<Desc/Clms Page number 1>
Ofen zur Herstellung von Ultramarin und dgl.
Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Ultramarin wurden die Ausgangsprodukte vor ihrer Oxydation durch die Luft in Retorten, Kapseln, Töpfe oder dgl., aus feuerbeständigem Material eingefüllt. Diese Arbeitsweise bedingt einen wesentlichen Übelstand, selbst dann, wenn nur ganz kleine Mengen zur Verarbeitung gelangen, wie z. B. bei dem Verfahren nach Guimet, wobei in jedem Topf etwa 4 bis 5 kg verarbeitet werden. Die Masse wird nämlich bei den bisher bekannten Verfahren nur sehr langsam und unvollständig oxydiert, wodurch eine ungleichmässige Erzeugung und ein missfärbiges nicht vollständig entwickeltes Blau erhalten wird.
Ausserdem wird das feuerbeständige Material, aus welchem die Retorten, Töpfe oder dgl. hergestellt sind, durch die Einwirkung der Oxydation bald zerbrechlich, so dass diese Behälter oftmals ausgewechselt werden müssen. Man hat allerdings versucht, die Ausgangsmaterialien in Säcken aus Papier oder Stoff zu verteilen, die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass auch hiebei die Umwandlung der Ausgangsstoffe in ungleichförmiger Weise vor sich geht. Die Oxydation erfolgt stürmisch an den aussen gelegenen Teilen, während sie in den inneren Teilen noch nicht vollständig durchgeführt ist.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden die angegebenen Unzukömmlich- keiten durch die Verteilung der Ausgangsmaterialien in die angegebenen Vorrichtungen aus feuerbeständigem Material vermieden und, wie weiter unten näher erörtert wird, wird eine
EMI1.1
besonders günstige Anordnung der Einrichtungen zur Aufnahme der Ausgangsmaterialien bietet.
Auf der Zeichnung erscheint eine beispielsweise Ausführungsform des Ofens gemäss der vorliegenden Erfindung sowie der Behälter aus dem feuerbeständigen Material dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt von einem Ofen. welcher sechs Elemente enthält.
Fig. 2 veranschaulicht eine perspektivische Ansicht eines Ziegels, aus welchen der Ofen gebaut ist.
Fig. 3 zeigt endlich einen VertikaJEchnitt durch eine Ausführungsform der Einrichtung aus dem fouerbeständigen Material.
EMI1.2
schädlichen Eintluss auf dasselbe. Man kann den Ofen einer plötzlichen Abkühlung unterwerfen. m der weiter unten beschriebenen Weise, zur Beschleunigung der Herstellung des Uitramarins,
EMI1.3
Die Kanäle 3, 4 und 5 schneiden einander. In dem Kanal 5 ist eine mittlere Scheidewand 6 vorgesehen.
Mit diesen Ziegeln werden die Ofen gemäss der vorliegenden Erfindung aufgebaut, welche eine veränderlieche Anzahl einzelner Elemente mit zwei Kammern bzw. Retorten enthalten.
EMI1.4
m den Ziegeln vorgesehne sind, bei dem Übereinanderschichten der Ziegel einen Kamin bilden, welcher sich @@ Ofen von unten nach oben erstreckt und mit der Aussenluft durch die Kanäle 3 in Verbindung steht.
<Desc/Clms Page number 2>
Um die Dichtigkeit des Ofens zu erhöhen, sind die Ziegel in der gebräuchlichen Art und Weise voll auf Fug zueinander angeordnet. Die Zwischenwände 6, welche in der Mitte der Ziegel vorgesehen sind, werden von den Fugen der unmittelbar oberhalb bzw. unterhalb gelegenen Ziegel überdeckt, wodurch die Wasserdichtheit des Ofens in einer besonderen Weise erhöht wird.
Da jedes Ofenelement, wie Fig. 1 zeigt, zwei Kammern oder Retorten 7 umfasst, so werden an der Aussenseite die Räume 8 und zwischen den Kammern die Räume 9 gebildet.
Unterhalb der Retorten 7 ist eine Feuerung 10 angeordnet. Es wird bemerkt, dass selbstverständlich diese direkte Feuerung auch durch eine Gasfeuerung unter Verwendung von Generatoren ersetzt werden kann.
Oberhalb der Kammern ist ein Raum 11 vorgesehen, welcher von dem Gewölbe 12 des Ofens abgeschlossen wird. Diesen Raum 11 durchstreichen die Verbrennungsprodukte bzw. die Flammen.
EMI2.1
Schornstein in Verbindung steht.
Jede der Ofenkammern 7 trägt an dem oberen Ende einen Abzugskanal14, welcher beispielsweise mit einer Bleikammer in Verbindung stehen kann, wodurch die entwickelte schwefelige
Säure, welche bei der Herstellung des Ultramarines entsteht, nutzbar gemacht werden kann.
EMI2.2
unter Verwendung von Retorten, Tiegeln oder dgl. aus feuerbeständigem Material beschickt ist, geht die Bildung des Ultramarins immer unvollständig und häufig fehlerhaft vor sich. insbesondere wenn der Ofen grössere Abmessungen aufweist. Dieser Übelstand wird mit Sicherheit vermieden. wenn man die Ausgangsmaterialien in Behälter verteilt, wie dieselben beispielsweise auf der Fig. 3 dargestellt ist.
Wie sich aus dieser Fig. 3 ergibt, verwendet man zur Verteilung der Ausgang. smateriaiien
EMI2.3