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Schaltung für den Betrieb elektrischer Ofen.
Die praktischen Erfahrungen beim Betrieb elektrischer Lichtbogenöfen haben ergeben dass die günstigsten Ergebnisse in metallurgischer, elektrischer und wirtschaftlicher Beziehen, erzielt werden, wenn die Schwankungen der zugeführten elektrischen Energie, welche durch das Kurzschliessen und Abreisset der Lichtbögen betriebsmässig entstehen, recht gering sind. wenn ein möglichst grosser Wärmeumsatz im Schmelzgut selbst stattfindet und wenn die Beheizung nicht auf wenige lokalisierte Stellen beschränkt bleibt, sondern sich auf viele Stellen annäherndgleichnmässigverteilt.
Um diese Bedingungen zu erfüllen, hat man bereits eine Anordnung getroffen, wie sie in der Fig. 1 dargestellt ist. Dort bezeichnet 0 einen elektrischen Ofen, dessen Elektroden teils an der Oberfläche des Schmelzbades, teils im Schmelzbade selbst untergebracht sind. T ist der Haupttransformator, der diesen Ofen mit Energie versorgt. Zwischen diesen Haupttransformator und die unteren Elektroden des Ofens ist ein Stromwandler geschaltet. Den unteren Elektroden wird so ein von dem Strom J1 der oberen Elektroden verschiedener Strom tJT2 zugeführt. Das Verhältnis der beiden Ströme ist dabei durch die Windungszahlen des Stromtransformators gegeben.
Diese Anordnung besitzt jedoch einen wesentlichen Nachteil. Die Wicklungen des Strom*transformators bestehen als Starkstromwicklungen fast stets nur aus einer bis zwei Windungen.
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Betrieb vielfach erfordert. Selbst wenn man Anzapfungen an dem Stromwandler anbringen könnte, wäre es doch nicht möglich, die Umschaltung ohne längere Bctriebspause vorzunehmell, da für die in Frage kommenden Stromstärken praktisch Umschalter nicht eingebaut werden können.
Gemäss der Erfindung soll nun dieser Nachteil der an sich sonst vorteilhaften Anordnung nach Fig. 1 dadurch behoben werden, dass die Primärwicklung des Stromwandlers mit der Primär- wicklung des Haupttransformators in Reihe geschaltet wird. Die Primärwicklung des Stromwandlers führt dann also nicht mehr den hohen Strom der oberen Elektroden, sondern nur den viel geringeren der Hoch voltseite des Haupttransformators. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, an dieser Wicklung nach Belieben Umschaltungen vorzunehmen.
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transformators liegen je an einer oberen und einer unteren Elektrode.
An die unteren Elektroden ist weiterhin die Sekundärseite des Strom-. vandlers St angeschlossen, dessen Primärseite mit den Primärwicklungen des Haupttransformators in Reihe geschaltet ist. Zur Regelung der Stromstärke, die der Stromwandler St in den Ofen entsendet, wird man die Primärwicklung des Stromwandlers mit Anzapfungen versehen, die umgeschaltet werden können. Auch kann man diese Wicklung zur Umschaltung in Gruppen parallel oder in Reihe einrichten.
Die Fig. 3 zeigt einen einphasigen Ofen, bei dem verschiedene Umschaltungsmöglichkeiten zur Regelung der Stromstärke der unteren Elektroden Verwendung finden. Die mit der Primär-
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schalter Us können die Anachlüaae der Primärwicklung des Stromwandlers so vertauscht werden, dass 'er'Stromwandler nicht'mehr Energie an den Ofen abgibt, sondern umgekehrt Energie entnimmtund an das Netz zurückliefert. So kann man entweder einen sehr stossfreien oder einen sehr überlastbaren Betrieb erzielen. Die Betätigung des Umschalters U, im Betriebe wird durch einen. Kurzschliesser K ermöglicht.
Diese Schaltung bietet'die Möglichkeit, die Beheizung des Scnmelzbades im einzelnen Falle nach Bedarf zu beeinflussen. Damit ist der Nachteil der bekannten Anordnung vollkommen beseitigt. Es ist aber ohneweiters ersichtlich, dass die. Vorteile dieser Anordnung auchbei der vorliegenden Schaltung vorhanden sind.
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