AT50665B - Verfahren zur Erzeugung von Stickoxyd aus Luft oder anderen Stickstoff-Sauerstoffgemischen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Stickoxyd aus Luft oder anderen Stickstoff-Sauerstoffgemischen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 evakuierten Behälter uingoleitot wird, wodurch die Gase einer Druckverminderung unter- worfon worden. Die Massnahme, das Abkühlen der Gase während der Druckvorminderung u verhindern, ist deshalb nötig und zweckmässig, weil der Prozentsatz an Stickoxyd, welcher in dem Gaso enthalten ist, eine bestimmte Funktion der Temperatur ist. Er ist umso höher, je höher die Temperatur ist, kann aber bei sehr hohen Temperaturen deshalb nicht vollständig gorettot werden, weil die Geschwindigkeit der Reaktion so gross ist, dass sie fast unmittelbar mit der Temperaturerniedrigung Schritt hält. Erst in solchen Temperaturgebieten, wo die Reaktionsgeschwindigkeit genügend gering geworden ist, gelingt es, die Reaktion, und zwar in diesem Falle die rückwärtsferlaufende, also die teilweise Zersetzung des bereits gebildeten Stickoxydes zu verhindern. Bei extrem hohen Temperaturen wird def Gehalt an Stickoxyd sehr hoch und somit das Vorfahren am rentabelsten. Man kann nun durch den obigen Kunstgriff trotz der enorm hohen Reaktionsgeschwindigkeit fast das gesamte, dieser hohen Temperatur entsprechende Stickoxyd gewinnen, wenn man zunächst durch eine starke Ausdehnung des Gases ohne Temperaturerniedrigung die Reaktionsgeschwindigkeit herabsetzt. Da das Gleichgewicht der Reaktion nicht vom Drucke abhängt, so wird dieses nicht beeinflusst, die Geschwindigkeit des Rückzerfalld's wird aber sehr stark herabgesetzt, und zwar ist die Reaktionsgeschwindigkeit umgekehrt proportional dem Quadrate des Druckes. Es ist also ausserordentlich wichtig, dass während der Expansions- /eit keine Kühlung eintritt, weil sich sonst das Gleichgewicht sofort mit der Temperatur zu Ungunsten der Reaktion verschieben würde. Es ist nun absolut nicht notwendig, die Gase während der Druckvorminderung zu heizen, weil die Druckvermindorung ohne jede Temperaturerniedrigung vorgenommen werden kann, indem man sie beispielsweise einfach durch Drosselung bewirkt. Bekanntlich tritt beim Ausströmen eines Gases von hohem auf niedrigen Druck durch ein Drosselventil keine Temperaturerniedrigung ein, da keine äussere Arbeit geleistet, sondern der Druck, also das Arbeitsvermögen des Gases durch Reibung in Wärme umgesetzt wird. Diese Wärme entspricht ungefähr der Expansionskälte, so dass das Gas praktisch auf seiner Temperatur bleibt. Nur im Falle, dass der Kühlraum weit vom Ofen entfernt ist, also nicht mit diesem direkt kommuniziert, wäre eine zusätzliche Heizung der Druckverminderuugs- einrichtung bzw. der Drosselstelle nötig, weil sonst eine-Abkühlung durch Ausstrahlen eintreten wurde. Es erscheint deshalb nicht nötig, diesen besonderen Fall in der Zeichnung darzustellen da der dargestellte Fall der zweckmässigere ist. Die Temperatur, bis zu welcher die Gase rasch abgekühlt werden müssen, beträgt ungefähr 17000 für die Er- zeugung von Stickoxyden aus Luft, hängt aber bei anderen Reaktionen desselben Charakters von den besonderen Umständen ab und ist dadurch definiert, dass die Reaktion des ltickwärts- zerfalles eine genügend geringe Geschwindigkeit bei dieser Temperatur besitzen muss, um die weiter notwendige Abkühlung nunmehr mit dem üblichen Mittel langsam vornehmen zu können. EMI2.2 Verfahrens schematisch veranschaulicht, und zwar ist neben dem Ofen bzw. dem Reaktions- raum 1, in welchem die zu behandelnde Luft bzw. das zu behandelnde Sauerstoff-Stickstoffgemisch, beispielsweise durch die Düse 2 eintritt, der Raum oder der Behälter 8 an- gfchlossen, und zwar derart, dass die Austrittsöffnung 4 des Reaktionsraumes J direkt in den Raum 3 einmündet. Dieser Raum wird, falls die vom Reaktionsraum 1 ausstrahlende Hitze nicht genügend sein sollte, mittels in den Wänden, welche die Drosselstelle umgehen, angeordneten Heizkanälen so stark erwärmt, dass eine Herabminderung der Temperatur der in dem Raum 3 eintretenden Gase während der Expansion derselben unter allen Umständen verhindert wird. Im unteren Teile des Behälters ist der Kühiapparat 7 angeordnet und am Hoden ist durch das Rohr. 5 die Luftpumpe 6'angeschlossen. Die in dem Reaktionsraum durch die Düse 2 eingetretene und hocherhitzte Luft strömt direkt hinter der Stelle ihrer höchsten Erhitzung durch die Austrittsöffnung 4 in den möglichst weit unter 400 mm uecksi) bersäuie evakuierten Raum ein und wird, nachdem durch die Druckverminderung der Gase die Rückzersetzungsgeschwindigkeit stark vermindert ist, durch die Kühlvor- richtung 7 zur Abkühlung gebracht. EMI2.3 **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
1. Verfahren zur Erzeugung von Stickoxyd aus Luft oder anderen Stickstoff-Sauerstoffgemischen, dadurch gekennzeichnet, dass die möglichst hocherhitzte Luft bzw. das möglichst hocherhitzte Gemisch einer Druckverminderung bei gleichzeitiger Temperaturerhaltung in solcher Weise unterworfen wird, dass eine Herabsetzung der Reaktionsgeschwindigkeit ohne Abkühlung der hocherhitzten Gase stattfindet.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
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| AT50665T | 1910-09-10 |
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