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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Fütterung von Federvieh mit einem scha- lenförmigen Teller und einem Futterzulauf in Form eines Futterzufuhrrohres, das im Abstand vom Boden des Tellers endet, wobei das Material des Tellers zumindest teilweise eine rauhe Oberfläche aufweist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der US 5, 235, 934 A bekannt. Dabei weist der Teller im Querschnitt durch seine Achse im wesentlichen die Form eines W"auf, und das Futterzufuhrrohr ist an seinem unteren ende konisch erweitert und deckt den Innenkonus des Tellers im wesentlichen ab. Das Futter gelangt so in die kreisförmige Rinne, die rund um das Zufuhrrohr ausgebildet ist. Um die Schnäbel des gefütterten Viehs abzuwetzen, sind die konische Erweiterung des Zuführrohres, der Boden und die äussere Wand der Rinne mit
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SchichtenSchnabel auf die rauhe Oberfläche pickt.
Bei der heute überwiegend angewandten Bodenhaltung von Federvieh wird das Futter in tellerförmigen Behältern bzw. Schalen angeboten, wobei es diesen Tellern mittels vertikalen Rohren zugeführt wird. Die Rohre enden im Abstand vom Tellerboden, so dass durch die nachrutschenden Futterpartikel (Körner, Pellets od. dgl.) ein zumeist etwa 3 cm hoher "Belag" des Futters im Teller gegeben ist. Die Tiere picken sich, sofeme sie hungrig sind, die einzelnen Körner oder Pellets heraus und es kommt, sobald die Höhe der Futterschicht im Teller ausreichend abgesunken ist, zum Nachrutschen des Futters aus der Röhre, so dass die Höhe der Futterschicht im wesentlichen konstant bleibt.
Es kommt bei der geschilderten Haltung, trotz verschiedentlicher Überwachung und der Einhaltung, meist vom Gesetzgeber vorgeschriebener, Randbedingungen, immer wieder zu verschiedenen Unzulänglichkeiten, wobei der relativ häufig auftretende Kannibalismus der Tiere ein eigenes Problem darstellt. Es wurde nun gefunden, dass dieses Problem mit der Länge der Schnäbel der Tiere in Zusammenhang steht, was insbesondere deshalb unangenehm ist, weil bei der geschilderten Bodenhaltung die Schnäbel der Tiere, auch wenn ver-
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schiedene Schnabelwetzsteine u. dgl. angeboten werden, deutlich länger sind als bei extensiver Haltung im Freien.
Die Erfindung zielt darauf ab, diese Probleme zu verringern und wenn möglich, zu vermeiden und insbesondere einen Futterteller zu schaffen, der die Nachteile der Teller des Standes der Technik nicht aufweist.
Erfindungsgemäss werden diese Ziele dadurch erreicht, dass der Teller einen im wesentlichen ebenen Boden aufweist, und dass das Futterzufuhrrohr im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.
Dadurch wird in einem grossen Bereich des Tellers die Schütthöhe des Futters so klein gehalten werden, dass der Schnabel des Tieres beim Aufpicken des Futters sehr häufig in Kontakt mit der rauhen Oberfläche des Tellers kommt und dort, so wie in der Natur beim
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in seiner natürlichen Grösse, und der Kannibalismus wird weitestgehend vermieden.
Als Material für die Futterteller oder deren das Futter aufnehmende Oberfläche kann beispielsweise Beton, Ton, Schleifscheiben oder Steine, aufgerauhtes Glas oder Steingut od. dergl. verwendet werden.
Die derzeit verwendeten Kunststoffschalen ohne rauher Beschichtung sind auch beim Aufbringen des Futters in dünnen Schichten nicht geeignet, zu einem entsprechenden Abwetzeffekt am Schnabel zu führen.
Die geringere Schichthöhe des Futters, bevorzugt unter dem 10-fachen, besonders bevorzugt unter dem 5-fachen der Durchschnittsgrösse der dargebotenen Futterpartikel, erreicht man durch ein entsprechendes Verkleinem des Abstandes zwischen dem unteren Ende des Zufuhrrohres und der diesem Zufuhrrohr entgegenstehenden Fläche des Futtertellers, es kann der passende Abstand vom Fachmann der Geflügelzucht in Kenntnis der Erfindung leicht in Abhängigkeit der jeweils vorliegenden Bedingungen gefunden werden.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei stellt die Fig. 1 eine Fütterungsstelle gemäss dem Stand der Technik und die Fig. 2 eine erfindungsgemässe Fütterungsstelle dar.
Die Fig. 1 zeigt ganz schematisch eine Fütterungsstelle gemäss dem Stand der Technik : Aus einem Zufuhrrohr 1, dessen unterer Rand im Abstand H vom Boden 2 eines Futtertellers 3 endet, breitet sich das Futter, Körner, Pellets oder andere auf passende Weise in Partikel zerlegte Futterstückchen in einer mittleren Schichthöhe S im Futterteller 3 aus. Der Boden 2 bzw. die dem Futter zugewandte Oberfläche des Bodens 2 ist glatt, der Futterteller 3 besteht aus Kunststoff, Holz oder Metall.
Die mittlere Schichthöhe 3 beträgt im Stand der Technik etwa 3 cm, ein grosses Vielfaches der mittleren Grösse der Futterpartikei, die Tiere picken die einzelnen Futterpartikel auf, ohne dabei im allgemeinen mit dem Schnabel die Oberfläche 2 des Futtertellers 3 zu kontaktieren.
Die erfindungsgemässe Ausführung ist nun in Fig. 2 dargestellt. Der Aufbau dieser Futtereinrichtung entspricht im wesentlichen dem Stand der Technik, doch ist der Abstand h zwischen dem unteren Ende des Zufuhrrohres 1 und der Oberfläche des Bodens 2'des Futtertellers 3 deutlich geringer als der Abstand H im Stand der Technik. Entsprechend geringer ist auch die mittlere Schütthöhe s des Futters im Futterteller 3, so dass die Tiere beim Aufpicken der einzelnen Futterpartikel wesentlich öfter und im Idealfall so gut wie jedes Mal mit ihrem Schnabel die Oberfläche des Bodens 2'berühren und so den Schnabel auf natürliche Weise abwetzen.
Um dies zu ermöglichen und zu fördern, ist die innere Oberfläche 2'nicht nur aus einem harten, sondern auch aus einem entsprechend rauhen oder aufgerauhten Material ausgebildet, dies kann beispielsweise durch Sandstrahlen oder Ätzen aufgerauhtes Glas sein, gebrannter Ton, nicht glasiertes Porzellan, Steingut, Beton, Stein u. dgl. mehr. In der Darstellung ist die Rauhtiefe zur Verdeutlichung übertrieben dargestellt, eine Rauhigkeit, wie sie gebrannter Ton oder die freie Oberfläche von Beton aufweist ist völlig ausreichend.
Um den Zutritt der Tiere unmittelbar zur Öffnung des Futterrohres l, wo die Schütthöhe naturgemäss so gross sein muss, dass beim Unterschreiten dieser Schütthöhe Futter nachrie-
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selt, zu verhindern, kann zur Verstärkung des erfindungsgemässen Effektes eine Abdekkung 4 vorgesehen sein, die radial soweit nach aussen ragt, dass an ihrem Aussenrand, dort wo die Tiere nunmehr den Zugang zum Futter haben, die Schütthöhe s soweit abgesunken ist, dass der erfindungsgemässe Effekt erreicht wird.
Um diesen Effekt auch bei einer Umstellung des Futters zu erreichen, ist es vorteilhaft, entweder am unteren Rand des Zufuhrrohres 1 einen in seiner Länge verstellbaren Abschnitt vorzusehen, sodass, beispielsweise durch eine Schraubbewegung, der für das gereichte Futter optimale Abstand h leicht eingestellt werden kann, oder es wird der Futterteller 3, beispielsweise durch entsprechende Unterlagen od. dgl. gehoben und gesenkt, so dass wiederum der Abstand h auf die gewünschte Grösse eingestellt werden kann.
Die in der Beschreibung angegebenen Grössen für h, einmal in absoluten Zahlen, einmal bezogen auf das jeweilige Futter, richten sich an den Benutzer der erfindungsgemässen Vorrichtung für deren Bestimmungsgemässen Gebrauch und stellen daher keine Einschränkung des Schutzes dar.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann verschiedentlich abgewandelt werden. So kann der Boden zumindest in einem inneren Bereich leicht konisch nach aussen geneigt verlaufen, um den Bereich mit grosser Schütthöhe zu verkleinem, es kann eine andere Form der Futterzufuhr vorgesehen sein, beispielsweise eine Rutsche oder Schütte, es kann auch das Futter in periodischen Abständen dargeboten werden od. dergl.. Wesentlich ist, dass die Höhe s klein gehalten wird und der Boden 2'des Tellers 3 aus hartem und rauhem Material besteht.
Es ist auch möglich, auf einen möglichst harten Untergrund, der den Körper des Tellers bildet, eine rauhe Beschichtung im Bodenbereich aufzubringen. Diese Beschichtung kann entweder aus miteinander verbundenen einzelnen Partikeln bestehen (Aufspritzen von Beton od. dergl.) oder aus einem Film od. dergl., bevorzugt Schmirgelpapier oder ähnlichem. In diesem Fall kann der Teller nach wie vor aus Kunststoff, bevorzugt hartem Kunststoff, bestehen.