdies den Nachteil, dass sie zu empfindlich sind. 



  Sie werden daher, z. B. bei Motoranlagen, entweder durch häufiges Ansprechen zu Störungen Anlass geben oder aber so unempfindlich eingestellt sein, dass von einem wirksamen Schutze der Motoren keine Rede mehr ist. 



   Nun betrifft z. B. das britische Patent Nr.   10610/1905   auch einen Thermostaten, der in heissem Zustande Relaisstromkreise steuert und dadurch den Hauptstromkreis schliesst bzw. bei Überlastung wieder öffnet. Diese Bauart kann aber den Besonderheiten nicht entsprechen, wie sie z. B. gerade beim Betriebe von   Kleinmotoren,   die der Behandlung durch ungeschultes Personal ausgeliefert sind, entstehen.

   Denn dieser Apparat verbrennt bei Kurzschluss, auch hat er, gar bei zwei-oder dreipoliger Bauart, viel zu viel Kontakte, um dauernd betriebssicher zu sein, ganz abgesehen davon, dass die im angeführten britischen Patente beschriebene Anordnung nichts anderes ist als ein Strombegrenzer mit sehr grossen Unterbrechungsintervallen, was doch bei einem Schutzschalter für Kleinmotoren o. dgl. sicher nicht als   zweckmässig   bezeichnet werden kann. 



     Der grundsätzliche Unterschied zwischen   den bereits bekannten, ähnlichen Bauarten und der vorliegenden Erfindung ist der, dass die bisherigen Apparate die   Schaltvorgänge   mit Hilfe des Thermostaten eingeleitet. haben (elektrische Kontaktgebung) und diese dann mit Hilfe von Relais elektromagnetisch ausgeführt wurden, während der   Erfindungsgegen-   stand ganz unabhängig entweder thermisch oder elektromagnetisch die Schaltvorgänge beeinflusst, wobei noch der grosse Vorteil erzielt wird, dass die Empfindlichkeit vergrössert, aber die Betriebssicherheit nicht verkleinert wird, weil die stets mit Funken verbundene elektrische Kontaktgebung für Relais ersetzt ist durch die dauernd einwandfreie magnetische Kontaktgebung. 



   Um einem Apparat, der alls diese Vorteile besitzt, zu bauen, wurde folgender Weg eingeschlagen. 



   In der Figur, die ein Ausführungsbeispiel zeigt, sind 1 und 2 die Klemmen, 3 und   J   die Unterbrechungskontakte eines einpoligen Selbstschalters. Der Kontakt   4   ist exzentrisch auf einem Kniehebel angeordnet, dessen Drehpunkt bei 10 liegt und der an dem den Kontakten 3-4 entgegengesetzten Ende eine Nase 9 trägt. Die Blattfeder 11 trachtet die
Kontakte 3 bis   4   zu trennen, also den Strom zu unterbrechen, was aber unmöglich ist, solange die Nase 9 eingeklinkt gehalten wird. 



   Der Strom kommt bei 1 an, gelangt von 3 nach   4,   durcheilt dann die   Spule 5,   die
Heizwirkung 6. und verlässt, nachdem er einen nicht zur Erfindung gehörenden Kontakt für die Freiauslösung des Schalters passiert hat, den Apparat bei der Klemme Die Spule-5 
 EMI1.1 
 schraube, die die Einstellung des Luftspaltes 18 ermöglicht und, wie später gezeigt wird, durch ihren Magnetismus, zum Unterschiede von anderen Bauarten, eine Stabilisierung der Schaltvorgänge gewährleistet. Der   Bügel in   besteht aus Eisen und bezweckt, wie gezeigt werden wird, einen zeitweiligen magnetischen Nebenschluss ; er ist durch Längsschlitz und die Schrauben 19 verstellbar. 



   Der Apparat wirkt wie folgt :
Die Magnetspule 5 erzeugt einen magnetischen, dreifach verzweigten Kraftlinienfluss.
I. Von a beginnend über b nach c, den Luftspalt 18 überbrückend nach d und von da   zurück   nach a. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   'II. Von b al) zeigend nach e, durch den Stab   12     nach'/,   durch die Schraube 16 nach i, von da nach k, um sich mit dem ersten Strome zu vereinigen. 



   III. Von/abzweigend nach g, übergehend nach h, durch den Bügel 17, bei d sich mit den ersten Strömen vereinigen. 



   Verhalten des Apparates bei verschiedenen Betriebsverhältnissen : x) Bei normalem Dauerbetriebe :
Der grösste Teil des Kraftlinienstromes geht den eisengeschlossenen Weg a-b-e-   -/--A-a !-a.   



   Ein Teil verläuft über   a-b-c,'Luftspalt 18 d-a   und ein kleiner Teil über a-b-e-/-i-k-c, Luftspalt   18-d-a.   Der Luftspalt 18 ist in diesem Betriebszustande durch die Schraube 16 so eingestellt und der Anker 8 durch die Feder 15 so fest an die Schraube 16 gedrückt, dass er nicht angezogen werden kann. 



   ss) Verhalten bei nennenswerter dauernder Überlastung :
Die Heizwicklung 6 beginnt zu wirken ; Der Stab 12, 13 ist so angeordnet, dass er sich mit seinem unteren Ende g bei Erhitzung von links nach rechts bewegt, das Ende g also vom Bügelende h sich abhebt. Gleichzeitig nimmt selbstverständlich die in dem Stab 12, 13 befestigte Schraube 16 an der Bewegung teil. Es wird daher der Luftspalt 18 verkleinert und der Kraftlinienstrom   a-b-c-d-a   wesentlich verstärkt, weil der Nebenschluss b-e-f-g-h nun zwischen g, h einen, je nach der Grösse der Überlastung mehr oder minder grossen Luftspalt findet, der sich dauernd vergrössert, während sich der Luftspalt 18 in dem gleichen (linearen) Masse dauernd verkleinert. Die Anziehungskraft zwischen dem Magneten 7 und dem Anker 8 wird daher quadratisch mit der Abnahme des Luftspaltes 18 wachsen.

   Immerhin wird die Sperklinke 20 bei nicht allzu hoher Belastung die Nase 9 nicht freigeben, weil sich in der soeben beschriebenen Betriebslage (Entstehen eines Luftspaltes zwischen g und   h)   die Schraube 16 als   ein magnetischer Klebekontakt"ent-   wickelt hat. Das bei b abzweigende Feld muss nämlich   bei f in die'Schraube 16   und von da über i bis k in den Anker 8 übergehen. Es wird durch die Windungen der Heizwicklung 6 verstärkt und die flach auf dem Anker 8 anliegende Schraube 16 übt eine starke magnetische Anziehung auf diesen aus, so zwar, dass er sich erst bei einer verhältnismässig grossen Überlastung von 16 löst, a  d anlegt und dadurch die Nase 9 freigegeben bzw. der Schalter 3 bis 4 geöffnet wird. 



   Durch diese Konstruktion wird also im betriebswarmem Zustande die Empfindlichkeit des Apparates wohl erhöht (Luftspalt glh wird grösser, Luftspalt 18 hingegen kleiner) eine Überempfindlichkeit aber sicher vermieden, weil   der "Klebe"-Kontakt ilk   das Abreissen des Ankers 8 im betriebswarmen Zustande noch verhindert. y) Verhalten bei hoher dauernder Überlastung. 



   Häufen sich die Überlastungsstösse, so wird infolge der zunehmenden Erhitzung der Lamelle   12113   der Luftspalt   g/h   immer grösser. Da aber auch   die "Klebekraft" bei i/Tl   steigt, wird die gleichzeitig einsetzende Verkleinerung des Luftspaltes 18 immer noch ausser stande sein, den Anker 8 anzureissen und den Schalter auf elektromagnetischem Wege zu öffnen. 



  Und doch wird er sich bald öffnen, aber auf elektrothermischem Wege. Denn die Lamelle 12113 biegt sich dann rasch so weit durch, dass durch die'Schraube 16 die Nase 9 einfach aus der Klinke 20 herausgedrängt wird, ohne dass es zu einer Entfernung des Ankers 8 von der Schraube 16 gekommen wäre. 



   Die bei ss   vorausgesetzte "nennenswerte Überlastung" wird   also nur die Empfindlichkeit des Apparates gegen die Zahl und Grösse der schädlichen Stromstösse steigern, aber seine Unterbrechung nicht herbeiführen. Dies tritt erst bei der unter y) beschriebenen hohen Überlastung"auf.   a)   Verhalten beim Anlauf eines Motors :
Der plötzliche Stoss des Anlaufstromes ist nicht imstande, den Apparat auszuschalten, denn der durch die Windungen der Heizwicklung 6 verstärkte Magnetisierungsstrom geht vorwiegend über   b-e-. f-g-lz-d   der magnetische Klebekontakt i, k ist gleichfalls sehr stark und der Luftspalt 18 hat seine maximale Grösse. 



   Anlaufströme werden also vom Apparat unbeschadet seiner sonstigen hohen Empfindlichkeit glatt durchgelassen, und zwar bis zu einem gewissen Mass auch dann, wenn der Apparat in betriebswarmem Zustand sich befindet. s) Verhalten bei sehr   grosser Überlastung und Kurzschluss   :
Die magnetischen Nebenschlüsse b-e-f-g-h-d und b-e-f-i-k-c-d sind rascher gesättigt als der magnetische Kreis a-b-c-d-a, daher wird bei sehr hoher Überlastung (oder 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Bei normaler Dauerbelastung bleibt der Apparat in jeder Hinsicht in Ruhe, das Eisenende g des bimetallischen Stabes   12113   bleibt in der Nähe des Endes h des Bügels 17, das Ende i der Schraube 16 am Anker 8. Erst je nach der Art der entstehenden Änderung der Betriebsverhältnisse werden die magnetischen und elektrischen Zustände im Apparat geändert. 



   Die im Texte erwähnten Belastungsarten sind relative Ausdrücke, die je nach den vorkommenden Betriebsverhältnissen und dem Verwendungszwecke verschieden gewertet werden   müssen,  
Es ist auch die konstruktive Lösung der Aufgabe, das oben beschriebene Schaltungssystem auf. kleine, gedrungene Selbstschalter anzuwenden, die z. B. in normalen EdisonSicherungselementen verwendet werden, leicht möglich. 



   Ähnlich wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel ist auch da die Einrichtung so getroffen, dass der Apparat bei hoher Überlastung elektromagnetisch sofort abschaltet, bei geringerer dauernder Überlastung jedoch wieder elektrothermisch-mechanisch nach Ablauf einer gewissen Zeit, denn auch da ist der Thermostat vorhanden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   I.   Selbsttätiger Hochstromschalter mit eingebauter thermostatischer Beschleunigungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,   dass der   Abschalthebel (9, 10, 11) nicht nur elektromagnetisch, sondern auch durch einen vom Hauptstrom geheizten bimetallischen Stab (12,   13)   elektrothermisch-mechanisch beeinflusst wird, so dass bei sehr hoher Überlastung der Stromkreis elektromagnetisch, bei geringerer Überlastung aber elektrothermisch unterbrochen wird.

Claims (1)

  1. 2. Selbstschalter nach Anspruch i mit magnetischen Nebenschlüssen (e, f, g, h, d EMI3.1 Apparat dadurch empfindlicher gemacht wird.
    3. Selbstschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil einer der magnetischen Nebenschlüsse (i, k) als "Klebekontakt" wirkt, der trotz erhöhter Empfindlichkeit des Apparates die Schaltvorgänge verzögert.
AT83896D 1918-04-18 1918-04-18 Selbsttätiger Höchststromschalter. AT83896B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT83896T 1918-04-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT83896B true AT83896B (de) 1921-05-10

Family

ID=3605029

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT83896D AT83896B (de) 1918-04-18 1918-04-18 Selbsttätiger Höchststromschalter.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT83896B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0042113B1 (de) Selbstschalter
DE2637183A1 (de) Strombegrenzender leistungsschalter
DE10354505B4 (de) Elektrischer Selbstschalter
AT83896B (de) Selbsttätiger Höchststromschalter.
EP0691665B1 (de) Hauptsicherungsautomat
DE826774C (de) Elektromagnetisches Relais mit thermischer Wirkung
DE1588891B1 (de) Schutzvorrichtung fuer das thermische element eines ueber stromausloesers
DE2720736C2 (de) Höchststrombegrenzer für eine elektrische Schaltanlage
DE514807C (de) Elektrischer Selbstschalter mit einem bimetallischen Ausloeseorgan
DE102012018456A1 (de) Bimetallanordnung für selektive Schutzschaltgeräte
AT317343B (de) Thermisches Überstromrelais
DE447751C (de) UEberstromausloesevorrichtung
DE1463517B2 (de) Elektrischer Selbstschalter
AT92607B (de) Elektrischer Schalter.
DE451597C (de) Selbsttaetiger, mit Ausloesemagnet versehener Hoechststromschalter
DE1588891C (de) Schutzvorrichtung für das thermische Element eines Uberstromauslosers
DE673598C (de) Elektrischer Schalter, insbesondere Waermeschalter, mit einer durch einen Haltemagneten in der Schaltstellung gehaltenen Kontaktbruecke
DE822277C (de) UEberstromselbstschalter mit elektromagnetischer Kurzschluss- und thermischer UEberstromausloesung
DE455726C (de) Selbsttaetiger Schnellausschalter mit einem vom Hauptstrom des zu schuetzenden Stromkreises erregten Magneten
DE446179C (de) Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromkreise gegen unzulaessige Erwaermung
DE417675C (de) UEberstromwaermezeitausloeser
DE757251C (de) Ausloesegeraet zum synchronen Abschalten eines Leistungsschalters
DE1463517C (de) Elektrischer Selbstschalter
AT338361B (de) Schutzeinrichtung fur schaltanlagen, insbesondere hochspannungsanlage fur die bahnstromversorgung
DE551314C (de) Einrichtung zur zeitweisen Erhoehung der Reguliergeschwindigkeit elektrischer Schnellregler