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Einrichtung zur Erzeugung ungedämpfter Hochfrequenzströme.
Es sind Maschinen zur Erzeugung ungedämpfter Hochfrequenzstrome aus einer Stromquelle einfacher Art bekannt geworden, bei denen diese Erzeugung durch rasche Änderung der Kapazität eines an die Stromquelle geschalteten Kondensators erfolgt
Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass zwei Kondensatormaschinen von gemeinsamer Welle getrieben werden und zwischen dieselben ein Schwingungskreis geschaltet ist, wobei die Maschinen so angeordnet sind, dass, wenn die eine Maschine das Maximum der Kapazität hat, die andere gerade das Minimum durchläuft.
Infolge dieser Anordnung wird die von dem einen Kondensator bis zum Erreichen des Kapazitätsmaximums aufgenommene Elektrizitätsmenge bei der darauffolgenden Verringerung der Kapazität durch die verbindende Selbstinduktion nach dem anderen Konden- sator getrieben, dessen Aufnahmefähigkeit in demselben Masse steigt, wie die des ersteren abnimmt. Das Minimum der Kapazität jedes der beiden Kondensatoren kann hiebei praktisch gleich Null gemacht werden, so dass also der volle Betrag der aus der Stromquelle aufgenommenen Elektrizitätsmenge beim Betrieb der Maschinen durch die Selbstinduktion hindurchgetrieben wird.
Der aus der Gesamtkapazität der beiden Maschinen und der gesamten Selbstinduktion bestehende Schwingungskreis andert während des Betriebes seine Eigenschaft nicht, da die Grösse der Gesamtkapazitat, unabhängig von der Stellung der Maschinen zueinander, immer dieselbe ist, eine l'gensfhaft, die bei Verwendung nur einer Kondensatormaschino ausgeschlossen ist, und durch welche nicht nur der denkbar beste Wirkungsgrad, sondern auch ein Wechselstrom völlig reiner Sinusform erzielt wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Figuren dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung schematisch, Fig0 2 zeigt eine Kondensatormaschine als beispielsweise Ausführungsform im Längsschnitt.
In Fig. 2 sind (\ und C2 zwei Kondensatormaschinen, die beispielsweise an eine gemeinsame Turbine derart gekuppelt sind, dass in dem Moment, wo die eine Kondensator-
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den beiden Kondensatoren, die durch die Maschine gebildet werden, liegen die Selbst- iuduktionen L. Die Drosselspulen D sind im Bedarfsfalle der Stromquelle vorgeschaltet.
X deutet eine Antenne an, die im vorliegenden Fall mit den beiden Selbstinduktionen L des Schwingungskreises gekoppelt ist, die aber naturgemäss auch in anderer Weise an- geschlossen werden kann.
Bei der beispielsweisen Ausführungsfcnu der Maschine gemäss Fig. 1 ist auf der
Welle ein System von Scheiben B auf. etzt, die durch Zwischeuringe E in ent- sprechendem Abstand gehalten werden. Die Scheiben B sind aus beliebigem Material hergestellt und speichenradförmig ausgeschnitten, wobei die Ausschnitte die Grössen der Speichen besitzen. Dieses System der Scheiben B bildet den einen Belag des Kondensators und den Rotor der Maschine. Elektrisch sind sie durch die Welle cl parallelgeschaltet und über einen Schleifring K mittels der Bürste M an die eine Leitung N angeschlossen.
In die Zwischenräume zwischen den Rotorscheiben B ragt der Stator der Maschine als der zweite Belag des Kondensators hinein. Er besteht aus einem System von Ring- scheiben F, die dadurch gebildet sind, dass der metallische, entsprechend den Rotorscheiben B kammförmig ausgeschnittene Teil G beiderseits von Scheiben 11 aus einer dielektrischen
Substanz eingeschlossen wird. Die leitenden Teile C der Statorscheiben F sind durch die
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Schienen J, durch die gleichzeitig die Scheiben versteift werden, parallelgeschaltet und an die zweite Leitung P angeschlossen.
Als Primärstromquelle kann sowohl eine Gleichstrom-als auch eine Wechselstromquelle in Betracht. kommen. Verwendet man Gleichstrom, so ist man, um einen Wechselstrom, und zwar von reiner Sinusform zu bekommen, an keine bestimmte Umlaufszahl gebunden. Die Frequenz ergibt sich dabei aus Umlaut'zahl und Anzahl der Plattenpaare.
Bringt man dagegen Wechselstrom in Anwendung, so kann man entweder so verfahren, dass man bei synchroner Umlauf szab t das Kapazitätsmaximum der einen Maschine zeitlich mit dem Maximum der Generatorspannung zusammenfallen lässt. Man erhält dann in dem Schwingungskreis einen Strom gleicher Frequenz wie der Generatorstrom. Diese Anwendungart der Erfindung kommt z. B. auch für solche Fälle in Betracht, in denen es sich darum handelt, einen nicht sinusförmigen Wechselstrom in einen solchen reiner Sinusform zu verwandeln.
Richtet man dagegen die Umlaufszabl der Maschine so ein, dass die eine Eondensatormaschine, nachdem sie bei maximaler Kapazität das Maximum der Generatorspannung aufgenommen hat, nach einer Vierteiperiode des Kapazitätsminimum erreicht, also dann, wenn die Generatorspannung durch Null hindurchgeht, so erzielt man das Doppelte der Generatorfrequenz, wenn auch nicht in reiner Sinusform.