AT527682B1 - Haltevorrichtung - Google Patents

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AT527682B1
AT527682B1 ATA50428/2024A AT504282024A AT527682B1 AT 527682 B1 AT527682 B1 AT 527682B1 AT 504282024 A AT504282024 A AT 504282024A AT 527682 B1 AT527682 B1 AT 527682B1
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Hösl Ing Dieter
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Dieter Hoesl Ing
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C1/00Apparatus, or methods of use thereof, for testing or treating seed, roots, or the like, prior to sowing or planting
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    • B65G47/74Feeding, transfer, or discharging devices of particular kinds or types
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Abstract

Erfindungsgemäß ist eine Haltevorrichtung zum Fixieren eines Gegenstandes (17), umfassend eine Leiste (1), die eine Bearbeitungsöffnung (2) aufweist sowie ein entlang einer Bewegungsachse (5) wahlweise bewegbares Klemmelement (4), wobei das Klemmelement (4) ausgebildet ist, um in einer geschlossenen Position den Gegenstand zwischen dem Klemmelement (4) und der Leiste (1) im Bereich der Bearbeitungsöffnung (2) zu fixieren, vorgesehen, wobei die Leiste (1) und das Klemmelement (4) derart ausgebildet sind, dass der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung (2) und der Bewegungsachse (5) wahlweise verändert werden kann.

Description

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Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Fixieren eines Gegenstandes, umfassend eine Leiste, die eine Bearbeitungsöffnung aufweist sowie ein entlang einer Bewegungsachse wahlweise bewegbares Klemmelement, wobei das Klemmelement ausgebildet ist, um in einer geschlossenen Position den Gegenstand zwischen dem Klemmelement und der Leiste im Bereich der Bearbeitungsöffnung zu fixieren.
[0002] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zum Fixieren eines Gegenstandes, bspw. eines Korn.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind diverse Verfahren bekannt, um Körner, insbesondere Samenkörner, zu bearbeiten. Hierzu ist es in der Regel notwendig, die Samenkörner zu Öffnen, bspw. aufzuschneiden. Da das manuelle Bearbeiten zu aufwendig ist, sind hierbei Vorrichtungen bzw. Verfahren bekannt, um einzelne Körner zu fixieren und anschließend zu bearbeiten, insbesondere aufzuschneiden. Die größte Herausforderung hierbei besteht darin, dass üblicherweise sehr große Mengen von relativ kleinen Körnern in kurzer Zeit bearbeitet werden sollen bzw. müssen.
[0004] Um für die Bearbeitung von Körnern eine geeignete Fixierung vorzusehen, wird in der EP 3459333 A1 ein rotierendes Rad vorgeschlagen. Dieses Rad weist mehrere Kolben auf, die einzelne Körner gegen ein mit einer Bearbeitungsöffnung versehenes Element drücken und diese damit fixieren. Um ein Korn in den Bereich zwischen dem Kolben und der Bearbeitungsöffnung einzubringen, ist eine Einlassöffnung vorgesehen, wodurch ein Korn in Richtung senkrecht zur Bewegungsachse des Kolbens eingebracht werden kann. Mithilfe des Rades können die Körner zu einer Bearbeitungsstation hin und anschließend von dieser wieder weg geführt werden.
[0005] Nachteilig bei diesen bekannten Lösungen ist der komplexe und platzraubende Aufbau, der eine einfache, schnelle und effiziente Bearbeitung der einzelnen Körner verhindert.
[0006] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, die es ermöglicht, lediglich einzelne Gegenstände, insbesondere Körner, einfach, schnell und effizient in einer gewünschten Bearbeitungsposition zu fixieren, um die Gegenstände entsprechend bearbeiten, insbesondere aufschneiden zu können.
[0007] Erfindungsgemäß ist eine Haltevorrichtung zum Fixieren eines Gegenstandes der eingangs genannten Art vorgesehen, wobei die Leiste und das Klemmelement derart ausgebildet sind, dass der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung und der Bewegungsachse wahlweise verändert werden kann. Dies kann bspw. dadurch ermöglicht werden, dass die Leiste und/oder das Klemmelement wahlweise relativ zueinander bewegbar angeordnet sind. Bevorzugt erfolgt die Bewegung der Leiste und/oder des Klemmelements im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsachse des Klemmelements. Durch die bewegbare Anordnung ist es möglich, in einer offenen Position, in welcher die Bearbeitungsöffnung einen ersten Abstand von der Bewegungsachse aufweist, ein Korn in einen Raum, der bevorzugt von dem Klemmelement (teilweise) begrenzt wird, einzubringen. Anschließend kann der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung und der Bewegungsachse verändert werden, bis eine geschlossene Position erreicht ist, in welcher die Bearbeitungsöffnung einen zweiten Abstand von der Bewegungsachse aufweist. In der geschlossenen Position kann das Korn anschließend durch eine Bewegung des Klemmelements, bevorzugt in Richtung zur Leiste, in eine Halteposition, zwischen dem Klemmelement und der Leiste eingeklemmt und fixiert werden. In der geschlossenen Position ist die Bearbeitungsöffnung derart angeordnet, dass das fixierte Korn durch die Bearbeitungsöffnung bearbeitet werden kann, bspw. indem das Korn geöffnet wird, z.B. mithilfe eines Messers, insbesondere eines Kreismessers, oder eines Bohrers, indem eine Flüssigkeit in das Korn eingespritzt wird oder indem eine Öffnung des Korns verschlossen wird, z.B. mithilfe einer Flüssigkeit. Es können auch mehrere Verfahrensschritte hintereinander erfolgen, bspw. wird das Korn zunächst geöffnet, anschließend eine Flüssigkeit eingespritzt und abschließend das Korn wieder geschlossen.
[0008] Die Bewegungsachse ist die Bahn, auf bzw. entlang der das Klemmelement bewegt wer-
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den kann. Bevorzugt ist die Bewegungsachse eine Gerade, wobei das Klemmelement translatorisch entlang der Bewegungsachse bewegt werden kann. Das Klemmelement kann (zumindest) zwischen einer Halteposition und einer Ruheposition bewegt werden. Die Halteposition ist hierbei bevorzugt näher an der Leiste angeordnet als die Ruheposition. In der Halteposition wird der Gegenstand gegen die Bearbeitungsöffnung bzw. die Leiste gedrückt und damit fixiert.
[0009] Die Relativbewegung zwischen dem Klemmelement und der Leiste erfolgt bevorzugt entlang einer Relativachse. Die Relativachse liegt bevorzugt im Wesentlichen in einer Geraden. Weiters steht die Relativachse bevorzugt im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsachse. Die Relativachse ist weiters bevorzugt im Wesentlichen parallel zur Längserstreckung der Leiste angeordnet.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Bearbeitungsöffnung in der geschlossenen Position im Wesentlichen in der Bewegungsachse liegt. Der zweite Abstand zwischen der BearbeitungsÖffnung und der Bewegungsachse ist hierbei im Wesentlichen 0, sodass die Bewegungsachse im Wesentlichen durch die Bearbeitungsöffnung verläuft. Das Klemmelement kann hierbei also direkt in Richtung zur Bearbeitungsöffnung geführt werden. Diese Anordnung erlaubt einen einfachen Aufbau der Vorrichtung.
[0011] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die Bearbeitungsöffnung im Wesentlichen nutförmig ausgebildet ist. Die Nut weist bevorzugt eine im Wesentlichen konstante Breite auf. Eine Nut erlaubt es z.B., ein Messer, bspw. ein rotierendes Messer, (teilweise) in die Nut einzuführen, um ein fixiertes Korn zu schneiden, ohne die Stabilität der Leiste zu beeinträchtigen. Alternativ bzw. zusätzlich kann das fixierte Korn auch mithilfe einer Beobachtungsvorrichtung, bspw. einer Kamera, erfasst oder eine Flüssigkeit in das fixierte Korn eingespritzt werden. Bevorzugt verläuft die Nut im Wesentlichen in einer Ebene, die im Wesentlichen parallel zur Bewegungsachse des Klemmelements und im Wesentlichen senkrecht zur Relativachse steht. Die Beobachtungsvorrichtung, insbesondere eine Kamera, ist bevorzugt auf die Bearbeitungsöffnung ausgerichtet, sodass ein in der Haltevorrichtung fixiertes Korn erfasst werden kann. Alternativ oder zusätzlich ist die Beobachtungsvorrichtung auf die Transportöffnung ausgerichtet, sodass ein in der Transportöffnung angeordneter Gegenstand erfasst werden kann.
[0012] Um ein Korn in die Vorrichtung einzubringen, ist bevorzugt vorgesehen, dass die Leiste weiters eine Transportöffnung aufweist. Die Transportöffnung ist bevorzugt in Richtung der Relativachse von der Bearbeitungsöffnung beabstandet angeordnet. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Bearbeitungsöffnung in der offenen Position derart angeordnet ist, dass ein Korn in einen Bearbeitungsraum, der zumindest vom Klemmelement begrenzt ist, eingebracht werden kann. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Transportöffnung in der offenen Position im Wesentlichen in der Bewegungsachse liegt. Durch die Transportöffnung kann ein Korn in der offenen Position eingebracht werden, welches in der geschlossenen Position durch das Klemmelement und die Leiste fixiert wird.
[0013] Bevorzugt weist die Leiste eine erste rampenförmige Vertiefung auf. Die erste rampenförmige Vertiefung ist auf der Oberseite der Leiste und zwischen einer Kante der Leiste und der Transportöffnung angeordnet. Bevorzugt nimmt die Höhe der ersten Vertiefung von der Kante der Leiste bis zur Transportöffnung, besonders bevorzugt stetig, ab. Die Tiefe der ersten Vertiefung nimmt also in Richtung zur Transportöffnung (stetig) zu. Die erste Vertiefung wirkt hierbei als Einlaufkanal für einen Gegenstand, insbesondere ein Korn, wodurch der Gegenstand bzw. das Korn leichter zur bzw. in die Transportöffnung geführt werden kann.
[0014] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Leiste eine zweite rampenförmige Vertiefung aufweist. Die zweite Vertiefung ist auf der der ersten Vertiefung gegenüberliegenden Seite der Transportöffnung angeordnet. Die Höhe der zweiten Vertiefung nimmt in Richtung von der Transportöffnung weg ab und dient der besseren Führung von Körnern zur Transportöffnung einer benachbarten Leiste. Hierbei wirkt die zweite Vertiefung bevorzugt mit der ersten Vertiefung einer benachbarten Leiste zusammen.
[0015] Bevorzugt ist vorgesehen, dass neben dem Klemmelement ein Stützelement angeordnet
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ist, welches zur Aufnahme eines Gegenstandes, insbesondere eines Korns ausgebildet ist. Das Stützelement weist bspw. eine muldenförmige Vertiefung auf, in der ein Korn angeordnet werden kann. In der geschlossenen Position der Haltevorrichtung befindet sich das Stützelement bevorzugt unterhalb der Transportöffnung. Diese Anordnung ermöglicht es, dass in der geschlossenen Position der Leiste ein Gegenstand, insbesondere ein Korn, durch die Transportöffnung auf das Stützelement eingebracht bzw. gelegt wird. Die Leiste, insbesondere die Transportöffnung, sowie das Stützelement sind bevorzugt derart angeordnet, dass lediglich ein einzelnes Korn in die Transportöffnung gelangen kann. Anschließend kann das Korn durch eine Relativbewegung zwischen der Leiste und dem Klemmelement bzw. der Stützvorrichtung auf das Klemmelement geführt werden. Hierdurch wird es erleichtert, dass lediglich ein Korn in die Haltevorrichtung eingebracht wird.
[0016] Das Klemmelement kann bspw. innerhalb des Stützelementes geführt angeordnet sein, wobei das Klemmelement vom Stützelement umgeben ist. Das Stützelement weist hierbei einen Führungskanal auf, in dem das Klemmelement entlang der Bewegungsachse bewegt werden kann. Bevorzugt ist ein Stützelement vorgesehen, welches mehrere Führungskanäle aufweist, in denen jeweils ein Klemmelement angeordnet ist. Diese Ausführung erlaubt einen einfachen Aufbau, wenn mehrere Klemmelemente vorgesehen sind. Der bzw. die Führungskanäle sind bevorzugt zylinderförmig ausgebildet.
[0017] Die Transportöffnung weist bevorzugt ein Mitnehmerelement auf, um ein in die Transportöffnung gelegtes Korn bei der Bewegung zwischen der Leiste und dem Klemmelement in der Bearbeitungsöffnung zu halten. Besonders bevorzugt weist die Transportöffnung einen anschlieBenden Transportkanal auf, der bevorzugt im Wesentlichen den gleichen Querschnitt wie die Transportöffnung aufweist. Der Transportkanal erstreckt sich von der Transportöffnung weg bevorzugt in Richtung Stützelement, wobei der Abstand zwischen dem Transportkanal und dem Stützelement kleiner ist, als die zu fixierenden Gegenstände, um ein Mitnehmen des Gegenstandes innerhalb des Transportkanals zu erlauben. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass das Korn zum Klemmelement befördert wird.
[0018] Das Klemmelement weist bevorzugt ein Aufnahmeelement auf, das bevorzugt trichterförmig ausgebildet ist. Alternativ kann das Aufnahmeelement auch bspw. eben oder hohlzylinderförmig ausgebildet sein. Das Aufnahmeelement befindet sich auf der der Bearbeitungsöffnung zugewandten Seite des Klemmelements und dient der Aufnahme eines Gegenstandes, insbesondere eines Korns. Hierdurch kann der Gegenstand auf einfache Art und Weise stabil und zentriert gehalten werden. Bspw. kann vermieden werden, dass der Gegenstand auf einer Seite des Klemmelements angeordnet ist. Hierdurch kann die gewünschte Position des Gegenstandes in der geschlossenen Position, wenn sich das Klemmelement in der Halteposition befindet, sichergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, mithilfe einer geeigneten Trichterneigung Körner, die nicht exakt rund sind, entsprechend zu positionieren. Beispielsweise können hierdurch Körner so positioniert werden, dass der Keim eines Korns nicht im Bearbeitungsbereich fixiert wird. Der Keim soll bei Körnern nicht beschädigt werden, um das Korn nicht unbrauchbar zu machen.
[0019] Bevorzugt ist das Klemmelement in der Halteposition im Wesentlichen plan mit dem Stützelement angeordnet. Bspw. sind die Kanten eines, bevorzugt trichterförmigen, Aufnahmeelements im Wesentlichen in der gleichen Ebene wie eine Oberfläche des Stützelements, die zur Aufnahme eines Gegenstandes wie eines Korns vorgesehen bzw. ausgebildet ist.
[0020] Das Klemmelement weist bevorzugt (zumindest) einen Anschlag auf, der ausgebildet ist, um in der Halteposition ggf. mit einem Gegenanschlag, der bevorzugt durch das Stützelement ausgebildet ist, zusammenzuwirken. Dies ermöglicht eine einfache Einstellung bzw. Begrenzung der Bewegung des Klemmelements entlang der Bewegungsachse.
[0021] Um einen einfachen und effizienten Aufbau zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass die Leiste mehrere Bearbeitungsöffnungen aufweist. Hierbei sind weiters bevorzugt mehrere Klemmelemente vorgesehen, wobei jeder Bearbeitungsöffnung (genau) ein Klemmelement zugeordnet ist. Hierdurch kann der beschriebene Prozess des Fixierens eines Korns mithilfe einer
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einzelnen Leiste in einem einzigen Schritt mehrfach, bspw. 10-fach, durchgeführt werden. Bevorzugt wird hierbei die Relativbewegung zwischen den Bearbeitungsöffnungen und den Bewegungsachsen der Klemmelemente jeweils gemeinsam durchgeführt, indem bspw. die Leiste bewegt wird und/oder die Klemmelemente miteinander verbunden sind, sodass diese gemeinsam relativ zu Leiste bewegt werden können.
[0022] Um mehrere Klemmelemente gleichzeitig zu bewegen, ist bevorzugt ein Verbindungselement vorgesehen, das mit einer Vielzahl von Klemmelementen verbunden ist. Die Klemmelemente sind hierbei bevorzugt starr mit dem Verbindungselement verbunden, bspw. mithilfe einer Federscheibe (Seegerring), eines Einlegestückes, einer (geklebten oder durch Reibschluss gesicherten) Kontermutter, einem elastischen federnden Haken (bspw. kronenförmig angeordnet) und/oder einer Steckverbindung. Um die Klemmelemente in die Halteposition bzw. in die Ruheposition zu führen, wird das Verbindungselement in Richtung zur Leiste bzw. in Richtung von der Leiste weg bewegt, sodass sich die Klemmelemente entlang der entsprechenden Bewegungsachsen bewegen. Das Verbindungselement ist bevorzugt mit dem Stützelement verbunden und kann weiters bevorzugt relativ zum Stützelement in Richtung der Bewegungsachsen bewegt werden.
[0023] Weiters ist bevorzugt eine Feder vorgesehen, die ausgebildet ist, um in Richtung der Bewegungsachse auf das Klemmelement zu wirken. Die Feder kann entweder in Richtung zur Leiste oder in Richtung von der Leiste weg wirken und dient dazu, das Klemmelement in die jeweilige Richtung zu bewegen, wenn es erforderlich ist. Bevorzugt wirkt die Feder einerseits mit dem Verbindungselement und andererseits mit dem Klemmelement zusammen. Bspw. weist das Klemmelement einen Anschlag auf, gegen den die Feder in Richtung zur Leiste bzw. weg vom Verbindungselement drückt. Diese Anordnung erleichtert den Aufbau des Klemmelements.
[0024] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Leiste einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist. Bei dieser Ausführung ist die Leiste bevorzugt derart angeordnet, dass das Korn in der geschlossenen, fixierten Position von drei Seiten von der Leiste umgeben ist. Die Bearbeitungsöffnung ist bevorzugt als Nut ausgebildet, wobei im Querschnitt im Nutbereich lediglich die beiden Enden der U-Form vorhanden sind. Eine Transportöffnung ist bevorzugt im Basisbereich der U-Form ausgebildet. Bei dieser Ausführung sind die Schenkel der U-Form im Bereich der Transportöffnung vollständig ausgebildet. Die U-Form ist weiter bevorzugt im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet. Bevorzugt ist ein Stützelement zwischen den Schenkeln der U-Form angeordnet. Bevorzugt ist weiters, dass das Klemmelement in der Halteposition zumindest teilweise zwischen den Schenkeln der U-Form angeordnet ist. Diese Ausführung ermöglicht es auf einfache Art, dass die Gegenstände nicht ungewollt aus der Haltevorrichtung austreten.
[0025] Die Leiste, das Klemmelement, das Stützelement sowie die anderen Teile der Haltevorrichtung können aus unterschiedlichen Materialien sein, die je nach Bedarf ausgewählt werden, insbesondere aus einem Metall und/oder einem schlagfesten Kunststoff, bspw. Polycarbonat.
[0026] Die Bewegung des Klemmelementes in der Bewegungsbahn sowie die Bewegung zwischen der Leiste und dem Klemmelement, wodurch der Abstand zwischen der Bewegungsachse und der Bearbeitungsöffnung verändert wird, kann bspw. mithilfe von Stellmotoren, Magneten, Federn, schiefen Ebenen (Kulissen) oder anderen Antrieben erfolgen.
[0027] Zur Befestigung weist die Leiste bevorzugt ein Langloch auf. Innerhalb des Langloches ist (im zusammengebauten Zustand) ein Blockierungselement angeordnet, welches bspw. mit dem Stützelement verbunden ist. Im Betrieb kann die Leiste zwischen den durch das Blockierungselement vorgegebenen Positionen bspw. relativ zum Stützelement verschoben werden. Das Blockierungselement ist bevorzugt lösbar mit dem Stützelement verbunden und bspw. als Schraube ausgebildet, sodass das Blockierungselement in eine entsprechende Öffnung des Stützelements hinein geschraubt werden kann. Weiters ist das Langloch bevorzugt in einem Schenkel einer Uförmigen Leiste angeordnet. Für einen Tausch oder Wartungsarbeiten kann das Blockierungselement entfernt werden, bspw. durch Herausschrauben, sodass die Leiste relativ zum Stützelement geschoben und damit von diesem getrennt werden kann. Das Langloch weist weiters einen Verbindungsbereich auf, sodass das Blockierungselement im mit dem Stützelement verbundenen
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Zustand durch den Verbindungsbereich in das eigentliche Langloch eingebracht werden kann. Hierdurch entsteht ein Bajonettverschluss.
[0028] Erfindungsgemäß ist eine Transportvorrichtung, insbesondere ein Förderband, vorgesehen, umfassend eine Vielzahl von erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen. Hierbei ist es möglich, die Haltevorrichtungen zu bewegen. Beispielsweise sind die Haltevorrichtungen mit einer gemeinsamen Kette verbunden, die über Zahnräder angetrieben wird. Durch die Bewegung der Kette werden die Haltevorrichtungen bewegt. Insbesondere ist es möglich, dass die Haltevorrichtungen in einer Füllposition derart angeordnet sind, dass die Transportöffnungen von oben mit Gegenständern gefüllt werden können. Hierbei wird durch die Haltevorrichtungen eine Sortierfläche gebildet, wobei der Abstand zwischen den einzelnen Haltevorrichtungen kleiner als der Korndurchmesser ist, um zu vermeiden, dass Körner ungewollt zwischen den Haltevorrichtungen durchfallen. Um die Körner in die Haltevorrichtungen, insbesondere in die Transportöffnungen, zu bringen, ist bevorzugt eine Schubvorrichtung vorgesehen, umfassend bspw. Bürsten, einen Abstreifer und/oder ein Gebläse, die die Körner entlang der Sortierfläche bewegt. Während der Bewegung auf der Sortierfläche fallen die Körner in die Transportöffnungen. Nach der Fixierung und Bearbeitung der Körner können die Haltevorrichtungen durch eine Bewegung der Kette um 180° gedreht werden, wodurch die Körner aus den Transportöffnungen herausfallen und anschließend weiterverarbeitet werden können. Anstelle einer Kette kann bspw. ein umlaufendes Band, ein Zahnriemen oder ähnliches vorgesehen sein, um die Haltevorrichtungen zu bewegen.
[0029] Erfindungsgemäß ist weiters ein Verfahren zum Fixieren eines Gegenstandes, bspw. eines Korns, vorgesehen, bei welchem in einem ersten Schritt ein Gegenstand ein Klemmelement berührt, in einem zweiten Schritt der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung einer Leiste und der Bewegungsachse des Klemmelements verändert wird und in einem dritten Schritt der Abstand zwischen dem Klemmelement und der Leiste entlang der Bewegungsachse des Klemmelements verringert wird, sodass der Gegenstand zwischen dem Klemmelement und der Leiste fixiert wird. Das Verfahren wird bevorzugt mithilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt.
[0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass vor dem ersten Schritt der Gegenstand durch eine Transportöffnung auf ein Stützelement gelegt wird und anschließend der Gegenstand durch eine Relativbewegung zwischen dem Klemmelement und der Leiste auf bzw. in das Klemmelement geführt wird.
[0031] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die Gegenstände nach dem Legen in die Transportöffnung mithilfe einer (visuellen) Beobachtungsvorrichtung, bspw. einer Kamera, erfasst werden. Falls mithilfe der Beobachtungsvorrichtung bspw. eine unerwünschte Lage des Korns, oder ein Fehlprodukt wie ein Stein erkannt wird, kann entsprechend reagiert werden, indem der Gegenstand aus der Haltevorrichtung entfernt wird, bspw. mithilfe von Luftdruck oder einer Ansaugung.
[0032] Nach dem Fixieren und dem Bearbeiten des Gegenstandes, insbesondere des Korns, kann das Verfahren in die andere Richtung ausgeführt werden, sodass das Korn wieder aus der Haltevorrichtung entfernt wird. Bevorzugt ist hierbei vorgesehen, dass die Haltevorrichtung um 180° gedreht wird, sodass das Korn aus der Transportöffnung durch die Schwerkraft herausfällt. Alternativ oder zusätzlich kann das Korn mithilfe von Hilfsmitteln aus der Haltevorrichtung entfernt werden, bspw. durch Luftdruck oder eine Ansaugung.
[0033] Die Haltevorrichtung kann sich während der Durchführung des Verfahrens bewegen oder still stehen. Beispielsweise kann eine Transportvorrichtung mit mehreren Haltevorrichtungen kontinuierlich laufen, oder sie kann in bestimmten Intervallen stehenbleiben und anschließend weiterlaufen (Stop & Go-Betrieb).
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigt
[0035] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung in einer perspektivischen Ansicht von vorne,
[0036] Fig. 2 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht,
[0037] Fig. 3 eine Draufsicht auf die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1,
[0038] Fig. 4 eine Ansicht von vorne auf die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1,
[0039] Fig. 5 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer ersten Position,
[0040] Fig. 6 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer zweiten Position,
[0041] Fig. 7 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer dritten Position,
[0042] Fig. 8 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer vierten Position,
[0043] Fig. 9 die Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer fünften Position,
[0044] Fig. 10 eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung in einer Seitenansicht und [0045] Fig. 11 die Transportvorrichtung gemäß Fig. 10 in einer Draufsicht.
[0046] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung dargestellt, umfassend eine Leiste 1, die mehrere Bearbeitungsöffnungen 2 sowie mehrere Transportöffnungen 3 aufweist, und mehrere Klemmelemente 4, die jeweils entlang einer Bewegungsachse 5 bewegbar angeordnet sind. Der Übersichtlichkeit halber sind lediglich einige der Elemente der Haltevorrichtung mit Bezugszeichen versehen. Die Leiste 1 ist im Wesentlichen U-förmig ausgebildet. Weiters sind die Leiste 1 und/oder die Klemmelemente 4 derart angeordnet, dass sie in Richtung einer Relativachse 6 relativ zueinander bewegbar sind, wodurch der Abstand zwischen den BearbeitungsÖffnungen 2 und den jeweiligen Bewegungsachsen 5 veränderbar ist. Die Klemmelemente 4 weisen jeweils eine Feder 7 auf, die ausgebildet sind, um das jeweilige Klemmelement 4 in Richtung zur Leiste 1 hin zu drücken bzw. zu bewegen. Weiters sind die Klemmelemente 4 mit einem gemeinsamen Verbindungselement 8 verbunden. In einem gemeinsamen Stützelement 9 sind Führungskanäle vorgesehen, in denen die Klemmelemente 4 geführt werden.
[0047] Das Verbindungselement 8 und das Stützelement 9 sind miteinander verbunden und können in Richtung der Bewegungsachsen 6 relativ zueinander verschoben werden. Zwischen den Klemmelementen 4 ist das Stützelement 9 als Stütze für Gegenstände wie Körner ausgebildet und kann bspw. Mulden aufweisen, in die die Körner gelegt werden können. Weiters weisen die Klemmelemente 4 jeweils einen Anschlag auf, der in der Halteposition ggf. gegen einen entsprechenden Anschlag des Stützelements 9 drückt. Die Transportöffnungen 3 sind jeweils in der Basis der U-Form der Leiste 1 angeordnet und im Wesentlichen rund ausgebildet. Die Bearbeitungsöffnungen 2 sind jeweils nutförmig ausgebildet, sodass im Querschnitt im Bereich der BearbeitungsÖffnungen 2 lediglich die Enden der Schenkel der U-Form der Leiste 1 ausgebildet sind. Die nutförmigen Bearbeitungsöffnungen 2 verlaufen im Wesentlichen in einer Ebene, die parallel zu den Bewegungsachsen 5 und senkrecht zur Relativachse 6 angeordnet ist.
[0048] In Fig. 2 ist ein Detail der Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht dargestellt. Es ist gezeigt, dass die Klemmelemente 4 im oberen Bereich jeweils ein trichterförmiges Aufnahmeelement 10 umfassen, welches einen vergrößerten Querschnitt aufweist und ausgebildet ist, um einen Gegenstand, insbesondere ein Korn, aufzunehmen. Weiters sind die (zylinderförmigen) Führungskanäle 11 dargestellt, in denen die Klemmelemente 4 angeordnet sind. Ausgehend von der Transportöffnung 3 ist ein Transportkanal 12 ausgebildet, der sich in Richtung zum Stützelement 9 erstreckt. Der Transportkanal 12 ermöglicht es, dass ein in die Transportöffnung 3 eingebrachter Gegenstand auf das Stützelement 9 fällt und bei einer Relativbewegung zwischen der Leiste 1 und den Klemmelementen 4 unterhalb der Transportöffnung 3 bleibt und zum zugeordneten Klemmelement 4 geführt wird. Das Verbindungselement 8 ist mit einem Stift 21 verbunden, der im Stützelement 9 geführt ist. Eine Hebefeder 22 wirkt auf eine Schulter des Stiftes 21 in Richtung zur Leiste 1. Um das Stützelement 9 und die Leiste 1 lösbar miteinander zu verbinden, weist die Leiste 1 ein Langloch 13 auf, welches sich im Wesentlichen in Richtung der Relativachse 6 erstreckt. In dem Langloch 13 ist eine als Blockierungselement 14 ausgebildete Schraube angeordnet. Im Betrieb wird die Bewegung der Leiste 1 relativ zum Stützelement 9 durch das Blockierungselement 14 begrenzt. Das Langloch 13 weist weiters einen Verbindungsbereich auf,
sodass die Leiste 1 mit dem Stützelement 9 in Form eines Bajonettverschlusses verbunden werden kann. Falls die Leiste 1 von dem Stützelement 9 getrennt werden soll, bspw. für Wartungsarbeiten oder einen Tausch der Leiste 1, kann das Blockierungselement 14 von dem Stützelement 9 getrennt werden, bspw. durch Herausschrauben, und die Leiste 1 kann von dem Stützelement 9 heruntergeschoben werden.
[0049] In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Detail der Haltevorrichtung gemäß Fig. 2 dargestellt. Insbesondere ist gezeigt, dass die Bearbeitungsöffnungen 2 jeweils nutförmig mit im Wesentlichen konstanter Nutbreite sind und die Transportöffnungen 3 jeweils im Wesentlichen kreisflächenförmig ausgebildet sind. Weiters weist die Leiste 1 eine erste rampenförmige Vertiefung 15 und eine zweite rampenförmige Vertiefung 16 auf. Die erste rampenförmige Vertiefung 15 ist auf einer Seite der Leiste 1 angeordnet, wobei die Höhe der ersten Vertiefung 15 von der Kante der Leiste 1 bis zur Transportöffnung 3 (stetig) abnimmt. Dies erlaubt eine bessere Führung von Körnern zur Transportöffnung 3. Die zweite Vertiefung 16 ist auf der der ersten Vertiefung 15 gegenüberliegenden Seite der Transportöffnung 3 angeordnet. Die Höhe der zweiten Vertiefung 16 nimmt in Richtung von der Transportöffnung 3 ab und dient der besseren Führung von Körnern zur Transportöffnung einer benachbarten Leiste 1. Hierbei wirkt die zweite Vertiefung 16 mit der ersten Vertiefung 15 einer benachbarten Leiste 1 zusammen.
[0050] In Fig. 4 ist eine Ansicht von vorne auf eine Haltevorrichtung nach Fig. 1 bis 3 dargestellt. Insbesondere sind die rampenförmigen Vertiefungen 15,16 gezeigt.
[0051] In den Fig. 5 bis 9 wird ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Fixieren eines Gegenstandes anhand eines Details einer Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 bis 4 gezeigt. Im Betrieb werden die Positionen der Fig. 5 bis 9 (zunächst 5, anschließend 6, 7, 8 und zuletzt 9) nacheinander eingenommen, um einen Gegenstand zu fixieren und zu bearbeiten. Anschließend können die Positionen in der umgekehrten Reihenfolge durchlaufen werden, um den Gegenstand wieder freizugeben.
[0052] In Fig. 5 befindet sich die Haltevorrichtung in einer ersten, geschlossenen Position. Die Bearbeitungsöffnung 2 befindet sich hierbei im Wesentlichen in der Bewegungsachse 5 und die Transportöffnung 3 befindet sich oberhalb des Stützelements 9 zwischen den Bewegungsachsen 5 zweier Klemmelemente 4 sodass ein Gegenstand, bspw. ein Korn 17, durch die Transportöffnung 3 geführt und, wie dargestellt, auf das Stützelement 9 gelegt werden kann. Das Klemmelement 4 ist weiters in einer Halteposition, wobei die Feder 7 sowie die Hebefeder 22 das Klemmelement 4 in Richtung zur Leiste 1 bzw. gegen das Stützelement 9 drücken.
[0053] In Fig. 6 befindet sich die Haltevorrichtung in einer zweiten, offenen Position. Die Leiste 1 und/oder das Klemmelement 4 wurden bewegt, sodass sich der Abstand zwischen der Bewegungsachse 5 und der Bearbeitungsöffnung 2 erhöht hat. Die Transportöffnung 3 liegt nunmehr im Wesentlichen in der Bearbeitungsachse 5. Das Klemmelement 4 ist weiterhin in der Halteposition. Durch die Relativbewegung zwischen dem Klemmelement 4 und der Leiste 1 wird das Korn 17 von dem Stützelement 9 mithilfe des Transportkanals 12 in den Trichter 10 des Klemmelements 4 geschoben.
[0054] In Fig. 7 befindet sich das Klemmelement 4 in der Ruheposition, wobei sich die Transportöffnung 3 weiterhin in der Bewegungsachse 5 des Klemmelements 4 befindet. Durch das Zurückschieben des Klemmelements 4 gegen die Kraft der Hebefeder 22 in eine Ruheposition des Klemmelements 4 wird das Korn 17 ebenfalls von der Leiste 1 wegbewegt.
[0055] In Fig. 8 befindet sich das Klemmelement 4 weiterhin in der Ruheposition, während nunmehr durch eine Relativbewegung zwischen dem Klemmelement 4 und der Leiste 1 die Bearbeitungsöffnung 2 in der Bewegungsachse 5 des Klemmelements 4 angeordnet ist.
[0056] In Fig. 9 wurde nunmehr das Klemmelement 4 mithilfe der Feder 7 und der Hebefeder 22 in eine Halteposition bewegt, wodurch das Korn 17 zwischen dem Trichter 10 des Klemmelements 4 und der Leiste 1 im Bereich der Bearbeitungsöffnung 2 eingeklemmt und fixiert ist. Aufgrund des Korns 17 liegt der Anschlag des Klemmelements 4 nicht am Anschlag des Stützelements 9 an, sondern ist von diesem etwas beabstandet, wobei die Feder 7 gestaucht ist.
[0057] In Fig. 10 ist ein als Transportvorrichtung ausgebildetes Förderband dargestellt, welches aus einer Vielzahl von Haltevorrichtungen gemäß Fig. 1 bis 9 gebildet ist. Hierbei ist jede Haltevorrichtung mit einem Kettenglied 18 einer Kette verbunden. Mithilfe von zwei Zahnrädern 19 können die Kettenglieder 18 und damit die Haltevorrichtungen bewegt werden. In den geraden Bereichen des Förderbandes sind die Haltevorrichtungen eng aneinander angeordnet, sodass die Leisten 1 der einzelnen Haltevorrichtungen voneinander nur durch einen kleinen Spalt, der kleiner ist als die zu verarbeitenden Körner, getrennt sind oder einander berühren. Hierdurch entsteht im oberen Bereich eine einzige Sortierfläche 20 die bspw. dazu genutzt werden kann, dass Körner 17 auf die Sortierfläche 20 aufgebracht werden und anschließend bspw. mithilfe von Bürsten (nicht dargestellt) in die Transportöffnungen 3 der einzelnen Leisten 1 eingebracht werden. Anschließend können die Körner 17 in den Haltevorrichtungen fixiert und bearbeitet werden.
[0058] In Fig. 11 ist das Förderband gemäß Fig. 9 in einer Draufsicht dargestellt, wobei insbesondere die durchgehende Sortierfläche 20 gezeigt ist.
[0059] Die einzelnen Verfahrensschritte, insbesondere gemäß den Fig. 5 bis 9, werden entlang des Bandlaufes durchgeführt, wobei die Verfahrensschritte sowohl im oberen Trum als auch im unteren Trum durchgeführt werden können. Die Verfahrensschritte können weiters jeweils bei laufendem Band oder auch bei stehendem Band durchgeführt werden.

Claims (10)

Patentansprüche
1. Haltevorrichtung zum Fixieren eines Gegenstandes (17), umfassend eine Leiste (1), die eine Bearbeitungsöffnung (2) aufweist sowie ein entlang einer Bewegungsachse (5) wahlweise bewegbares Klemmelement (4), wobei das Klemmelement (4) ausgebildet ist, um in einer geschlossenen Position den Gegenstand zwischen dem Klemmelement (4) und der Leiste (1) im Bereich der Bearbeitungsöffnung (2) zu fixieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (1) und das Klemmelement (4) derart ausgebildet sind, dass der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung (2) und der Bewegungsachse (5) wahlweise verändert werden kann.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsöffnung (2) in der geschlossenen Position im Wesentlichen in der Bewegungsachse (5) liegt.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsöffnung (2) im Wesentlichen nutförmig ausgebildet ist.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (1) weiters eine Transportöffnung (3) aufweist.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (1) mehrere Bearbeitungsöffnungen (2) aufweist.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder (7) vorgesehen ist, die ausgebildet ist, um in Richtung der Bewegungsachse (5) auf das Klemmelement (4) zu wirken.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (1) einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (1) ein Langloch (13) aufweist, wobei innerhalb des Langloches (13) ein Blockierungselement (14) angeordnet ist.
9. Transportvorrichtung, umfassend eine Vielzahl von Haltevorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verfahren zum Fixieren eines Gegenstandes (17), bspw. eines Korn, bei welchem in einem ersten Schritt ein Gegenstand (17) ein Klemmelement (4) berührt, in einem zweiten Schritt der Abstand zwischen der Bearbeitungsöffnung (2) einer Leiste und der Bewegungsachse (5) des Klemmelements (4) verändert wird und in einem dritten Schritt der Abstand zwischen dem Klemmelement (4) und der Leiste (1) entlang der Bewegungsachse (5) des Klemmelements (4) verringert wird, sodass der Gegenstand (13) zwischen dem Klemmelement (4) und der Leiste (1) fixiert wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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