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Elektrisch vorzuwärmender, katalytisch wirkender Gaszünddraht mit hinter der Heizzone liegender Zündstrecke.
Die Erfindung bezieht sich auf katalytische Zündeinrichtungen, bei welchen der Zündvorgang durch die elektrische Vorwärmung eingeleitet wird. Es sind solche Zündeinrichtungen bekannt geworden, bei denen an einem vom Strom durchflossenen Heizdraht Zünddrähte angeknüpft sind, die nicht vom Strom durchflossen sind. Diese Einrichtungen haben verschiedene Schwierigkeiten ergeben. Schon die Herstellung war sehr schwierig, z. U. die Aufgabe, den zwischen zwei Punkten ausgespannten dünnen Erregerdraht mit den Zünddrähten zu verbinden, die von einer dritten Stelle aus nach einer zwischen den beiden ersten Punkten liegenden Stelle des dünnen Erregerdrahtes zu führen waren und unverschiebbar und gut Wärme leitend auf dem dünnen Drähtchen befestigt werden sollten.
Auch das Einstellen in die richtige Gaszone war bei drei Befestigungspunkten und dem in zwei verschiedenen Richtungen geführten Zund- und Erregerdraht schwierig.
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eine genügende elektrische Vorwärmung erfolgt. die sich bei dem Punkte b dem von da ab stärkeren oder besser leilenden Zundabschnin b, c durch Wärmeleitung mitteilt, so dass
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nut gezündete Flamme, wobei der Heizabschnitt a, b an der Stromableitung h, die durch das Gasrohr g' zur Stromquelle zurückgeht, befestigt ist, während der Zündabschnitt b, c an dem die Stromzuführung bewirkenden'lräger f befestigt ist.
Die Fig. 4 zeigt die gleiche Einrichtung wie Fig. 2. wobei jedoch an den Heizabschnitt a, b ausser den Zünd- drilhten b, c noch der gleichfalls stromleitende Draht b, g aus nicht kat31ytichem Stoff angeschlossen ist, um eine übermässige Beheizung der Zünddrahte b, c zu vermeiden.
Die Wirkungsweise ist die folgende : Wenn das Gas-Euftgemisch an der Zündeinrichtung entlangstreicht und gleichzeitig ein Strom durch die Zündeinrichtung a, b, c geht, so wird der Heizabschnitt a, b durch den Leitungswiderstand des Materials oder durch dessen geringeren Querschnitt erhitzt und der anschliessende Bundabschnitt b, c durch die leitende
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schon allein durch den Strom in Glut gebracht wird, was zusammen mit der katalytischen Wärmeentwicklung eine Überhitzung bedeuten würde, sondern durch den Strom gar nicht oder doch, so gut wie gar nicht erhitzt wird. Fig. 2 zeigt die gleiche Einrichtung mit mehreren Zünddrähten. Fig. 3 zeigt eine solche Einrichtung mit einem oder mehreren ZUnddrähten in der Seitenansicht.
Hiebei ist der Heizdrabt deutlich ganz ausserhalb der Gaszone ; es ist daher für den Heizdraht die Gefahr der Übererhitzung durch den katalytischen Prozess vollständig ausgeschlossen, während andererseits der Zünddraht b, c durch den Strom keine Mehrerhitznng erfährt. Fig. 4 zeigt insofern eine Abänderung dieser Zündeinrichtung als ausser den stromleitenden Zünddrähten b, c noch eine weitere Stromleitung b, g aus nichtkatalytischem Stoff vorgesehen ist, die soviel Strom ableitet, dass die Zünddrähte & , c sicher keine Übererwärmung mehr erfahren.
Da als katalytischer Stoff hauptsächlich das teure Platin in Betracht kommt, so ist es von Wert, die Zahl der
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nötig ist und dabei den verringerten Querschnitt durch einen weiteren Stromableiter b, g, zweckmässig aus einem feuerbeständigen Stoff, wie etwa Siliziumkarbid, unschädlich zu machen.
Wenn man den Heizdraht a, b gleichfalls ans einem Stoff von hoher Feuerfestigkeit und hohem Leitungswiderstand, wie z. B. Siliziumkarbid, hergestellt, so kann dadurch die Lebensdauer einer solchen Zündeinrichtung erheblich gesteigert werden. In erster Linie wird diese Anordnung für die Anordnungen Fig. i, 2, 3 in Betracht kommen. Sie bietet dann den Vorteil, dass der Heizdraht niemals durchbrennen kann, während man die
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Materiales.
Gegenüber den eingangs erwähnten Nachteilen der bisherigen Zündeinrichtungen ist es ersichtlich, dass die vorliegende Zündvorrichtung mit nur zwei Stützpunkten a, c für eine Massenfabrikation besonders geeignet ist ; auch ist'sie bequemer in der Justierung und haltbarer in der Lage. in der sie einmal justiert ist. Ein Schweissen oder Hartlöten oder Vernieten war bei den bisherigen Einrichtungen kaum durchzuführen, bietet aber bei vorliegenden keine Schwierigkeiten.
Die Einrichtung bietet auch noch den Vorteil, dass bei gut elektrisch leitender Stromverbindung, die eine gute metallische Verbindung erfordert, die genügende Wärmeleitung am Übergangspunkt b gesichert ist, dass aber bei etwa . schlechter metallischer Verbindung durch den erhöhten Leitungswiderstand an der Stelle b dennoch die genügende Erwärmung am Beginn des Zündabschnittes gewährleistet ist.
Bereits bei ganz mässiger Erwärmung weit unter dem GlüLpunkte (etwa 1000) wird der katalytische Zündprozess eingeleitet und rasch vollendet, besonders wenn die Bewegungs- einrichtung des Gasgemisches der Ihchtung der L) ratite folgt und so den einzelnen Gas- teilchen Gelegenheit gegeben ist, sich und die katalytisch wirkenden l) ruhte. an denen sie entlangstreichen,
wechselseitig zu beeinflussen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisch vorzuwärmender, katalytisch wirkender Gaszüunddraht mit hinter der Heiz- zone liegender Zündstrecke, dadurch 'kennzeichnet. dass die Heizzone durch eine dem
Stromdurchgang einen grösseren Widerstand entgegensetzende (z. B. dünnere) Stelle in der aus Heizzone und Zündstrecke besteilt'nd () Stromleitung gebildet wird.