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Rollgang für Schiebetüren und andere Lasten.
Die Erfindung betrifft einen Rollgang mit Kugellagerung der Laufkugel oder Laufrolle für Schiebetüren und andere Lasten und besteht darin, dass am Befestigungseisen ein Block angebracht ist, in dem unter Belassung einer Rückwand zur Aufnahme der Laufkugel oder Laufrolle mit den ihr als Lager dienenden Tragkugeln eine vorn durch eine Platte verschlossene zylindrische Bohrung ausgearbeitet ist, die einen Schlitz für den Eintritt der Laufschiene besitzt. Der Block kann an dem Befestigungseisen angegossen, angeschmiedet, angewalzt. oder auf sonstige'beliebige. Weise daran befestigt sein. Der Gegenstand der Erfindung eignet sich sowohl für Rollgänge, mittels deren die Tür aufgehängt ist, als auch für solche, auf die sie sich stützt, die also unten an der Tür oder auf dem Boden angebracht sind.
Aus dieser Anordnung ergibt sich, eine sehr einfache und billige Herstellung des Rollganges, da der volle Block, der mit dem Befestigungseisen aus einem Stück gebildet sein kann, lediglich eine glatte, zylindrische Bohrung erhält. Besondere Lagerringe und Lagerschalen für die Trägkugeln sind überflüssig. Diese werden vielmehr einfach in die zylindrische Bohrung eingelegt. Der Zusammenbau des Rollganges ist dadurch wesentlich erleichtert.
Bei den bisher bekannt gewordenen Kugelrollenlagern für Schiebetüren ist nur darauf Bedacht genommen, den senkrechten Lagerdruck durch Kugeln aufzunehmen und dadurch die Bewegung möglichst reibungslos zu gestalten ; bei seitlichem horizontalen Druck dagegen, der sich beim Ecken der Schiebetüre einstellen muss, tritt an den Stirnflächen der Rollen, oder durch Klemmen bei kugelförmigen Laufkörpern, sofort gleitende Reibung auf, die die Bewegung der Schiebetüre sehr erschwert. Aus der vorliegenden Anordnung ergibt sich nun auch ohne weiteres eine solche Lagerung der Laufrolle oder Laufkugel, dass die Tragkugeln sowohl den senkrechten wie auch den wagrechten Lagerdruck aufnehmen und auf die Wandung des Gehäuses übertragen, ohne dass die Laufkugel oder Laufrolle selbst die Gehäusewandung berührt.
Der ganze wagrechte Lagerdruck wird senkrecht zu den Laufflächen übertragen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i eine Ausführungsform mit Laufkugel in einem quer zur Türfläche gerichteten Schnitt. Fig. a ist hierzu ein Schnitt in der Richtung der Tür und Fig. 3 ein wagrechter Schnitt. Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform mit einer Laufrolle. Ebenso veranschaulichen die Fig. 5 bis 8 weitere Ausführungsformen mit verschieden gestalteten Laufrollen. Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform mit herausnehmbar in das Befestigungseisen eingesetztem Block.
In der Zeichnung ist a die Laufschiene, die bei den dargestellten Ausführungsbeispielen einen L-förmigen Querschnitt hat, aber auch in beliebig anderer Weise gestaltet sein kann. b ist in den Fig. i bis 3 die Laufkugel, in den übrigen Figuren die Laufrolle, die zwischen
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aus einem Stück hergestellt sein kann und, wie Fig. 2 zeigt, als Winkel, als Flacheisen oder anders gestaltet sein kann. je nachdem der Rollgang an der TÜr 0 befestigt werden soll.
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Aus dem Block 1 ist eine zylindrische Bohrung m derart ausgearbeitet, dass die Rückwand k stehen bleibt (Fig. 1, 2 und 3). Die untere Begrenzungswand des durch die Ausbohrung m entstehenden Gehäuses ist mit einem Schlitz g versehen, durch den die Laufschiene a eintritt, so dass die Kugel b auf ihr rollen kann.
Der Zusammenbau des Rollganges erfolgt in der Weise, dass das aus dem vollen Block herausgearbeitete Gehäuse f mit der Rückwand k nach unten gelegt wird, worauf man zunächst den Kugelkranz d auf die Rückwand k auflegt. Hierauf wird die Kugel oder Rolle bund, schliesslich der Kranz von Tragkugeln c eingelegt. Das Gehäuse wird dann vorn durch eine Platte h verschlossen, die, wie Fig. 2 durch die punktiert gezeichneten Führungen und Fig. 3 im Querschnitt andeutet, als keilförmig gestalteter und schwalbenschwanzartig in die Führungen eingreifender Schieber ausgebildet sein kann, der durch Schrauben in den Löchern i gesichert wird. Nach Befestigung des Hänge-oder Trageisens e an der Tür o wird der Rollgang auf die Laufschiene a gehoben und gegen Abheben durch Anschrauben eines Anschlages p gesichert.
Die Anwendung der in den Fig. 4 bis 8 dargestellten Rollen an Stelle der Kugel nach Fig. i hat den Vorteil, dass die Oberkante der Laufschiene a nicht, wie in Fig. T, ausgehöhlt. sondern eben (Fig. 5 und 8) oder nach oben abgerundet (Fig. 4 und 7) oder dachförmig (Fig. 6) gestaltet sein kann. Dadurch ist es ausgeschlossen, dass sich bei im Freien angeordneten Schiebetüren Flüssigkeit auf der Lauffläche der Schiene ansammelt.
Wie Fig. 1 und 2 erkennen lassen, ist die Bohrung in dem Block f zweckmässig so angeordnet, dass oben eine grössere Materialstärke stehen bleibt als unten, um auf diese Weise die die Last aufnehmende Wandung der Bohrung zu verstärken.
Einfräsen des Schlitzes g geschieht zweckmässig nach dem Ausbohren.
In der Ausführungsform nach Fig. 9 ist der Block herausnehmbar in das Hänge-oder Trageisen eingesetzt.
Infolgedessen ist es möglich, das ganze Lager mit der Laufrolle oder Kugel und den Tragkugeln beim Auftreten irgendwelcher Störungen infolge des Bruches von Kugeln oder sonstiger Vorkommnisse in einfachster Weise aus dem Eisen herauszunehmen und die erforderliche Ausbesserung vorzunehmen, ohne dass es nötig wäre, das Eisen von der Tür loszunehmen, was besonders bei schweren und grossen Toren'von grosser Wichtigkeit ist. a ist auch hier wieder die Laufschiene und b die Laufrolle, die zwischen den Tragkugeln c und d gelagert ist. In eine Öffnung des Hänge-oder Trageisens e ist der Block 1 eingeschoben, der auch wieder die zylindrische Bohrung m und einen Schlitz g für den
Eintritt der Laufschiene besitzt. Die zylindrische Bohrung in des Blockes 1 ist durch eine
Platte h verschlossen.
Die äussere Gestaltung des Blockes f ist beliebig. Er hat beispielsweise aussen einen kreisrunden, quadratischen, elliptischen oder sonstigen beliebigen Querschnitt. Seine Befestigung in dem Hängeeisen e kann ebenfalls auf beliebige Weise erfolgen, z. B. durch eine Schraube M.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Rollgang für Schiebetüren und andere Lasten, dadurch gekennzeichnet, dass am
Befestigungseisen (e) ein Block (f) angebracht ist, in dem unter Belassung einer Rück- wand (k) zur Aufnahme der Laufkugel oder Laufrolle mit den ihr als Lager dienenden. zwischen Rolle und Gehäuse eingeschalteten Tragkugeln, die sowohl den normalen, wie den axialen Druck in senkrechter Richtung zu den Laufflächen aufnehmen und übertragen, eine vorn durch eine Platte (h) verschlossene zylindrische Bohrung (m) ausgearbeitet ist, die einen Schlitz für den Eintritt der Laufschiene besitzt.