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Einrichtung, um nach einem stereoskopischen Paar von Photogrammen eines räumlichen
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Das Ziel der Erfindung ist, eine Aufgabe zu lösen, die in einer beschränkten Form bereits mehrfach bekannt gegeben worden ist, nämlich als die Aufgabe, einen Stereokomparator, der mit einem stereoskopischen Paar von photogrammen einer Landschaft ausgestattet ist, mit einer Zeichenvorrichtung derart mechanisch zu verbinden, dass eine einzige Person bei ununterbrochener Beobachtung des streopi8chen Landschaftsbildes und der stereoskopischen Marke durch Handhabung der mechanischen Gesamteinrichtung eine Höhenlinie (eine ideelle Kurve, die Punkte gleicher Höhe in der Landschaft verbindet) auf einer ebenen Zeichenfläche wiederzugeben (gewissermassen zu kopieren) vermag.
Eine der Veröffentlichungen dieser beschränkten Form der Aufgabe sei hier angeführt : The Geographical Journal, Bd. 31, Mai 1908, Nr. o, S-549,
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mitteln, vereinfacht.
Um die Einführung in die vorliegende Erfindung zu erleichtern, sei zunächst die gofhen erwähnte, ihr vorausgegangene Verbesserung beschrieben, wozu wiederum eine kurze Beschreibung des Rtereokomparatora und des gleichfalls soeben erwähnten bisherigen Verfahrens voraus- zuschicken ist. Es sei (wie in dieser Schrift auch weiterhin stets) der einfachste Fall vorausgesetzt, dass die Photogramme der Landschaft mit identischen Objektiven gewonnen sind, die Verhindungs- linie dieser Objektive (die Standlinie) wagerecht war und die Objektivachsen wagerecht, zueinander parallel und zur Standlinie senkrecht lagen.
Diese Photogramme werden im Komparator beide auirecht liegend und übrigens so angeordnet, dass das vom linken Ende der Standlinie
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Objekt ! vpunktcn in der (wagerechten) Ebene der Objektivachsen entsprechen, eine einzige Gerade bilden. Die Richtung dieser Geraden heisse hier die Breitenrichtung. Unter Höhenrichtung ist dann die Richtung zu verstehen, die in der Ebene der Photogramme auf der Breitenrichtung senkrecht steht.
Für die so angeordneten Photogramme dient als Beobachtungsapparat ein binokulares Doppelmikroskop. Jede Hälfte dieses Instrumentes enthält in ihrem Bildfeld, dort wo vom Objektiv das reelle Bild des zugehörigen Photogrammes entworfen wird, eine Marke, so dass dem Beobachter vom Okular ar einem virtuellen Bild des Photogrammes ein ebensolches Bild der Marke zur stereoske schen Vereinigung mit den entsprechenden Bildern der anderen Hälfte des Instrumentes dargeboten wird.
Der Stereokomparator umfasst ferner drei Schlitten A, B und C.
A bringt eine gegenseitige Verschiebung des Mikroskopes und der Photogramme in deren Höhenrichtung hervor, wobei eine Änderung der Höhenlage des Stereoskopischen Markenbildes zum stereoskopischen Landschaftsbilde beobachtete wird.
B erzeugt in der Breitenrichtung der Photogramme eine Änderung der gegenseitigen Stellung desMikroskopes und der Photogrammo, wobei cue Breitenlage der Marke zur Landschaft geändert. erscheint.
C wirkt auf den gegenseitige : ! Abstand der Photogramme, wobei die Marde ihre Lage zur Landschaft in der Tiefenrichtung wechselt. Der Miniaalabatand der Photogramme ist erreicht,
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wenn man die Marke mittels der Schütten A und B mit einem beliebigen unendlich fernen Punkt der Landschaft zusammenfallen lassen kann. Jeder der drei Schlitten 11, Bund 0 ist mit einer Skala ausgestattet.
In der Ebene des zu entwertenden Planes sind ebenfalls drei Skalen angeordnet, die als Höhen-, Breiten- und Tiefenskala den Skalen von f, B und C-unter Berücksichtigung der Brennweite der Aufnahmeobjektive und (hinsichtlich Bund 0) des für den Plan gewählten Massstabes sowie (hinsichtlich C) der bei der Aufnahme eingehaltenen Standlinie-entsprechen.
Sind die Schlitten A, Bund C so eingestellt, dass die Marke mit dem beobachteten Punkt der Landschaft zusammenfällt, so hat man zur Eintragung dieses Punktes in den Plan und zur Ermittlung seiner Höhenlage drei Lineale in der Zeichnungsebene einzustellen. Dies geschieht auf Grund der an den Skalen von A, Bund 0 abgelesenen Werte nach Massgabe der drei in der Zeichnungsebene angeordneten Skalen. Von den drei Linealen stellt eines, das senkrecht zur Tiefenskala angeordnet und längs dieser, also quer zu sich selbst, verschieblich ist, bei Einstellung nach dem Skalenwert von C mit seiner Kante die Horizontalprojektion der Tiefenebene dar, in der der Punkt der Landschaft liegt, der mit der Marke zusammenfällt.
Ein drehbares Lineal, das an der Höhenskala, die dem Tiefenlineal parallel liegt, dem Skalenwert von A entsprechend eingestellt wird, liefert dabei in dem von seiner Kante erzeugten Abschnitt der Kante des Tiefenlineals den Höhenwert dieses Punktes. Nach dem Skalenwert von B wird an der ebenfalls dem Tiefenlineal parallelliegenden Breitenskala ein anderes drehbares Lineal eingestellt Der Schnittpunkt seiner Kante mit der Kante des Tiefeulineales ist derjenige Punkt des Planes, der dem Landschaftspunkt entspricht. Die erwähnte Verbesserung bestand nun darin, dass durch Zusatzvorrichtungen, die mit den Schlitten A und B gekuppelt sind.
bei der Einstellung von A und B die beiden Drehlineale selbsttätig miteingestellt werden. Dadurch entfällt auch noch das Ablesen der Skalen der Schlitten 1 und B.
Der Urheber dieser Verbesserung stellte sich dann die bereits erwähnte Aufgabe, Höhenlinien direkt aufzuzeichnen. In seiner Veröffentlichung wird diese Aufgabe nicht näher bestimmt, als hier im ersten Satz der Einleitung geschehen ist. Di"se Kennzeichnung lässt sich wohl leicht
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Marke allmählich mit Punkten der Landschaft, die aufeinander folgen und gleich hoch liegen, zur Deckung gebracht werden, und zugleich muss durch gegenseitige Belegung eines Zeichen- stiftes und des den Plan tragenden Zeichenbrettes der Weg der Marke auf dem Objekt im Plan verzeichnet werden. Diese Aufgabe zu lösen würde weniger schwierig sein, wenn den Punkten der Landschaft von gleicher Höhe in den Photogrammen stets Bildpunktepaare entsprächen, die ein und denselben Höhenwert haben.
Dann würde während des Aufzeichnens einer Höhenlinie der Schlitten A still stehen können. Die Annahme trifft aber nur zu, wenn die Höhenlinie in der Ebene der beiden Objektivachsen liegt.
An die Stelle der Landschalo kann jrfwnd ein anderes räumlich ausgedehntes Objekt treten.
Die Breitenlinien (die die Punkte reicher BreitenJage zusammenfassen) und dIe Tiefenlinien (deren Punkte in gleicher Tiefe liegen) sud in die Aufgabe einzuschliessen. Weiter ist der technische
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Zeichenstiftes eine Kopie der ideellen Objektivlinie auf einer Zeichenfläche erzeugt wird, Es könnte sich z. B. im letzten Ziele darum handeln, die Spitze irgend eines anderen Werkzeuges, zur Bearbeitung oder als Lehre, auf den Träger der herzustellenden Linienkopte einwirken zu lassen. Danach besteht das den praktischen Anwendungen gemeinsame Ziel zunächst darin, dass durch die gegenseitige Bewegung eines spitzen Werkzeuges und des Kopieträgers an diesem von der Werkzeugspitze die betreffende Linie beschrieben wird.
Die einzelnen Linien derselben Art (Höhen-, Breiten-, Tiefenlinien) müssen nicht notwendig in ein und derselben Ebene (Höhen-, Breiten-, Tiefenebene) des Wopieträgers kopiert werden, sondern können auch in verschiedenen parallelen Ebenen kopiert werden. Die Abstände dieser Ebenen brauchen nicht nu geraden Verhältnis zu den entsprechenden Abständen der ideellen schnittebenen zu stehen. sondern könnten z. B. entsprechend der sogenannten Reliefperspektive gewählt werden.
Wenn dagegen diese Kopierebenen Abstände voneinander haben, die zu den gegenseitigen Abständen der die ideellen Linien am Objekt erzeugenden parallelen Ebenen in demselben Grössenverhältnis stehen wie die Linienkopien zu den ideellen nien, so entsteht eine nach Höhe, Breite und Tiefe proportionale Nachbildung des Objektes, gll l'hviel ob Höhen-, Breiten-oder Tiefenlinien kopiert werden. Übngens sind die Falle nicht auszuschliessen, wo die ideellen Linien am Objekt durch koaxiale Zylinderflächen erzeugt sind, und ebensowenig die, wo die Zeichenfache zwar nicht eben ist, aber sich in eine Ebene abwickeln lässt.
Doch soll der Einfachheit halber im folgenden te biser nur der Sonderfall behandelt werden, dass die Radien der koaxialen Zylinderflächen
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zum Objekt zu beobachten. Man kann auch die beiden reellen Bilder der Photogramme in einem gemeinsamen Bildfeld entwerfen, entweder ineinanderliegend oder als Teilbilder aneinanderstossend. In beiden Fällen ist nur eine einzige Marke anzuordnen. Bringt man diese Marke und die einem beliebigen Objektpunkt entsprechenden Punkte der beiden reellen Bilder mittels der Schlitten A, B und C zur Deckung, so zeigt das gemeinsame Okular auch das virtuelle Markenbild mit den beiden virtuellen Bildpunkten zusammenfallend, wodurch der Objektpunkt vollständig bestimmt ist.
Bei ineinanderliegenden Bildern mag eine Blink-vorrichtung zu dem monokularen Doppelmikroskop hinzugefügt werden, um die beiden Bilder in schneller Folge abwechselnd sichtbar zu machen.
Die allgemeine Beschaffenheit des Bildes, das vom Doppelmikroskop dargeboten wird, kann als bekannt gelten, wenn dieses Mikroskop ein binokulares ist. Hat in diesem Fall der Kopist mittels des Schlittens C die stereoskopische Marke und einen Punkt des stereoskopischen Bildes des Objektes zum Zusammenfallen gebracht, so vermag er eine angenäherte Vorstellung zu gewinnen, welche Bildpunkte das Bild der Höhen-, Breiten-oder Tiefenlinie zusammensetzen, dem auch der mit der Marke zusammenfallende Bildpunkt angehört.
Anders beim monokularen Doppelmikroskop mit Blinkvorrichtung. Hat der Kopist hier mittels des Schlittens C zwei einander entsprechende Punkte der beiden Bilder mit der Marke zur Deckung gebracht, so sind auch alle anderen Bildpunktepaare, die Objektpunkten in derselben Tiefenebene zugehören, zu einfachen Punkten geworden. Beim Blinken ändert also das von diesen Punkten zusammengesetzte Bild der Tiefenlinie seinen Ort so wenig wie die Marke den ihrigen während all'übrigen Bildpunkte in der Breitenrichtung der Photogramme hin und her springen. Der Sprang eines solchen Bild-
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An die Stelle des Stereokomparators mit seinem doppelmikroskop und seinen drei Schlitten A, Bund C mag irgend ein anderes Komparatorsvstem treten, das dem Kopisten gestattet, die einem beliebigen Punkt der Objektoberfläche entsprechenden Punkte der beiden Photogramme zum scheinbaren Zusammenfallen mit einer Marke zu bringen.
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und der Tiefenschlitten (. Die Reihenfolge der drei Schlitten ist beliebig. Auf dem obersten Ist das Werkzeug oder der Kopieträger anzubringen, je nachdem der Kopieträger oder das Werkzeug fest angeordnet ist.
Zum Kopiereneiner Höhenlinie wird der Schlitten A1, zum Kopieren eitier Breiteiiiinie der Schlitten Bl und zum Kopieren einer Tiefenlinie der Schlitten () 1 der gewählten Höhe, Breite oder Triefe entsprechend auf dem näcbstunteren Schlitten, gegebenenfalls auf dssr Führung des untersst-en Schlittens, fest eingestellt.
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In beiden Fällen soll die Kupplung zwischen 0 und C1 der Werkzeugspitze einen Abstand geben von der Null-Tiefebene C*" (gewissermassen der Kopie der durch die Standlinie gelegten lotrechten Ebene), der das Produkt ist aus der Länge dieser Standlinie, der Brennweite der Aufnahmeobjektive, dem Yerkleinerungsmassstab der Kopie und der Reziproken des Mehrbetrages,
den der durch den Schlitten C hervorgebrachte Abstand der Photogramme voneinander im Vergleich zum oben erläuterten Minimalabstand zeigt (der hier allerdings, weil unendlich fernen Objektpunkten zugehörig, nie verwirklicht wird).
Die Schlitten A und B sind, der erste mit den Schlitten A'und Cl, der zweite mit den Schlitten 1J1 und C1 derart zu kuppeln, dass dadurch der Werkzeugspitze ein (negativer oder positiver) Abstand von der Null-Höhenebene A0 bzw. der Null-Breitendene BO verliehen wird, der das Produkt iRt aus der (negativen oder positiven) Verschiebung des Schlittens A bzw. B aus der Nullstellung, der Reziproken der Brennweite der Aufnahmeobjektive und dem Abstand der Werkzeugspitze von der Null-Tiefebene CO.
Für die Anordnung dieser Kupplungen ergibt sich eine Vereinfachung daraus, dass in den beiden Fällen, wo die Schlitten A und B beide das Mikroskop oder beide die Photogramme verschieben, der obere dieser beiden Schlitten statt des unteren an die Kupplung angeschlossen werden kann und dass ferner jeder der drei Schlitten 41, bd und C1 durch ein etwa noch (unmittelbar oder mittelbar) über ihm angeordnetes Glied des Kreuzschlittensytems mit irgend einem der Schlitten A, B und C gekuppelt werden kann.
In Verbindung mit dem Inhalt der beiden vorher-
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Kreuzschlittensystems als der obere der beiden Schlitten A1 und Cl, mit dem Schlitten B kein niedrigerer Schlitten als der obere von B1 und Cl und mit dem Schlitten C, wenn B das Mikroskop verschiebt, kein niedrigerer Schlitten als Cl und wenn B die Phvtogramme verschiebt, kein niedrigerer Schlitten als der obere von Cl und IP zu kuppeln ist.
Werden an die neue Einrichtung geringere Anforderungen gestellt, sollen mit ihr z. B. nur Höhenlinien, nur Breiteulinien oder nur Tiefenlinien kopiert werden und sollen etwa ausserdem die Linien auf ein und dieselbe ebene Fläche des Kopieträgers kopiert werden, so ergeben sich Sonderformen der Einrichtung, von denen eine unmittelbar durch das zweite der beiden in der Zeichnung dargestellten Erfindungsbeispiele vertreten ist und andere im Anschluss an die Be- sprechung des ersten Beispiels erläutert werden mögen.
In diesem ersten Beispiel, das die Fig. I bis 4 umfasst, ist eine Einrichtung dargestellt zum beliebigen Kopieren von HÖhen-. Breiten- oder Tiefenlinien in solchen Hohen-. Breiten- oder Tiefeuabständen, die in demselben Massstab verkleinert sind wie die Linien Selbst. Das Doppelmikroskop a (Fig. 4) ist monokular ausgeführt, also auch nur mit einer einzigen Marke a0 in dem beiden Objektiven gemeinsamen Budfeld ausgestattet. Ein Uhrwerk b treibt die Blinkvorrichtul1g. bestehend aus einem Halbzylinder c, der sich um seine Achse (zugleich die Okularachse) dreht und dadurch abwechselnd das vom linken und das vom rechten Objektiv kommende Strahlensystem abblendet.
Das Mikroskop a ist mittels zweier Ständer al auf einem Schlitten A befestigt, der in der Grundplatte d der Gesamteinrichtung geführt ist. Die Verschiebungsrichtung des Schlittens 4 ist zugleich die Höhenrichtung der Photogramme e. Ein Schlitten B besteht im dargestellten Beispiel aus zwei Teilen, von denen der eine das linke, der andere das rechte der in ihrer Breitenrichtung zu verschiebenden Photogramme trägt. Die Verbindung zwischr. die beiden Schlitten soll unten erläutert werden.
Der rechte von ihnen, der Träger des rechten Photogramms, stellt zugleich den auf den Abstand zwischen den Photogrammen wirkenden Schlitten C dar und ist deshalb mit B, C bezeichnet worden.
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als der unterste angeordnet und auf do Grundplatte d geradegeführt. Der Tiefensc1ùitten C1 bildet das mittlere, der Höhenschutte) P das oberste Glied des Kreuzschlittensystems. Auf dem Schlitten Al kann das Werkzeug angebracht werden, in der Zeichnung durch einen spitzen
Stift f angedeutet. der zum Kopieren von Tiefenlinien passend gerichtet ist. Der Kopieträger würde dann unbeweglich eingestellt sein müssen, solange nach ein und demselben Paar von
Photogrammen kopiert wird. Er könnte z. B. auf einem Tisch d0 befestigt werden.
Der Schlitten Al ist mit zwei Handgriffen g ausgestattet, damit er vom Kopisten, während dieser im Okular das Zusammenfallen einander entsprechender Bildpunkte mit der Marke beobachtet, mit beiden Händen geführt werden kann. Es liegt hier also der Sonderfall vor, dass nur eine einzige Treibvorrichtung. als welche das oberste Glied des Kreuzschlittensystems dient, 7. bewegen ist-
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Bei der gezeichneten Stellung der Gesamteinrichtung liegt die Werkzeugspitze in der Null-Höhenebene AO (Fig. 2 und 3), in der Null-Breitenebene IP (Fig.
1 und 3) und in einem
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mit dem Tiefenschlitten C1 und dadurch mittelbar mit dem Breitenschlitten 2l sind zwei Doppelhebel i und k angewandt, deren Drehachsen i9 und k9 eine feste Lage zur Grundplatte d haben.
Die Ebene i0, k0 ist der Verschiebungsrichtung des Schlittenpaares B und B, C parallel und hat
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schlitten Cl in einer Ebene angebracht sind, die der Verschiebungsrichttmg des Breitenschlittens B1 parallel ist. Der Abstand A der beweglichen Ebene o, p von der festen i", ergibt den festen Ort der Null-Tiefenebene C", denn deren Abstand von der Werkzeugspitze muss ebenfalls h sein.
Durch die beschriebene Anordnung wird erzielt, dass einer Verschiebung des Breitenschlittens BI, die nicht von einer Verschiebung des Tiefenschlittens Cl in der Tiefenrichtung begleitet ist, eine gemeinsame Verschiebung der Schlitten B und B, C ohne Abstandsänderung zwischen beiden entspricht.
Um eine solche Abstandaänderung von angemessener Grösse bei einer Verschiebung von Cl in der Tiefenrichtung hervorzubringen, ist die Strecke o, p um einen gewissen Betrag kürzer als die Strecke t", fizz nämlich um das Produkt aus der bei der Aufnahme der Photogramme angewandten Standlinie und dem Massstab der Kopie.
Die Kupplung des Schlittens A, der das Mikroskop a trägt, mit dem Höhenschlitten Al und dadurch mittelbar mit dem Tiefenschlitten C1 ist aus Fig. 2 ersichtlich. Der Doppelhebel
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weite l höher als der Mitnehmer t des Schlittens A angebracht ist. Der Hebelarm ql ist in dem Innenteil s des Gelenkes verschieblich und auf dem Mitnehmer t drehbar. Der andere Hebelarm q2 ist mit dem Gelenkstück s fest verbunden und in dem Innenteil u eines kardanischen Gelenkes u, v verschiebhch, das auf dem Schlitten Al in der Ebene o, p (Fig. 1) angebracht ist An jedem der drei Glieder des Kreuzschlittensystems ist eine Feststellschraube ! f (Fig. l) an-
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festgestellt.
Eine Einrichtung, die nur zum Kopleren von Tiefenlinien dienen soll, bedarf nicht notwendig einer Kupplung zwischen ('1 und C. Wenn nämlich B das Mikroskop a verschiebt oder statt dessen der Träger nicht nur des linken Photogrammes, sondern auch von C mit dem rechten Photogramm ist, so wird der Doppelhebel k ganz entbehrhch, vorausgesetzt, dass C und Cl nut einander entsprechenden Skalen ausgestattet sind, nach denen sich diese beiden Schlitten auf
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auf C1 anordnen und zugleich A1 und B1 mit ihren Kupplungen durch einen Pantographen ersetzen. der die Verschiebungen von A und B auf das Werkzeug überträgt und dessen Übersetzung nach einer Skala eingestellt werden kann, die als dritte den Skalen von C und Cl entspricht.
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zeug trägt und der Kopieträger auf dem Tiefenschlitten C1 angebracht ist.
Sollen nur Höhenlinien oder nur Breitenlinien und jene oder diese nur auf einer einzigen ebenen Fläche des Kopieträgers kopiert wee, so kann das KreUZ8Chlitt-ensystem mit der Reihenfolge seiner Glieder nach Fig. 1 bis 4 beibehalten werden. Zum Kopieren von Höhenlinien mag man dann das Werkzeug auf dem Tiefenschlitten Cl anbringen, zum Kopieren von Breitenlimen den Kopieträger auf dem Breitenschlitten B1, während in beiden Fällen die übrige Ein- richtung diejenige nach Fig. 1 bis 4 bleiben kann.
Mit noch einfacheren Mitteln lässt sich aber dasselbe Ziel erreichen, wenn man den Tiefenschlitten Cl als unterstes Glied des Schlittensystems wählt, auf ihm die Schlitten A1 und jB nebeneinander anordnet und das Werkzeug auf B1 oder A1 anbringt, je nachdem Höhenlinien oder Breitenlinien kopiert werden sollen. Es gestaltet sich
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und nI tragen. In diesen Kulissen finden B und B, C mittels Zapfen Führung. "Zur Kupplung des Schlittens A mit A1 und C1 dient ein rechtwinkeliger Winkelbel q0, der am Mitnehmer l des Schlittens A angreift, eine Stange und ein Doppelhebel q. Der Breitenschlitten BI ist mit dem Zeichenstift y ausgestattet.
Die Fläche, über die dieser Stift geführt werden kann, ist auf dem Zeichenbrett d2 durch Punktierung angedeutet. um-die Länge der Standlinie bei der Aufnahme der Photogramme oder den Verkleinerungsmassstab oder beides wechseln zu können, ist der Mitnehmer p für den Doppelhebel k nicht unmittelbar auf dem Breitenschlitten B\ sondern auf einem Zwischenschlitten p angebracht, der mit einer Festestellschraube w0 versehen ist.
Zum Antrieb wird hier nicht unmittelbar der das Werkzeug tragende Schlitten benutzt, vielmehr wird der Breitenschlitten BI durch eine Schraubenspindel x und der Tiefenschlitten Cl durch zwei Schraubenspindeln y verschoben. Die Spindel y empfängt ihre Bewegung mit Hilfe eines Kegelrades x0 und eines auf iner Welle x1 längsverschieblichen Kegelrades von dieser
Welle her. Durch einen Kettentrieb à ist die Welle SI mit der eigentlichen Antriebswelle x4 ge- kuppelt, die der rechten Hand des Kopisten zugänglich ist. Die Spindeln y sind durch ihre Kegel- räder y1 und y2 und eine Welle mit Kegelrädern und y gekuppelt.
Die linke Spindel ist durch einen Kettentrieb y6 mit der Antriebswelle y7 verbunden, die zur linken Seite des Kopisten an- geordnet. ist.
Um die erläuterte Einrichtung zum Aufzeichnen von beliebigen Punkten und Linien des Geländes geeignet zu machen, ist für den Schlitten A1 ebenfalls eine Treibvorrichtung vorzusehen,
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung, um nach einem stereoskopischen Paar von Photogrammen eines räumlichen Objektes dessen Oberfläche oder lineare oder punktuelle Elemente dieser Oberfläche räumlich oder auf einer ebenen (oder in eine Ebene abwickelbaren) Fläche zu kopieren, dadurch gekenn-
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wirkt-so dass der Kopist die einem beliebigen Punkt der Objektoberfläche entsprechenden Punkte der beiden Photogramme zum Scheinbaren Zusammenfallen mit einer Marke bringen kann-als auch gleichzeitig auf ein Kopiersystem,
in dem ein Kopierwerkzeug und ein Kopieträger zu gegenseitiger Beweglichkeit im Raume oder in einer ebenen (oder in eine Ebene abwickelbaren) Fläche vereinigt sind, wobei diese drei Systeme derart gekuppelt sind, dass die Lage der Werkzeugspitze zum Kopieträger jeweils der Lage desjenigen Punktes der Objektoberfläche entspricht, dessen Bilder vom Kopisten mit der. Marke zusammenfallend gesehen werden.