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Einrichtung zur Sicherung von Förderanlagen o. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Sicherung des Betriebes von Fördermaschinen, Hebezeugen, Seilbahnen. Bremswerken, Schiffshebewerken oder sonstigen Hebezeugen, bei denen ein sicheres Anhalten eine dringende Betriebsnotwendigkeit ist. Es werden bei allen diesen Maschinen für gewöhnlich mehrere ff altevorrichtungen vorgesehen, und zwar neben den so- genannten Manövricrbremsen noch weitere Sicherheitsvorrichtungen, die, entweder im Notfalle oder wenn die Manövrierbremsen vorsagen. in Tätigkeit treten. Die Auslösung dieser zusätzlichen Sicherheitsvorrichtungen kann auf verschiedene Weise erfolgen. beispielsweise wenn bestimmte Endlagen des Förderweges überschritten werden.
Gemäss der Erfindung soll eine solche zusätzliche Sicherheitsvorrichtung immer dann in Tätigkeit treten, wenn schon eine andere Sicherheitsvorrichtung eingeschaltet ist aber nicht ausreicht, um die Weiterbewegung der Maschine zu verhindern. Es wird also erfindungsgemäss diejenige Bewegung der Maschine zum Auslösen der zusätzlichen Sicherheitsvorrichtung ausgenutzt. die nach Einschalten einer anderen Sicherheitsvorrichtung noch auftritt.
Hierbei ist es zweckmässig, um ein unnötig häufiges Einfallen der zusätzlichen Sicherheitsvorrichtung zu vermeiden, geringe Bewegung der Fördermaschine nach Einschalten der ersten Sicherheitsvorrichtung noch zuzulassen, beispielsweise indem man den Auslöseapparat für die zusätzliche Sicherheitsvorrichtung so ausbildet, dass er eine bestimmte Bewegung wirkungslos machen kann, ohne auszulösen, ihm a ! so einen bestimmten toten Gang gibt.
Bei einer Fördermaschine mit Triebscheibenförderung kann beispielsweise als zusätzliche Sicherheitsvorrichtung eine Seilbremse dienen, die in an sich bekannter Weise an dem Seil
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vorrichtung, beispielsweise die Manövrierbremse oder die Fallgewichtsbremse, die beide an der Treibscheibe angreifen, im angezogenen Zustande dieser Bremsen so an das Seil angelegt, dass er bei Weiterbewegung des Seiles sofort oder nach einer gewissen Bewegung die Seilbremse zum Einfallen bringt. Die Einzelheiten der Ausführung einer derartigen Vorrichtung brauchen nicht näher beschrieben zu werden, da sie nach Klarlegung der Erfindungsidee jedem Fachmann verständlich und auch aui- < dem weiteren in der Figur gezeichneten Beispiel im einzelnen zu entnehmen sind.
In der Figur ist als weiteres Beispiel die Erfindung in ihrer Anwendung auf die Manövrier- und Fallgewichtsbremse einer Fördermaschine gezeigt. 1 ist der Manövrierbremshebel für die mit Luftdruck betriebene Manövrierhremse. In der Stellung I ist die Bremse gelöst, in der Stellung II ist die Bremse angezogen. Durch das Gestänge 2 und. 3 wird in an sich bekannter Weise der Lufthahn 7 verstellt, so dass durch die Druckluftleitung 6 die Druckluft in den Brems-
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werden die Bremsbacken 9 auf der Bremsscheibe S zum Anliegen gebracht. In an sich bekannter Weise ist durch das Gestänge 11, 12 die Fallgewichtsbremse 13 an das gleiche Gestänge 10 angeschlossen. Der Haltemagnet 15, der aus der Batterie 27 gespeist wird, hält vermittelst der Stange 11 das Fallgewicht in der oberen Lage fest.
Der Übersichtlichkeit halber ist eine zweite Scheibe 8a gezeicbnet, die mit der Fördermaschine, insbesondere dem Bremst-ranz 8, starr verbunden zu denken ist ; Beide Scheiben können
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des Steuerhebels 1 in die Bremslage Il eine Rolle 16 gepresst.
Die Rolle 16 sitzt auf einem am unteren Ende drehbar gelagerten Gestänge 17, das durch eine Feder 18 federnd mit der Stange 19 verbunden ist. die ihrerseits starr mit dem Steuergestänge 2 zusammenhängt. Die Rolle 16 trägt einen Schalthebel s der mit einem Kuntaktstück 22 auf einem Kontaktsegment 2. 3 schleift
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struck, einerseits sowie das Kontaktsegment 23 sind in die Zuleitungen 2-1 zur Batterie : 27 und zum Haltemagnet 15 eingesehaltet, so dass bei Berührung zwischen' ? und 23 der Haltemagnet M Strom erhält und die Fallgewichtsbremse gehalten wird.
Wird jedoch durch Bewegung des Kontakthebels 22 nach oben oder unten diese Berührung aufgehoben. so fällt die Fallgewichtsbremse ein und bringt ihrerseits die Bremsbacken 9 zum Anliegen. Diese Bewegung des Schalthebels tritt nur dann ein, wenn nach Umlegen des Bremshehels 1 in die Wirkungslage II und die dadurch bedingte Einschaltung der Manövrierhremse, trotzdem noch eine Bewegung der Scheibe 8a. also der Fördermaschine vorhanden ist.
denn in allen anderen Störungen des Bremshebels 7
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mässig in dem Auslöseapparat für die Sicherheitsbremse vorhanden sein muss, ist in der Figur dadurch angedeutet, dass das Kontaktsegment nach oben und unten um eine ziemliche Länge
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In dem in der Figur dargestellten Beispiel wirken die Manövrierhremse und die Fallgewichts- bremse auf dieselben Bremsbacken und unterstützen sich in ihrer Wirkung. Es kann natürlich
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der Sicherheit erzielen, da die Fallgewichtsbremse auch dann noch wirksam. sein wird, wenn die Bremsbacken 9 aus irgendeinem Grunde nicht zum Anliegen kommen, weil z. B. das Gestänge der Manövrierbremse klemmt oder gebrochen ist.
Als zusätzliche Sicherheitsvorrichtung kann erfindungsgemäss jede beliebige Art von Sicherheitsvorrichtungen Verwendung finden, die die Fördermaschine anhalten kann. So ist es z. B. möglich, den Fördermotor selbst als solche zusätzliche Sicherheitsvorrichtung zu verwenden, indem man ihn durch den Auslöseapparat, also den Schalthebel. W, auf Senkbremschaltung umschaltet. Bei Leonardbetrieb beispielsweise. indem man durch den Schalthebel 20 die Erregung der Steuerdynamo unterbricht. Statt eine zusätzliche Sicherbeitsvorrichtung können auch mehrere gleichzeitig oder nacheinander geschaltet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Einrichtung zur Sicherung von Förderanlagen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Fördermaschine oder der von ihr bewegten Teile, die trotz Einschaltung einer Bremse oder sonstigen Haltevorrichtung noch vorhanden ist, zur Auslösung einer zusätzlichen Sicherheitsvorrichtung verwendet wird.