<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
räumlichen Lage der zur Herstellung von Schächten, insbesondere Gefrierschächten, dienenden Bohrlöcher zur Aufgabe haben.
Bei der Konstruktion des vorliegenden Apparat, es ist der Nachteil der Verwendung von Magneten vermieden, die bekanntlich in sehr erheblichem Masse durch in der Nähe der Bohrlöcher befindliche Eisenmassen sowie durch den Erdmagnetismus und eisenhaltiges Gestein
EMI1.3
drehenden Masse, d. i. eines Kreiselkompasses, an Stelle der : Magnetwirkung benutzt wird. Die Erfindungen betreffen Ausbildungen eines solchen photographiscb zeichnenden Instrumentes und bezwecken die Präzision zu erhöhen und die Ablesen-en zu erleichtern.
Der aus einem Rohr von etwas kleinerem Durchmesser als das zu kontrollierende Bohrloch
EMI1.4
tin bi) det die Hülse für das eigentliche Instrument. Dieses ist in dans rohrförmige Gehäuse eingeschoben und darin befestigt, wobei dafür Sorge getragen ist, dass der Apparat durchaus wasserdicht eingeschlossen ist.
Bei dem vorlegenden Apparat wird in bekannter Weise eine in der Hülse fest eingehaute
EMI1.5
der Apparat selbst gedreht wird.
Das auf bekannte Weise erhaltene photographische Bild der Dosenlibelle zeigt demnach
EMI1.6
des Apparates auf bekannten Tiefen gemacht werden, kann die räumliche Gestalt des Bohr- loches ohneweiters ermittelt werden.
EMI1.7
Dies wird dadurch erreicht, dtdj in dem Apparate eine Filmschaltvorrichtung vorgesehen ist, mit elektromagnetischem Sperrwerk, bei welchem auf der Stirnfläche der Abwickelrolle ein
EMI1.8
<Desc/Clms Page number 2>
folgenden Anschlagpaares den Sperrarm trifft ; es ist dabei der Film gerade in genügendem Masse weiter geführt.
Zur Kontrollierung der Stellung der Kteiselachse ist auf der Spindel des Kreiselrahmens ein zweiter Skalenring angeordnet. Weitere Erfindungen an dem Bohrlochneigungsmesser haben Zenttiervorrichtungen für das Aussengehäuse'und die in dieses eingeschobenen Hülse für die meus- vorrichtung sowie eine Einrichtung zum Abdichten des Aussengehäuses zum Gegenstande.
Ein Ausführungsbeispiel des Apparates ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch den inneren Teil des Apparates in grösserem Massatabe, Fig. 3 eine Ansicht der Filmanordnung, Fig. 4 eine Ansicht der Vorrichtung zum Regulieren der Abwicklung des Films, Fig. 5 eine Ansicht eines erzeugten Bildes.
Der Apparat besteht aus einem äusseren rohrförmigen Gehäuse 1, dessen unteres Ende 2 abgeschraubt werden kann, sowie einer inneren Hülse, welche die wesontlichsten Untert. eile des Apparates enthält. Das Gehäuse hat einen Durchmesser, welcher etwas kleiner ist als die lichte Weite der im Bohrloche befindlichen Rohre. Zwecks Zentrierung des Apparates sind am Ober- und Untyerende Zentriervorrichtungen angeordnet.
Diese Zentriervorrichtungen sind folgendermassen eingerichtet :
In den Boden 3 des Gehäuses 1 ist ein Bolzen 4 genau passend, jedoch leicht verschiebbar eingesetzt ; am Ende des Bolzens beendet sich eine Platte J, in welcher drei oder mehr Gelenk- stücke 6 derart angelenkt sind, dass sie radial nach aussen schwingen können. Die Enden dieser Gelenkstücke sind an um den Zapfen 7 drehbaren Kniehebeln 8 angelenkt, die drehbare Rollen 9 tragen. Eine Feder 10 ist nun bestrebt, den Bolzen 4 nach unten und somit die Rollen nach aussen zu treiben, die sich dabei gegen die Innenwand des Bohrlochrohres legen.
Es ist ersichtlich. dass diese Vorrichtung stets eine genaue Zentrierung des Gehäuses bewirkt, indem jede Rolle 9 sich auf gleichem Abstand von der Achse des Gehäuses befinden muss.
Die die wesentlichsten Mechanismen des Apparates enthaltende innere Hülse wird in das Gehäuse 1 hineingeschoben und ist darin genau eingepasst. Die Befestigung dieser Hülse erfolgt mittels federnder Sperrklinken 11. Diese sind unten im zylindrischen Innenteil der Hülse angeordnet und folgendermassen ausgeführt.
Die Sperrklinken 11 sind drehbar auf einem Boden 12 der Hülse angeordnet und werden durch Federn 13 nach oben getrieben. Bei dem Hineinschieben der Hülse 24 in das Gehäuse 1 werden nun die Klinken nach innen gedrückt und greifen dabei in Aussparungen oder in eine ringförmige Eindrehung in der Innenwand des Gehäuses 1 ein, sobald die Hülse weit genug hineingeschoben worden ist. Zwecks Entriegelung dieser Klinken ist eine Schraube 14 in der Mitte des Bodens 12 angeordnet, welche gegen die Enden 1. 5 hinaufgeschraubt werden kann. wodurch die Klinken 11 die eingeschobene Hülse freigeben.
Zwecks Abdichtung des Gehäuses 1 werden unterhalb der Hülse 24 in den erweiterten und mit Innengewinde versehenen Teil l 17 Scheiben 16, 18, die aus Dichtungsmaterial bestehen können, vermittelst der Mutter 19 eingeschraubt. Durch Andrehen der in der Mutter 19 an geordneten Schraube 20 wird sodann die Scheibe 18 fest angedrückt, wodurch eine gute Ahdichtung erzielt wird. Je höher der Wasserdruck ist, um so besser ist die Abdichtung.
Oberhalb der Hülse 24 ist das Gehäuse 1 durch einen festen Boden 21 abgedichtet, wodurch der Innenteil durchaus sicher von Feuchtigkeit abgeschlossen ist. Wie später erläutert werden
EMI2.1
dem Apparate durch zwei isolierte Drähte zugeführt, die dem Aufhängekabel entlang geführt sind und durch den Deckel 22 der Hülse und durch den Boden 21 einem Steckkontakte 23 zu- geführt werden, der vor dem Einsetzen des inneren Teiles des Apparates in denselben gesteckt wird. Die beiden Drähte sind an dem nämlichen Pol einer Elektrizitätsquelle angeschlossen.
Einer dieser Stromkreise dient dem photographischen Zweck, während der andere dazu dient, das auf der Achse eines kleinen Elektromotors sitzende Schwungrad anzutreiben. Für beide Stromkreise wird die Erde als Rückleitung verwendet.
Die innere Hiilse 24, welche, wie bereits erwähnt, die wesentlichsten Mechanismen enthält. besteht aus einem zylindrischen Rohr, das an der Oberkante durch eine den Stec, kkontakt 23
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
vollgezogenen Linien dargestellt), so dass der Film sich nicht aufwickeln kann. Wird nun der Elektromagnet 34 durch einen Strom erregt, der von der in der Zeichnung nicht dargestellten Elektrizitätsquelle kommt und durch die unterhalb der Linse 31 angeordneten elektrischen Lampen 38 zur Erde geführt wird, so wird der Anker 35 angezogen und das Ende des Armes (Fig. 4, strichpunktiert) stellt sich unter den Anschlag 33, wobei die Rolle gehemmt bleibt und die Lampen bei gespanntem Film aufleuchten.
Die Linse 31 wirft nun ein Bild der unter den in einem Ring 39 an der inneren Wand des Rohres 24 angeordneten Lampen befindlichen Vorrichtungen auf den Film. Beim Ausschalten des Stromes durch einen oberirdisch in der Leitung angeordneten Schalter erlöschen die Lampen und der Anker federt zurück, wobei das Ende des Armes se tlich gegen den etwa tiefer liegenden Anschlag 32 trifft (Zwischenstellung des Armes 26). Die Rolle 28 wird dabei nicht gehemmt und dreht sich weiter, bis der folgende An- sch'ag 32'gen das Ende des Armes stösst. Hiebei wurde der Film um eine gewisse Strecke weitergedreht, so dass der Apparat für eine weitere photographische Aufnahme betriebstertig ist. Es genügt also eine einfache kurze Einschaltung des Stromes um jedesmal eine photographische
Aufnahme zu machen.
Unterhalb der elektrischen Lampen 38 befindet sich nun eine DosenlibelJe 40, deren Achse ebenso wie die Achse der Linse in der Mittelachse des Rohres 24 angeordnet ist. Die Dosen- libelle ist im Rohre 24 mittels der Arme 41 (Fig. 5) fest eingesetzt, die eine Hülse 42 tragen, in der die Dosenlibelle 46 mittels der Korrektionsschrauben 4. 3 einatettbar angeordnet ist. Am Boden der Hülse 42 ist ein Zapfen 44 angeordnet, in dem die Spitze der Spendet 4J ruht.
Diese Spindel 43 trägt mit der in der festen Scheibe 66 gelagerten Spitze 46 einen Ring 47. und zwar so, dass die Achse der Spindel und der im festen Lager 48 ruhenden Spitze in der Achse des Apparates liegen, während die Flache des Ranges ebenfalls in dieser Achse liegt.
EMI3.2
angeordnet, die senkrecht zur Verbindungslinie der kurzen Zapfen des Ringes 49 steht. Diese Welle trägt den Anker und den Kollektor eines kleinen elektrischen Motors, sowie ein Schwung- rad 5/. Die Magnetrole des Motors snd im Ringe 49 angeordnet, während die Stromzufuhr durch einen vom Steckkontakte 67 kommenden Draht zur Spindel 45 geführt wird, deren Lager 44 von der Hülse 42 isoliert ist.
Von der Spindel 45 wird der Strom in geeigneter Weise zu den Magnetpolwieklungen, zu den Bürsten des Motors und durch den Anker zur Erde geführt.
Es wird zu diesem Zwecke an geeigneten Stellen Isolierungsl11aterial verwendet. Es ist, ersichtlich. dass bei Drehung des Motors das Schwungrad in seiner Drehungsebene beharren wird un'l dadurch die Welle 50 auch bei schräger Lage des Apparates stets genau die nämliche Richtung beibehalten wird. Die Folge hievon ist, dass der Ring 47 stets in genau derselben Ebene bleiben wird, wenn auch der Apparat selbst gedreht werden sollte. Bei Schrägstellung des Apparates wird der Ring 47 sich aber mit dem Apparate schräg stellen.
An der Spitze 46 oder an dem Ringe 47 sitzt eine Scheibe 52, deren äusserer Umfang eine
EMI3.3
herun. sichtbar ist. Die Skalen sind derart angeordnet, dass bei senkrechter Lage des Apparates die gleichbenannten Striche senkrecht übereinander liegen. Duh die Wirkung des Schwungrades 51 werden nun die radialen Teilstriche des Ringes 55 stets und fortwährend nach dar nämlichen Himmelsrichtung hinzeigen, wenn auch der Apparat selbst gedreht oder schräg gestellt wird. Zwecks genauer Feststellung der Lage der Skaleneinteilung der Scheibe 52 und somit auch der Skaleneinteilung des Ringes 55 wird ein Halter folgender Konstruktion verwendet (Fig. 2).
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
Apparates.
Der Apparat wird nunmehr mittels der beschriebenen \n Teile 16, 18, 19 und 20 wasserdicht eingesohlossen, wonach das untere Ende 2 des Apparates aufgeschraubt wird (Fig. 1).
Der Apparat wird jetzt in das Gefrierrohr gesenkt, ohne die zum Motor fahrende Leitung zu unterbrechen. Die Leitung aber, die zur Schaltvorrichtung der Diopter und zu den Lampen
EMI4.2
und die Skaleneinteilung des Ringes 55 beleuchtet werden. Die Linse 31 projiziert jedesmal ein Bild der Dosenlibelle und der Skaleneinteüung auf den Film 63, der nach Entwicklung Bilder zeigt, wie in Fig. 5 dargestellt. Indem, wie bereits erwähnt, die Skalenstriche auf dem Ringe 55 stets in der nämlichen Richtung bleiben, die Luftblase aber bei schräger Richtung des Apparates aus der Mittelstellung abweicht, kann mittels der Photographien die Lage des Gefrierrohrea genau ermittelt werden.
Auf der Dosenlibelle sind konzentrische Kreise 64 gezeichnet, welche In einem solchen Abstand voneinander liegen, dass, wenn die Luftblase genau unter dem zweiten kleinen Kreis, von der Mitte aus gerechnet, liegt, die Neigung des Apparates bestimmt werden kann.
Zieht man nun eine Linie 65 durch die Mittelpunkte der Dosenlibelle und der Luftblase, so geht diese Linie durch einen bestimmten Punkt der Skaleneinteilung. In Fig. 5 geht sie beispielsweise durch den mit 1310 bezeichneten Teilstrich. Die Luftblase steht hier im innersten der
EMI4.3
des Teilstriches 1310, d. h. der untere Teil des Apparates ist in dieser Richtung abgewichen.
Durch Aufzeichnung der aufeinanderfolgenden Neigungen des Apparates kann mann nun leicht die
EMI4.4
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bohrlochneigungsmeaser mit Kreiselkompass, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Gel1iiuserohr (24) verbundene Dosenlibelle (40) mit einem Skalenring anagestattet ist, d < 'r mit der Spindel (45) des Kreiselrahmens (47) verbunden ist.
EMI4.5