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Um Saiten, Stäbe oder Platten durch elektromagnete in tönende Schwingungen zu versetzen, bedarf es eines Stromunterbrechers, welcher die Anziehungen und Unterbrechungen genau synchron den Eigenschwingungen des tönenden Körpers bewirkt. Für einen Ton kann man leicht einen umlaufenden Stromunterbrecher auf die bestimmte Unterbrecbungszahl einstellen, für Musikinstrumente bedarf es so vieler Unterbrecher, als sie Töne haben.
Die in folgendem beschriebene Vorrichtung soll in einfacher Weise eine genaue Abstimmung für sämtliche Töne gestatten. Für jeden Ton und seine Oktaven ist, wie bekannt, eine Scheibe notwendig und hinreichend. Auf der um die Achse Rotierenden Scheibe S (Fig. III) sind sieben konzentrische voneinander isolierte Kreisringe angeordnet. In der Zeichnung sind deren nur vier angegeben. Auf dem innersten Ringe befindet sich eine Kontaktfläche und eine isolierte Unterbrechungsfläche und auf dem zweiten Ringe sind zwei Kontaktflächen Cl und zwei Unter-
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anziehen.
Von den Elektromagneten gelangt der Strom wieder zum anderen Pol der Stromquelle.
Für die zwölf Töne einer Oktave gebraucht man zwölf Kontaktscheiben tS, eine jene mit einer anderen Winkelgesch windigkeit. Um nun die verschiedene Drehgesch windigkeit der einzelnen Scheiben, entsprechend der Stimmung der Saiten herstellen und genau regeln zu können, lässt
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Anstatt die Scheiben 1 umlaufen zu lassen, während die Federn f unbeweglich sind, kann man auch die Federn f auf einer Scheibe anordnen und diese dann umlaufen lassen, während die Kontaktscheiben ; S dann stillstehen. Für die Scheiben S lassen sich noch Vereinfachungen anbringen.
Mittels eines Kunstgriffes kann man es erreichen, dass ein Kontaktring für mehrere Oktaven ausreicht. Man nimmt die kontaktgebende Fläche C des ersten Ringes schon so kurz, wie bei der bisherigen Einteilung die Kontaktfläche des zweiten oder gar des dritten Ringes,
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mit dem Elektromagneten E3 über den Saiten der dritten Oktave verbunden ist, gegen den inneren Ring schleifen, so erhält der Elektromagnet nach der ersten erst wieder bei der dritten Schwingung einen Sti'omimpuls, zieht also auch erst bei der dritten Schwingung die Saite wieder an, während die zweite Schwingung eine freie Saitenschwingung ohne elektrische Anziehung, also eine etwas schwächere als die erste und dritte ist.
Jedenfalls aber ist der Ton rein.
Auf ein und derselben Scheibe S kann man Kontaktreihen nicht nur für Oktaven, sondern auch für Quinten und Quarten anordnen, indem man z. B. neben einer Kontaktreihe mit zwei
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Kontakten und zwei Unterbrechungen eine solche von drei Kontakten und drei Unterbrechungen anordnet. Begnügt man sich endlich mit tirer angenäherten Genauigkeit, so kommt man bei Anwendung der kurzen Kontakte mit einer einzigen Scheibe S aus, auf welcher zwölf konzentrische isolierte Kontaktreihen angeordnet sind mit 100, 106,112, 119,126, 133,141,
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reihe entspricht dann angenähert einem Tone des temperierten Klaviers.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Umlaufender Stromunterbrecher zur Erzeugung von Tönen durch stossweises Anziehen von Saiten, Stäben oder Platten durch Elektromagnete, bestehend aus Scheiben mit isolierten konzentrischen Ringen, wobei der innerste Ring eine leitende Fläche und jeder folgende die doppelte Anzahl leitende und isolierte Flächen des vorhergehenden enthält, so dass jede Scheibe für einen Ton und seine sämtlichen Oktaven dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehgeschwindigkeit der einzelnen Scheiben in der Weise geregelt wird, dass die Scheiben auf einer gemeinsamen Scheibe oder einem Kegel genau eingestellt werden.