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Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen.
Nachstehend ist ein Verfahren beschrieben, welches in ausgezeichneter Weise die elektrische Reinigung von Gasen von darin suspendierten festen oder flüssigen Teilchen ermöglicht. Das Verfahren besteht darin, dass man die zu reinigenden Gase der elektrischen Einwirkung zwischen sprühenden und nicht sprühenden Elektroden unterwirft, derart, dass man entweder die sprühenden Elektroden oder die nicht sprühenden Elektroden oder beide Elektrodenarten in Drehbewegung versetzt.
Die vorteilhafte Wirkung dieses Verfahrens kann wohl darauf zurückgeführt werden, dass sich bei feststehenden Elektroden, sei es, dass sie absichtlich Vorsprünge, Spitzen oder dgl. besitzen, sei es, dass sie Ungleichmässigkeiten infolge der Schwierigkeit, solche von vorneherein oder auf die Dauer zu vermeiden, aufweisen, das Sprühen leicht auf wenige Stellen konzentriert und dass infolgedessen in diesem Falle eine sehr ungleichmässige Elektrisierung der Gase eintritt.
In erster Linie kommt die Drehung der sprühenden Elektrode in Betracht, weil bei dem hohen Potential dieser Elektrode schon sehr kleine Unregelmässigkeiten ihrer Oberfläche von besonderer Bedeutung sind. In solchen Fällen, in denen die Unregelmässigkeiten der Entladung speziell durch Ungleichmässigkeiten der nichtsprühenden Elektrode bedingt ist, kommt eine Drehung dieser Elektrode in Frage. Unter Umständen kann es auch vorteilhaft sein, beide Elektroden in Drehung zu versetzen.
Die nicht sprühende Elektrode wird entweder im wesentlichen konzentrisch zur Drehungsachse oder im wesentlichen parallel zur Drehungsebne angeordnet. Man kann auch mehrere tunlichst gleichmässig verteilte sprühende Elektroden einer oder mehreren nicht sprühenden Elektroden gegenüberstellen oder eine sprübende Elektrode und mehrere nicht sprühende Elektroden kombinieren. Die Elektroden können in mannigfaltigster Weise bewirkt werden, unter anderem auch mittels der eintretenden Gase, z. B. in der Weise, dass man sie in Form eines Ventilators ausbildet und gegen diesen die zu reinigenden
Gase führt. Di, Bewegung der Sprühelektrode kann auch durch den beim Sprühen auf- tretenden elektrischen Rückstoss erfolgen.
Durch dieses Verfahren wird es auch beim Vorhandensein lokaler Unterschiede in der elektrischen Feldstärke möglich, eine gleichmässige Elektrisierung der Gase in besonders
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Nachstehend sind einige Ausführnngsformen des Verfahrens an Hand schematischer
Zeichnungen erläutert. Der Apparat nach Fig. 1 besteht aus einem zylindrischen Gefäss A, dem das elektrisch zu behandelnde Gas durch den Stutzen G zugeführt wird, während das gereinigte Gas bei H austritt. Die Wandung des zylindrischen Ranmes A bildet gleich- zeitig die nicht sprühende Elektrode.
Durch das Innere des Isolators. J wird der Sprüh- elektrode E, die in dem nichtleitenden Raum R in den Spurpfannen P und P2 um ihre Längsachse frei beweglich ist und die die aus Draht bestehenden Sprüharme M1 und Al2 trägt, der Hochspannungsstrom zugeführt, wobei die 6prühelektrode durch den elektrischen
Rückstoss in drehende Bewegung um ihre Längsachse gerät. Durch diese Drehbewegung wird das Gas einer vollständig gleichmässigen Elektrisierung unterworfen.
Gemäss Fig. 2 ist die nicht sprühende Elektrode A als Gehäuse ausgebildet, in welchem sich ein als sprühende Elektrode dienender Ventilator E befindet. Die Hochspannung wird vermittelst der Zuführungsleitung B durch den Isolator l hindurch der Sprühelektrode E zugefilhrt. Das als Sprühelektrode dienende Flügelrad ist um die durch die Spurpfannen if\ und P2 bestimmte Achse frei drehbar. Durch den bei G eintretenden und bei H aus- tretenden Gasstrom wird das Flügelrad in Bewegung gesetzt, wodurch eine besonders günstige Elektrisierung des gesamten Gases erfolgt.
Natürlich kann auch ein beliebiger Motor zur Drehung der Elektroden benützt werden. Vorteilhaft kann es auch sein, die Drehung so hervorzurufen, dass man an der drehbaren Elektrode einen kleinen Kurzschlussanker A wie bei Drehstrommotoren anbringt ; der zur Erzeugung eines Drehfelds dienende Stator/ kann sich ausserhalb des Apparates befinden (vergl. Fig. 3).
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