AT6128U1 - Bildflächenkombination als sehhilfe für die betrachtung dreidimensionaler bildinhalte - Google Patents

Bildflächenkombination als sehhilfe für die betrachtung dreidimensionaler bildinhalte Download PDF

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Abstract

Bildflächenkombination als Sehhilfe für die Betrachtung dreidimensionaler Bildinhalte, die aus einer im Vordergrund angeordneten durchsichtigen Bildfläche (1) besteht, deren Bildinhalt (4 bzw. 3) einen ausreichenden Durchblick auf eine zweite, im Hintergrund angeordnete Bildfläche (2) und deren Bildinhalt (3 bzw. 4) offen lässt, wobei ein Bildinhalt (3) dreidimensional gestaltet ist, während der andere Bildinhalt (4) aus zweidimensionaler Grafik und/oder Schrift besteht, welche den Blick des Betrachters auf sich lenkt, wodurch der für das räumliche Betrachten des Bildinhaltes (3) benötigte Kreuzblick auf Bildfläche (2) bzw. Parallelblick auf Bildfläche (1) bewirkt werden, wobei der dreidimensionale Bildinhalt (3) als virtuelles Objekt (7) im Raumbereich des Fokuspunktes (10) für den Betrachter sichtbar wird.

Description

AT 006 128 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf “frei sichtbare dreidimensionale Bilder”. Sie behebt das Problem, dass diese Bilder bisher nur für geübte Kenner räumlich sichtbar waren.
Dreidimensionale Bilder (kurz 3D-Bilder) sind seit der Erfindung der Stereoskopie (1838) bekannt. Mitte des 20.Jhdts wurden die “frei sichtbaren” 3D-Bilder entwickelt. Diese können auch ohne optische Geräte durch beidäugiges Betrachten gesehen werden, doch war bisher dafür die spezielle Fähigkeit des Raumblicks (bestehend aus Kreuzblick und Parallelblick) und ein Willensakt nötig, den Raumblick auf das 3D-Bild anzuwenden.
Da die Fähigkeit des Raumblicks in der Gesellschaft wenig verbreitet ist, sind frei sichtbare 3D-Biider als Werbeträger im öffentlichen Raum bis in die Gegenwart nicht ersetzbar gewesen. Dennoch haben sie im vergangenen Jahrzehnt in einschlägigen Sach-und Kunstbüchem als computergenerierte “Autostereogramme” weite Verbreitung gefunden. Wenn auch nicht alle Menschen über zwei sehtüchtige Augen verfügen und deshalb etwa 15% die Raumwirkung nicht sehen können, zieht doch das dreidimensionale Bild durch seinen Wahrnehmungsreiz weitaus mehr Interessierte in seinen Bann, als das übliche flächenhafte Bild.
Die zu lösende technische Aufgabe bestand darin, Ausführungsformen des 3D-Bildes für beliebig große Bildflächen zu finden, bei denen der dreidimensionale Bildinhalt auch für Menschen ohne Vorkenntnisse und ohne Erläuterungen von selbst räumlich sichtbar wird, sofern sie beidäugig annähernd gleich gut sehen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mittels einer Bildflächenkombination als Sehhilfe für die Betrachtung dreidimensionaler Biidinhalte, die aus einer im Vordergrund angeordneten durchsichtigen Bildfläche (1) besteht, deren Bildinhalt einen ausreichenden Durchblick auf eine zweite, im Hintergrund angeordnete Bildfläche (2) und deren Bildinhalt offen lässt. Jeweils einer dieser beiden Biidinhalte, nämlich Bildinhait (3) ist dreidimensional gestaltet, während der zweite Bildinhalt (4) aus zweidimensionaler Grafik und/oder Schrift besteht. Dieser zweite, ebene Bildinhait (4) lenkt den Blick des Betrachters ohne dessen Zutun auf jenen Raumbereich, in dem seine Augenstellung die Bedingungen des Raumblicks erfüllt, wodurch für ihn der andere, dreidimensionale Bildinhalt (3) von selbst als virtuelles Objekt (7) im Raum sichtbar wird. Weder muss er sich darum bemühen, noch darüber Bescheid wissen. Sobald die Raumwirkung eingetreten ist, bleibt das Raumbild stabil und der Blick kann darin frei umherwandern, ohne weiterhin an die Sehhilfe gebunden zu sein.
Fig.1 und 3 zeigen das Prinzip der dreidimensionalen Darstellung für den Kreuzblick, Fig.2 und 4 für den Parallelblick. Die von den Augen (5) und (6) ausgehenden Sehachsen (11) und (12) schneiden sich im Fokuspunkt (10). Der dreidimensional gestaltete Bildinhalt (3) wird im Bereich des Fokuspunktes (10) als virtuelles Objekt (7) sichtbar.
In der Ausführungsform für den Kreuzblick entsprechend Fig.1 ist die erfindungsgemäße durchsichtige Bildfläche (1) mit einem Bildinhait (4), bestehend aus Grafik und/oder Schrift versehen, welche für den Blick des Betrachters ausreichend Durchblick auf die Bildfläche (2) offen lässt. Fällt der Blick des Betrachters auf die Bildfläche (1), so wird der dreidimensionale Bildinhalt (3) der Bildfläche (2) als virtuelles Objekt (7) im Bereich des Fokuspunktes (10) sichtbar. Für den Kreuzblick ergibt sich eine erfindungsgemäße Anwendung insbesondere an Schaufensterflächen ais Bildfläche (1), während sich das 3D-Bild auf einer Bildfläche(2) innerhalb der Auslage befindet. Der dreidimensionale Bildinhait (3) kann so gestaltet werden, dass das entstehende virtuelle Objekt (7) bis vor die Auslagenscheibe herausragt.
In einer weiteren Ausführungsform entsprechend Fig.3 hat die durchsichtige Bildfläche (1) die Form eines beliebigen, insbesondere kleinen Gegenstandes (8), der durch ergänzende Maßnahmen wie Bewegung und/oder Beleuchtung die Aufmerksamkeit auf sich zieht. 9 AT 006128 Ul
In der Ausführungsform für den Parallelblick entsprechend Fig.2 trägt die durchsichtige Bildfiäche (1) den dreidimensionalen Bildinhalt (3), wobei dieser für die Blicke der Betrachter einen ausreichenden Durchblick auf die im Hintergrund angebrachte Grafik und/oder Schrift der Bildfläche (2) offen lässt. Fällt der Blick des Betrachters auf die Bildfläche (2), so wird der dreidimensionale Bildinhalt (3) der Bildfläche (1) als virtuelles Objekt (7) im Bereich des Fokuspunktes (10) sichtbar.
Da der Parallelblick großen Spielraum hinsichtlich der Entfernung des Hintergrundes von Bildfläche (1) zulässt, erweist sich auch ein Durchblick auf einen im Hintergrund vorhandenen Gegenstand (9) oder auf eine Landschaft entsprechend Fig.4 als geeignet. Für den Parallelblick ergibt sich demnach entsprechend Fig.4 eine vereinfachte Ausführungsform des Erfindungsprinzips an Fensterflächen jeglicher Art als Bildfläche (1) und Träger des dreidimensionalen Bildes (3), insbesondere im öffentlichen und architektonischen Raum, wobei der Bildinhalt (3) als virtuelles Objekt (7) im Raum hinter der Fensterfläche sichtbar wird, sobald die Betrachter durch das Fenster auf den Hintergrund schauen. 3

Claims (7)

  1. AT 006 128 Ul Ansprüche Anspruch 1: Bildflächenkombination als Sehhilfe für die Betrachtung dreidimensionaler Bildinhalte, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer im Vordergrund angeordneten durchsichtigen Bildfläche (1) besteht, deren Bildinhalt einen ausreichenden Durchblick auf eine zweite, im Hintergrund angeordnete Bildfläche (2) und deren Bildinhalt offen lässt, wobei der Bildinhalt (3) einer der beiden Bildflächen (1 oder 2) dreidimensional gestaltet ist und der Bildinhalt (4) der zweiten Bildfläche (2 oder 1) die Aufgabe erfüllt, den Blick des Betrachters auf sich zu lenken (Fig. 1 und 2).
  2. Anspruch 2: Bildflächenkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Vordergrund angeordnete durchsichtige Bildfläche (1) einen Bildinhalt (4) bestehend aus Grafik und/oder Schrift trägt, welche den Blick des Betrachters auf sich lenkt, wodurch der für das räumliche Betrachten des dreidimensionalen Bildinhaltes (3) der im Hintergrund angeordneten Bildfläche (2) benötigte Kreuzblick bewirkt wird, worauf ein virtuelles Objekt (7) im Raumbereich der im Vordergrund angeordneten durchsichtigen Bildfläche (1) für den Betrachter sichtbar wird (Fig. 1).
  3. Anspruch 3: Bildflächenkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildinhalt (3) der im Vordergrund angeordneten durchsichtigen Bildfläche (1) dreidimensional gestaltet ist und die im Hintergrund angeordnete Bildfläche (2) einen Bildinhalt (4) bestehend aus Grafik und/oder Schrift trägt, welche den Blick des Betrachters auf sich lenkt, wodurch der für das räumliche Betrachten des Bildinhaltes (3) der im Vordergrund angeordneten Bildfläche (1) benötigte Parallelblick bewirkt wird, durch den das virtuelle Objekt (7) im Raumbereich der im Hintergrund angeordneten Bildfläche (2) für den Betrachter sichtbar wird (Fig. 2).
  4. Anspruch 4: Bildflächenkombination nach Anspruch 1 in vereinfachter Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass die im Vordergrund angeordnete Bildfläche (1) die Form eines beliebigen, insbesondere kleinen Gegenstandes (8) hat, der, gegebenenfalls unterstützt durch ergänzende Maßnahmen wie Bewegung und/oder Beleuchtung, den Blick des Betrachters auf sich zieht, wodurch der auf Bildfläche (2) angeordnete dreidimensionale Bildinhalt (3) als virtuelles Objekt (7) im Raumbereich des Gegenstandes (8) sichtbar wird (Fig. 3).
  5. Anspruch 5: Bildflächenkombination nach Anspruch 1 in vereinfachter Ausführung, dadurch gekennzeichnet, dass die im Hintergrund angeordnete Bildfläche (2) durch beliebige, gegebenenfalls schon vorhandene Gegenstände (9) ersetzt ist, insbesondere durch Gegenstände der näheren Umgebung oder Landschaft, welche den Blick des Betrachters auf den Hintergrund lenken, wodurch der auf Bildfläche (1) angeordnete dreidimensionale Bildinhalt (3) als virtuelles Objekt (7) im Raumbereich der Gegenstände (9) sichtbar wird (Fig. 4).
  6. Anspruch 6: Bildflächenkombination nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der dreidimensionale Bildinhalt (3) der im Hintergrund bzw. im Vordergrund angeordneten Bildfläche (2 bzw. 1) durchleuchtet ist, wodurch das virtuelle Objekt (7) vor einem vergleichsweise dunkleren Hintergrund aus Licht zu bestehen scheint (Fig. 1 -4).
  7. Anspruch 7: Bildflächenkombination nach Anspruch 1,2,3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Blickfokussierung verwendete Bildinhalt (4) der jeweiligen im Vordergrund bzw. im Hintergrund angeordneten Bildfläche (1 bzw. 2), bestehend aus Grafik und/oder Schrift, dreidimensional gestaltet ist, wodurch sich zwei virtuelle Objekte im Raum durchdringen. 4
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