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Nockenventilsteuerung mit Regelungs- und Umsteuervorrichtung.
Die Erfindung betrifft eine Nockenventiisteuerung, bei welcher die Ableitung der Ventilhewegung gleichzeitig von zwei oder mehreren Steuernocken erfolgt, die unter gleichem Winkel auf einer zur Hubrichtung des Ventiles senkrecht stehenden Scheibe angeordnet sind. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die die Steuernocken tragende Scheibe mit der senkrecht zu ihr stehenden Steuerwelle verbunden ist und sich mit ihr dreht.
Durch diese Anordnung wird eine weitgehende bauliche Vereinfachung erzielt. Denn die bei den bisher bekannten Nockensteuerungen mit hin und her schwingenden, VOll einem Punkt ihres Umfanges bewegten Nockenringen erforderlichen Exzenter, Steuerstangen usw. kommen ganz in Fortfall. Durch die unmittelbare Anordnung der Steuernocken auf der senkrecht zur Steuerwelle stehenden Scheibe und durch die Verwendung mehrerer unter gleichen Winkeln verteilten Nocken wird ferner bewirkt, dass die Steuerwelle durch den Onnungsdruck der Ventile. nicht mehr auf Biegung, sondern nur auf Zug oder Druck beansprucht wird. Ein seitliches Ausbiegen der Steuerwelle kann daher nicht eintreten, so dass stets ein genaues Arbeiten der Steuerung gewährleistet bleibt.
Ferner werden Abnutzung-un Reibungsverluste auf ein Minimum beschränkt, wodurch ein dauerndes Dichthalten der Spindeldichtung gesichert und die Betnehs-
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Die Steuerung kann sowohl bei liegenden als auch bei stehenden Maschinen Verwendung finden.
Die Zeichnung stellt die Anordnung der neuen Steuerung in Verbindung mit einer Fm-
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unteres Einlassventil einer stehenden Maschine, Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Umsteuerscheibe mit Antrieb, Fig. 3 eine Seitenansicht dieser Steuerung, Fig. 4 eine Draufsicht auf die Steuernocken.
Die von der Hauptwelle der Maschine getriebene Steuerwele 1 ist durch den unteren Ventilkasten 2 geführt und trägt an ihrem oberen Ende die Steuerscheibe 76. auf weicher die Steuernocken 17, 17 für den Vorwärtslauf und die Steuernocken 18, 18 für den Rückwrtslauf der Maschine angeordnet sind. Bei der Drehung der Steuerwelle 1 treffen die schrägen Flächen der Nocken abwechselnd gegen zwei um 90 versetzte Kugelpaare 4, 4 bzw. 5, 5, bestehend aus je
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verbundenen Kugeln 5 geführt werden. Das Kugelpaar 5, 5 steht also auf diese Weise mit dem oberen Ventil 12 in Verbindung.
Durch die Keilwirkung der schrägen Flächen der Nocken werden die Kugeln /,-/bzw.. 5.. und damit die Ventile 9 bzw. 12 geöffnet. Letztere werden durch Federkraft wieder geschlossen. sobald beim Weiterdrehen die Kugeln über die Nocken heruntergleitpn. In der oberen Totlage der
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liegen ; wegen der doppelten Anordnung der Abnehmerkugeln muss ein zweites Nockenpaar zur Steuerwelle symmetrisch angeordnet sein. Dies hat notwendigerweise zur Folge, dass die Steuerwelle nur die halbe Umdrehungszahl der Maschinenwelle besitzen darf.
Die Umsteuerung geht nun so vor sich, dass die Umsteuerscheibe 23, welche am Umfang zum Teil als Zahnkranz 27 ausgebildet ist, mittels Handrad 29 und Schnecke 28 gedreht wird.
Da die Schlitze 22 der Umsteuerscheibe 23, durch welche die Stifte 21 bzw. 26 hindurchführen, geneigt sind zu den Gleitschienen 19 bzw. 24, so entstehen an den Berührungsstellen der Stifte mit den Schlitzen beim Drehen der Scheibe 23 Kräfte, welche je nach dem Drehsinn der Umsteuerscheibe die Stifte und damit die Kugeln nach innen bzw. aussen führen, wodurch der Übergang von den Vorwärts-zu den Rückwärtsnocken bzw. umgekehrt bewirkt wird.
Die Füllungsregelung erfolgt von Hand ebenfalls durch das Umsteuerrad 29. Durch Drehen dieses Rades werden die Kugeln 4 bzw. 5 radial so verschoben, dass der sich verjüngende bzw. der sich verbreiternde Teil der Steuernocken zur Geltung kommt, wodurch die Dauer der Ventil- erhebung entsprechend verkürzt bzw. verlängert wird. Da die Auslassventile meist konstante Ventilerhebung haben, so unterscheiden sich die Nocken derselben von den sich verjüngenden der Einlassventile dadurch, dass sie von gleichbleibender Breite sind.
Um ein Drehen der Ventilspindeln bzw. der Ventile zu verhindern, sind die Bügel 7 des unteren Ventiles sowie die Gleitschiene 24 des oberen Ventils mit je zwei Führungsstangen 30, 30 bzw. 31, 31 versehen.
Die neue Steuerung kann natürlich auch für gewöhnliche Maschinen ohne Umsteuerung verwendet werden. In diesem Falle würden die Rückwärtsnocken in Wegfall kommen und die
Füllungsregelung könnte durch einen besonderen Regler erfolgen, der etwa mit der Scheibe 23 verbunden wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nockenventilsteuerung, bei welcher die Ableitung der Ventilbewegung gleichzeitig von zwei oder mehreren Steuernocken erfolgt, welche unter gleichem Winkel auf einer zur Hubrichtung des Ventiles senkrecht stehenden Scheibe angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die die
Steernocken (17, 18) tragende Scheibe (16) mit der senkrecht zu ihr stehenden Steuerwelle (1). verbunden ist und sich mit ihr dreht.