AT62058B - Bohrverfahren. - Google Patents

Bohrverfahren.

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AT62058B
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Austria
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Georg Dr Ing Wobsa
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Georg Dr Ing Wobsa
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  Bohrverfahren. 



   Diese Erfindung bezieht sich auf ein Bohrverfahren und verfolgt den Zweck, die Bildung von Nachfall beim Bohrbetriebe in tonigen und mergeligen Gesteinen zu ververhindern. Derartige Gesteine enthalten Kolloide, die durch Wasseraufnahme quellen. Ein in Wasser gelegtes Stück zerfällt in kurzer Zeit zu einer schlammigen Suspension. Dieselbe Erscheinung tritt an den   Bohrlochwänden   auf. Das Bohrloch füllt sich rasch mit den infolge der Quellung von den Wänden abbröckelnden Gesteinsmassen. Dieser   Nacbfall   muss aus dem Bohrloche herausgespült werden, was eine Verzögerung der Bohrarbeit zur Folge hat.

   Auch wird der Querschnitt des Bohrloches durch den Nachfall wesentlich vergrössert, was bei   Gestängebrüchen   und dgl. die Fangarbeit   betrachte L ! i erschwert.   Um den Nachfall zu bekämpfen, hilft man sich vor allem durch Mitnehmen der Rohre. Da jedoch das Spülwasser auch hinter die Rohre Zutritt findet, so werden in solchen Gesteinen die Rohre leichter fest, was grössere Verluste an Rohren zur Folge hat. 



   Es ist wohl bekannt, zur Verhinderung des Nachfallens kieselsaure Salze, diese aber in Verbindung mit Säuren zu verwenden (deutsche Patentschrift Nr. 236335), was zur Folge hat, dass die Wände des Bohrloches durch einen Niederschlag von kolloidaler Kieselsäure verschmiert werden. Es ist ebenso bekannt, im schwimmenden Gebirge, also   Schwimmsanden.   



  Eisenvitriol zusammen mit Kalkmilch zu verwenden (deutsche Patentschrift Nr. 114751). 



  Auch hier ist der Zweck der, auf den Wänden des Bohrloches aus den eingeführten Reagenzien einen Niederschlag zu erzeugen, der diese Wände überkrustet und sonach das Herabfallen des Schwimmsandes verhindert. Im Gegensatz zu diesen angeführten Methoden soll durch das vorliegende Verfahren das in der Bohrlochwand anstehende Gestein selbst gefestigt werden. 



   Nach der vorliegenden Erfindung wird nun das Quellen der   ton-und mergelhaltlgpn   Gesteine durch Zusatz von Salzen zum Spülwasser verhindert. Neutralsalze, wie   C'o C,.   
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Während ein   Gesteinsstück   etwa von der Grösse einer Zundholzschachtel in Wasser in zwei bis vier Stunden völlig aufgelöst wird, bleiben die Abmessungen dieses Gesteinsstückes in einer stark konzentrierten Lösung der genannten Salze auch nach Wochen   un 'rändert.   



   Die Wahl der Konzentrationen richtet sich nach der Beschaffenheit des Gesteines, je leichter das Gestein zerfällt, um so stärker muss die Lösung sein. Wenn weniger als die
Hälfte des zur Erzielung einer gesättigten Lösung nötigen Salzes im Spülwasser vorhanden
Ist, so tritt zwar immer noch eine sehr merkliche Verlangsamung des Zerfalles ein, die günstige Wirkung der Salze geht aber doch allmählich verloren. Ist ein Stück der be- treffenden Gesteine mindestens zwei Tage in einer hoch konzentrierten Lösung solcher Salze gelegen, so veriiert es die Eigenschaft, im Wasser zu zerfallen. Eine eintägige
Wirkung der Salzlösung ist bereits von bedeutendem Einflusse.

   Die Wirkung der Zusätze zum Spülwasser ist also zweifacher Art : Sie hindert das Zerfallen und Quellen toniger und mergeliger Gesteine und sie verfestigt dieselben, so dass sie später auch in reinem
Wasser stehen. Wenn also eine zur Bildung von Nachfall geneigte Schicht durchbohrt ist und der Bohrer wieder zu einem günstigen Gesteine steht, kann, ohne dass die   Verrohrung   verlängert wird, wieder zur gewöhnlichen Wasserspülung gegriffen werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Bohren in tonigen, mergeligen oder ähnlichen Gesteinen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Spülwasser Salze, insbesondere Neutralsalze, zusetzt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT62058D 1911-12-30 1912-11-25 Bohrverfahren. AT62058B (de)

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