AT5169U1 - Rückentrage - Google Patents

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Abstract

Eine Rückentrage (1) besteht aus einem Stützgestell (2) und einem Packbehälter (3), welches Stützgestell (2) einen Klappsessel (5) mit zwei in ihrer Grundform rechteckigen, im Bereich der Seitenholme (8, 9) verschwenkbar miteinander verbundenen Teilrahmen (6, 7) bildet, die aus einer flach zusammengeschwenkten Tragstellung in eine X-förmig geöffnete Sitzstellung aufklappbar sind. Um ein einfaches, robustes, funktionssicheres Stützgestell zu erreichen, umfaßt das Stützgestell (2) einen stehenden Tragrahmen (4), an dem einerseits die Teilrahmen (6, 7) des Tragsessels (5) angelenkt sind und an dem anderseits der Packbehälter (3) lösbar befestigt ist, und weist der Tragrahmen (4) einen höhenverstellbar geführten oberen Rahmenteil (18) auf, der mit einer Rückenlehne (19) für den Klappsessel (5) ausgestattet ist und mit seinem Querholm (20) einen Handgriff ergibt.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung bezieht sich auf Rückentrage aus einem Stützgestell und einem Packbehälter, welches Stützgestell einen Klappsessel mit zwei in ihrer Grundform rechteckigen, im Bereich der Seitenholme verschwenkbar miteinander verbundenen Teilrahmen bildet, die aus einer flach zusammengeschwenkten Tragstellung in eine X-förmig geöffnete Sitzstellung aufklappbar sind. 



  Solche Rückentragen sind beispielsweise aus der AT 003 554 U, der US 5 303 975 A oder der US 4 773 574 A bekannt, wobei der   Klappsessel   selbst in seiner zusammengeklappten Tragstellung auch als Stützgestell dient und der Packbehälter direkt an den   Teilrahmen   des Klappsessels befestigt ist. Damit wird der Klappsessel in seiner geöffneten Sitzstellung sowohl vom Packbehälter als auch von der den Klappsessel benützenden Person belastet, was eine entsprechend stabile und damit schwerere Konstruktion des Stützgestells erfordert und Schwierigkeiten bei der Grö- ssenanpassung des Klappsessels an die sitzende Person einerseits und an ein möglichst kleines Packmass anderseits mit sich bringt.

   Darüber hinaus lassen sich die Teitrahmen des Klappsessels in ihrer Form nur unzureichend auf ein bequem am Rücken zu tragendes Stützgestell abstimmen, wodurch die Rückentrage über eine längere Zeitspanne hinweg nur sehr beschwerlich zu tragen ist und beim Tragen häufig schmerzende Druckstellen u. dgl. auftreten. 

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 Gemäss der EP 0 303 513 A wurde auch schon ein Tragrahmen für eine Rückentrage vorgeschlagen, der ebenfalls in einen   Klappsessel   umwandelbar ist, welcher Klappsessel aber eigene, aneinander angelenkte Teilrahmen bzw. Rahmenteile für die Fussteile, den Sitz, die   Rückenlehne   und die Armstützen aufweist, wodurch es zu einer recht aufwendigen Konstruktion kommt.

   Ausserdem bildet der Klappsessel wiederum selbst auch das eigentliche Stützgestell für die Rückentrage und der Packbehälter muss an der Rückenlehne und einem Fussteil des Klappsessels befestigt sein. Auch hier wird die Forderung nach einer echten Traghilfe durch den einen Klappsessel bildenden Tragrahmen vemachlässigt und es sind verhältnismässig grosse Abmessungen der entstehenden Rückentrage in Kauf zu nehmen. 



  Die bekannten Rückentragen stellen daher einen unbefriedigenden Kompromiss hinsichtlich der an eine Trage einerseits und an einen   Klappsessel   anderseits gestellten Anforderungen dar und ihre Abmessungen in zusammengeklappter Tragstellung sind durchwegs grösser als sie beispielsweise bei einem Handgepäck für Flugreisen erlaubt wären, so dass diese Rückentragen als Flug-Handgepäck ungeeignet sind und ihr Einsatzbereich entsprechend beschränkt bleibt. 



  Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rückentrage der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich durch ihren Tragekomfort beim Einsatz als Trage sowie durch ihre Bequemlichkeit beim Einsatz als   Klappsessel   auszeichnet und darüber hinaus mit vergleichsweise geringem Bauaufwand ein einfaches, robustes und doch funktionssicheres Stützgestell geringer Packmasse bietet. 



  Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Stützgestell einen stehenden Tragrahmen umfasst, an dem einerseits die Teilrahmen des Tragsessels angelenkt sind und an dem anderseits der Packbehälter lösbar befestigt ist, und dass der Tragrahmen einen höhenverstellbar geführten oberen Rahmenteil aufweist, der mit einer Rückenlehne für den   Klappsessel   ausgestattet ist und mit seinem Querholm einen Handgriff ergibt. 



  Dieser eigene Tragrahmen erlaubt es, die Funktionen des Stützgestells als eigentliche Trage einerseits und als   Klappsessel   anderseits voneinander zu trennen und 

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 sowohl Klappsessel als auch Traggestell jeweils für sich an die jeweiligen Anforderungen anzupassen, so dass sowohl ein angenehmer, bequemer Sitz als auch eine komfortable, die Last gut verteilende und ohne Druckstellen am Rücken abstützende Trage entstehen. Durch den höhenverstellbaren oberen Rahmenteil des Tragrahmens kann dabei die Rückenlehne des Klappsessels auf eine gewünschte Höhe abgestimmt und so ein bequemer Sitz erreicht werden und ausserdem erlaubt das Einschieben des Rahmenteils in den Tragrahmen ein geringes Packmass einzuhalten, das damit durchaus den Abmessungen eines flugtauglichen Handgepäcks entspricht. 



  Als Packbehälter lassen sich alle geeigneten Behälter, sei es ein Rucksack, eine Packtasche, ein Koffer od. dgl. verwenden, wobei es geeignete Befestigungsmittel zur Befestigung der Packbehälter am Tragrahmen gibt. Der Tragrahmen ist weiters mit Tragriemen od. dgl. zum rückenseitigen Aufnehmen der Rückentrage ausgestattet, doch können auch durchaus Tragriemen der Packbehälter, beispielsweise die Träger eines Rucksacks, als Tragriemen für die gesamte Rückentrage genützt werden. 



  Sind der eine   Teilrahmen   unmittelbar und der andere   Teilrahmen   über Verbindungslaschen am Tragrahmen um Querachsen verschwenkbar gelagert, können auf konstruktiv einfache Weise die Relativbewegungen zwischen den   Teilrahmen   und dem Tragrahmen beim Aufklappen oder Zusammenklappen des Klappsessels berücksichtigt und ausgeglichen werden. 



  Zweckmässig ist es, wenn der Tragrahmen unterhalb des Packbehälters einen vorkragenden, vorzugsweise einklappbare Stützfuss aufweist, da der Stützfuss nicht nur die Aufnahme des Packbehälters erleichtert, sondern auch beim Aufstellen des Stützgestells eine erhöhte Standsicherheit gewährleistet. 



  Vorteilhafterweise trägt der in Sitzstellung bodenseits vom Tragrahmen abstehende   Teilrahmen   des Klappsessels am unteren Ende der Seitenholme Laufräder, so dass die Rückentrage in Tragstellung des Klappsessels mittels des durch den oberen Querholm des Tragrahmens gebildeten Handgriffes am Boden abrollen nachgezogen werden kann und nicht immer am Rücken getragen werden muss. 

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  In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Rückentrage beim Einsatz als Sessel in Seitenan- sicht, Fig. 2 die Rückentrage in zusammengeklappter und zusammengeschobener Trag- stellung ebenfalls in Seitenansicht und die Fig. 3 diese Rückentrage in Draufsicht. 



  Eine Rückentrage 1 besteht aus einem   Stützgestell   2 und einem Packbehälter 3, beispielsweise ein Koffer. Das Stützgestell 2 umfasst einen stehenden Tragrahmen 4, an dem einerseits der Packbehälter 3 mittels geeigneter, nicht weiter dargestellter Befestigungsmittel befestigt und an dem anderseits ein   Klappsessel   5 angelenkt ist. 



  Der Klappsessel 5 weist zwei in ihrer Grundform rechteckige   Teilrahmen   6,7 auf, die im Bereich der Seitenholme 8,9 um eine Querachse A verschwenkbar miteinander verbunden und aus einer flach zusammengeschwenkten Tragstellung (Fig. 2) in eine X-förmig geöffnete Sitzstellung (Fig.   1)   aufklappbar sind. Dabei lagern   der Teilrahmen   6 unmittelbar um die Querachse B verschwenkbar und der Teilrahmen 7 mittelbar über Verbindungslaschen 10 um eine Querachse C verschwenkbar am Tragrahmen 4, wodurch eine einwandfreie Klappbewegung im Sinne eines Aufklappen oder eines Zusammenklappens (Pfeile P in Fig. 1) gewährleistet ist. 



  Der   Tragsessel   5 weist als Sitzfläche eine flexible Sitzbespannung 11 auf und der bodenseits vom Tragrahmen 4 abstehende   Teilrahmen   7 trägt am Ende seiner Seitenholme 9 Laufräder 12. 



  Der Tragrahmen 4 bildet unterhalb des Packbehälters 3 einen Stützfuss 13 zur besseren Aufnahme des   Packbehälters   3 und zur sicheren Abstützung des Stützgestells 2 in Transportstellung, und an Querstreben 14,15 des Tragrahmens sind nur strichpunktiert angedeutete Tragriemen 16 zum Aufnehmen der Rückentrage 1 auf den Rücken eines Trägers befestigt. 



  Der Tragrahmen 4 ist mit einem oberen, höhenverstellbar in den Seitenholmen 17 geführten Rahmenteil 18 ausgestattet, der eine Rückenlehne 19 für den Klappsessel 

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 5 aufweist und mit seinem oberen Querholm 20 einen Handgriff bildet. Dieser obere Rahmenteil 18 wird in Sitzstellung des Stützgestells entsprechend der gewünschten Höhe der Rückenlehne 19 nach oben verstellt (Fig. 1) und in Tragstellung des Stützgestells in den unteren Teil des Tragrahmens eingeschoben (Fig. 2), um möglichst geringe Packmasse zu erreichen. Selbstverständlich kann der obere Rahmenteil 18 aber auch in Tragstellung in ausgezogener oberer Position als Handhabe zum Verfahren des Stützgestells 2 auf seinen Laufrädern 12 eingesetzt werden.

Claims (4)

  1. Ansprüche : 1. Rückentrage aus einem Stützgestell und einem Packbehälter, welches Stützgestell einen Klappsessel mit zwei in ihrer Grundform rechteckigen, im Bereich der Seitenholme verschwenkbar miteinander verbundenen Teilrahmen bildet, die aus einer flach zusammengeschwenkten Tragstellung in eine X-förmig geöffnete Sitzstellung aufklappbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützgestell (2) einen stehenden Tragrahmen (4) umfasst, an dem einerseits die Teilrahmen (6, 7) des Tragsessels (5) angelenkt sind und an dem anderseits der Packbehälter (3) lösbar befestigt ist, und dass der Tragrahmen (4) einen höhenverstellbar geführten oberen Rahmenteil (18) aufweist, der mit einer Rückenlehne (19) für den Klappsessel (5) ausgestattet ist und mit seinem Querholm (20) einen Handgriff ergibt.
  2. 2. Rückentrage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teilrahmen (6) unmittelbar und der andere Teilrahmen (7) über Verbindungslaschen (10) am Tragrahmen (4) um Querachsen (B, C) verschwenkbar gelagert sind.
  3. 3. Rückentrage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragrahmen (4) unterhalb des Packbehälters (3) einen vorkragenden, vorzugsweise einklappbare Stützfuss (13) aufweist.
  4. 4. Rückentrage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in Sitzstellung bodenseits vom Tragrahmen (4) abstehende Teilrahmen (7) des Klappsessels (5) am unteren Ende der Seitenholme (9) Laufräder (12) trägt.
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