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3. Die Apparate werden so eingestellt, dass mehrere, aber immer noch wenige Funken pro Wechsel entstehen. Man vernimmt, wie im Fall 2, den Ton der Speisemaschine. Er wird aber von Nebengeräuschen begleitet, die von der unregelmässigen Funkenfolge innerhalb jedes Wechsels herrühren.
4. Es entstehen ausserordentlich viele Funken pro Wechsel. Man vernimmt wiederum, wie im Fall 2, den Ton der Speisemaschine. Die Nebengeräusche machen sich aber weniger geltend als im Fall 3.
Man ersieht daraus, dass die Möglichkeit vorhanden ist, an der Empfangsstelle statt der bisher vernommenen Geräusche, die denjenigen der atmosphärischen Störungen sehr ähnlich sind, den Ton der Speisemaschine zu vernehmen.
Hiebei ist es zweckmässig, die Wechselzahl der Speisemaschine so zu wählen, dass an der Empfangsstelle in dem Telephon die für das menschliche Ohr am leichtesten vernehmbaren Töne von etwa 400 bis 3000 Schwingungen pro Sekunde entstehen.
Durch die Erzeugung eines hohen musikalischen Tones im Empfänger erreicht man den wichtigen Vorteil einer praktisch vollkommenen Störungsfreiheit im Betriebe drahtloser Stationen, und zwar sowohl gegen andere Stationen, als auch gegen atmosphärische Entladungen. Der Ton im Telephon an der Empfangsstelle wird auch bei sehr schwacher Intensität leicht vom Ohr aufgenommen und hebt sich deutlich gegen die von Störungen hervorgerufenen Geräusche ab, ähnlich wie z. B. bei der Telephonie die Laute der menschlichen Sprache gegen Mikrophonneben- geräusche. Man kann auf diese Weise mehrere drahtlose Stationen, die auf dieselbe Schnellfrequenz abgestimmt sind, durch Sender, die auf verschiedene akustische Tonhöhen abgestimmt sind, unabhängig und gegeneinander störungsfrei betreiben.
Die hiedurch ermöglichte Selektionsfähigkeit kann auch weiter ausgestaltet werden durch auf bestimmte Tonhöhe abgestimmte Telephonmembranen, andere eintönig akustische Resonatoren, durch auf eine bestimmte Periode abgestimmte schwingende Systeme und dgl., wobei elektrische und akustische Abstimmungen gleichzeitig vereinigt werden können.
Die Elektroden der Funkentrecke werden hiebei zweckmässig aus einem gut leitenden Material, wie Kupfer oder Silber, hergestellt oder können auch aus einem anderen beliebigen Material bestehen, wobei nur die wirksamen Flächen mit Kupfer oder Si) ber überzogen weiden.
Bei einer derartigen Funkenstrecke besteht aber immer noch die Schwierigkelt, dass das Isolationsmaterial ausserordentlich schnell durch die Funken zerstört oder wenigstens zum Teil verbrannt wird, wobei schädliche Verbrennungsprodukte in dem Funkenraum bleiben.
Der Erfindung gemäss wird dieser Ubelstand beseitigt, und zwar dadurch, dass an den Endteilen des Isolationsmaterials der Elektrodenabstand grösser ist als in dem Funkenraum. Auf diese Weise ist zum Überspringen eines Funken m der Nähe des Isolationsmaterials eine bedeutend grössere Spannung erforderlich, als in dem eigentlichen Funkenraum, und das lsolationsmaterial
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Weise ausgeführt werden. Man kann beispielsweise, wie Fig. 1 im Schnitt schematisch zeigt, zwei kreisrunde p) ane Elektroden wählen und dort, wo das Isolationsmaterial aufhört, eine Rille drehen.
In der Fig. 1 sind a die Elektroden, e ist ein Ring von Isolationsntrial, z. B. Mica oder Pressspahn. In i sieht man die beiden Rillen. y ist irgend eine Druckschraube, weiche die beiden Elektroden gegeneinanderpresst.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform. Die Bezeichnungen sind dieselben wie in Fig. 1.
Es lässt sich, wie aus der Zeichnung hervorgeht, die Anordnung in den mannigfaltigsten Weisen ausführen. Wesentlich ist nur, dass dort, wo das Isolationsmaterial aufhört, d. h. überall dort. wo das Isolationsmaterial der Gefahr der Zerstörung ausgesetzt ist, eine Erweiterung des Elektrodenabstandes und damit eine Erhöhung der Durchsuhlagsspannung bewirkt wird. Wesentlich ist auch, dass überall scharfe Kanten vermieden werden. Unterlässt man diese Vorsichtsmassregel, so kann nämlich bei starken Entladungen der Funken am Rande des Funkenraumes überspringen. Als wichtig hat sich eine Vergrösserung des Elektrodenabstandes in dem mittleren Teil der Funkenstrecke herausgestellt. Diese Aushöhlung braucht aber keineswegs gross zu sein. Es genügt vielmehr schon eine gewisse Abnutzung durch Abschmirgeln.
Eine einwandfreie Erklärung für diese günstige Wirkung der Aushöhlung konnte bisher nicht gefunden werden. Sicher ist nur,
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Um die in Schwingungen umzusetzende Energie über diese Grenzen hinaus zu vergrössern, werden mehrere Funkenstrecken der oben erwähnten Art hintereinandergeschaltet. An sich ist es bekannt, Funkenstrecken hintereinander zu schalten. Bei dem Wienschsn Verfahren jedoch ist eine geringe Funkenlällge für das gute Erlöschen des Primärkreiaes Bedingung. Es zeigte sich, dass bei Hintereinanderschaltung mehrerer kurzer Funkenstrecken rasch Lichtbogenbildung eintrat. Eine gute Wirkung trat erst dann ein, wenn man diese Funkenstrecken aus schwer verdampfbarem, gut wärmeleitendem Material herstellte und sie in einem möglichst gleichmässigen Abstand auf der ganzen Fläche gegenüber-stellte.
Fig. 4 zeigt eine solche Ausführungsform, bei der die Elektrodenplatten a übereinander geschichtet sind und mittels einer einzigen Druckvorrichtung g gegeneinandergepresst werden, wodurch bei Verwendung einer grossen Anzahl von Teilfunkenstrecken eine erhebliche Raum- ersparnis und Betriebsvereinfachung er"ielt wird. Zweckmässig erhalten die Elektrodenplatten a gleiche Grösse und die Ringe e gleiche Dicke, so dass eine gleichmässige Verteilung der Gesamt- einsatz, spannung auf, die einzelnen Funkenstrecken erzielt wird.
Fig. ó zeigt eine weitere Verbesserung, die darin besteht, dass beide Seiten der Platten (mit Ausnahme der beiden äussersten) als wirksame Elektroden benutzt werden 0
Bei einfachen Funkenstrecken, bestehend aus einem Elektrodenpaar mit dazwischen- befindlichem Isolationsring, kann die durch das Übertreten der Funken auftretende Wärme von den Elektrodenplatten in genügendem Masse unmittelbar abströmen. Sobald aber eine grössere Anzahl solcher Plattenpaare zu einer Serienfunkenstrecke nach Art des vorliegenden Erfindungsgegenstandes zusammengebaut wird, können die inneren Platten die Wärme nicht mehr genügend abgeben und erhitzen sich daher in unzulässigem Masse.
Das Wesen der weiteren Erfindung besteht nun darin. zwischen den Elektrodenplatten Kühlkörper anzuordnen, die die Wärme der Platten aufnehmen und anderweitig abgeben, derart, dass das Entstehen einer übermässigen Temperatur vermieden wird.
Zwei Ausführungsbeispiele dieser Erfindung sind auf der Zeichnung in vier Figuren dargestellt ; Fig. 6 und 7 zeigen die erste, Fig. 8 und 9 die zweite Ausführungsform in zwei Projektionen. Auf der Zeichnung sind a die Elektroden, e die dazwischenbefindlichen Isolationsringe. Die Platten und Scheiben werden auf an sich bekannte Weise durch eine Schraube oder dgl. gegen eine Stütz-
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werden, springen zwischen den Flächen der Elektroden, zwischen denen sich die Isolation befindet, Funken dübel. Zwischen den anderen Flächen der Elektroden sind Kühlkörper k angeordnet. Diese sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 und 7 als Vollscheibe aus gut Wärmeleitendem Material ausgebildet, die die Wärme der Elektroden durch Leitung aufnehmen und durch Strahlung an die Luft abgeben.
Zu letztem Zwecke besitzen sie einen grösseren Durch-
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über den Rand der KIektrodenplatten nicht hinauszuragen, da die Wärme dem Kühlwasser durch Zirkulation oder, wie in dem Ausführungsbeispiel angedeutet, durch Verdampfung entzogen wird.
Statt durch flüssige Mittel kann die Kühlung auch durch gasförmige erfolgen.
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Elemente unter gleichzeitiger Sicherung ihrer gegenseitigen Lage möglich ist.
Zu diesem Zwecke ruhen bei dem ersten Beispiel die Elektroden a und bei dem zweiten
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Zu einer noch besseren Sicherung des Zusammenbauesjst bei der ersten Ausführungsform oberhalb der Elektroden a noch eine dritte Stange m angebracht, die um ein Gelenk n heraufgeklappt werden kann, wenn die Auswechslung von Elektroden vorgenommen werden soll. In den Kühlkörpern A'ist zu diesem Zwecke für diese Stange anstatt eines Loches ein Schlitz vorgesehen.
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alle Funkenstrecken benutzt und dadurch wenig Entladungen von hohem Potential erhält, während man für den Hörerbetrieb einen Teil kurz schliesst und dadurch bei derselben Ladespannung häufig Entladungen erhält.
Eine solche Einrichtung ist in Fig. 11 dargestellt. In derselben bedeuten o Klemmbügel, p isolierter Griff.
Eine weitere Ausführungsform, die sich besonders zum Prüfen eignet, ist in Fig. 12 und 13 dargestellt. q ist ein Klotz aus isoliertem Material mit isoliertem Griff p. An dem Klotz sind zwei Metallstreifen r angebracht, in die mit den Spitzen einander gegenüberstehende Mikrometerschrauben s eingeschraubt sind, so dass der Abstand der Spitzen verändert und gemessen werden kann. Mit den Metallstreifen r sind, gleichfalls voneinander isoliert, federnde Kontaktbügel o leitend verbunden, die derart gestaltet und angeordnet sind, dass sie zwischen die zu prüfenden Elektrodenplatten a geschaltet werden können.
Von einem gewissen Abstand der Schraubenspitzen s ab bildet sich dann die Funkenstrecke zwischen diesen Spitzen, so dass aus dem Abstand der Spitzen auf die Länge der Funkenstrecke zwischen den geprüften Elektrodenplatten a geschlossen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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