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Verfahren und Vorrichtung zum Überführen von geschmolzenen Salzen, ausgenommen Kochsalz, in körnige oder kristallinische Form.
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Behandlung von Salzen, ausgenommen Kochsalz, sowie einen Apparat, um das Salz unmittelbar vom geschmolzenen Zustande in die kristal inische Form überzuführen und dadurch in rascher und wirksamer Weise ein fertiges Handelsprodukt zu erlangen.
Das Salz wird in flüssigem Zustande von einem Schmelzkessel in eine drehbare Pfanne übergeführt. Während die Pfanne in Umdrehung versetzt wird, werden in dieselbe Zinken oder Stanzen einer Rüh vorrichtung eingeführt, welche auf das in der drehbaren Pfanne befindliche Salz wie ein feststehender Rechen einwirken, wodurch dasselbe umgerührt und zerteilt wird, während es sich abkühlt und erstarrt. Wenn das Salz fest geworden ist, wird es durch irgendwelche geeignete Mittel, beispielsweise durch einen Schöpfer oder eine andere Vorrichtung, welche in das Salz eingeführt wird, aus der Pfanne entfernt. Die Entfernung des
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jedoch auch noch in einer anderen Weise aus der Pfanne entfernt werden.
Das geschmolzene Salz kann he dem Verfahren gemäss der Erfindung sowohl ununterbrochen als auch absatzweise in die sich drehende Pfanne oder in die Pfannen übergeführt werden. Das Salz wird in zwei, drei oder in mehreren Arbeitsstufen aufeinanderfolgend umgerührt. Dies erfolgt durch mehrere konzent) Ische Pfannen, welche übereinander angeordnet sind. Das Salz wird von der ersten Pfanne, in welche es in geschmolzenem Zustande von dem Schmelzkessel aus eingeführt wird, in die zweite Pfanne und von hier aus in die dritte Pfanne übergeführt. Das Salz wird in jeder Pfanne umgerührt.
In manchen Fällen kann das Salz vor der Einführung in die sich drehende Pfanne einer Zwischenbehandlung unterworfen werden, die da-in besteht, dass das Salz in einer warmen Kammer, welche mit dem Schmelzofen in Verbindung steht, mehr oder weniger
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Von dieser Kammer gelangt das teilweise gekühlte, aber noch nicht festgewordene Salz in die drehbare Pfanne, wo es zerteilt und in eine körnige bzw. kristallinische Form übergeführt wird, indem mechanische Mittel zur Zerteilung des Salzes angewendet werden.
Die Zeichnung veranschaulicht einen Apparat zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung.
In der Zeichnung stellt a den Schmelzofen oder Schmelzkessel dar. Von diesen Schmelzkessel aus fliesst das geschmolzene Salz durch die Rinne b in die drehbaren Pfannen c, d und e. In diese Pfannen reichen Zinken f, de heb-und senkbar angeordnet sein können.
Im dargestellten Ausfühlungsbeispiel des Ap-arates sind drei konzentrische Pfannen e, d und e vorgesehen. Das geschmolzene Salz gelangt von dem Schmelzofen in die mittlere Pfanne. c, aus dieser gelangt es durch Überlaufen in die zweite Pfanne d und beim Überfliessen dieser Pfanne in die dritte Pfanne e.
In sämtlichem Pfannen kommt die mit
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Wie bereits ausgeführt worden ist, fliesst das geschmolzene Salz in einem ununterbrochenen Strom in die Mitte der mittleren Pfanne c. Mit seiner Bewegung von der Mitte
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nach auswärts kristallisiert das Salz allmählich und gelangt unter der Wirkung der Zinken f gegen den Rand der Pfanne, über den es rinnt, und zwar entweder am ganzen Umfange desselben oder an irgendeiner bestimmten Stelle, an welcher ein Schöpfe oder sonst eine geeignete Vorrichtung vorgesehen wird. In der zweiten Pfanne wird die Kristallisierung fortgesetzt, und in der dritten Pfanne wird sie vollendet. Von der zweiten Pfanne gelangt das Salz in die dritte Pfanne ebenfalls in der oben beschriebenen Weise.
Von der dritten Pfanne kann das Salz entweder unmittelbar auf dem Lagerplatz oder durch Siebe geführt werden, worauf es in einem Zustande sich befindet, in welchem es verbraucht oder verkauft werden kann.
Aus der Pfanne e kann das Salz auch durch ein Schöpfrohr r entfernt werden. Das eine Ende dieses Schöpfrohres wird in die Pfanne e eingeführt, und wenn dieselbe sich dreht, wird das Salz selbsttätig aus dieser Pfanne entfernt.
Die Zinken f können an einem Querhaupt angebracht sein, und zwar zweckmässig derart, dass sie in dem Querhaupt vertikal einstellbar sind. Das Querhaupt wird von einer vertikalen Stange g getragen, die in feststehenden Lagern A geführt wird.
Die mit den Zinken versehene Einrichtung ist durch eine Kette oder durch ein Seil i und durch Gewichte il ausbalanciert, so dass die Zinken leicht in die Pfannen eingeführt oder aus, denselben entfernt werden können. Die Pfannen sind auf dem Ende einer vertikalen Welle j angebracht, welche sich durch ein in dem Boden 1 angebrachtes Lager/'erstreckt.
An ihrem unterem Ende wird diese Welle durch ein Fusslager w unterstützt. Der \ntrieb der Welle erfolgt unterhalb des Bodens I. Die Antriebsvorrichtung besteht aus Kegel- rädern 1l, über welchen sich eine Haube o befindet, um zu verhindern. dass Staub cder
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Lagers k ist ebenfalls eine Haube q angebracht, welche verhindern soll. dass Staub und andere Fremdkörper in das Lager k, gelangen. Diese Haube q hat auch den Zweck, das Lager vor der Wärme des Schmelzofens zu schützen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind übrigens die sämtlichen Lager so angeordnet, dass sie vor der Hitze des Schmelzofens und des geschmolzenen Salzes geschützt werden, so dass eine Beschädigung derselben verhindert wird.
Die Pfannen können aus irgendeinem geeigneten Metall bestehen. Gewünschtenfalls können sie mit feuerfestem Material ausgefüttert sein.
Wenn die Pfannen gereinigt werden sollen, wird die mit den Zinken versehene Einrichtung aus denselben entfernt.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Überführung von geschmolzenen Salzen, ausgenommen Kochsalz, in körnige oder kristallinische Form, dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene Salz ununterbrochen oder absatzweise von dem Schmelzofen in eine Pfanne geführt wird, in welcher es in an sich bekannter Weise durch eine Rührvorrichtung zerteilt wird. bis es durch Überfliessen in eine oder mehrere andere Pfannen gelangt, worauf das nunmehr kristallinische oder körnige Salz aus den Pfannen entfernt wird.