AT67669B - Verfahren zur Herstellung geschweißter Schienenstöße. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geschweißter Schienenstöße.

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AT67669B
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John Wattmann
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John Wattmann
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung geschweisster   Schienenstösse.   



   Bei der Schweissung von Schienenstössen ist es wünschenswert, den Schienenkopf ungeschweisst zu lassen, weil dieser durch das Ausglühen des Eisens in jedem Falle eine Strukturveränderung erfährt und dadurch die   Fahrfläche   an der Stossstelle eine andere Abnutzungsfestigkeit bekommt, als sie sonst besitzt. 



     Dio SchweiBung   der Schienen am Schienenfuss allein besitzt den Nachteil, dass die Schienen im Stoss ein ungenügendes Widerstandsmoment gegen Durchbiegen konvex nach oben besitzen und in solchem Falle die Stossfuge oben zum Klaffen kommt. 



   Derartige Durchbiegungen treten auf, wenn der Stoss zwischen zwei Radiasten sich befindet und können besonders bei Querschwellenbau eine betrachtliche Grösse erreichen. Das Widerstandsmoment gegen solche Durchbiegungen kann zwar vergrössert weiden, indem man Laschen oder   Unterzugsträger mit dem Schienenfuss verschweisst,   aber es bleibt der Missstand bestehen, dass jede Durchbiegung nach oben und   jede Tempcraturxusammeu   ziehung des Schienengestänges - wenn auch in geringerem Masse -- die Stossfuge am Schienenkopf zum Klaffen bringt.

   Dann aber treten mehr oder minder all   d) e Nachteiif   auf. die die Stossfuge bei allen Schrauben- und Keilstössen bakanntermassen mit sich bringt. 
 EMI1.1 
 bleibende Spannung in den Stoss gebracht wird, derart, dass die   Schienenköpfe   in der Stossfuge mit starkem Druck gegeneinandergepresst werden. Ist das der Fall, so werden nämlich Zugspannungen, die infolge äusserer Kräfte im   Schienenkopf-bel Durchbiegungen   der Schienen konvex nach oben-eintreten, nicht sofort die Stossfuge zum   1\laffen bringen,   sondern sie werden zunächst lediglich die vorhandenen inneren   Druckspannungen ver-   
 EMI1.2 
 die Praxis genügen, kann also der dauernde vollkommene Schluss der Stossfuge erreicht werden. 



   Es ist bekannt, dass diese künstlichen Druckspannungen auf thermischem Wege erzeugt werden können. nämlich durch Abkühlung der während des Schweissens ungleichmässig erwärmten Teile.   Der Mangel der Stossanordnung nach diesem V@rfahren liegt einer-   
 EMI1.3 
 
Nach vorliegender Erfindung wird eine künstliche Druckspannung in der Stossfuge des Schienenkopfes dadurch hervorgebracht, dass Schiene oder   Stossträger   oder beide 
 EMI1.4 
 unterworfen werden und in dieser deformierten Gestalt miteinander zur Verschweissung gelangen. 



   Da man die äusseren Kräfte, welche man auf diese Weise auf den Stoss ausübt, quantitativ genau bemessen kann, so ist es möglich, die gewollten Druckspannungen auch ihrer Grösse nach mit Sicherheit herzustellen. Ebenso ist man in der Wahl der Querschnittsformen der Stossträger   vollutolten   
 EMI1.5 
 
Zweckmässig wird der Stoss vor der Deformation mit einem Buckel \ verlegt, so dass er sich nach seiner Vollendung in die Horizontale    begibl  
Die   FIg. 1   bis 8 der Zeichnung geben   Ansfuhrnngsbosptele   der beschriebenen Anordnung, wobei der Deutlichkeit halber die Biegungen der Schienen und Trager übertrieben dargestellt wurden. Die Fig. 1 bis 4 beziehen sich auf die Verbindung der Schienen mittels Unterzugträger, die Fig. 5 bis 8 auf diejenige mittels Seitenlaschen. 



   In Fig. 1 ist angenommen, dass, nachdem die Schienen a mit Ihren   Sttrnfächen   möglichst dicht aneinanderstossen sind, zunächst durch die Schweissung s die Schienfüsse miteinander und mit dem Unterzuge fest verbunden werden. Nunmehr werden die Keile   k an   den Enden des Unterzugs zwischen diesen und die   Schienenfisse getrieben und   damit ein Abspreizen des Unterzugs an seinen beiden Enden von der Schiene herbeigeführt. 

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   Durch dieses Abspreizen wird gleichzeitig (entsprechend der Fig. 2) der Unterzugträger nach oben, die Schiene nach unten durchgebogen und eine Druckspannung in der Fuge des Schienenkopfes hervorgerufen. Nach   Festschweissen   der Keile mit den Schienen und dem Unterzug ist der Stoss vollendet. 



   Nach Fig. 3 worden zuerst die Schweissungen an den Enden des Unterzugs aus- 
 EMI2.1 
 gezwungen (wie sie die Punktierung in der Figur andeutet) und dadurch die Scbienenköpfe mit Druck gegeneinandergepresst. Nunmehr wird die   Mittelschweissung   ausgeführt, durch welche die Schienenfuss miteinander und mit dem Unterzug fest verbunden werden. Nach Abnahme der Presse biegt sich der Träger b, dem elastischen Zug der Schiene folgend, etwas nach oben durch und der Stoss nimmt die in Fig. 2 gezeichnete Form an. 



    Nach Fig. 4 werden zuerst ebenfalls die Enden des Unterzugs den Schienen   verschweisst. Dann wird die gezeichnete   Pressvorrichtung   angelegt und durch Anziehen der Schrauben s der Unterzug zu einer Durchbiegung (wie punktiert in der Figur angedeutet) nach oben gezwungen. In dieser Lage erfolgt die   Mittelscbweissung. Nach   Abnehmen der Presse biegt der Träger durch seme Elastizität die Schiene nach unten durch, der Stoss nimmt wieder die Form nach Fig. 2 ein. 



   In den Fig. 5 bis 8 sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, in denen laschenlörmige Stossträger Verwendung finden. Voraussetzung ist bei beiden Ausführungen, dass   die Stol3lasche   einen kleinen Spielraum gegen Schienenfuss bzw. Schienenkopf besitzt, so dass sie kleine Deformationen ungehindert erleiden kann. 



   Nach Fig. 5 wird zuerst die Mittelschweissung   vorgenommen,   bei der die Schienenfusse miteinander und mit der Lasche verbunden werden, sodann wird an jedem Laschenende ein Keil k zwischen Lasche und Schienenkopf getrieben und dadurch die Laschenenden heruntergedrückt, die Schienen aber an derselben Stelle angehoben. Die Wirkung ist eine Durchbiegung der Schiene im Stoss nach unten, der Lasche nach oben. In dieser   @tellung, welche in   Fig. 6 gezeigt wird, erfolgt die Verschweissung der Laschen an ihren Enden mit den   Schienenfusses.   Die Keile können nun gelöst werden und der Stoss ist fertig. 



   Nach der Fig. 7 werden zuerst die Laschenenden geschweisst, sodann wird in der   @tossmitte   zwischen   Schienen-und Laschenfuss   ein Keil getrieben, der die Schiene nach unten. dip Lasche nach oben drückt. Nach Verschweissung des Keils mit den Schienen und mit den Laschen (Fig. 8) ist der Stoss vollendet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   I.   Verfahren zur Herstellung geschweisster   Schienenstösse,   bei welchen die Schienen 
 EMI2.2 
   @hweisst sind,   dadurch gekennzeichnet, dass   vor, vollendeter Schweissung   durch mechanische   /wangsunttel   die Schienen oder der Träger oder beide einer derartigen elastischen Ver-   @.     fguag unterworfen   werden, dass die aufetnanderwirkenden inneren Kräfte eine DruckspannungimSchienenkopfhervorbringen.

Claims (1)

  1. . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Schienen in der Stossstelle miteinander und mit dem Unterzugträger verschweisst, dann die Enden EMI2.3 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Enden des L nterzugträgers mit der Schiene verschweisst, dann die Schienenenden auf den Träger heruntergedrückt und in dieser Lage mit ihm verschweisst werden.
    4 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Enden des ratrzugträgors mit der Schiene verschweisst, dann der Träger nach oben durchgebogen und in seiner Mitte mit den Schienenenden verschweisst wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Schienen- EMI2.4 Lasche gegen die Schienenköpfe abgespreizt werden und die Lascho in dieser Lage an @hren unteren Enden mit den Schienenfüssen verschweisst wird.
    6. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Enden der Laschen mit den Schienenfüssen verschweisst, dann in der Stossmitte zwischen die Schienen- ! nssc und die Lascheuunterkante ein Keil eingetrieben und dieser mit der Lasche an den Schienenfüssenverschweisstwird.
AT67669D 1913-08-19 1913-08-19 Verfahren zur Herstellung geschweißter Schienenstöße. AT67669B (de)

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