AT69527B - Verfahren zur Überführung von pulver-, klumpen- oder teigförmiger Stärke und stärkehaltigen Stoffen oder dgl. in Körnerform. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von pulver-, klumpen- oder teigförmiger Stärke und stärkehaltigen Stoffen oder dgl. in Körnerform.

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AT69527B
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Alexander Pierce Anderson
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Alexander Pierce Anderson
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Description


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   und in den Ofen eingeschoben und auf 150 bis 200  erhitzt. Gleichzeitig aber wird die Trommel langsam gedreht, so dass die Erhitzung der in ihr befindlichen Stärke ganz gleichmässig erfolgt. 



  Wenn die Temperatur der Stärke ungefähr 70 bis 800 beträgt, so beginnt die Stärke infolge der vorhandenen Feuchtigkeit zu gelatinieren oder klebrig zu werden. Infolge der rotierenden Bewegung müssen die einzelnen Stärketeilchen aneinanderhatten, und es entstehen Kerne, welche bei dem weiteren Rollprozess an Umfang zunehmen, indem sie immer neue Teilchen an sich reissen. 



  Wenn die Trommel bei Beginn des Verfahrens kalt ist, so muss der Heizprozess etwa eine Stunde oder noch langer betrieben werden, während, wenn man gleich mit einer schon angeheizten Trommel beginnt, eine wesentlich kürzere Zeit zur Durchführung des Verfahrens genügt. In jedem Fall hat die Erhitzung zur Folge, dass in der Trommel ein Druck von 2 bis 3'5 Atm entsteht, sobald die Temperatur der Stärke etwa 130 bis 150  C beträgt. 



  Nunmehr wird der Druck langsam durch Ablassen von Dämpfen verringert, bis er schliesslich auf Null gefallen ist. Das Ablassen sollte doch nicht allzu langsam vor sich gehen, da anderenfalls ein zu starkes Trocknen der Stärke oder des behandelten Materials eintreten dürfte. Auch darf es nicht so rasch vorgenommen werden, weil hiebei ein Aufbrechen oder Aufschwemmen der gebildeten Körner eintreten könnte. Während des Ablassprozesscs kann die Trommel oder der Behälter noch weiter gedreht werden. Die gebildeten Körner besitzen dann Lufttrockenheit, so dass sie gut hatlbar sind ; man kann aber durch bestimmte Wahl der Feuchtigkeit beim Beginn des Prozesses und bei Beachtung der Vorschriften auch so verfahren, dass das fertige Produkt jeden im voraus gewünschten Feuchtigkeitsgrad besitzt. 



  Bei dem Ablassprozess verliert die Stärke ihren Cretreidegeschmack, ferner auch gewisse übelriechende Dämpfe, die eine Folge der in dem Getreide vorhandenen Öle sind. 



  Die Stärkekörner werden weit rascher von ihrer überschüssigen Feuchtigkeit befreit werden, wenn man das Verfahren in der Luftleere durchführt. In jedem Fall wird das Verfahren vorteilhaft unterbrochen, sobald die ganze Masse die Form von kleinen Kugeln oder Körnern angenommen hat und jedes einzelne Körnchen eine genügend harte Schale besitzt, die ihren Inhalt zusammenhält.   
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 Stärke einwirkt, bestimmt werden. 



   Bei dem neuen Produkt befindet sich die Stärke in einem   halbgekochten,   d. h. in einem halbgelatinierten Zustand. Aus diesem Grunde wird auch, wenn die Stärke mit Wasser gekocht wird, um beispielsweise Stärke für Wäschereizwecke zu erhalten. eine dünnflüssigere Stärke 
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 schaften der   sogenannten dünnkochenden   Stärke gleicht. Wenn es gewünscht wird, das erhaltene Produkt ganz ausschliesslich an Stelle der dünnkochenden Stärke zu verwenden, so kann auch 
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 beigegeben werden, ehe   dasselbe dem oben beschriebenen Körnungsprozess unterworfen wird.   



   In   gleicher Weise kann n'an gewünschtenfalls   auch den notwendigen Borax, Paraffin, das Blau- mittel oder dgl., welches mit der Stärke vermischt wird, schon im voraus begeben. 



   Die auf diese Weise in Körnerform gebrachte Stärke ist sehr leicht löslich,   d.   h. wenn sie in warmes oder kaltes Wasser gelegt wird. so brechen die Körner auf. Wenn die Stärke in kaltem oder warmem Wasser aufgelöst ist, so bleibt die Stärke verhältnismässig lange Zeit in dem Wasser 
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 so kann durch einfaches Umrühren rasch wieder die emulsion hergestellt werden, genau so, als wenn man frische Stärke in Verwendung genommen hätte.

   Der Ausdruck lösbar ist hiebei nur in dem Sinne gemeint, dass die Stärkekörner, die nach vorliegender Erfindung hergestellt sind, aufbrechen, sofern sie in kaltes oder warmes Wasser gebracht werden und löslich sind, soweit man diesen Ausdruck auf Rohstärke oder auf halb gelatinierte Stärke und Wasser in Verbindung 
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 eine mehr oder weniger lange Zeit in Schwebe gehalten ; sie setzen sich aber schliesslich auf den   t Boden des Gefässes   auf. 



   Das Verfahren kann ohne schädliche, Folgen zeitweilig unterbrochen werden, ehe sämtliches vorhandenes Mehl sich zu Klumpen oder Körnern zusammengeballt hat. Wenn derartiges Material aus der Trommel herausgenommen wird, so kann das Pulver einfach abgesiebt werden, so dass die restierenden Körner gleichfalls frei von Staub sind und ein handelsgefälliges Produkt abgeben. 



  Das abgesiebte Pulver kann für den folgenden Prozess   entweder allein oder   unter Zugabe von neuem
Rohmaterial benutzt werden. 



    Es soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass auch anderes Material in der beschriebenen  
Weise behandelt werden kann, wobei das Verfahren nötigenfalls in der einen oder anderen Richtung je nach der Art des Materials oder der Art des gewünschten   Endproduktes sinngemäss abgeändert   werden kann. Wenn man beispielsweise Stärke besitzt, welche 35 bis   40% Wasser enthält, so   wird man, wenn die Behandlung unter Hitze und mit Drehung genügend lange vor sich geht. ein Produkt erhalten, welches aus harten, hornartigen, unlöslichen Kügelchen besteht, die mehr oder weniger ganz vollständig   durchgelatiniert sind. Die   derart erhaltenen Körner   können nicht   

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 zerbrochen werden ; sie lösen sich weder in kaltem noch in kochendem Wasser auf.

   In kaltes Wasser gelegt, absorbieren sie solches langsam, unter Verwendung von kochendem Wasser schwellen sie beträchtlich auf. Sie werden weich, halb durchsichtig und gummiartig. Sie behalten aber immerhin ihre Gestalt und sind weich genug, um leicht mit den Fingern zerdrückt werden zu können. In diesem breiartigen Zustand können sie als Nahrungsmittel oder zur Herstellung 
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 auf den gewünschten Feuchtigkeitsgrad getrocknet und dann der vorher gegebenen Behandlungs- weise unterworfen, wobei es die körnerartige Masse bildet. Bei der Benutzung von stark anhaftendem
Mehl, wie Maismehl, Erbsenmehl und dgl., ist die Behandlung der eben beschriebenen Behandlung analog ; obgleich ein grösserer Betrag von Feuchtigkeit eventuell auch eine höhere Temperatur wünschenswert ist, wird die Zeit der Behandlung meist die gleiche sein. 



   Man kann auch ein stark anhaftendes Mehl verwenden, das einen höheren Feuchtigkeitsgrad besitzt, das also etwa 40 bis 55% Feuchtigkeit enthält. Das Material besitzt dann einen teigartigen
Charakter, in welchem Fall es vor der Behandlungsweise durch Hitze und   Umwerfen   auch in kleine Stücke geformt werden kann, worauf es dem   Heiz- und Cmwerfprozess unterworfen wird   und ein Produkt von hornartigem Charakter liefert. Wenn man zur   Durchführung   des Verfahrens
Mehl verwendet, so braucht man nicht die feingesiebten Mehlarten anzuwenden, sondern man kann nur einfache, nicht gesiebte Mehle verwenden. Zu Mehl gemahlenes Getreide in ungesichteter
Form kann mit Vorteil verwendet werden, es darf natürlich nicht allzu grob oder körnig sein. 
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   aartiger wird das Endprodukt   sein.

   In jedem Fall aber muss das   Ausgangsmaterial genussende  
Stärkemassen und genügende Feuchtigekeit enthalten, so dass es klebrig wird, wenn es so hoch erhitzt wird, dass die in ihm enthaltene Stärke mehr oder weniger gelatiniert wird. Hiebei bilden sich wieder kleine Kerne, um welche sich bei der Rotation der Masse in dem Behälter weitere   Mehlstäubchen anlagern.   Das Umdrehen oder Schaukeln der Trommel bewirkt dieses Anlagern selbsttätig. Es entstehen Körner m der Gestalt von kleinen   Kieselsteinen oder Kugeln.

   Das Ver-   fahren wird vorteilhaft so weit getrieben, bis alles Material aufgebraucht und zur   Körnerbildung   
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 disse halb oder dreiviertel gefüllt ist; dann wird die Trommel luftdicht verschlossen und in   geeigneter Weiae   auf eine Temperatur von 150 bis 250"C erhitzt. Während dieser Erhitzung 
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 in den einzelnen Partikelchen desselben. Bei einer Temperatur von 70 bis 80 C fängt die   Stä) ke   an, infolge ihrer Gelatinierung klebrig zu werden, obgleich es nicht wahrscheinlich ist, dass alle   Stärke in dem   Mehl zu gleicher Zeit klebrig wird.

   Diejenigen Mehlteilchen aber, welche klebrig werden, bilden Kerne, welche bei dem Drehvorgang der Trommel andere Staubteilchen und Kerne um sich herum sammeln, so dass die einzelnen Kerne stetig an Umfang zunehmen und 
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Geschwindigkeit wachsen und dass somit die Körner nicht um denselben Betrag oder gleich-   mässig auf ihrem anzen Umfange zunehmen. Aus diesem Grunde werden auch, wenn allein Pulverform vorhandene Mehl aufgebraucht ist, Körner entstehen, die an Grösse und Umfang ein-   
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 Form von Wasserkieselsteinen annehmen.

   Wenn Mehl behandelt wird, das weniger Feuchtigkeit,   beispielsweise nur 20%, enthält, so werden   die geformten Körner grösser. als wenn Mehl von 
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 eine   hinlänglich   Zeit durchgeführt wird, die Kerne anwachsen, bis sämtliches in Staubform vorhandene Material aufgebraucht ist. 



   Am Ende einer Stunde wird, wenn die Ofentemperatur auf etwa 250 C gehalten wird, oder nach Verlauf von zwei Senden, Wenn man die Ofentemperatur auf ungefähr   1000 C hält,   ein Überdruck von t bis 3 Atm. in dem Behälter entstanden sein. Es ist klar, dass die Dauer der Behandlung mit der Menge des in der Trommel vorhandenen Materials und auch mit der Grösseder   verwendeten Trommel geändert   werden muss. 
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 Prozentsatz an Feuchtigkeit ab, der in dem Mehl beim Beginn des Prozesses vorhanden war.

   Wenn ein hoher Prozentsatz von Feuchtigkeit vorhanden war. so lässt man den Ablassprozess langsamer vor sich gehen, enthält das Ausgangsmaterial aber nur etwa   200   Feuchtigkeit, su 
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 öffnet und die Körner aus der Trommel   herausschiessen lässt   : hiebei schwellen sie auf und nehmen den oben angegebenen Charakter an. Selbstverständlich wird vorteilhaft während der 
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 beschriebenen Behandlungsweise in der Trommel die Gestalt von namentlich an der Oberfläche harten Körnern an. deren Oberfläche abgerundet ist. Solches Material, wie beispielsweise grüne Stärke, Kartoffeln, können je nach ihrer Art entweder zunächst durch einen   Trockenpro7..   oder 
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 oder plastische Masse erhält.

   Wenn es sich beispielsweise um die Herstellung eines Maisteiges handelt. so wird der Mais zunächst gemahlen. wobei nicht notwendig ist, dass eine vollständige
Zermahlung zu gleichmässig feinem Mehl erreicht ist, es genügt. wenn die Schalen entfernt sind   un < I das Mehl   etwa die Form von feinem Griess besitzt-Diesem Mehl werden in einem   Mischapparat   etwa 40 bis 45% Wasser zugegeben, so dass man eine plastische Masse erhält, welche durch eine   besondere   Maschine in kleine Teigteilchen zerlegt wird. Um ein Zusammenhalften der Einzelnen   TeiIt'lten   zu verhindern, wird andauernd Mehl eingestreut, welches vorteilhaft dieselbe Herkunft besitzt als dasjenige Mehl, aus dem der Teig gemacht ist.

   Diese Teilchen, welche durch weiteres
Rollen und Sieben   t-ine   im wesentlichen runde Form erhalten haben, gelangen nunmehr in die 
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 Körnern umgewandelt
In der Trommel können noch Rünhrarme angeordnet sein, welche das Zusammenhaften der 
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 sammengebackenenMassenermöglichtist. 



     In ähnlicher   Weise kann jede   Getreideart.   Hülsenfrucht, Tapioka, Sago,   Casaava und dgt   in der   Form von Mehl. dem Wasser bis zu 40 und 45% zugegeben ist,   behandelt   wen. len   oder in 
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 haltigen Stoffen, Mehl oder dgl. in   Körnerform,   wobei diese Materialien bei Gegenwart von Feuchtigkeit einer ständigen rollenden Bewegung unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet. dass die Materialien während der rollenden Bewegung auf eine Temperatur erhitzt werden, welche eine Verkleisterung der gesamten Stärke oder eines Teiles derselben bewirkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass soviel Wärme zugeführt wird, dass in der Trommel ein Dampfdruck entsteht, worauf eine langsame Minderung des Dampfdruckes vorgenommen wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l und 2. dadurch gekennzeichnet. dass der Druck allm hlich unter den Ätmosphärendruck gebracht wird.
AT69527D 1912-08-17 1912-08-17 Verfahren zur Überführung von pulver-, klumpen- oder teigförmiger Stärke und stärkehaltigen Stoffen oder dgl. in Körnerform. AT69527B (de)

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