AT69257B - Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate. - Google Patents

Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate.

Info

Publication number
AT69257B
AT69257B AT69257DA AT69257B AT 69257 B AT69257 B AT 69257B AT 69257D A AT69257D A AT 69257DA AT 69257 B AT69257 B AT 69257B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
stuffed
production
small animals
mummification
anatomical specimens
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Prof Dr Deegener
Wilhelm Dr Berndt
Original Assignee
Paul Prof Dr Deegener
Wilhelm Dr Berndt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Paul Prof Dr Deegener, Wilhelm Dr Berndt filed Critical Paul Prof Dr Deegener
Application granted granted Critical
Publication of AT69257B publication Critical patent/AT69257B/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   mumiflkatorischen   Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur   mumifikatorischen   Erhaltung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und anatomischer Präparate für Museen und   Schulzwecke.   Man hat schon Tierteile unter Erhaltung ihrer natürlichen Form und zwecks Herbeiführung in der Natur nicht vorhandener Transparenz derart aufbewahrt, dass man sie zunächst in bekannter Weise fixiert und entwässert und darauf in einem Block von einem durchscheinenden Stoffe eingeschlossen hat. Auch hat man derartige Gegenstände, um sie transparent zu machen, 
 EMI1.1 
 zur Erzeugung biegsamer Pflanzenmumien verwendet.

   Ein   derartigt's Vorfahren   ist zur   Uehandlung tierischer Objekte ungeeignet, weil   diese, wenn sie ihm unterworfen werden. stets schmierig, klebrig und an der   Oberflächf unsau er bleiben, solange   das   flüchtige nul   vorhanden ist, das angewendet wird, um die   Biegsamkeit   der Objekte zu gewähren. Da 
 EMI1.2 
   Gegenstände   nicht dauerhaft. Nach längerer   Zeit entstehen   durch das Verdunsten des   flüchtigen yoles   in feinsten oberflächlichen Hohlräumen des Organismus, unter Schuppen, in den Flossenstrahlen,   luftführendo   Hohlräume : die Präparate fangen Luft. Es entstehen hiedurch immer wieder weisse oder silbrige Streifen und Flecken, welche das Objekt verderen. 



   Die vorliegende Erfindung vermeidet   d : ose Nachteile. Sie   ermöglicht, kleine   Amphibien,   
 EMI1.3 
 einfach trocken aufbewahrt oder, wie behaarte und befiederte Tiere, ausgestopft werden können, so zu präparieren, dass sie trocken in jeder natürlichen Stellung, Form und Färbung   erhalten werden   können. Das Verfahren besteht darin, die zu konservierende Tiere, anatomischen Präparate und dgl. zunächst einer Härtung zu unterwerfen, wie sie für einzelne Zellen und Zellgewebe für die Zwecke mikroskopischer Untersuchungen bereits bekannt ist, hierauf zu entwässern und   schliesslich   mit einer geeigneten Masse zu tränken. 
 EMI1.4 
 wird, nachdem er in eino ihm natürliche Stellung gebracht ist, z.

   B. mit Quecksilberehlorid   a) s Härtungsmittel   beh. andelt, hierauf in bekannter Weise entwässert (durch nacheinander erfolgendes Einbringen in mehrere Alkoholbäder von steigender Konzentration) und danach in ein Bad, aus einem flüchtigen Kohlenwasserstoff bestehend (Xylol, Chloroform) übergeführt. Nunmehr wird das Präparat in warmes (flüssiges) Paraffin, alsdann in eine Mischung aus   3/4 Pal'affin   und 1/4 hellem Harz (Colophonium citricum) eingebracht. Nachdem der Körper des zu behandelnden Gegenstandes gänzlich durchtränkt ist, lässt man die überflüssige Masse abfliessen und hierauf erkalten.

   Die Durchtränkung mit einer Masse der hier beschriebenen Art hat zur Folge, dass die   milchig-opake, halb durchscheinende Beschaffenheit   der Muskeln von Fischen, Amphibien und dgl. bei dem trockenen Präparat vollkommen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 nachgeahmt wird. Der schleimig-durchscheinende Glanz des   Hautl1berzuge   der Fische und Amphibien   lässt sicht   falls erforderlich, durch einen geeigneten Anstrich, z. B. mit Harz-   sp i rituslack, nachahmen.   



   Das Verfahren der Erfindung eignet sich auch hervorragend zur Herstellung anatomischer Präparate. Die Erhaltung der Form ist eine vollkommene, auch die der Farben insofern vortrefflich, als das Wesentliche der Färbung (dunkel, hell, marmoriert, gemustert, geädert) deutlich zu erkennen bleibt. Sehr lebhafte Farbentöne können auch hier aufgefrischt werden. Der Vorteil des Verfahrens für die Herstellung anatomischer Präparate liegt vorwiegend darin, dass diese nicht mehr, wie früher, in plumpen, unhandlichen Gläsern mit Flüssigkeit aufgestellt werden müssen, vielmehr in die Hand genommen werden können und so einen tadellosen Anschauungsgegenstand,   insbesondere ftlr Schulzwecke,   abgeben. 
 EMI2.1 
 gedeutet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Körper, die zuvor einem Härtungsvorgange, z. B. mit Quecksilberchlorid, unterworfen, hierauf etwa mit Alkohol entwässert und mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen durchtränkt worden sind, mit einer im warmen Zustande flüssigen, im gewöhnlichen Zustande festen Tränkungsmasse, z. B. einem Gemisch von Paraffin und hellem Harz (Colophonium citricum), durchtränkt werden.
AT69257D 1913-06-13 1914-05-12 Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate. AT69257B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE69257X 1913-06-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT69257B true AT69257B (de) 1915-07-10

Family

ID=5634870

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT69257D AT69257B (de) 1913-06-13 1914-05-12 Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT69257B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Stuart Analytical techniques in materials conservation
EP0037086B1 (de) Mittel zum Herstellen von pigmentierten Schutzüberzügen auf Fleischwaren
AT69257B (de) Verfahren zur mumifikatorischen Konservierung kleiner, nicht ausstopfbarer Tiere und zur Herstellung anatomischer Präparate.
DE281806A (de)
DE232022C (de)
US1163645A (en) Process of preserving animal objects.
DE2710147C3 (de) Konservierte biologische verwesliche Objekte und Verfahren zu ihrer Herstellung
KR960003524B1 (ko) 폴리에스테르 합성수지 경화에 의한 진공투시표본 및 그 제작방법
DE712055C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbenbindemitteln
Böni Biophysics and biomimetics of hagfish slime
DE474065C (de) Verfahren zur Herstellung von farbigem Hutschmuck und Ziermaterial aehnlicher Art
DE605034C (de) Verfahren zum Konservieren von Haifischhaeuten
AT162154B (de) Verfahren zur Herstellung eines Pelzwerkes, insbes. aus Gänsehäuten.
DE523850C (de) Verfahren zum Veredeln von frischen Pflanzen oder Pflanzenteilen
DE81249C (de)
AT140570B (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukhohlkörpern.
DE454872C (de) Verfahren zur Herstellung von Gelatine-Kapseln aus Gelatine und Glycerin, die mit Formaldehyd gehaertet werden
DE246120C (de)
DE443119C (de) Kuenstlicher Pelz und Verfahren zu seiner Herstellung
DE565081C (de) Verfahren zur Behandlung von Darmsaiten
DE622669C (de) Verfahren zur Erzeugung eines glaenzenden Schutzueberzuges auf Fruechten und anderenVegetabilien
DE896697C (de) Lederfettungsmittel
DE419343C (de) Verfahren zur Herstellung eines unloeslichen UEberzuges, insbesondere auf den Birnenelektrischer Gluehlampen
DE435566C (de) Figuren, z. B. Puppen oder Teile von diesen
AT63368B (de) Verfahren zur Herstellung von Temperafarben in Pastellstiftform.