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Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Horn.
Die Anwendung von Horn zur Herstellung von Gegenständen ist bisher wesentlich beschränkt infolge der geringen Dicke der Platten, die man beispielsweise aus Tierhufen erhält, und infolge des hohen Preises, den diese Platten bei grösserer Dicke besitzen. Die E findung bezweckt die Beseitigung dieser Schwierigkeiten und besteht darin, dass einzelne aus einem Huf o. dgl. geschnittene Hornstücke zunächst durch Warmpressen mit Värsp : üngen und entsprechenden Vertiefungen, zweckmässig in Schwalbenschwanzform, versehen werden, worauf die so vorbereiteten Stücke zusammengesetzt und in einer dem gewünschten Endprodukt entsprechend gestalteten Pressform einer zweiten Warmpressung unterworfen werden.
Es können auf diese Weise beliebige Gegenstände hergestellt werden, die wegen der innigen Verbindung der einzelnen Rohstücke sehr fest und infolge der einfachen Herstellung auch sehr billig sind.
In der Zeichnung ist die Anwendung des Verfahrens durch eine Reihe von Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Fig. i zeigt zwei durch schwalbenschwanzförmige Nuten und Rippen miteinander vereinigte Scheiben im Schnitt. Fig. 2 zeigt einen Grundriss dazu, während Fig. g die zur Herstellung dieser Scheiben dienende Pressfo : m veranschaulicht.
Fig. 4 stellt eine auf beiden Seiten schwalbenschwanzförmig profilierte Scheibe dar. Fig. 5 zeigt, wie eine grössere Anzahl derartiger Scheiben gleichzeitig hergestellt werden kann.
Fig. 6 zeigt eine Scheibe, die auf der einen Seite einen Gewindezapfen und auf der anderen
Seite ein Gewindeloch besitzt. Fig. 7 stellt eine Scheibe dar, bei der der Vorsprung unddie Aussparung an den schmalen'Seitenflächen angeordnet sind. Fig. 8 zeigt die zur Herstellung dieses Werkstückes dienende Pressform. Fig. 9 veranschaulicht einen Schnitt durch zwei miteinander zu verbindende Scheiben anderer Ausführung.
Das aus einer Hornplatte herausgeschnittene Rohstück'wird in einer Pressform unter gleichzeitiger Erwärmung einem Druck unterworfen und dabei mit Vorsprüngen, beispielsweise mit schwalbenschwanzförmigen Rippen 1, und entsprechenden Nuten l' (Fig. i und 4) oder mit einem Schraubenzapfen 2 und einem Schraubenloch 2' (Fig. 6) versehen.
Die Vorsprünge und Vertiefungen der zusammenzufügenden Scheiben müssen naturgemäss ineinanderpassen.
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Sollen die Stücke durch Nebeneinanderreihen zu grösseren Scheiben vereinigt werden, so werden die Rippen und Nuten auf den Schmalseiten angeordnet (Fig. 7). Die Herstellung solcher Stücke erfolgt in einer Pressform (Fig. 8), in welche mit Nuten oder Rippen versehene Leisten 5 eingesetzt sind, die nach der Entfernung des Werkstückes aus der Matrize vom Werkstück abgezogen werden.
Das beschriebene Verfahren kann auch dazu verwendet werden, um die beiden Enden eines Bandes oder die Kanten einer zusammengerollten Platte miteinander zu verbinden und so Ringe oder Hohlzylinder herzustellen.
Wenn es von Wichtigkeit ist, am Umfang des Werkstückes eine vollkommene Vereinigung zu erzielen, so kann man den beiden miteinander zu verbindenden Scheiben die in Fig. 9 dargestellte Ausbildung geben, wonach die eine Scheibe einen ringförmigen Flansch 6 und die andere eine schwalbenschwanzförmige Ausdrehung 7 erhält.
Das durch die Vereinigung mehrerer Teile entstandene Rohstück wird dann in einer Pressfo : m einer zweiten Warmpressung unterworfen. Das so erzielte Produkt bildet praktisch ein einheitliches Stück, bei dem die verschiedenen Teile vollkommen miteinander verbunden sind. Bei dieser Pressung können auch Nuten oder Rifflungen auf der Aussenfläche des Werkstückes angebracht werden, um die Fugen zwischen den miteinander vereinigten Teilen möglichst zu verbergen.
Die Vereinigung von zwei oder mehreren Stücken kann bloss vorgenommen werden, um eine Platte'oder Scheibe von grösserer Dicke zu erhalten, wobei noch der Vorteil erzielt wird, dass die Neigung einer solchen Platte, sich zu werfen, geringer ist als bei den Einzelplatten. Die Vereinigung mehrerer Stücke kann aber auch den Zweck haben, ein Rohstück zu schaffen, das die zur Herstellung eines bestimmten Gegenstandes erforderliche Dicke besitzt : Man kann also auf diese Weise durch Pressung jeden Gegenstand herstellen, selbst
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