AT528651B1 - Schießscheibe für ein Bogen- oder Armbrustschießen - Google Patents

Schießscheibe für ein Bogen- oder Armbrustschießen

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AT528651B1
AT528651B1 ATA50076/2025A AT500762025A AT528651B1 AT 528651 B1 AT528651 B1 AT 528651B1 AT 500762025 A AT500762025 A AT 500762025A AT 528651 B1 AT528651 B1 AT 528651B1
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    • F41J3/00Targets for arrows or darts, e.g. for sporting or amusement purposes
    • F41J3/0004Archery targets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J1/00Targets; Target stands; Target holders
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
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    • F41J9/16Clay-pigeon targets; Clay-disc targets
    • F41J9/18Traps or throwing-apparatus therefor
    • F41J9/30Traps or throwing-apparatus therefor characterised by using a magazine of targets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Es wird eine Schießscheibe für ein Bogen- oder Armbrustschießen mit einem Scheibenkörper (1) aus einer ungeraden Anzahl von in Schießrichtung hintereinander angeordneten Lagen (2, 3, 5, 6) aus Hartschaumstoff beschrieben, die unter der Bedingung eines höheren Raumgewichts für die äußeren Decklagen (2) des Scheibenkörpers (1) abwechselnd ein höheres und ein niedrigeres Raumgewicht aufweisen. Um hohe Standzeiten zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass die Hartschaumstofflagen (2, 3, 5, 6) aus vernetztem Polyethylen gefertigt und miteinander verschweißt sind.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schießscheibe für ein Bogen- oder Armbrustschießen mit einem Scheibenkörper aus einer ungeraden Anzahl von in Schießrichtung hintereinander angeordneten Lagen aus Hartschaumstoff, die unter der Bedingung eines höheren Raumgewichts für die äußeren Decklagen des Scheibenkörpers abwechselnd ein höheres und ein niedrigeres Raumgewicht aufweisen.
[0002] Zielscheiben mit einem Scheibenkörper aus Schaumstoff eignen sich insbesondere zum Auffangen von mit hoher Geschwindigkeit abgeschossenen Pfeilen und Bolzen, weil sich die Pfeile und Bolzen mit geringem Kraftaufwand wieder aus der Zielscheibe entfernen lassen, die aufgrund des geringen Eigengewichts leicht zu handhaben ist. Um die nötige Dicke des Scheibenkörpers zum Auffangen sehr schneller Pfeile und Bolzen zur Verfügung zu stellen, wird der Scheibenkörper aus einzelnen, in Schießrichtung hintereinander angeordneter Schaumstoffplatten gefügt (DE 102011103244 A1). Um die Witterungsbeständigkeit und den Zusammenhalt zu verbessern, werden die Schaumstoffplatten nicht verklebt oder verschweißt, sondern mithilfe von die Schaumstoffplatten durchsetzenden Ankern zusammengespannt.
[0003] Es ist aber auch bekannt (US 2015276357 A1), den Scheibenkörper aus einzelnen Schaumstoff-Modulen zusammenzusetzen, die sich über die Dicke des Scheibenkörpers erstrecken und nebeneinander angeordnet werden. Zwischen den einzelnen Modulen ist eine Nut-Feder-Verbindung vorgesehen, wobei der Scheibenkörper durch ihn umschließende Spanngurte zusammengehalten wird. Einzelne zu einer größeren Schießscheibe zusammensetzbare Schaumstoffmodule, zwischen denen eine Nut-Feder-Verbindung vorgesehen ist, können aber auch in einen sie umschließenden Rahmen auswechselbar eingesetzt werden (WO 9015964 A1).
[0004] Zum Abfangen von Pfeilen sind Schießscheiben mit einem Scheibenkörper aus drei Hartschaumstofflagen bekannt (US 4066261 A), von denen die mittlere Lage aus Polystyrol und die beiden ein höheres Raumgewicht aufweisenden Decklagen aus Polyethylen gefertigt sind. Das geschäumte Polyethylen soll nach dem Entfernen der Pfeile ein weitgehendes Verschließen der durch die auftreffenden Pfeile verursachten Löcher in der Decklage ermöglichen. Wegen der vergleichsweise geringe Elastizität und Zähigkeit des Polyethylens besteht jedoch insbesondere bei Hochgeschwindigkeitspfeilen die Gefahr, dass die Schaumstruktur der Decklage durch den eindringenden Pfeil lokal zerstört wird. Die Mittellage aus Polystyrol dient zur Aufnahme der kinetischen Energie des Pfeils nach einem Durchstoßen der frontalen Decklage, sodass die hintere Decklage lediglich vorgesehen wird, um ein vollständiges Durchdringen des Scheibenkörpers zu verhindern. Die Schaumstruktur des Polystyrols wird jedoch durch die eindringenden Pfeile gebrochen, sodass für die erforderliche Bremswirkung lediglich das Volumen und die Masse des Polystyrols zählen und daher die Mittellage doppelt so dick wie die Decklagen ausgeführt wird. Um trotz dieser Nachteile die Standzeit zu verbessern, wird in der Mitte des Scheibenkörpers ein in gleicher Art aus drei Lagen aufgebauter, auswechselbarer Einsatz vorgesehen.
[0005] Bei einer anderen bekannten Schießscheibe (DE 202007008009 U1) umfasst der Scheibenkörper eine Kammer für ein den Pfeil abbremsendes Gummigranulat und eine dem Beschuss ausgesetzte Frontwand aus einem Weichschaum. Für den Weichschaum werden insbesondere Polyurethan, aber mit Einschränkungen auch Polyethylen eingesetzt. Nachteilig ist vor allem der mit dem Gummigranulat verbundene Aufwand und die beschränkte Standzeit. Dazu kommt, dass im Brandfall mit brennbaren und giftigen Gasen zu rechnen ist.
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schießscheibe aus Schaumstoff für ein Bogen- oder Armbrustschießen so auszubilden, dass sie einfach hergestellt und gehandhabt werden kann, selbst im Brandfall keine Umweltbelastung darstellt und bei einer vergleichsweise hohen Standzeit Pfeile oder Bolzen sicher auffängt.
[0007] Ausgehend von einer Schießscheibe der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Hartschaumstofflagen aus vernetztem Polyethylen gefertigt und miteinander verschweißt sind.
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[0008] Durch den Einsatz von Hartschaumstofflagen aus vernetztem Polyethylen wird für den Scheibenkörper eine für eine entsprechende Strukturstabilität ausreichende Elastizität und Zähigkeit erreicht, um örtliche Strukturschäden auch nach wiederholtem Beschuss weitgehend vermeiden zu können. Dies bedeutet, dass Umweltschäden durch sonst beim wiederholten Beschuss aus dem Scheibenkörper gelöste Stoffe unterbunden werden. Das in Schießrichtung abwechselnde Raumgewicht des lagenweise aufgebauten Scheibenkörpers eignet sich bei einer entsprechenden Abstimmung einerseits der Raumgewichte und anderseits der Anzahl und Dicke der Hartschaumstofflagen hervorragend zur Aufnahme der bei einem Beschuss auftretenden StoRßbelastungen und zum Abbremsen der auch mit hoher Geschwindigkeit auftreffenden Bolzen und Pfeile, ohne die Geschossbahn innerhalb des Scheibenkörpers nachteilig zu beeinflussen. Außerdem kann eine Beschädigungsgefahr für die auftreffenden Pfeile oder Bolzen ausgeschlossen werden. Die unmittelbare Verschweißung der aneinander anliegenden Hartschaumstofflagen führt nicht nur zu einer hohen Formstabilität des Scheibenkörpers, sondern vermeidet auch Umweltbelastungen durch die sonst eingesetzten Klebemittel, die insbesondere im Brandfall zu giftigen Dämpfen Anlass geben. Im Brandfall schmelzen die miteinander verschweißten, flammhemmenden Hartschaumstofflagen aus vernetztem Polyethylen lediglich.
[0009] Scheibenkörper der erfindungsgemäßen Art lassen sich vorteilhaft aus einzelnen übereinstimmenden Modulen aufbauen, wenn diese Module eine Umfangsnut aufweisen und miteinander durch in die Umfangsnut eingreifende Federn verbunden sind und durch einen den aus den einzelnen Modulen zusammengesetzten Scheibenkörper umfangsseitig umspannenden Rahmen zusammengehalten werden. Die Federn werden bevorzugt aus einem Hartschaumstoff aus einem vernetzten Polyethylen mit einem Raumgewicht entsprechend den äußeren Decklagen des Scheibenkörpers gefertigt, sodass sich aus den Modulen einheitliche Scheibenkörper unterschiedlicher Größe herstellen lassen, die sich hinsichtlich des Beschusses und der Formstabilität nicht von Scheibenkörpern unterscheiden, deren einzelne Hartschaumstofflagen einstückig ausgebildet sind. Die in die Umfangsnuten eingeschobenen Federn ergeben eine wirksame Versteifung des von einem vorzugsweise hölzernen Rahmen umfangsseitig zusammengehaltenen Scheibenkörpers.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
[0011] Fig. 1 den grundsätzlichen Aufbau einer erfindungsgemäßen Schießscheibe anhand eines in einem Querschnitt dargestellten, dreilagigen Scheibenkörpers
[0012] Fig. 2 einen aus einzelnen Modulen zusammengesetzten Scheibenkörper in einem Querschnitt und
[0013] Fig. 3 einen schnitt nach der Linie Ill-Ill der Fig. 2
[0014] Im einfachsten Fall setzt sich ein erfindungsgemäßer Scheibenkörper 1 gemäß der Fig. 1 aus drei quadratischen Hartschaumstofflagen aus vernetztem Polyethylen zusammen, von denen die äußeren Decklagen 2 ein höheres Raumgewicht als die dazwischenliegende Hartschaumstofflage 3 aufweist. Für mehrlagige Scheibenkörper 1 ergibt sich die Forderung, dass die Hartschaumstofflagen abwechselnd ein höheres und ein niedrigeres Raumgewicht aufweisen, was unter der Bedingung, dass die äußeren Decklagen 2 mit dem höheren Raumgewicht ausgestattet sind, zu einer ungeraden Anzahl von Hartschaumstofflagen führt.
[0015] Dieser Umstand gewährleistet gleiche Beschussbedingungen auf beiden Seiten des Scheibenkörpers 1 und damit die Möglichkeit durch ein Wenden des Scheibenkörpers 1 die Standzeit der Zielscheibe zu vergrößern.
[0016] Die unterschiedlichen Raumgewichte liegen vorzugsweise in einem Bereich zwischen 28 und 100 kg/m*®, was jedoch nicht zwingend ist und von den jeweiligen Beschussbedingungen abhängt. So könnten beispielsweise die Decklagen 2 ein Raumgewicht von 60 kg/m* und die dazwischenliegende Hartschaumstofflage ein Raumgewicht von 46 kg/m* aufweisen.
[0017] Die einzelnen Hartschaumstofflagen des Scheibenkörpers 1 sind miteinander stoffschlüssig verschweißt, sodass sich ein Scheibenkörper 1 ausschließlich aus vernetztem Polyethylen ergibt, das sich neben einer vollständigen WMederverwertbarkeit durch eine geringe Wasserauf-
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nahme, eine hohe UV- Beständigkeit, eine geringe Temperaturempfindlichkeit, eine gute Formstabilität und flammhemmende Eigenschaften auszeichnet.
[0018] Zur Anpassung der Schiescheiben an verschiedene Anforderungen kann der Scheibenkörper 1 unterschiedlich aufgebaut werden, um insbesondere die Auftreffgeschwindigkeit und Art der Geschosse berücksichtigen zu können. Dies gelingt in vergleichsweise einfacher Weise durch einen modulen Aufbau des Scheibenkörpers. In den Fig. 2 und 3 ist ein aus einzelnen Modulen 4 aufgebauter Scheibenkörper 1 beispielsweise dargestellt. Die einzelnen Module 4 sind unter Beachtung der abwechselnden Aufeinanderfolge von Hartschaumstofflagen 5, 6 mit unterschiedlichen Raumgewichten untereinander übereinstimmend gefertigt. Die äußeren Decklagen 2 werden dabei aus dem Hartschaumstoff mit dem höheren Raumgewicht gebildet, wobei sich gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt elf Hartschaumstofflagen ergeben, die in Beschussrichtung abwechselnd ein höheres und ein geringeres Raumgewicht aufweisen.
[0019] Um die Module 4 in einfacher Art zu einem größeren Scheibenkörper 1 fügen zu können, sind die Module 4 mit einer Umfangsnut 7 versehen, die dadurch gebildet wird, dass die mittleren Hartschaumstofflagen der Module 4 gegenüber den anschließenden äußeren Lagen entsprechend kürzere Seitenlängen aufweisen. Beim Zusammensetzen eines größeren Scheibenkörpers 1 werden in die Umfangsnuten 7 der stumpf aneinanderstoßenden Module 4 Federn 8 eingelegt, die vorzugsweise aus dem Hartschaumstoff mit dem höheren Raumgewicht gefertigt sind. Der aus den einzelnen Modulen 4 zusammengesetzte Scheibenkörper wird durch einen ihn umfangsseitig umspannenden Rahmen, insbesondere aus Holz, zusammengehalten, der vorzugsweise in die auf den äußeren Umfangsseiten des Scheibenkörpers 1 freien Umfangsnuten 7 der aneinandergrenzenden Module 4 eingreift, sodass sich ein formstabiler, durch die Federn 8 versteifter Scheibenkörper 1 ergibt. In den Fig. 2 und 3 sind diese sich entlang der Umfangsseiten des Scheibenkörpers 1 erstreckenden freien Abschnitte der Umfangsnuten 7 der aneinanderstoBenden Module 4 zur Aufnahme eines den Scheibenkörper 1 umspannenden Rahmens ersichtlich, der jedoch aus Übersichtlichkeitsgründen nicht eingezeichnet wurde.
[0020] Gemäß den Fig. 2 und 3 ist der Scheibenkörper 1 aus insgesamt neun Modulen 4 aufgebaut, was keinesfalls zwingend ist. Wie sich aus der Fig. 3 ergibt, sind die horizontal verlaufenden Federn 8 über die Länge des Scheibenkörpers 1 durchgehend ausgebildet, währen die dazu quer verlaufenden Federn 8 sich lediglich über die Modulhöhe erstrecken. Durch die über die Länge des Scheibenkörpers 1 durchgehenden Federn 8 wird die Stabilität des Scheibenkörpers 1 zusätzlich verbessert.
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Claims (3)

Patentansprüche
1. Schießscheibe für ein Bogen- oder Armbrustschießen mit einem Scheibenkörper (1) aus einer ungeraden Anzahl von in Schießrichtung hintereinander angeordneten Lagen (2, 3, 5, 6) aus Hartschaumstoff, die unter der Bedingung eines höheren Raumgewichts für die äußeren Decklagen (2) des Scheibenkörpers (1) abwechselnd ein höheres und ein niedrigeres Raumgewicht aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartschaumstofflagen (2, 3, 5, 6) aus vernetztem Polyethylen gefertigt und miteinander verschweißt sind.
2. Schießscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheibenkörper (1) aus einzelnen übereinstimmenden Modulen (4) aufgebaut ist, die eine Umfangsnut (7) aufweisen, und dass die Module (4) einerseits durch in die Umfangsnut (7) eingreifende Federn (8) und anderseits durch einen den Scheibenkörper umfangsseitig umspannenden Rahmen miteinander verbunden sind.
3. Schießscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (8) aus einem Hartschaumstoff aus einem vernetzten Polyethylen mit einem Raumgewicht entsprechend den äußeren Decklagen (2) des Scheibenkörpers (1) gefertigt sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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