AT504271A2 - Gürtel zur unterstützung des trainings der tiefliegenden bauch- und rückenmuskulatur - Google Patents

Gürtel zur unterstützung des trainings der tiefliegenden bauch- und rückenmuskulatur Download PDF

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·· ♦ ·· ♦ Beschreibung 1 von 2 • · · · · · · ······ ·· ······ · · ·♦ «·· ·· ···· ···· ·
Beilage 2 zur Patentanmeldung Gürtel zur Unterstützung des Trainings der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gürtel zur Unterstützung des Trainings der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur, der aus mehreren Modulen zusammengesetzt wird und dadurch perfekt an die individuelle Form der Taille anpassbar ist. Eine Messskala zur Überprüfung des individuellen Trainingsfortschrittes sowie eine oder mehrere mit Noppen versehene Verstärkungsmodule aus Kunststoff oder Gummi, mit denen der Gürtel im Bereich der Lendenwirbelsäule oder an anderen Stellen unterlegt wird, verstärken die Erinnerungs- und Motivationswirkung des Gürtels. Die Noppenmodule stimulieren darüber hinaus das Gewebe.
Stand der Technik:
Durch die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den modernen Industrienationen leiden viele Menschen an Bewegungsmangel und Unterbeanspruchung wichtiger Muskelpartien. Durch die verbreitete Arbeit am Computer, durch vieles Sitzen und durch die Fortbewegung mit motorisierten Verkehrsmitteln wird insbesondere die Tiefenmuskulatur der Körpermitte (Transversus Abdominis/Korsettmuskel, Beckenboden, tiefliegende Rückenmuskulatur und Zwerchfell), die wesentlich für eine richtige Krümmung der Wirbelsäule und damit für eine gute und gesunde Körperhaltung ist, zu wenig belastet. Haltungsfehler, Verspannungszustände, Bandscheibenprobleme und Schmerzen sind oft die Folge.
Eine Reihe moderner Sportarten und Trainingsmethoden zielen u.a. auf die Kräftigung dieser Muskelpartien ab. Eine dauerhafte Aktivierung der Tiefenmuskulatur der Körpermitte, die durch Ziehen des Bauchnabels in Richtung Wirbelsäule erreicht wird, hat sich hier als sehr effektiv erwiesen. Schon durch das Einziehen des Nabels wird die Wirbelsäule in ihre natürliche Krümmung gebracht und die Körperhaltung korrigiert. Die Trainingserfahrung zeigt aber, dass es für Trainierende schwer ist, sich über einen längeren Zeitraum auf diese Aktivierung zu konzentrieren bzw. nicht daraufzu vergessen. Eine Trainingshilfe, die den Träger an die Aktivierung der Tiefenmuskulatur der Körpermitte erinnert, kann hier Abhilfe schaffen.
Es sind Gürtel bekannt (DE 11 96 318 B, US 58 57 984 A, US 60 06 129 A, u.a.), die für den Einsatz im Bauchmuskel- oder Haltungstraining oder auch für den Einsatz im Alltag zur Kräftigung der Bauchmuskulatur bestimmt sind und die einen Sensor beinhalten, der auf Druck oder Spannung reagiert und dem Träger durch Summen oder Vibrieren vermittelt, dass seine Bauchmuskulatur nicht ausreichend angespannt ist, sprich, dass der Bauch zu weit heraushängt. Solche Gürtel enthalten in der Regel dehnbare Segmente.
In der Anwendung werden diese elektronischen Reminder manchmal von den Trägern nicht akzeptiert, da das wiederholte Summen oder Vibrieren auf Dauer als störend empfunden wird.
Als rein mechanische Lösung für das Problem würde sich die Verwendung eines normalen Bekleidungsgürtels oder eines nicht dehnbaren Bandes anbieten. Ein solches Band wird in Österreich und Deutschland beispielsweise in Form eines einfachen Bandes aus Klettmaterial im Pilates-Training („Pilates Vitalband“) eingesetzt. Es wird bei aktivierter Bauchmuskulatur angelegt. Erschlafft die Muskulatur, empfindet der Träger das Band als beengend. Das Band erinnert den Träger somit auf unaufdringliche Weise an die Aktivierung Tiefenmuskulatur der Körpermitte. Es erhöht das Bewusstsein des Trägers für diese Muskulatur und für richtige Körperhaltung.
Beim Einsatz solcher Gürtel oder Bänder zeigt sich, dass sie bei Bewegung im Stehen oder Liegen sehr leicht verrutschen, oder dass sie aufgrund ihrer geringen Breite bei beleibteren Menschen in
Beschreibung 2 von 2 ······ · · ·· ··* ·· ···· ···· · den Bauchfalten verschwinden. Zur optimalen Funktion muss der Gürtel etwa 2 cm unterhalb des Bauchnabels bei aktivierter Tiefenmuskulatur angelegt werden. In der Regel ist dies nicht die schmälste Stelle des Rumpfes, d.h. der Gürtel tendiert dazu, nach oben in die Taille zu rutschen. Um dies zu verhindern, müsste der Gürtel so eng geschnallt werden, dass er einschnürt, was weder aus medizinischer Sicht noch hinsichtlich des Tragekomforts wünschenswert ist.
Gegen die Verwendung eines normalen Bekleidungsgürtels spricht auch, dass solche Gürtel in der Regel Elemente enthalten (z.B. Schnallen), die bei Bewegungen wie Beugen oder Drehen des Rumpfes behindern oder stören, und dass sie meist nicht stufenlos in ihrer Weite verstellbar sind. Die für solche Gürtel verwendeten Materialien sind oftmals so beschaffen, dass die Ränder, insbesondere bei Bewegungen des Rumpfes, auf der Haut scheuern oder drücken.
Trainingsgürtel sind auch aus dem Bereich des Krafttrainings und des Gewichthebens bekannt. Solche Gürtel erfüllen nicht die erfindungsgemäße Aufgabe, da sie auf andere Weise funktionieren. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Träger zur Aktivierung der Bauchmuskulatur zu motivieren, sondern diese bei extremer Belastung zu stützen, die aktive Bauchmuskelanspannung also zu einem gewissen Grad zu ersetzen. Form, Sitz und Material der Kraftgürtel sind nicht auf das Training im Liegen und Sitzen ausgerichtet und gewährleisten nicht die für das Training der Tiefenmuskulatur der Körpermitte notwendige Bewegungsfreiheit des Rumpfes.
Ein weiteres Problem für die Anwendung eines Gürtels zum Training der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur stellen Form und Umfang der Taille dar, die bei unterschiedlichen Personen -insbesondere bei Männern und Frauen - stark variieren. Es ist kein erfindungsgemäßes Produkt bekannt, das auf alle Taillenweiten und Taillenformen optimal anpassbar ist, sodass hoher Tragekomfort, guter Sitz und Rutschfestigkeit auch bei Bewegungen des Rumpfes in jedem Fall gewährleistet sind.
Eine konsequente Aktivierung der Tiefenmuskulatur der Körpermitte führt zur Kräftigung und Straffung dieser Muskulatur, was sich wiederum in einem geringeren Taillenumfang und einer flacheren Bauchdecke äußert - eine Tatsache, die zur Erfüllung der erfindungsgemäßen Aufgabe, nämlich der Motivation des Gürtelträgers, genutzt werden kann: am Taillenumfang kann der Trainingserfolg gemessen werden. Herkömmliche Maßbänder und Trainingsgürtel, wie das oben erwähnte „Pilates Vitalband“, die eine Skalierung aufweisen, basieren immer auf der absoluten Messung des Taillenumfangs und erlauben einen Vergleich mit anderen Menschen. Schönheitsund Schlankheitsideale können so leicht den eigentlichen Motivationsfaktor des Gürtels - die positiven Effekte des Trainings auf Haltung, Gesundheit und Wohlbefinden des Trägers - in den Hintergrund drängen, was nicht dem Geist der Erfindung entspräche.
Die Verwendung von Kunststoff- oder Gummigegenständen wie Bällen, Stäben, Matten und auch Gürteln, die eine mit Noppen versehene Oberfläche aufweisen, zur Massage und Stimulation von Muskulatur und Gewebe ist bekannt. Nicht bekannt ist ein Trainingsgürtel, der eine Platzierung des noppenbeschichteten Materials je nach individuellem Bedarf des Trägers erlaubt. Gürtel, deren gesamte Innenseite mit Noppen versehen sind, würden die erfindungsgemäße Funktion des Gürtels, der ja Bewegungsfreiheit und Tragekomfort gewährleisten soll, stören. Eine genaue Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Trägers (z.B. Stimulation des Lendenwirbelbereiches, Stimulation des Nierenbereiches oder Stimulation der Bauchdecke) wäre hier nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung:
Der Erfindung liegt somit die allgemeine Aufgabe zugrunde, einen verbesserten, nicht dehnbaren Gürtel zur Unterstützung des Trainings der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur ohne elektronische Sensoren und Hilfsmittel wie Summer oder Vibrationsgeräte zu entwickeln, der den Träger zur dauerhaften Aktivierung der Tiefenmuskulatur der Körpermitte motiviert, wobei der Gesundheitsfaktor klar im Vordergrund stehen soll. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden
Beschreibung 3 von 3 • ♦ ♦ • · · ··· ···· ·
Erfindung, einen solchen Gürtel für alle Taillenformen und -umfänge anpassbar zu machen, sodass er weder beim Training, noch beim Tragen im Alltag aus seiner für die Funktionalität optimalen Position verrutscht und auch nicht behindert, scheuert und/oder in anderer Weise stört. Lösung der gestellten Aufgabe:
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe gelöst durch einen verbesserten Gürtel, bestehend a) aus mehreren trapezförmigen, an ihrer Ober- und Unterkante konzentrisch leicht gekrümmten und an ihrer Innenseite teilweise mit rutschhemmendem Kunststoff (z.B. Silikon) bedruckten, nicht dehnbaren Modulen (10, 11, 12, 13), die durch Textilbefestigungsmaterial (z.B. Klettverschluss) (17, 19) vom Träger selbst je nach Taillenumfang kombiniert und im der Taillenform entsprechenden Winkel miteinander verbunden werden können, b) aus einer Vorrichtung zum Schließen des Gürtels um den Rumpf, die in eines oder gegebenenfalls in beide der als Gürtelenden vorgesehenen Module integriert ist- Art und Form der Verschlussvorrichtung müssen hohen Tragekomfort gewährleisten und dürfen auch beim Beugen und Drehen des Rumpfes nicht behindern; die Wahl der Verschlussvorrichtung beeinflusst aber weder Geist noch Schutzumfang der vorliegenden Erfindung -, c) aus einem zusätzlichen Motivationsmittel in Form einer Skala zur Messung des individuellen Trainingserfolges, die vom Träger selbst platziert werden kann und ausschließlich eine Messung des Trainingserfolges relativ zum Zustand vor Trainingsbeginn erlaubt, und d) einem oder mehreren Verstärkungsmodulen aus Kunststoff oder Gummi, deren eine Seite mit Noppen versehen sind, und die vom Träger selbst an den für ihn sinnvollsten Stellen zwischen Körper und Gürtel platziert werden können.
Effekte der Erfindung:
Hier ist somit ein Gürtel zum Training der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur dargelegt, der durch seine, vom Träger individuell zu gestaltende Krümmung und Länge perfekt an jeden Körper angepasst werden kann und dadurch sowie durch die teilweise Bedruckung der Gürtelinnenseite mit rutschhemmendem Kunststoff hohe Rutschfestigkeit, sicheren Sitz und hohen Tragekomfort beim Training im Stehen, Sitzen oder Liegen sowie beim Tragen im Alltag über und unter der Bekleidung bietet und in seiner Funktionalität nicht gestört wird. Die vom Träger selbst zu platzierende Messskala ermöglicht es dem Träger, seinen Trainingsfortschritt anhand des geringer werdenden Taillenumfangs mitzuverfolgen und unterstützt somit die Motivationswirkung des Gürtels und seine Funktion als Trainingshilfe. Die vom Träger selbst unter dem Gürtel zu platzierenden, an der körperzugewandten Seite mit Noppen versehenen Gummi- oder Kunststoffmodule verstärken die Wahrnehmung des Trägers und damit die Erinnerungsfunktion des Gürtels, indem sie an Schlüsselstellen wie Lendenwirbelbereich oder dem Bereich unter dem Nabel zusätzlich sanften Druck ausüben. Nach Wunsch können die Noppenmodule auch zur Stimulation, Durchblutungsförderung und Massage bestimmter Stellen des Rumpfes platziert werden, ohne dass sie das Training und die Bewegungsfreiheit einschränken.
Aufzählung und Kurzbeschreibung der Zeichnungsfiguren:
Die Merkmale der Erfindung, die als neuartig erachtet werden, sind in den beigefügten Ansprüchen angeführt. Die Einzelheiten der Erfindung und weitere Vorteile können am besten anhand der beigefügten Abbildungen erklärt werden, wobei identische Ziffern in den verschiedenen Figuren identische Elemente bezeichnen. ·· ·· ·· ♦··· ·· ·· ·· ·· ♦··· ·· Beschreibung 4 von 4 • #··· · · t · · · ····· · ·· ······ · · ······ I · ·· ··· ·· ···· ···· ·
Fig. 1: Gürtel in seinen Einzelteilen, Innenseite Fig. 2: Gürtel in seinen Einzelteilen, Außenseite
Fig. 3: Möglichkeiten der Modulkombination in Hinblick auf Taillenumfang und Gürtellänge Fig. 4: Möglichkeiten der Modulkombination in Hinblick auf den Neigungswinkel der Taille Fig. 5: Platzierung und Anwendung der Messskala zur Überprüfung des Trainingsfortschrittes Fig. 6: Noppenmodule und Platzierung unter dem Gürtel
Figurenbeschreibung:
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Die mit Fig. 1 bezeichnete Abbildung zeigt die Innenseite des gesamten Gürtels in seinen Einzelteilen. Der Gürtel besteht in dieser bevorzugten Ausführungsform aus 4 Modulen (10,11,12,13). Es ist ersichtlich, dass Länge, Breite und Anzahl der Module verändert werden können sowie dass der gesamte Gürtel auch spiegelbildlich ausgeführt werden kann, ohne vom Geist und Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die Module sind trapezförmig geschnitten, wobei die Ober- (14) und die Unterseite (15) des jeweiligen Moduls eine leichte konzentrische Krümmung aufweisen. Alle Module sind auf der Innenseite in regelmäßigen Abständen mit rutschhemmendem Kunsttoff (16) bedruckt, um die Rutschfestigkeit des Materials auf Haut und Kleidung zu erhöhen. Am einen Ende von Modul I (10), Modul III (12) und Modul IV (13) sind Streifen Textilbefestigungsmaterial (17) - hier Klettflausch - aufgebracht, die jeweils auf den auf der Außenseite des benachbarten Moduls aufgebrachten Streifen Textilbefestigungsmaterial (..) - hier Kletthaken - befestigt werden können. Auf diese Weise können die einzelnen Module des Gürtels zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Modul I (10) und Modul II (11) sind die Grundelemente. Sie dienen auch zum Schließen des Gürtels um den menschlichen Rumpf. In der bevorzugten Ausführung ist zu diesem Zweck an jenem Ende von Modul II (11), das auch das Ende des gesamten Gürtels ist, ein schmaler Metallring eingenäht.
Fig. 2 zeigt die Außenseite des Gürtels in seinen Einzelteilen. An jenem Ende von Modul II, Modul III und Modul IV, auf dessen Innenseite kein Textilbefestigungsmaterial aufgebracht ist, ist auf der Außenseite ein Streifen Textilbefestigungsmaterial - hier Kletthaken - aufgebracht. An jenem Ende von Modul I (10), das auch das Ende des gesamten Gürtels ist, ist ein schmaler Streifen Kletthaken (20), und daran angrenzend ein breiter Streifen Klettflausch (21) aufgebracht. Zum Verschließen des gesamten Gürtels um den menschlichen Rumpf wird dieses Ende von Modul I (10) durch den am Ende von Modul II (11) eingenähten flachen Metallring (18) gesteckt, so weit durchgezogen, bis der Gürtel die gewünschte Weite erreicht, dann zurückgeklappt und mittels Kletthaken (20) auf dem Klettflauschstreifen (21) von Modul I (10) befestigt. Siehe auch Fig. 6.
Fig. 3 zeigt die Möglichkeiten der Modulkombination in Hinblick auf Taillenumfang und Gürtellänge. Mittels der Streifen Textilbefestigungsmaterial, die jeweils an den Innen- und Außenseiten der Module befestigt sind (17, 19), werden die Module miteinander verbunden, sodass ein Gürtel entsteht. Je nach Taillenumfang kann die Gürtellänge durch unterschiedliche Kombination der Module variiert werden. Bei der Kombination aller Module wird die Maximallänge des Gürtels erreicht (20, 21). Werden nur Modul I und Modul II verbunden (22), erhält der Gürtel seine Minimallänge und ist für besonders schmale Taillen geeignet. Eine Kombination der Module I, II und III (23) oder der Module I, II und IV (24) führt zu mittleren Längen.
Fig. 4 zeigt, wie der Gürtel durch Veränderung des Winkels, mit dem die einzelnen Module zusammengefügt werden, an die individuelle Neigung der Taille angepasst wird und damit noch bessere Passform, höhere Rutschfestigkeit und höheren Tragekomfort erreicht. Werden die Module beispielsweise in einem Winkel von 150° zusammengefügt (26), so bildet der geschlossene Gürtel eine konische Form mit einem Neigungswinkel von ca. 14° (27). D.h., er ist in dieser Form passgenau für ausgeprägte Taillen mit einem Neigungswinkel von 14° (27). Werden die Module ganz gerade - also in einem Winkel von 180° - aneinandergefügt (29), wobei die Trapezform beim Zusammenfügen der einzelnen Module durch schräges Überlappen der *· ···« ·· · ·· *«
Beschreibung 5 von 5 ·········« · ····· · · · ·····♦ · · ··*··· · · ·· *ft 9» 9999 9999 9
Modulenden ausgeglichen werden muss (30), so entsteht bei geschlossenem Gürtel eine zylindrische Form (33), die für gerade Taillen mit einem Neigungswinkel von 0° (32) geeignet ist.
Fig. 5 demonstriert die Anwendung der Messskala (33), mit deren Hilfe der Träger seinen Trainingsfortschritt mitverfolgen kann und zusätzlich motiviert wird. Die Messskala (33) besteht aus Textilbefestigungsmaterial (in der bevorzugten Ausführung Kletthaken), die auf der glatten Rückseite mit einer Skala bedruckt ist, wobei die Einheiten der Skala keinem gängigen Längenmaß entsprechen müssen und auch keiner Nummerierung bedürfen. Der Träger aktiviert die Tiefenmuskulatur seiner Körpermitte und legt den Gürtel knapp unterhalb des Bauchnabels eng aber nicht einschneidend um seinen Rumpf. Das Ende von Modul I (10) wird zu diesem Zweck durch den flachen Metallring (18), der am Ende von Modul II (11) eingenäht ist, gesteckt und in die Gegenrichtung zurückgezogen, bis der Gürtel richtig sitzt (36). Der Träger merkt sich die Stelle, an der Modul I (10) durch den Ring läuft (35), lockert den Gürtel wieder und bringt die Skala so in Gürtelrichtung auf das Textilbefestigungsmaterial (in der bevorzugten Ausführung Klettflausch) (17) der Außenseite von Modul I (10) auf, dass die Skala die gemerkte Stelle abdeckt. Der Gürtel wird darauf hin wieder richtig angelegt. Der Träger markiert die exakte Position des Schnallenrings (18) durch Aufbringen eines kleinen Markers (34), der ebenfalls aus Textilbefestigungsmaterial (Kletthaken) gefertigt ist. Durch konsequentes Aktivieren der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur wird die Muskulatur gekräftigt und der Umfang der Taille verringert sich. Wenn der Träger dann den Gürtel bei aktivierter Tiefenmuskulatur an der richtigen Position anlegt, verändert sich die Position des Schnallenrings auf der Messskala im Vergleich zum Trainingsbeginn (37). Der Träger kann an der Anzahl der Einheiten auf der Messskala ablesen, um wie viel sich sein Taillenumfang verringert hat (38). Der Trainingserfolg (38) wird messbar und motiviert den Träger, ohne einen nicht wünschenswerten Vergleich mit der Taillenweite anderer Menschen zu ermöglichen.
In Fig. 6 sind zwei mögliche Ausführungen - A und B (39, 42) - eines flachen, flexiblen, auf einer Seite mit Noppen besetzten Gummi- oder Kunststoffmoduls dargestellt, das zur Erhöhung der Körperwahrnehmung des Trägers und/oderzur Stimulation des Gewebes zwischen Körper und Gürtel gelegt werden kann. Das Gummi- oder Kunststoffmodul ist auf einer Seite auf der gesamten Fläche in gleichbleibender Dichte mit gleichförmigen und gleich hohen Noppen besetzt (39, 40).
Die äußeren Konturen des Noppenmoduls lassen eine Matte von gleicher Dicke erkennen. Weder die Form des Moduls (quadratisch, rechteckig, trapezförmig, kreisförmig u.ä.) noch die Form der Noppen (z.B. zylindrisch, kegelförmig oder birnenförmig) haben Einfluss auf Geist und Schutzumfang der Erfindung. Das Noppenmodul ist geringfügig schmäler als der Gürtel selbst. In Ausführung A (40) wird das Noppenmodul vom Träger einfach so zwischen Gürtel und Körper gelegt, dass die noppenbesetzte Seite dem Körper zugewandt ist (43). Sie wird durch den Druck des Gürtels und zusätzlich durch die Kunststoffbedruckung der Gürtelinnenseite (Fig 1/16) fixiert.
In Ausführung B (41) ist das Noppenmodul auf die Außenseite einer Schleife (42) aus vorzugsweise elastischem textilem Material aufgebracht, deren Umfang so bemessen ist, dass sie über den Gürtel gezogen werden kann (44), dann aber knapp genug sitzt, um nicht zu verrutschen. Die Länge der Schleife ist gleich oder etwas größer als die Länge des Noppenmoduls. Das Noppenmodul muss auf der Innenseite des Gürtels liegen. Die noppenbesetzte Seite des Moduls ist dem Körper zugewandt.
Legende zu den Abbildungen:
Fig. 1:
10 Modul I 11 Modulll
12 Modul III
13 Modul IV 14 Oberkante mit leichter Krümmung 15 Unterkante mit leichter Krümmung ♦ · ·· ···· Beschreibung ·····♦ ·· ······ · « ·· ··♦ ·· »··« ···· « 6 von 6 16 17 18 Fig. 2. 19 Fig. 3: 20 21 22 23 24 Fig. 4: 25 26 27 28 29 30 31 32 Fig. 5: 33 34 35 36 37 38 Fig. 6: 39 40 41 42 43 44
Beispiel für Bedruckung mit rutschhemmendem Kunststoff (z.B. Silikon) Textilbefestigungsmaterial - hier Klettflausch Schnallenring aus Metall
Textilbefestigungsmaterial - hier Kletthaken
Kombination der Module I, II, III und IV, Außenseite Kombination der Module I, II, III und IV, Innenseite Kombination der Module I und II Kombination der Module I, II und III Kombination der Module I, II und IV Gürtelvariante für ausgeprägte Taillen Verbindungswinkel der Module 150° Neigungswinkel der konischen Gürtelform von 14° Perspektivische Sicht der Gürtelvariante für ausgeprägte Taillen Modulverbindung für zylindrische Gürtelvariante für gerade Taillen Ausgleich der Trapezform der Module Verbindungswinkel der Module 180° Perspektivische Sicht der Gürtelvariante für gerade Taillen
Messskala Marker Position des Schnallenrings bei angelegtem Gürtel bei Trainingsbeginn Umklappen von Modul I zum Schließen des Gürtels mittels Textilbefestigungsmaterial Position des Schnallenrings bei angelegtem Gürtel nach mehreren Trainingseinheiten Länge, um die sich die Taillenweite verringert hat, als Indikator für den Trainingsfortschritt
Querschnitt eines mit Noppen besetzten Verstärkungsmoduls aus Kunststoff oder Gummi Ausführung A eines Noppenmoduls Ausführung B eines Noppenmoduls auf Textilschleife Schleife aus elastischem textilem Material Platzierung der Noppenmatte Ausführung A unter dem Gürtel Platzierung der Noppenmatte Ausführung B am Gürtel

Claims (6)

  1. Beilage 3 zur Patentanmeldung Gürtel zur Unterstützung des Trainings der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur Patentansprüche 1. Gürtel zur Unterstützung des Trainings der tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskulatur, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mehreren Modulen (Fig 1/10, 11, 12, 13) besteht, welche miteinander durch Textilbefestigungsmaterial (z.B. Klettverschluss) (17, 19) verbunden werden können.
  2. 2. Gürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Module trapezförmig geschnitten sind, wobei Ober- und Unterseite (Fig. 1/14, 15) eine leichte konzentrische Krümmung aufweisen, und der Gürtel dadurch in geschlossenem Zustand eine leicht konische Form (Fig. 4/28) erhält.
  3. 3. Gürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (Fig.
  4. 4/26), in dem die einzelnen Module miteinander verbunden werden, je nach Neigung der Taille vom Träger individuell variiert werden kann (Fig. 4). 4. Gürtel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite in regelmäßigen Abständen mit rutschhemmendem Kunststoffmaterial (Fig. 1/16) bedruckt ist, was ein Rutschen auf Haut oder Kleidung verhindert.
  5. 5. Gürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stelle (Fig. 5/35), an der Modul I (10) durch den zum Verschließen vorgesehenen, in Modul II (11) eingenähten flachen Metallring (18) gesteckt wird, vom Träger am Flauschmaterial (17) eine Messskala (33) aus Hakenmaterial aufgebracht werden kann, welche eine Überprüfung des Trainingsfortschrittes im Vergleich zum Zustand der Muskulatur vor Trainingsbeginn erlaubt (Fig. 5).
  6. 6. Gürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gürtel vom Träger selbst ein auf der körperzugewandten Seite mit Noppen besetztes Gummi- oder Kunststoffmodul unterlegt werden kann, das geeignet ist, die Körperwahrnehmung des Trägers an der jeweiligen Stelle zu erhöhen, die Durchblutung zu fördern und das Gewebe zu stimulieren und zu massieren.
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