AT510997A2 - Steuervorrichtung für eine vortriebseinheit eines wasserfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Mechanische Steuervorrichtung (16) für eine Vortriebseinheit eines Wasserfahrzeugs (1), die am Wasserfahrzeug (1) sowohl höhenverstellbar als auch seitensteuerbar gelagert und über einen ersten Trieb (17) höhenverstellbar und über einen zweiten Trieb (19) seitensteuerbar ist, mit einem am Wasserfahrzeug (1) montierbaren Lagerbock (21) für die Steuervorrichtung (16), umfassend:einen am Lagerbock (21) um eine etwa horizontale erste Achse (23) schwenkbar gelagerten Träger (22), der einen Hebel zur Anlenkung des ersten Triebes bildet (17), und einen am Träger (22) um eine zur ersten Achse (23) etwa normale zweite Achse (27) schwenkbar gelagerten Griffteil (24), der um die zweite Achse (27) einen Hebel (28) zur Anlenkung des zweiten Triebes (19) bildet und mitsamt dem Träger (22) um die erste Achse (23) verschwenkbar ist, wobei der Anlenkpunkt (29) des zweiten Triebes (19) am Griffteil (24) in der ersten Achse (23) liegt, wenn sich der Griffteil (24) etwa in der Mitte seiner Schwenkbewegung um die zweite Achse (27) befindet.
Description
PA TENTANWALT DTPL.-JNG. Dk-'i'fccflK. ;λΝτζ)1^Ε* \5jWElSER * *· ·· ·· » « · EUROPEAN PATENT AND ΊΚΛΒ£*Α1ΑΚκ A*Tl'( )*RNTlA“ A-1130 WIEN · KOPFGASSE? 03958
Magna Marque Europe GmbH A-8160 Weiz (AT)
Die vorliegende Erfindung betrifft eine mechanische Steuervorrichtung für eine Vortriebseinheit eines Wasserfahrzeugs, die am Wasserfahrzeug sowohl höhenverstellbar als auch seitensteuerbar gelagert und über einen ersten Trieb höhenverstellbar und über einen zweiten Trieb seitensteuerbar ist, mit einem am Wasserfahrzeug montierbaren Lagerbock für die Steuervorrichtung. Die Erfindung betrifft ferner einen Antrieb mit einer derartigen Steuervorrichtung. Höhenverstellbare Vortriebe, z.B. in unterschiedliche Stellungen hochschwenkbare Heckpropeller, ermöglichen das Befahren auch seichter Gewässer und Uferbereiche. Um die Steuerfähigkeit in den verschiedenen Antriebsstellungen zu erhalten, d.h. die Seitensteuerungsfunktion {links-rechts) der Vortriebseinheit durch ihre Höhenverstellung nicht zu beeinträchtigen, ist eine Entkopplung der Seitensteuerungs- und Höhenverstellungstriebe wünschenswert. Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Steuervorrichtung zur Ansteuerung der Seitensteuerungs- und Höhenverstellungstriebe eines höhenverstellbaren Wasserfahrzeug-Vortriebs zu schaffen, welche eine solche Entkopplung gewährleistet.
Tlil..: (+43 1) 8?9 1? 06 Ι ΛΧ: (+43 1) 879 1707 KMAJF: MAIJI^+VIKNTKNFT WI .H: VX-W'K-'.PΛΤΚΝΤΗΛΤΤ I .RS I K BANK: 038-36704 · Bl,/: 20111 ΙΒΛΚ: ATI02011100003856704 · BIG GJBAATWW YAT: AT L' 53832900 * · * ι *«*»«*··
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Dieses Ziel wird in einem ersten Aspekt der Erfindung mit einer Steuervorrichtung der einleitend genannten Art erreicht, die sich gemäß der Erfindung auszeichnet durch einen am Lagerbock um eine etwa horizontale erste Achse schwenkbar gelagerten Träger, der einen Hebel zur Anlenkung des ersten Triebes bildet, und einen am Träger um eine zur ersten Achse etwa normale zweite Achse schwenkbar gelagerten Griffteil, der um die zweite Achse einen Hebel zur Anlenkung des zweiten Triebes bildet und mitsamt dem Träger um die erste Achse verschwenkbar ist, wobei der Anlenkpunkt des zweiten Triebes am Griffteil in der ersten Achse liegt, wenn sich der Griffteil etwa in der Mitte seiner Schwenkbewegung um die zweite Achse befindet.
Durch die Anordnung der Seitensteuerungsanlenkung in der Schwenkachse der Höhenverstellungsfunktion der Steuervorrichtung wird eine Entkopplung von Seitensteuerung und Höhenverstellung erreicht: Beim Verschwenken des Trägers zwecks Höhenverstellung verändert sich - in der Mittelstellung der Seitensteuerung - der Anlenkpunkt für den Seitensteuerungstrieb überhaupt nicht und - wenn sich die Seitensteuerung nicht in der Mittelstellung befindet - nur äußerst geringfügig. Im Ergebnis kann in jeder Höhenverstellungsposition volle Seitensteuerungsfunktion erzielt werden bzw. wird die Seitensteuerungsfunktion durch eine in beliebiger Seitensteuerungsstellung vorgenommene Höhenverstellung nicht nennenswert beein- *··« ··»· 3 • · ♦* ·· * * · · ··* trächtigt. Dies alles kann durch Betätigung eines einzigen Griffteils vorgenommen werden, über welchen in seiner einen (ersten) Schwenkachse - durch Mitverschwenken des Trägers -die Höhenverstellung und in seiner anderen (zweiten) Achse die Seitensteuerung vorgenommen werden kann.
Bevorzugt besitzt der Griffteil einen von der ersten und der zweiten Achse wegragenden Handgriff, wodurch er in beiden Steuerachsen mit geringem Kraftaufwand bedient werden kann.
Der für die Seitensteuerung dienende zweite Trieb könnte beispielsweise eine Seilsteuerung mit zwei gegenläufigen Zugseilen sein, die gegensinnig an den beiden Enden eines zweiarmigen Hebels des Griffteils flexibel angreifen, z.B. an Ösen desselben. Wenn der zweite Trieb in einer bevorzugten Ausführungsform als Stangentrieb („Lenkgestänge”) ausgebildet ist, wird in vorteilhafter Weise für dessen Anlenkung am Griffteil ein Kugel- oder Kreuzgelenk vorgesehen. Dadurch können Zug und Druck über eine einzige Steuerstange für die Seitensteuerung übertragen werden.
Auch der der Höhenverstellung dienende erste Trieb könnte als Stangentrieb ausgeführt sein, falls gewünscht. In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird ein als Riementrieb ausgebildeter erster Trieb verwendet und für seine Anlenkung am Träger eine Riemenscheibe oder -teilscheibe vorgesehen. Durch entsprechende Gestaltung des Scheibenumfangs kann damit eine gleichmäßige oder auch vordefinierbare ·· ♦* ** ft«····»·
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Kraft/Weg- bzw. Kraft/Winkel-Kennlinie der Höhenverstellung erzielt werden.
Bevorzugt bildet der Lagerbock zumindest eine Raste für eine am Träger gelagerte Sperrklinke zum Sperren der Schwenkbewegung des Trägers, wodurch die Höhenverstellung auf sichere und einfache Art und Weise in verschiedener Stellung, bei Verwendung mehrerer Rasten auch in verschiedensten Zwischenstellungen, verrastet werden kann.
Besonders günstig ist es dabei, wenn die Sperrklinke mittels einer vom Träger zum Griffteil verlaufenden Betätigungsstange ausrastbar ist, welche in Einrastrichtung federbeaufschlagt ist. Über diese Betätigungsstange kann die Sperrklinke somit direkt vom Griffteil aus betätigt werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der Griffteil einen wegragenden Handgriff besitzt und die Sperrklinke mit der genannten Betätigungsstange ein-und ausrastbar ist, zeichnet sich dadurch aus, dass der Handgriff gegenüber dem restlichen Griffteil um eine etwa horizontale Achse relativschwenkbar ist und bei seiner Relativverschwenkung über einen Hebelabschnitt die Betätigungsstange versetzt. Auf diese Weise kann der Handgriff gleichzeitig zum Ein- und Ausrasten der Betätigungsstange und damit zur Verra-stung der Höhenverstellung eingesetzt werden. Der Handgriff ermöglicht damit eine „Ein-Hebel-Bedienung" der gesamten Steuervorrichtung mit insgesamt drei Funktionen, u.zw. zur Seiten-
Steuerung, zur Höhenverstellung und zur Verrastung der letzteren .
In einem zweiten Aspekt schafft die Erfindung eine Vortriebseinheit für ein Wasserfahrzeug mit einem Propeller, der mittels einer Schwenklagerung zwischen zumindest einer ersten abgesenkten und einer zweiten angehobenen Stellung höhenverstellbar ist, einem Ruderblatt zur Seitensteuerung und einer Steuervorrichtung der hier vorgestellten Art, wobei der Träger der Steuervorrichtung über einen ersten Trieb mit der Schwenk-lagerung und der Griffteil der Steuervorrichtung über einen zweiten Trieb mit dem Ruderblatt gekuppelt ist. Hinsichtlich der Vorteile der erfindungsgemäßen Vortriebseinheit wird auf die obigen Ausführungen zu deren Steuervorrichtung verwiesen.
Bevorzugt umfasst die Vortriebseinheit einen zweiten Trieb in Form eines Stangentriebs, welcher am einen Ende an einem Lenker des Ruderblatts und am anderen Ende am Kugel- bzw. Kreuzgelenk angreift. Dadurch kann mit einem einzigen Element eine starre Kupplung für die Seitensteuerung geschaffen werden .
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist der erste Trieb der Vortriebseinheit ein Riementrieb, welcher am einen Ende an der Schwenklagerung und am anderen Ende an der Riemenscheibe bzw. -teilscheibe angreift. Durch entsprechende Gestaltung des Umfangs der Riemenscheibe bzw. -teilscheibe kann eine vordefinierte Kraft/Weg- oder Kraft/Winkel-Steuerkurve für die Höhenverstellung erzielt werden. •Μ» «»·» 6 • * • · # * · * « · *
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein mit einer Vortriebseinheit und einer Steuervorrichtung gemäß der Erfindung ausgestattetes Wasserfahrzeug in einer Perspektivansicht von oben;
Fig. 2 die Steuervorrichtung und einen Teil der Vortriebseinheit des Wasserfahrzeugs von Fig. 1 in der Perspektivansicht ;
Fig. 3 die Steuervorrichtung von Fig. 2 im Detail in der Perspektivansicht; die Fig. 4 und 5 die Steuervorrichtung von Fig. 3 in zwei verschiedenen Betriebsstellungen in der Perspektivansicht; und die Fig. 6 und 7 die Steuervorrichtung von Fig. 3 beim Ein- und Ausrasten der Höhenverstellungsfunktion im Schnitt.
Gemäß Fig. 1 weist ein Wasserfahrzeug 1 einen Rumpf 2 mit einem Bug 3, einem Heck 4 und einem Deck 5 auf. Bei dem Wasserfahrzeug 1 kann es sich um ein Sport- oder Freizeitgerät {Tretboot, Pedalo usw.), ein Einsatzwasserfahrzeug, ein Klein-wasserfahrzeug für den Personentransport (Wassertaxi) od.dgl. handeln.
Der Rumpf 2 kann als wannenförmiger Einrumpf oder als Mehrrumpf in der Art eines Katamaran- oder Trimaranrumpfes ausgeführt sein. Das Deck 5 kann über eine oder mehrere Ausnehmungen, Vertiefungen und/oder Erhöhungen zur Aufnahme bzw. Verankerung von Ein- und/oder Aufbauten (nicht dargestellt) verfügen, z.B. eine wannenförmige Vertiefung 6 im Mittelbereich als Cockpit bzw. Plicht, eine - auch den Rumpf 2 durchbrechende - Aussparung 6' im Bugbereich für ein Trampolin, Sockeln 6" für die Verankerung von Passagiersitzen und Aufnahmen 6'" im Heckbereich für Treibstofftanks oder elektrische Akkumulatoren .
In einer heckseitigen Ausnehmung 7 des Rumpfes 2 und seines Decks 5 ist eine Propeller- und Rudereinheit 8 angeordnet, welche über eine Schwenklagerung 9 höhenverstellbar an einem Spiegel 10 des Hecks 4 befestigt ist. Die Propeller- und Rudereinheit 8 umfaßt einen Propeller 11 und ein seitensteuerbares Ruderblatt 12. Eine Propellerwelle 13 verläuft vom Propeller 11 unter dem Rumpf 2 bis zu einer Rumpfdurchführung (nicht sichtbar) und durch diese hindurch bis zu einem Antrieb (nicht dargestellt) im Inneren des Rumpfes 2. Der Antrieb ist beispielsweise in einer Ausformung 14 des Decks 5 aufgenommen.
Der Antrieb kann von beliebiger in der Technik bekannter Art sein, z.B. ein Muskelkraft-, Elektro- oder Verbrennungsmotorantrieb oder auch eine beliebige Kombination dieser Antriebsarten. Vorzugsweise ist der Antrieb ein Hybridantrieb aus einem Muskelkraft-Antriebsteil (vergleichbar einem Tretboot oder Pedalo) , wobei, die Vertiefung 6 der Pedalerie Platz bietet, und einem Elektromotor-Antriebsteil, der in der Ausformung 14 aufgenommen ist. Ein Wählhebel 15 kann zur Auswahl und/oder Steuerung der verfügbaren Antriebsvarianten dienen.
Der Antrieb könnte auch im Bereich des Propellers 11 bzw. der Schwenklagerung 9 angebracht und über diese gemeinsam mit dem Propeller bzw. der Propeller- und Rudereinheit 8 höhenverstellbar gelagert sein.
Von der in Fig. 1 dargestellten Vortriebseinheit für das Wasserfahrzeug 1 zeigt Fig. 2 die Propeller- und Rudereinheit 8, die Schwenklagerung 9 zu deren Höhenverstellung sowie eine mechanische Steuervorrichtung 16, welche für die Betätigung der Schwenklagerung 9 sowie für die Seitensteuerung des Ruderblatts 12 vorgesehen ist. Die Steuervorrichtung 16 verschwenkt über einen ersten Trieb 17 in Form eines Zugriemens 18 die Schwenklagerung 9 zwecks Höhenverstellung der Propeller- und Rudereinheit 8 und steuert weiters über einen zweiten Trieb 19 in Form eines Gestänges 20 das Ruderblatt 12.
Die Steuervorrichtung 16 ist gemäß Fig. 3 mittels eines Lagerbocks 21 am Rumpf 2 bzw. Deck 5 des Wasserfahrzeugs 1 montiert. Am Lagerbock 21 ist ein Träger 22 um eine etwa horizontale erste Achse 23 schwenkbar gelagert und kann mittels eines Griffteils 24 um die Achse 23 verschwenkt werden.
Der Träger 22 bildet um die Achse 23 einen Hebel zur Anlenkung des ersten Triebes 17 und weist zu diesem Zweck eine Riemenscheibe oder -teilscheibe 25 auf, an welcher der Zugriemen 18 angreift. Das andere Ende des Zugriemens 18 greift an einer Riemenscheibe oder -teilscheibe 26 der Schwenklagerung 9 an. Ein Verschwenken des Griffteils 24 und damit der Riemen (teil) scheibe 25 bewirkt somit über den Zugriemen 18, die • · • * * · φ * * 9 • ·· · φ φ φ φ · φ φ φ · ι Φ · ·· * φ # ·
Riemen(teil)scheibe 26 und die Schwenklagerung 9 eine Höhenverstellung der Propeller- und Rudereinheit 8.
Durch entsprechende Gestaltung des Umfangs der Riemen ( teil ) scheiben 25, 26 mit einer von der (Teil-) Kreisform abweichenden Freiform kann die Kraft/Weg- bzw. Kraft/Winkel-Kennlinie des Triebes 17 bzw. der Höhenverstellungsfunktion der Steuervorrichtung 16 eingestellt werden. In einer alternativen Ausführung könnten anstelle einer oder beider Riemen (teil ) scheiben 25, 26 auch nur einfache Hebel für den An griff des ersten Triebes 17 vorgesehen werden, insbesondere wenn dieser z.B. ein Gestänge ist.
Der Griffteil 24 ist am Träger 22 um eine zur ersten Achse 23 etwa normale zweite Achse 27 schwenkbar gelagert und bildet um die zweite Achse 27 einen Hebel 28 zur Anlenkung des zweiten Triebes 19. Der Hebel 28 ist mitsamt dem Träger 22 gleichzeitig um die erste Achse 23 verschwenkbar.
Wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, liegt der Anlenkpunkt 29 des zweiten Triebes 19 am Hebel 28 in der ersten Achse 23, wenn sich der Griffteil 24 etwa in der Mitte seiner Schwenkbe-wegung um die zweite Achse 27 befindet. Dadurch wird die Bewegung des zweiten Triebes 19 von der Bewegung des ersten Triebes 17 weitgehend entkoppelt: Wenn der Träger 22 um die Achse 23 geschwenkt wird, um die Propeller- und Rudereinheit 8 in eine andere Stellung zu bringen, verändert sich der Anlenkpunkt 29 in der in Fig. 3 gezeigten Mittelstellung des Griffteils 24 bzw. Hebels 28 nicht und die Steuerstellung für das « 1 « I * · ♦**·
Ruderblatt 12 bleibt unverändert. In einer von der Mittelstellung abweichenden Stellung des Griffteils 24 bzw. Hebels 28, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist, verändert sich der Anlenkpunkt 29 bei einer Verschwenkung des Trägers 22 um die Achse 23 nur äußerst gering, was die Steuerfunktion nicht nennenswert beeinträchtigt. Zur leichten Betätigung des Griffteils 24 um seine beiden Achsen 23, 27 weist der Griffteil 24 einen von diesen Achsen wegragenden Handgriff 30 auf.
Das Gestänge 20 des zweiten Triebes 19 greift über ein Kugel- oder Kreuzgelenk (Kardangelenk) 31 an einem Lenker 32 des Ruderblatts 12 an. Auch der Anlenkpunkt 29 des Gestänges 20 am Hebel 28 wird bevorzugt als Kugel- oder Kreuzgelenk ausgeführt. Um die Höhenverstellung der Propeller- und Rudereinheit 8 ausgleichen zu können, kann das Gestänge 20 ferner im Bereich der Rumpfbefestigung der Schwenklagerung 9 über ein Gelenk 33 verfügen, bevorzugt ebenfalls ein Kugel- oder Kreuzgelenk.
Wenn der zweite Trieb 19 alternativ als Seilsteuerung mit z.B. zwei gegenläufigen Zugseilen ausgebildet ist (nicht gezeigt) , könnten deren Enden gegensinnig an Ösen 34 und 35 eines zweiarmig ausgeführten Hebels 28 flexibel angreifen, im Bereich der Rumpfbefestigung der Schwenklagerung 9 umgelenkt und von dort bis zu einem zweiarmig ausgeführten Lenker 32 verlaufen.
Zum Arretieren der Schwenkbewegung des Trägers 22 verfügt der Lagerbock 21 über zumindest eine, bevorzugt mehrere Rasten * * * « ιι«4 »·* 11 • » « « » · I · *· ft-«···· · * ft **·«·# · · · « # · ·· · * « * ft« ft« ft« ·· I ft ft ft 36, in welche der Träger 22 mit einer Sperrklinke 37 lösbar einrasten kann. Die Sperrklinke 37 ist in einer Freistellung 38 im Träger 22 entlang der zweiten Achse 31 verschieblich gelagert und mittels einer Betätigungsstange 39 ausrastbar, die im Inneren des Trägers 22 von der Sperrklinke 37 bis zum Griffteil 24 verläuft.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die Betätigungsstange 39 in zwei verschiedenen Betriebsstellungen, u.zw. einer unteren, die Sperrklinke 37 verrastenden Stellung (Fig. 6) und einer oberen, die Sperrklinke 37 anhebenden Stellung (Fig. 7).
Zur Steuerung der Betätigungsstange 39 dient der folgende Mechanismus. Der Handgriff 30 umfasst einen Schulterteil 40 und einen Handteil 41. Der Schulterteil 40 ist in einem Rahmen 42 (Fig. 3) des Griffteils 24 gegenüber diesem um eine etwa horizontale Achse 43 relativschwenkbar gelagert und hat einen Hebelabschnitt 44, der mit einer endseitigen Gabel einen oberen Kopf 45 der Betärigungsstange 39 untergreift. Ein zweiter, unterer Kopf 46 der Betätigungsstange 39 wird von einer Druckfeder 47, die sich an einem Innenabsatz 48 des Trägers 22 abstützt, nach unten beaufschlagt.
Beim Anheben des Handgriffs 30 schwenkt somit dessen Schulterteil 40 um die Achse 43 und hebt über den Hebelab-schnitt 44 die Betätigungsstange 39 gegen die Kraft der Druckfeder 47 nach oben: Die Sperrklinke 37 gibt die Raste (n) 36 frei, der Träger 22 ist schwenkbar und die Höhenverstellung der Propeller- und Rudereinheit 8 aktiv. In der gewünschten - 12
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Stellung der Propeller- und Rudereinheit 8 verrastet die Sperrklinke 37 durch Rückschwenken des Handgriffs 30 relativ zur Achse 43 - ohne Schwenken des Trägers 22 - wieder in einer der Rasten 36 und stellt dadurch die Propeller- und Rudereinheit 8 fest.
Zur ergonomischen Ausrichtung des Handgriffs 30 kann der Handteil 41 des Handgriffs 30 gegenüber dem Schulterteil 40 in seiner Neigung verstellt werden. Dazu ist der Handteil 41 an einem Lagerbolzen 49 des Schulterteils 40 schwenkbar gelagert und kann mittels eines lösbaren Arretierungsstiftes 50, der in Kerben 51 eines zum Lagerbolzen 49 konzentrischen Teilkreisabschnittes 52 des Handteils 41 eingreift, in der gewünschten Neigung fixiert werden.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen .
Claims (10)
- % Φ 13 φ — « · · · · * · · • « · « * t «· ♦ ·#··*·«·» I • « « « « ·· · * ♦ * Patentansprüche: 1. Mechanische Steuervorrichtung für eine Vortriebseinheit eines Wasserfahrzeugs, die am Wasserfahrzeug sowohl höhenverstellbar als auch seitensteuerbar gelagert und über einen ersten Trieb höhenverstellbar und über einen zweiten Trieb seitensteuerbar ist, mit einem am Wasserfahrzeug montierbaren Lagerbock für die Steuervorrichtung, gekennzeichnet durch einen am Lagerbock (21) um eine etwa horizontale erste Achse (23) schwenkbar gelagerten Träger (22), der einen Hebel zur Anienkung des ersten Triebes bildet (17), und einen am Träger (22) um eine zur ersten Achse (23) etwa normale zweite Achse (27) schwenkbar gelagerten Griffteil (24), der um die zweite Achse (27) einen Hebel (28) zur Anlenkung des zweiten Triebes (19) bildet und mitsamt dem Träger (22) um die erste Achse (23) verschwenkbar ist, wobei der Anlenkpunkt (29) des zweiten Triebes (19) am Griffteil (24) in der ersten Achse (23) liegt, wenn sich der Griffteil (24) etwa in der Mitte seiner Schwenkbewegung um die zweite Achse (27) befindet.
- 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil (24) einen von der ersten und der zweiten Achse (23, 27) wegragenden Handgriff (30) besitzt.
- 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 für einen als Stangentrieb ausgebildeten zweiten Trieb, dadurch gekenn- zeichnet, dass für die Anlenkung des zweiten Triebs (19) am Griffteil (24) ein Kugel- oder Kreuzgelenk vorgesehen ist.
- 4. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 für einen als Riementrieb ausgebildeten ersten Trieb, dadurch gekennzeichnet, dass für die Anlenkung des ersten Triebes (17) am Träger (22) eine Riemenscheibe oder -teilscheibe (25) vorgesehen ist.
- 5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (21) zumindest eine Raste (36) für eine am Träger (22) gelagerte Sperrklinke (37) zum Sperren der Schwenkbewegung des Trägers (22) bildet.
- 6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (37) mittels einer vom Träger (22) zum Griffteil (24) verlaufenden Betätigungsstange (39) ausrastbar ist, welche in Einrastrichtung federbeaufschlagt ist.
- 7. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (30) gegenüber dem restlichen Griffteil (24) um eine etwa horizontale Achse (43) relativschwenkbar ist und bei seiner Relativverschwenkung über einen Hebelabschnitt (44) die Betätigungsstange (39) versetzt.
- 8. Vortriebseinheit für ein Wasserfahrzeug mit einem Propeller (11), der mittels einer Schwenklagerung (9) zwischen zumindest einer ersten abgesenkten und einer zweiten angehobenen Stellung höhenverstellbar ist, einem Ruderblatt (12) zur Seitensteuerung und einer Steuervorrichtung (16) nach einem * · Φ Φ φ«·φ 15 der Ansprüche 1 bis 7, deren Träger (22) über einen ersten Trieb (17} mit der Schwenklagerung (9) und deren Griffteil (24) über einen zweiten Trieb (19) mit dem Ruderblatt (12) gekuppelt ist.
- 9. Vortriebseinheit nach Anspruch 8 mit einer Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei der zweite Trieb (19) ein Stangentrieb (20) ist, welcher am einen Ende an einem Lenker (32) des Ruderblatts (12) und am anderen Ende am Kugel- bzw. Kreuzgelenk angreift.
- 10. Vortriebseinheit nach Anspruch 8 oder 9 mit einer Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der erste Trieb (17) ein Riementrieb (18) ist, welcher am einen Ende an der Schwenklagerung (9) und am anderen Ende an der Riemenscheibe bzw. -teilscheibe (25) angreift.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MM01 | Lapse because of not paying annual fees |
Effective date: 20190113 |