AT528628A1 - Verfahren zur herstellung von wurst - Google Patents
Verfahren zur herstellung von wurstInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Wurst, bei dem ein Darm (6) auf ein Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben wird und danach mit Wurstbrät gefüllt wird, wobei der Darm (6) aus einem Magazin (1) koaxial zum Füllrohr (7a, 7b, 7c) ausgerichtet und zunächst in Richtung (5) des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) vorgeschoben und mit der vorderen Stirnseite (6a) auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben wird, wobei das Füllrohr (7a, 7b, 7c) dabei durch Zentrierbacken (11a, 11b) in Position gehalten wird, danach die Zentrierbacken (11a, 11b) das Füllrohr (7a, 7b, 7c) freigeben, um das weitere Aufschieben nicht zu behindern und danach der Darm (6) weiter vorgeschoben wird, bis er überwiegend auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben ist, wobei der Darm (6) am Beginn des Vorschubs an seiner Außenseite durch Führungselemente (12a, 12b) in Radialrichtung geführt wird, die an den Zentrierbacken (11a, 11b) angebracht sind.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wurst, bei dem ein Darm auf ein Füllrohr aufgeschoben wird und danach mit Wurstbrät gefüllt wird, wobei der Darm aus einem Magazin koaxial zum Füllrohr ausgerichtet und zunächst in Richtung des Füllrohrs vorgeschoben und mit der vorderen Stirnseite auf das Füllrohr aufgeschoben wird, wobei das Füllrohr dabei durch Zentrierbacken in Position gehalten wird, danach die Zentrierbacken das Füllrohr freigeben, um das weitere Aufschieben nicht zu behindern und danach der Darm weiter vorgeschoben wird, bis er überwiegend auf das Füllrohr aufgeschoben ist. Das Öffnen der Zentrierbacken erfolgt dabei typischerweise während der laufenden Aufschiebebewegung des Darms, eben kurz nachdem der vorderste Abschnitt des Darms auf dem Füllrohr aufgeschoben ist.
[0002] Wurst im Sinn der vorliegenden Erfindung soll allgemein als eine wurstartig verpackte pastöse Masse verstanden werden, also nicht nur Fleischprodukte, sondern auch vegane Lebensmittel, Produkte auf der Basis von Käse oder wurstartige Tiernahrungsmittel. Gemeinsam ist diesen Produkten, dass eine pastöse Masse, die Wurstbrät genannt wird, in eine Hülle gefüllt wird, die als Darm bezeichnet wird, um letztlich ein im Wesentlichen zylindrisches Produkt zu erhalten.
[0003] Es ist ein in der Wurstindustrie gängiges Verfahren, das Wurstbrät über ein Füllrohr abzugeben, auf das zuvor ein Darm aufgeschoben worden ist, der über ein Magazin zugeführt worden ist. Der Darm hat dabei im Wesentlichen die Form eines zylindrischen Rohres, das an einem Ende verschlossen ist. Der Darm wird überwiegend aufgeschoben, d.h., dass das verschlossene Ende des Darms vor der Stirnseite des Füllrohrs verbleibt. Um eine zuverlässige automatische Zufuhr des Darms zu gewährleisten ist es wesentlich, dass das Magazin und das Füllrohr exakt fluchtend ausgerichtet sind. Da das Füllrohr zumeist lang und dünnwandig ausgebildet ist, kann es leicht zu einer Verformung und damit zu einer mangelhaften Ausrichtung kommen, was das Aufschieben des Darms erschwert oder verhindert, wodurch es zu einer Störung des gesamten Produktionsvorgangs kommt. Die exakte Ausrichtung ist auch deshalb essenziell, weil der AuBendurchmesser des Füllrohrs typischerweise nur unwesentlich größer ist als der Innendurchmesser des zugeführten Darms. Das Spiel, d.h. die Durchmesserdifferenz, beträgt in der Praxis in der Regel nur wenige Zehntelmillimeter.
[0004] Um eine genau auf das Magazin ausgerichtete radiale Lage des Füllrohrs sicherzustellen, werden bei einer Reihe von Füllmaschinen Zentrierbacken verwendet, die das Füllrohr zunächst am vorderen Ende halten und zentrieren.
[0005] Diese Vorschubphase beginnt mit der Bewegung des Darms in Axialrichtung, wenn der Darm zunächst noch vom Füllrohr entfernt ist, und endet, wenn ein erstes Stück des Darms so weit auf das Füllrohr aufgeschoben ist, dass sich der Darm daran anschließend selbst zentriert, was typischerweise nach wenigen Zentimetern aufgeschobenen Darms der Fall ist. Um das weitere Aufschieben des Darms nicht zu behindern, müssen die Zentrierbacken das Füllrohr dann in einer weiteren Vorschubphase freigeben. Ein solches Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung sind beispielsweise in der EP 2 745 698 B1 offenbart.
[0006] Das bekannte Verfahren arbeitet optimal und problemlos, solange der zugeführte Darm exakt zylindrisch ist. In der Praxis kann es jedoch dazu kommen, dass einzelne Därme leicht gekrümmt sind. Dadurch kann es zu Problemen und Störungen beim Aufschieben auf das Füllrohr kommen, auch wenn dieses exakt mit dem Magazin ausgerichtet ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und eine Lösung anzugeben, bei der das Aufschieben des Darms zuverlässig und problemlos funktioniert, auch wenn der Darm leicht verformt ist. Das Verfahren soll zuverlässig sein und mit geringem Aufwand realisierbar sein. Insbesondere soll auch eine Nachrüstung bestehender Anlagen möglich sein.
[0008] Erfindungsgemäß werden diese obigen Aufgaben dadurch gelöst, dass der Darm am Beginn des Vorschubs an seiner Außenseite durch Führungselemente in Radialrichtung geführt wird, die an den Zentrierbacken angebracht sind. Grundidee der Erfindung ist es, dass der sich dem Füllrohr annähernde Darm im Bereich seiner Stirnseite von außen radial geführt wird, um in
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exakter Ausrichtung auf das zentrierte Füllrohr aufzutreffen. Durch die Anbringung der Führungselemente an den Zentrierbacken werden zwei wichtige Ziele gleichzeitig erreicht, nämlich einerseits, dass die Führungselemente und die Zentrierbacken ohne Spiel exakt aufeinander abgestimmt sind und dass andererseits die Führungselemente nach außen wegbewegt werden, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben und den weiteren Vorschub des Darms nicht bremsen. Es ist auch vorteilhaft, dass sie auf diese Weise keinen eigenen Antrieb und keine eigene Regelung benötigen, um die Bewegung auszuführen.
[0009] Es ist vorteilhaft, wenn die Anwesenheit des Darms unmittelbar vor einem vorderen Ende des Füllrohrs sensorisch erfasst wird. Dies kann beispielsweise durch Ultraschall erfolgen, wird jedoch bevorzugt optisch durchgeführt. Dadurch kann die Bewegung der Führungselemente optimal gesteuert werden und es können eventuelle Probleme bei der Zuführung des Darms frühzeitig erkannt werden. Besonders vorteilhaft ist bei dieser Ausführung, dass keinerlei mechanische Belastung auf den Darm wirkt, was beispielsweise dann der Fall wäre, wenn die Zentrierbacken erst dann wegbewegt werden, wenn der Darm auf sie auftrifft und eine Kraft auf sie ausübt.
[0010] Eine optimale Einstellung wird erreicht, wenn der Darm durch die Führungselemente so lange geführt wird, bis mindestens eine Länge des Darms auf das Füllrohr aufgeschoben ist, die zwischen dem einfachen und dem zweifachen Außendurchmesser des Füllrohrs liegt. Es hat sich herausgestellt, dass dann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Problemen minimal ist, auch wenn nach dem Zurückziehen der Zentrierbacken die Ausrichtung des Füllrohrs nicht mehr optimal ist.
[0011] Vorzugsweise wird das Füllrohr nach dem Aufschieben des Darms in Axialrichtung vom Magazin wegbewegt. Dadurch wird das Füllrohr aus dem Bereich der Zentrierbacken weggezogen und kann ohne die Gefahr einer Kollision mit der Zentrierbacken weggedreht werden. Es bewegt sich dabei quer zur Axialrichtung aus der Aufschiebe-Stellung, in der der Darm aufgeschoben wird, in die FüllStellung, in der der Darm gefüllt wird. Wenn die Drehung beendet ist, wird das Füllrohr wieder vorgeschoben, wodurch es in die Darmbremse eingeführt wird, was für eine ordnungsgemäße Füllung erforderlich ist.
[0012] Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Herstellung von Wurst mit mindestens einem Füllrohr, das an seinem hinteren Ende befestigt ist, einem Magazin zur Bereitstellung eines Darms, das ein Vorschubelement zum Aufschieben des Darms auf das Füllrohr aufweist, und mit Zentrierbacken, die zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Zentrierstellung beweglich sind, in der sie das Füllrohr in Position halten.
[0013] Erfindungsgemäß ist diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass an den Zentrierbacken jeweils mindestens ein Führungselement angeordnet ist, um den Darm in Radialrichtung zu führen. Auf diese Weise kann auch ein gekrümmter Darm exakt auf das Füllrohr aufgesetzt und aufgeschoben werden.
[0014] Vorzugsweise sind die Führungselemente konisch, sich gegen die Vorschubrichtung verjJüngend ausgebildet. Es wird auf diese Weise eine Art trichterförmiger Einlauf gebildet, der auch einen stark verkrümmten und damit stark außermittig ankommenden Darm sicher aufnimmt und bei weiterem Vorschub zunehmend zentriert. Dabei ist es wichtig, dass die Führungselemente vor dem Füllrohr angeordnet sind. Sie sind flexibel, um den Darm zwar zu zentrieren, aber keine zu großen Kräfte auszuüben, die ihn zerstören könnten und um Därme mit verschiedenen AuBendurchmessern ohne Umrüstung verarbeiten zu können.
[0015] Wie bereits erläutert kann ein optischer Sensor für eine Erfassung des Darms vorgesehen sein. Besonders günstig ist es dabei, wenn die Führungselemente eine Ausnehmung für eine optische Erfassung des Darms aufweisen. Dadurch kann die Überwachung unmittelbar am kritischen Punkt vor dem Auftreffen des Darms auf das Füllrohr erfolgen und es kann der Zeitpunkt der Öffnung der Führungselemente genau bestimmt werden. Dies ist sehr wichtig, weil bei einer zu frühen Freigabe des Füllrohrs durch die Zentrierbacken sich das Füllrohr aus seiner Optimalposition bewegen könnte, bevor zumindest ein erster Abschnitt des Darms korrekt aufgeschoben ist. Wenn der Darm einige Millimeter aufgeschoben ist, dann ist das weitere Aufschieben prob-
lemlos möglich, auch wenn das dann nicht mehr von den Zentrierbacken gehaltene Füllrohr nicht mehr zentriert ist.
[0016] Bei einer zu späten Freigabe jedoch kann der Darm mit seiner Vorderseite mit den Zentrierbacken kollidieren und dadurch beschädigt werden.
[0017] Eine besonders begünstigte Ausführungsvariante der Erfindung ist so gestaltet, dass die Führungselemente jeweils aus zwei im Wesentlichen kegelförmigen Führungskörpern bestehen. Somit wird der Darm auf insgesamt vier Stellen, die vorzugsweise gleichmäßig um den Umfang verteilt sind, geführt und mit fortdauerndem Vorschub immer genauer in seine Optimalposition gebracht, in er genau mit dem Füllrohr fluchtet. Diese Optimalposition sollte erreicht werden, unmittelbar bevor der Darm das Füllrohr erreicht.
[0018] Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass das Füllrohr auf einem drehbaren Versorgungselement befestigt ist. Dieses Versorgungselement wird in der Art eines Revolvers betrieben, wobei sich ein erstes Füllrohr in einer Aufschiebe-Stellung befindet, in der es konzentrisch zum Magazin ausgerichtet ist und so ein Darm aufgeschoben werden kann und sich ein weiteres Füllrohr in der Füll-Stellung befindet, in der der aufgeschobene Darm mit Wurstbrät gefüllt wird und ausgestoßen wird. Danach wird das Versorgungselement weitergedreht, sodass das erste Füllrohr in die Füll-Stellung gelangt, wo es mit Wurstbrät gefüllt wird, und ein neues Füllrohr in die Aufschiebe-Stellung gebracht wird. Der gefüllte Darm wird anschließend in bekannter Weise weiterverarbeitet.
[0019] Besonders günstig ist es dabei, wenn am drehbaren Versorgungselement drei Füllrohre in gleichen Winkelabständen parallel zueinander angebracht sind. Dabei wird ein Füllrohr von der Aufschiebe-Stellung samt dem aufgeschobenen Darm in die Füll-Stellung gelangt, in der die Füllung des Darms stattfindet. Nach dem Abstoßen des gefüllten Darms wird das Füllrohr in eine dritte Stellung gebracht, in der im Normalbetrieb kein Verfahrensschritt stattfindet. Diese dritte Stellung ermöglicht es aber, einen händischen Betrieb durchzuführen, in dem die Därme von einer Bedienungsperson auf die Füllrohre aufgesteckt werden, was dann in dieser dritten Stellung erfolgt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Zentrierbacken in einer Ebene vorzugsweise rechtwinkelig zur Achse des Füllrohrs, also in Radialrichtung, beweglich sind und in einem vorderen Abschnitt des Füllrohrs angreifen. Eine translatorische Bewegung der Zentrierbacken hat sich dabei als besonders vorteilhaft herausgestellt. Insbesondere ist dabei möglich, ohne Änderungen an den Zentrierbacken Füllrohre mit unterschiedlichen Außendurchmessern zu verwenden. Die Position der Zentrierbacken in Axialrichtung ist ein Kompromiss. In Hinblick auf eine optimale Positionierung und Ausrichtung sollten die Zentrierbacken so weit als möglich am vorderen Ende des Füllrohrs angreifen. Andererseits muss ein ausreichender Abstand zum vorderen Ende gegeben sein, um den Darm ausreichend weit aufschieben zu können und zusätzlich einen Toleranzbereich zu haben, um eine Kollision des Darms mit den Zentrierbacken sicher zu vermeiden. Als optimal hat es sich herausgestellt, wenn die Ebene, in der die Zentrierbacken angeordnet sind, im vorderen Viertel der Füllrohre liegt, also typischerweise etwa 100 mm vom vorderen Ende entfernt ist.
[0021] In der Folge wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
[0023] Fig. 1 schematisch eine erste Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung in einer seitlichen Ansicht;
[0024] Fig. 2 die Vorrichtung von Fig. 1 in einer Draufsicht;
[0025] Fig. 3 und Fig. 4 die Vorrichtung von Fig. 1 und 2 im Detail jeweils in einer Schrägansicht von oben in verschiedenen Zuständen;
[0026] Fig. 5 ein Detail von Fig. 1;
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[0027] Fig. 6 ein Detail von Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie VI — VI in Fig. 7 mit geschlossenen Zentrierbacken;
[0028] Fig. 7 das Detail von Fig. 6 in einer Ansicht in Axialrichtung;
[0029] Fig. 8 das Detail entsprechend Fig. 6 in einem Schnitt nach Linie VIII - MI in Fig. 9 mit geöffneten Zentrierbacken;
[0030] Fig. 9 das Detail von Fig. 8 in einer Ansicht in Axialrichtung; und
[0031] Fig. 10 ein Detail X in Fig. 2.
[0032] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Magazin 1, in dem eine Vielzahl von Därmen 6 bevorratet sind. Diese werden einzeln in eine Führungsrinne 2 eingebracht und dort durch einen Mitnehmer 3 in Richtung des Pfeils 5 vorgeschoben, welcher Mitnehmer 3 auf einem Förderband 4 angeordnet ist. Aus einem Vorrat 15 werden die Därme 6 einzeln in Richtung des Pfeils 16 in die Führungsrinne 2 eingebracht.
[0033] Der vorgeschobene Darm 6 ist koaxial zu einem Füllrohr 7a ausgerichtet, um auf dieses aufgeschoben zu werden. Das Füllrohr 7a ist ebenso wie weitere Füllrohre 7b und 7c an einem Versorgungselement 8 angeordnet, das in der Art eines Revolvers aufgebaut ist und um eine Achse 8a drehbar angeordnet ist. In Fig. 1 ist das dritte Füllrohr 7c ausgeblendet, damit dieses nicht das erste Füllrohr 7a verdeckt. Die Füllrohre 7a, 7b und 7c sind parallel zur Achse 8a und in gleichem Abstand und in gleichen Winkelabständen um diese angeordnet. Es können zwei, vorzugsweise drei oder mehr Füllrohre 7a, 7b, 7c vorgesehen sein.
[0034] Das in der Stellung von Fig. 1 mit 7b dargestellte Füllrohr wird vom Versorgungselement 8 mit Wurstbrät versorgt und gibt dieses an seiner Vorderseite in den Darm 6 ab, der in der schematisch mit 9 dargestellten Weiterverarbeitungseinheit abgedreht und für den Weitertransport vorbereitet wird.
[0035] In der in Fig. 3 gezeigten Stellung ist der Mitnehmer 3 noch in einer vom Darm 6 entfernten Stellung. Die Fig. 4 zeigt einen Zustand, in der der Mitnehmer 3 den Darm 6 bereits ein Stück in Richtung des Füllrohrs 7a vorgeschoben hat.
[0036] Fig. 5 stellt die wesentlichen Teile des Magazins 1 im Detail dar. Das Förderband 4 besitzt einen Haltekörper 17. Dieser Haltekörper 17 trägt auch die Führungsrinne 2 über Träger 18. Ferner ist der Haltekörper 17 gegenüber dem übrigen Magazin 1 und damit auch gegenüber dem Füllrohr 7a fein in senkrechter Richtung justierbar, um eine Anpassung der Höhe des zugeführten Darms in Abhängigkeit von seinem Außendurchmesser vornehmen zu können. Eine Justierung in waagrechter Richtung ist in der Regel nach einer korrekten Ersteinstellung der Maschine nicht erforderlich, kann aber bei Bedarf über die Zentrierbacken 11a, 11b vorgenommen werden. Damit kann bei der Einstellung der Vorrichtung eine exakt koaxiale Ausrichtung des Darms 6 in Bezug auf das Füllrohr 7a und sichergestellt werden.
[0037] Die Fig. 6 bis 9 zeigen die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Detail. Das Füllrohr 7a, das sich in den Fig. 6 bis 9 in der Stellung zum Aufschieben eines Darms 6 befindet, wird von einer Zentriereinheit 10 zentriert, an der zwei Zentrierbacken 11a, 11b in einer radialen Richtung in Bezug auf das Füllrohr 7a beweglich sind, wie die Pfeile 20 anzeigen. In der in Fig. 6 und 7 dargestellten Stellung sind die Zentrierbacken 11a, 11b geschlossen und sichern die genaue radiale Ausrichtung des Füllrohrs 7a. An jedem Zentrierbacken 11a, 11b ist ein Führungselement 12a, 12b lösbar angeordnet, das konisch ausgebildete Spitzen 19 aufweist und den Darm 6 an seiner vorderen Stirnseite 6a beim Vorschub in Richtung des Pfeils 5 von außen zentriert. Jedes der bevorzugt aus Kunststoff hergestellten Führungselemente 12a, 12b trägt zwei Spitzen 19.
[0038] Die Fig. 8 und 9 zeigen die Zentrierbacken 11a, 11b in der geöffneten Stellung, in der Darm zwischen ihnen weiter auf das Füllrohr 7a aufgeschoben werden kann. Eine Verkrümmung des Darms 6 an seiner Vorderseite ist angedeutet.
[0039] Die Führungselemente 12a, 12b sind biegeelastisch ausgebildet, sodass eine genaue Ab-
stimmung der Spitzen 19 auf den Durchmesser des Darms 6 nicht erforderlich ist, da die Zentrierung durch die elastischen Verformungskräfte erfolgt.
[0040] Ein optischer Sensor 13 überwacht das Aufschieben des Darms 6 durch eine Ausnehmung 14 in den Führungselementen 12a, 12b.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung von Wurst, bei dem ein Darm (6) auf ein Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben wird und danach mit Wurstbrät gefüllt wird, wobei der Darm (6) aus einem Magazin (1) koaxial zum Füllrohr (7a, 7b, 7c) ausgerichtet und zunächst in Richtung (5) des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) vorgeschoben und mit der vorderen Stirnseite (6a) auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben wird, wobei das Füllrohr (7a, 7b, 7c) dabei durch Zentrierbacken (11a, 11b) in Position gehalten wird, danach die Zentrierbacken (11a, 11b) das Füllrohr (7a, 7b, 7c) freigeben, um das weitere Aufschieben nicht zu behindern und danach der Darm (6) weiter vorgeschoben wird, bis er überwiegend auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Darm (6) am Beginn des Vorschubs an seiner AuBenseite durch Führungselemente (12a, 12b) in Radialrichtung geführt wird, die an den Zentrierbacken (11a, 11b) angebracht sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anwesenheit des Darms (6) unmittelbar vor einem vorderen Ende des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) sensorisch, und zwar vorzugsweise optisch, erfasst wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Darm (6) durch die Führungselemente (12a, 12b) so lange geführt wird, bis mindestens eine Länge des Darms (6) auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufgeschoben ist, die zwischen dem einfachen und dem zweifachen Außendurchmesser des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllrohr (7a, 7b, 7c) nach dem Aufschieben des Darms (6) in Axialrichtung vom Magazin (1) wegbewegt wird.
5. Vorrichtung zur Herstellung von Wurst mit mindestens einem Füllrohr (7a, 7b, 7c), das an einem hinteren Ende gehalten ist, einem Magazin (1) zur Bereitstellung eines Darms (6), das ein Vorschubelement zum Aufschieben des Darms (6) auf das Füllrohr (7a, 7b, 7c) aufweist, und mit Zentrierbacken (11a, 11b), die zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Zentrierstellung beweglich sind, in der sie das Füllrohr (7a, 7b, 7c) in Position halten, dadurch gekennzeichnet, dass an den Zentrierbacken (11a, 11b) jeweils mindestens ein Führungselement (12a, 12b) angeordnet ist, um den Darm (6) in Radialrichtung zu führen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12a, 12b) vor dem Füllrohr (7a, 7b, 7c) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacken (11a, 11b) in einer Ebene vorzugsweise rechtwinkelig zur Achse des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) beweglich sind und in einem vorderen Abschnitt des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) angreifen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllrohr (7a, 7b, 7c) auf einem drehbaren Versorgungselement (8) befestigt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass am drehbaren Versorgungselement (8) mehrere Füllrohre (7a, 7b, 7c) in gleichen Winkelabständen parallel zueinander angebracht sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12a, 12b) konisch sich gegen die Vorschubrichtung (5) verjüngend ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12a, 12b) elastisch verformbar ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein optischer Sensor (13) für eine Erfassung des Darms (6) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Führungselemente (12a, 12b) eine Ausnehmung (14) für eine optische Erfassung des Darms (6) aufweisen.
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14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12, 12b) jeweils aus zwei im Wesentlichen kegelförmigen Führungskörpern bestehen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (1) eine Führungsrinne zur exakten Führung eines Darms (6) aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Führungsrinne (2) ein Fördermittel angeordnet ist, das dazu ausgebildet ist, den Darm (6) über einen Mitnehmer (3) in Richtung des Füllrohrs (7a, 7b, 7c) zu fördern.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12a, 12b) lösbar an den Zentrierbacken (11a, 11b) befestigt sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12a, 12b) aus Kunststoff hergestellt sind.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
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