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Flüsstgkeitsmikrophon bzw. elektrisches Relais.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Flüssigkeitsmikrophon bzw. elektrisches Relais und ist insbesondere fou. dite Beeinflussung der für drahtlose Telegraphie erforderlichen kräftigen Stlöme durch Sprechwellen-geeignet. D ; e Erfindung ist aber auch sonst noch für verschiedene Zwecke geeignet und die zu ihrer Ausführung erforderlichen Vorrichtungen können innerhalb weiter Grenzen abgeändert werden.
Gemäss der Erfindung wird der Strom in einer Leitung dadurch geändert, dass man einem in die Leitung eingeschalteten Flüssigkeitsstrahl eine verbände. liche Menge eines die Leitfähigkeit desselben ändernden Zusatzes hinzufügt.
Des leichteren Verständnisses wegen wird die Flüssigkeit nachstehend als Wasser bezeichnet und der Zusatz als Natronlauge, doch kann selbstverständlich auch eine andere Flüssigkeit und ein anderer Zusatz verwendet werden.
Die Natronlauge wird in veränderlicher Menge in eine Rohrleitung eingeführt, durch welche ein Flüssigkeitsstrahl rasch fliesst. Daher wird die Leitfähigkeit in den verschiedenen Strecken des Wasserstrahles oder der Wassersäule geändert und tauchen in die elektrische Leitung eingeschaltete Elektroden hinter der Eintrittsstelle der Natronlauge in das Wasser ein, so wird auch der elektrische Strom in dieser Leitung entsprechend geändert. Die Entfernung zwischen den Elektroden und der Eintrittsstelle der Natronlauge ist so zu wählen, dass die Natronlauge genug, jedoch nicht zu viel Zeit hat, sich im Wasser auszubreiten.
Die Elektroden können auch einander gegenüber angeordnet sein, so dass der Widerstand des Wassers in der Querrichtung ausgenutzt wird, oder es kann eine hinter der anderen angeordnet sein, so dass der Widerstand in der Längsrichtung die Stromstärke ändert.
In den Zeichnungen ist Fig. i ein Schnitt durch den ganzen Apparat, Fig. 2 eine Vorderansicht der Schalldose und Laugenzuführung, Fig. 3 ein Teil einer Draufsicht und Fig. 4 eine Endansicht des eigentlichen Mikrophons. Fig. 5 ist eine vergrösserte Ansicht der Laugendüse und Fig. 6 und 7 sind vergrösserte Schnitte durch die Flüssigkeitsmischvorrichtung.
1 ist der von einem Rohr 2 gespeiste Laugenbehälter mit einer kreisförmigen von einer Schneide 3 begrenzten Öffnung im Boden, in welche der Kautschukmantel 4 des oberen konischen Endes eines Messingrohres 5 passt. Dieses Rohr ist mit einer Membran e ; ner Schalldose 7 durch einen Arm 6 verbunden. Am oberen Ende des Rohres ist eine Platte 8 mit scharfrandiger Öffnung. vorgesehen, durch welche ein Strahl Natronlauge austritt und in der Achsenrichtung des Rohres 5 herabfliesst. Die Einrichtung ist dabei so getroffen, dass die Schwingungen der Membran beim Auftreffen von Schallwellen entsprechende
Schwingungen des Rohres 5 und der Platte 8 hervorrufen und so die Richtung des Längenstrahles ändern.
Der Behälter dz und die Schalldose werden von einem am oberen Ende eines Ständers 11 bei 10 gelagerten Arm 9 getragen, dessen herabreichende Feder 12 gegen die Spitze einer Stellschraube 14 drückt, welche in einen Ansatz 15 des Ständers eingeschraubt ist. Der Arm trägt ein Glasrohr 16 und eine Glasplatte 17, durch welche der Eintritt der Lauge in die Wassersäule beobachtet we den kann,, ohne dass die Lauge in die Augen spritzen könnte.
Dem Behälter 18, der oben-durch einen Deckel 19 verschlosssn ist, wird Wasser unter Druck zugeführt. Zwischen Deckel und Behälterrand ist ein isolierender Dichtungs-
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ring 20 eingespannt) durch den an einer Stelle ein Kanal 21 von rechteckigem Querschnitt nach aussen führt. In diesem Kanal ist ein Ablenkkörper 22 vorgesehen, der den Wasserstrom in zwei Teile teilt, so dass ein Hohlraum 23 entsteht.
Unter diesem Hohlraum ist ein Loch 24 in den Boden des Kanals gebohrt, so 0dass beim Durchgang des Längenstrahles 25 durch den Hohlraum 25 und Auftreten desselben auf den strömungsabwärtsliegenden Rand des Loches ein Teil davon abgelenkt wird (Fig. 6 und 7), sich am Boden des Kanals ausbreitet und mit dem Wasserstrom mischt, während der Rest durch das Loch 24 nach aussen fliesst. Der strömungsabwärtsliegende Teil des Kanals besteht aus isolierenden Klötzen 26 und Seitenplatten 27. Unter dem Block 26 liegen die als Elektroden dienenden Platten 28, 29, die -mit den Klemmen 30, 31 in Verbindung stehen. Die aus dem Kanal entweichende Flüssigkeit gelangt zu einem Ablaufrohr 32.
Es zeigt sich, dass man bei einer Geschwindigkeit der Flüssigkeitssäule von etwa 30 11t per Sekunde gute Resultate erzielt.
EMI2.1
1. Flüssigkeitsmikrophon bzw. elektrisches Relais, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromstärke in einer elektrischen Leitung, von der ein Flüssigkeitsstrahl einen Teil bildet, dadurch geändert wird, dass man diesem Flüssigkeitsstrahl veränderliche Mengen eines seine Leitfähigkeit ändernden Zusatzes hinzufügt.