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Ellipsenzirkel.
Die wenigen bisher bekannten Konstruktionen von Ellipsenzirkeln sind alle äusserst kompliziert und daher nicht nur umständlich im Gebrauch, sondern auch äusserst kostspielig.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Ellipsenzirkel, der sich von den bekannten Konstruktionen nicht nur durch eine einfache Bauart und daher durch billige Herstellungskosten, sondern auch durch einfache Handhabung auszeichnet.
Bekanntlich beschreibt der Teilpunkt zwischen der grossen und kleinen Halbachse eine Ellipse, wenn man eine die Summe der beiden Ellipsenhalbachsen bildende Strecke mit ihren Endpunkten auf den Schenkeln eines rechten Winkels gleiten lässt. Genau der gleiche Effekt wird erzielt, wenn man eine Strecke, die der Differenz zwischen der grossen und kleinen Halbachsentspricht, an deu Schenkeln eines rechten Winkels gleiten lässt und diese Strecke um die klein Halbachse verlängerte, deren Endpunkt dann die Ellipse beschreibt.
Diese letzte Konstruktionsart wurde bereits für die Herstellung eines Ellipsenzirkels verwendet, doch hat. derselbe den ('bestand. dass zwei Gleitstücke notwendig sind, welche konstant an den Schenkeln eines rechten Winkds verschoben werden müssen. Naturgemäss ist hie lurch nicht nur eine umständliche Bauart. sondern auch eine schwierige Handhabung des Zirkels bedingt, aus welchem Grunde derselbe, jjanz ab- gesehen von den hohen Herstellungskosten, keine Verbreitung gefunden hat.
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der Ellipse verbindet.
Naturgemäss erfolgt hiedurch eine wesentliche Vereinfachung in der Konstruktion des EHipsenzirkels. (la nur ein einziges Gleitstück vorhanden ist, das auch nur mehr eine einzige Führungsschiene bedingt.
In den Fig. l und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht.
In beiden Fällen bedeutet c den Mittelpunkt der Ellipse und g das auf der Führungsschiene s geführte Gleitstück.
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die Schiene 7 verschieb-und feststellbar aufnehmendes Drehstück 8 verbunden ist. An der Schiene 7 ist der Zeichenstift 9 verschieb-und feststellbar gelagert. Das freie Ende 12 der Schiene 7 ist durch einen Lenker 10 mit einem an der Spitze 3 gelagerten Drehstück 11 verbunden, in welchem der Lenker an beliebiger Stelle festgeklemmt werden kann.
Durch die verschiebbare Lagerung der Schiene 7 in dem Drehstück 8 bzw. des Zeichenstiftes 9 sowie des Lenkers 10 in dem Drehstück 11 kann der Zirkel für jede beliebige Ellipsengrösse eingestellt werden.
Die verschiebbare Lagerung der Führungsschiene 4 in dem Handgriff 1 ermöglicht es, dies21 immer derart einzustellen, dass unter allen Umständen der Zeichenstift ohne Hindernis an der Schiene vorbeigeführt werden kann.
Wie in Fig. 4 ersichtlich, ist die Schiene 7 derart seitlich und parallel zur Verbindungslinie ihrer Drehpunkte gelagert, dass der Zeichenstift 9 in diese Verbindungslinie, d. i. in die Richtung der ideellen Achse, zu liegen kommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ellipsenzirkel, gekennzeichnet durch einen an einem geradlinig geführten Gleitstück (6) drehbar gelagerten Doppelhebel (7), dessen einer Arm (8-9) der kleinen Halbachse und dessen anderer Arm (8-12) der halben Differenz der beiden Ellipsenhalbachsenentspricht und durch einen gleich langen Lenker (10) mit der dem Mittelpunkt der Ellipse entsprechenden Stelle (3) verbunden ist.