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Die Erfindung betrifft faltbare Wellpappestanzzuschnitte zur Bildung von Fachwerken für Archivboxen (Fig. l e).
Archivboxen (oft auch Ablage- oder Zeitschriftensammler genannt) sind Bürohilfsmittel zum Ablegen und Ordnen von Schriftstücken, die meist aus faltbaren, flach anlieferbaren Kartonzuschnitten hergestellt, und vom Verwender vor Gebrauch zu einem entsprechenden Ablagebehältnis aufgefaltet werden.
Ihre Grundfläche und die Höhe sind in der Regel etwas grösser als stehende DIN A4- Blätter,
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und fast leeren Boxen keinen Halt finden ; schmale Boxen hingegen haben eine schlechte Standfestigkeit und sind im Verhältnis zum Inhaltsvolumen nicht kostengünstig.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird daher vorgeschlagen, den Inhalt auch von breiten Archivboxen stabilisierbar zu machen, indem diese mit Fachwerkzuschnitten (Fig. 2-6 ausgestattet werden.
Eine Besonderheit von Archivboxen sind deren abgeschrägten Seitenwände (Fig. l a), die notwendig sind für einen leichten Zugriff auf den Inhalt Die Zeichnung des Stanzzuschnittes der Fig. 3 zeigt dabei, dass diese Abschrägungen einen grossen Flächenanteil an Stanzabfall verursachen.
Die Erfindung zielt daher auch darauf ab, neben dem erwähnten Ziel die bisher entstandenen Stanzabfälle zu vermeiden, indem die vorgeschlagenen Fachwerke so gestaltet werden, dass sie zumindest teilweise zur Bildung der vorgeschlagenen Fachwerke verwendet werden können Die zeichnerischen Darstellungen der Fig. 2 und 3 wurde daher bewusst so gewählt, dass erkennbar ist, wie ein Fachwerkzuschnitt gemäss Fig. 2 materialsparend angepasst werden kann an den Stanzzuschnitt der Fig. 3, der dem Stanzbild eines Archivboxzuschnittes entspricht.
Die Faltkanten der Stanzzuschnitte sind strichliert dargestellt ; die Bodenverschlusselemente d zeigen beispielhaft einen der gebräuchlichen, nicht erfindungsrelevanten Kartonboden.
Seitlich am Stanzzuschnitt Fig. 3 ist an der Rückwand c angelenkt eine Verbindungslasche j dargestellt, die in dieser Form meist herstellerseitig mit der rechtsseitig dargestellten Seitenwand a maschinell verklebt wird, um einen geschlossenen, auffaltbaren Kartonmantel zu bilden. Aus Kostengründen werden derartige Verbindungslaschen manchmal auch durch bekannte Steckverbindungen ersetzt, was aber in Bezug auf die vorgeschlagene Fachwerkidee ebenfalls nicht bedeutend ist.
Auch die mit h bezeichneten Fingerlöcher sind für den Erfindungsgedanken nicht wichtig ; sie sind übliche Hilfen bei der Handhabung von Archivboxen und wurden zeichnerisch nur dargestellt, weil sie erkennen lassen, dass sie in korrespondierender Positionierung in den Stanzzuschnitten Fig. 2+3 auf deren mögliche, zusammenpassende Endpositionierung der Boxen und der Fachwerke hinweisen.
Erfindungsgemäss wichtig hingegen ist die Gestaltung des Fachwerkstanzzuschnittes (Fig. 2).
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Hier wird als wesentlich vorgeschlagen, aus bereits erwähnten Gründen die beiden Fachwerkelemente e, die die drei Fächer gemäss Fig. l bilden sollen, in gleicher Form und Grösse wie die Seitenwände a der Archivbox auszuführen.
Um diese in der Archivbox zu stabilisieren ist vorgesehen, sie mit biegsam angelenkten Stanzelementen gemäss der folgenden Beschreibung zu verbinden.
An den Aussenseiten der Fachwerkelemente e sind Fachwerkfrontwände f mit Frontwandstützklappen i, die in die Zuschnittfächen der Fachwerkelemente e ragen, vorgesehen.
Auch die Fachwerkrückwand k hat analog gestaltete Rückwandstützklappen g.
Diese Stanzkonfiguration erlaubt bei rechtwinkeliger Umfaltung der strichliert gezeichneten Biegekanten eine Fachwerkform gemäss Fig. 4, die in die Archivbox eingeschoben und somit wie in Fig. l dargestellt fixiert werden kann.
Die Distanzierungen der Fachwerkelemente e zueinander, und zu den Innenflächen der Seitenwände a einer Archivbox werden bestimmt von den Grössen der Fachwerkfront-und rückwände f + k, sowie den Front- und Rückwandstützklappen i + g.
Die gleichzeitige Ausnutzung der Stanzflächen der Fachwerkelemente e zur Bildung der Front- und Rückwandstützklappen i + g ist nicht nur materialsparend ; sie ist auch bedeutend, um den Gesamtzuschnitt so zu gestalten, dass er als abfallvermeidendes Gegenstück zum Stanzzuschnitt einer Archivbox (Fig. 2/3) passt.
Die Zeichnung der Fig. 4 stellt den rechtwinkelig aufgefalteten Fachwerkstanzzuschnitt dar, wie er in eine Archivbox gemäss Fig. l passt.
Die nach aussen ragenden Fachwerkfrontwände f können bei gleicher Funktionserfüllung auch nach innen gefaltet werden, da die Stützfunktion gegen die inneren Seitenwände a der Archivbox dann die Frontwandstützklappen i übernehmen (siehe auch Fig. 8).
In allen Zeichnungen wurden die Frontwand- und Rückwandstützklappen i + g beispielhaft paarwise gegenüberliegend skizziert. Diese Form der Einstanzungen in die Fachwerkelemente e erfüllt bei üblichen Wellpappematerialien, die zur Bildung von Archivboxen verwendet werden, die gewünschte erfindungsgemässe Funktion.
Aus optischen, oder sonstigen Gründen der Hersteller- oder Verwender der Fachwerke können diese auch vertikal zueinander versetzt, mit Abschrägungen zum leichteren Einführen in die Öffnungen der Archivboxen, oder in grösserer Zahl in gleicher Form gemacht werden, als es die Zeichnungen der Einfachheit halber darstellen.
Die vorgeschlagene Fachwerktechnik kann mit analogen Merkmalen auch zur Bildung eines Fachwerkes mit nur zwei Fächern, oder auch mit mehr als drei Fachunterteilungen genutzt werden.
Ein zweiteiliges Fachwerk entsteht, wenn der Stanzzuschnitt gemäss Fig. 5 + 6 mit nur einem Fachwerkelement e ausgebildet wird.
In diesem Fall würde die Abfällfläche des Stanzzuschnittes für die Archivbox (Fig. 3) allerdings nur zur Hälfte des ersten Ausführungsbeispieles genutzt werden.
Es bietet sich daher-wenn die Manipulationsnachteile nicht stören-an, die zweite Hälfte zwecks Stabilitätsverbesserung in einer Konfiguration zu nutzen, die in Fig. 7 dargestellt ist Hier werden einfach die beiden allenfalls zwangsläufig vorhandenen Fachwerkelemente e zusammengestellt, die Fachwerk & ont-und Rückwände f + k stützen sich in den Ecken einer Archivbox ab, und auf die Front- und Rückwandstützklappen i + g kann dafur verzichtet werden.
Aus Kostengründen nicht so vorteilhaft, aber im Sinn einer leichteren und rascheren Handhabung des dreiteiligen Fachwerkes analog zu Fig. 3 ist es auch möglich, dieses
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maschinell oder manuell wie die Archivbox selbst mittels der an sich bekannten Klebe- oder Steckverbindungen zu einem geschlossenen Kartonmantel zu verschliessen (Fig. 8).
Werden zwei oder mehrere der vorgeschlagenen Ausführungen in aufgerichteter Position gemäss Fig 4 + 8 mit entsprechender Grössenanpassung ineinander-, oder nebeneinandergestellt in eine Archivbox gegeben, entsteht ein entsprechend mehrteiliges, ständig variierbares Fachwerk, das auch jederzeit aus befüllten Archivboxen, deren Inhalt keine Fachwerkabstützung mehr erfordert, entfernt und für andere leere Boxen verwendet werden kann.
Erklärung der Zeichnungssymbole (Fig. 3/4) : a Seitenwand b Frontwand c Rückwand d Bodenverschlusselemente e Fachwerkelement f Fachwerkfrontwand g Rückwandstützklappe h Fingerloch i Frontwandstützklappe j Verbindungslasche k Fachwerkrückwand