<Desc/Clms Page number 1>
Drehstrombogenlampe mit drei nach abwärts oder drei nach aufwärts gerichteten, in den drei Phasenleitungen liegenden Elektroden.
Die Strom- und Spannungsverhältnisse von Drehstromlichtbögen sind ganz eigenartige.
Wenn drei mit einer Drehstromquelle verbundene Kohlen an die Spitzen eines gleif-hseitigen Dreieckes gestellt sind. so sollte man annehmen, dass die Lichtbögen sich in Dreieckschaltung bilden und dass die fliessenden Ströme genau denen der Dreieckschaltung entsprechen. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Eingehende Untersuchungen haben zu dem im nachfolgenden beschriebenen Ergebnisse
EMI1.1
sein. Beim Drehstromlichtbogen findet jedoch die Verteilung so statt. dass in diesem Augenblick zwischen den beiden erstgenannten Kohlen ein Strom fliesst. deen Momentanwert erheblich höher ist, als er dem normalen Strommaximum entspricht. Die beiden anderen halb so grossen Ströme zur dritten Elektrode hin sind jedoch in diesem Augenblick nicht vorhanden.
Hieraus ergibt sich, dass die Strumkurve für den Lichtbugenstrom und demgemäss auch für den der Lampe zugeführten Strom ganz erheblich von der Sinusform abweicht Auch die
EMI1.2
Die besonderen Ergebnisse in bezug auf die Stromverteilung im Drehstrollllicht bogen and darauf zurückzuführen, dass die Lichtbögen sich gegenseitig erwärmen, hiedurch ihre Temperatur, ihren spezifischen Widerstand beeinflussen und sich infolgedessen gewissermassen gegenseitig von ihrem Wege ablenken. Von vornherein hätte man annehmen können, dass der Lit htbogen den kürzesten Weg zwischen zwei Elektroden, nämlich die Gerade. wählt. während folge der erwähnten Ursachen in gewissen Momenten von einer Kohle zur anderen der Licht-
EMI1.3
Es sei bemerkt, dass diese Versuchsergebnisse an sich bis jetzt unbekannt waren. Auf Grund dieser Untersuchungen kommt man zum Gegenstand vorliegender Erfindung. Diese besteht darin. dass man bei Drehstromhogenlampen die Entfernung der Elektroden erheblich grösser wahit, als man dies von gewöhnlichen Wechselstromlampen aus gewöhnt ist. Es wird nämlich, wahrend z.
B. bei einer Wechselstromlampe von 10 Amp. mit schrägstehenden Intensivnammen- bogenkohlen die Lichtbogenlänge. von Krater-Mittelpunkt zu Krater-Mittelpunkt gemessen, günstigster Wattverbraueh pro Kerze vorausgesetzt, etwa 12 nun beträgt, die Kohlenentfernung, bei Drehstromlampen mit den gleichen Kohlen für die gleiche Stromstärke in gleicher Weise gemessen, etwa doppelt so gross, nämlich etwa 25 mm, eingestellt. Das dargestellte Diagramm zeigt die bezüglichen Verhältnisse.
Auf der Abszissenachse ist der Elektrodenabstand in Millimetern und auf der Ordinate der Wattverbrauch pro Normalkerze, hemisphär gemessen (spezifischer Wattverbrauch) aufgetragen. Die Kurve 1 zeigt die betreffenden Werte für eine Einphasen- bogenlampe von 10 Amp., die Kurve 7/dagegen die Werte für eine Drehstromlampe von 10 Amp.
Für beide Lampen ist ein und dieselbe Neigung der Kohlen und ein und dieselbe Stärke der B ! as-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
sehr stark ansteigt, so dass bei höchstens 20 mm Elektrodenabstand schon die praktisch zulässige Grenze liegt. Bei der Drehstromlampe dagegen fällt der spezifische Wattverbrauch bis zu einem Elektrodenabstand von 47 mm und steigt erst bei noch weiterer Vergrösserung, so dass man bei diesem" Abstand noch einen ausgezeichneten Nutzeffekt erzielt.
Ausserdem ist noch die Kurve III eingetragen, welche die Lichtstärke der Drehstromlampe zeigt. Diese Kurve ist auf dieselbe Abszissenachse wie die Kurven I und II bezogen, auf der Ordinatenachse ist aber die Lichtstärke in Normalkerzen, von 1000 zu 1000 Kerzen, eingetragen.
Die Kurve lässt erkennen, dass man bei dieser 10 Amp.-Lampe bis zu einer Lichtstärke von 10700 Kerzen kommt, während bekanntlich eine Einphasenlampe von derselben Stromstärke im günstigsten Fall etwa 2500 Kerzen erzeugt. Der hiedurch erzielte technische Effekt ist ein ausserordentlich wesentlicher, nämlich der spezifische Wattverbrauch pro Kerze hemisphär erreicht ausserordentlich geringe Werte, sogar z. B. den Wert 01 Watt pro Kerze. Dieses Ergebnis lasst sich natürlich auch nutzbar machen bei Verwendung von Reinkohlen. Es ist ohneweiters möglich, auch Reinkohlen bei Drehstromlampen in schräger Art (nämlich in Art der Intensivflammenbogenkohlen) anzuordnen. Auch hier wird auf Grund der sonderbaren Verhältnisse die Entfernung der Kohlen voneinander erheblich grösser gewählt, als man dies bei Wechselstromlampen tun könnte.
Ein gleiches kann auch für Lampen gelten, bei welchen der Lichtbogen in einem luftabgeschlossenen Raume in Art der Dauerbrandlampe angeordnet ist. Es kommt noch hinzu, dass der Drehstromlichtbogen bei allen drei Arten von Lampen viel stabiler ist als in Wechselstrom-oder Gleichstromlichtbogen, weil sich beim Drehstrom die Lichtbögen ge- wissermassen aneinander stützen.
EMI2.2