AT501595B1 - Verfahren zum steuern einer gattersäge - Google Patents

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AT501595B1 AT7462005A AT7462005A AT501595B1 AT 501595 B1 AT501595 B1 AT 501595B1 AT 7462005 A AT7462005 A AT 7462005A AT 7462005 A AT7462005 A AT 7462005A AT 501595 B1 AT501595 B1 AT 501595B1
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Description

2 AT 501 595 B1
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Steuern einer Gattersäge mit einem über einen Schubkurbeltrieb antreibbaren Sägegatter und mit einem Vorschubförderer für das Schnittgut, wobei der Vorschubantrieb durch ein Steuerprogramm für einen Förderschritt während des Schnitthubes des Sägegatters in Abhängigkeit von der Drehstellung des Schubkurbel-5 triebes wiederholt angesteuert wird.
Um bei Gattersägen mit einem über einen Schubkurbelantrieb angetriebenen Sägegatter trotz des sinusförmigen Geschwindigkeitsverlaufes der nur in einer Hubrichtung schneidenden Sägeblätter gleichbleibende Spandicken zu erreichen, muß der Vorschubförderer für das Schnitt-io gut in Abhängigkeit von der Schnittgeschwindigkeit intermittierend angetrieben werden. Zu diesem Zweck ist es bekannt (WO 00/51795 A1), die geforderte Abhängigkeit zwischen der Schnittgeschwindigkeit des Sägegatters und dem Geschwindigkeitsverlauf des Vorschubförderers nicht durch eine mechanische Antriebsverbindung zwischen dem Schubkurbeltrieb und dem Vorschubförderer, sondern durch ein Steuerprogramm für einen vom Schubkurbeltrieb 15 unabhängigen Motor für die durch Kettentriebe miteinander antriebsverbundenen Förderrollen des Vorschubförderers sicherzustellen. Da dieses Steuerprogramm die Steuerung des Vorschubförderers für einen Förderschritt vorgibt, bedarf es zur Ausführung aufeinanderfolgender Förderschritte lediglich einer Taktung des Steuerprogramms durch den Schubkurbeltrieb, um das Schnittgut synchron zum Schubkurbeltrieb in aufeinanderfolgenden Förderschritten durch 20 das Sägegatter zu fördern. Diese bekannte Steuerung einer Gattersäge bringt unter anderem den Vorteil mit sich, daß das Schnittgut zu Beginn eines Schnitthubes gegenüber dem Schubkurbeltrieb voreilend gefördert werden kann, um die vom Überhang der Sägeblätter abhängige Sägeblattfreistellung während des Leerhubes frühzeitig zu übenwinden, was eine Steigerung der Schnittleistung mit sich bringt, allerdings nur in einem beschränkten Ausmaß. 25
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung einer Gattersäge der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß eine weitere Steigerung der Schnittleistung möglich wird. 30 Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Förderrichtung des Vorschubantriebes für das Schnittgut während des Leerhubes des Sägegatters für eine vorgegebene Zeitspanne programmbedingt umgedreht wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß durch eine Vergrößerung der Freistellung der 35 Sägeblätter während des Leerhubes des Sägegatters der Austrag der Sägespäne erleichtert wird, so daß aufgrund des verbesserten Späneaustrags die Schnittgeschwindigkeit und davon abhängig die Hubfrequenz des Sägegatters gesteigert werden können. Die größere Freistellung der Sägeblätter wird jedoch nicht mit einer Vergrößerung des Überhanges der Sägeblätter erkauft, sondern durch eine Umsteuerung des Vorschubantriebes für das Schnittgut ermöglicht, 40 das während des Leerhubes für eine vorgegebene Zeitspanne entgegen der Vorschubrichtung zur Vergrößerung der Freistellung der Sägeblätter rückgestellt wird. Trotz des dadurch bedingten größeren Stellweges des Schnittgutes zur Überwindung der Freistellung der Sägeblätter kann der Schnitthub des Sägegatters vollständig genützt werden, weil ja der Vorschubförderer gegenüber dem Schubkurbeltrieb entsprechend voreilend angetrieben werden kann. 45
Zur Durchführung einer solchen Steuerung kann von einer bekannten Gattersäge mit einem über einen Schubkurbelantrieb antreibbaren Sägegatter, mit einem Vorschubförderer für das Schnittgut aus mehreren zumindest gruppenweise antriebsverbundenen Förderrollen, mit einer Steuereinrichtung für wenigstens einen die Förderrollen in Förderschritten antreibenden Motor so und mit einer an einen Programmspeicher für einen Förderschritt angeschlossenen Rechenstufe zum wiederholten Ansteuern der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von der Drehstellung des Schubkurbeltriebes ausgegangen werden. Es muß allerdings der Motor für die miteinander durch ein Zahnradgetriebe antriebsverbundenen Förderrollen während des Leerhubes des Sägegatters programmbedingt über die Rechenstufe im Sinne einer Drehrichtungsumkehr 55 angesteuert werden. Voraussetzung für eine Rückstellung des Schnittgutes entgegen der 3 AT 501 595 B1
Vorschubrichtung in einem für die Verbesserung der Freistellung der Sägeblätter erforderlichen, vergleichsweise geringen Ausmaß ist eine weitgehend spielfreie Antriebsverbindung zwischen den gemeinsam anzutreibenden Förderrollen des Vorschubförderers, was nur durch Zahnradgetriebe in Verbindung mit geringen Fertigungstoleranzen sichergestellt werden kann. Unter 5 dieser Voraussetzung kann jedoch der Vorschubförderer in Abhängigkeit von den jeweiligen Schnittbedingungen so angesteuert werden, daß die Schnittleistung aufgrund der verbesserten Späneabfuhr aus den Schnittfugen merklich gesteigert werden kann.
Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Steuern einer Gattersäge io näher erläutert, und zwar wird eine erfindungsgemäße Gattersäge in einem schematischen Blockschaltbild gezeigt.
Von der zu steuernden Gattersäge sind lediglich die funktionswesentlichen Bauteile dargestellt, nämlich das Sägegatter 1 mit einem Schubkurbeltrieb 2 zu seinem Antrieb und ein Vorschub-15 förderer 3 für das Schnittgut 4. Das Sägegatter 1 weist in herkömmlicher Weise einen Gatterrahmen 5 auf, in dem Sägeblätter 6 eingespannt sind. Der Gatterrahmen 5, an dem seitliche Schubstangen 7 des Schubkurbeltriebes 2 angelenkt sind, ist mit Hilfe von Führungen 8 auf seitlich neben ihm verlaufenden Führungsschienen 9 verschiebbar gelagert. 20 Der Vorschubförderer 3 besteht aus zwei Gruppen von Förderrollen 10, 11, die in Vorschubrichtung 12 vor und hinter dem Sägegatter 1 angeordnet sind und mit aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellten Niederhalterrollen Zusammenwirken. Die Förderrollen 10, 11 werden über gesonderte Motoren 13, 14 angetrieben. Zur Antriebsverbindung der Förderrollen 10, 11 ist jeweils ein Zahnradgetriebe 15 vorgesehen, so daß ein weitgehend spielfreier Antrieb der 25 gruppenweise zusammengefaßten Förderrollen 10,11 sichergestellt wird.
Die Motoren 13, 14 werden über je eine Steuereinrichtung 16 angesteuert, die von einer Rechenstufe 17 mit den notwendigen Steuerdaten versorgt werden. Zu diesem Zweck umfaßt die Rechenstufe 17 einen Programmspeicher 18 für ein Steuerprogramm zum Ansteuern der Moto-30 ren 13, 14 für einen Förderschritt. Da sich diese Förderschritte mit jedem Umlauf des Schubkurbeltriebes 2 wiederholen, braucht die Rechenstufe 17 lediglich in Abhängigkeit vom Schubkurbeltrieb 2 getaktet zu werden, um das Schnittgut 4 entsprechend der Bewegung des Sägegatters 1 schrittweise antreiben zu können. Zu diesem Zweck ist ein Geber 19 beispielsweise für die untere Totpunktstellung des Schubkurbeltriebes 2 vorgesehen, so daß der Vorschubför-35 derer 3 in Abhängigkeit von der Hubfrequenz des Sägegatters 1 entsprechend dem abgespeicherten Steuerprogramm angetrieben werden kann. Dieses Steuerprogramm sieht vor, daß das Schnittgut 4 während des Schnitthubes in Abhängigkeit von der Schnittgeschwindigkeit und damit abhängig von der Geschwindigkeit des Sägegatters 1 während des Schnitthubes in Vorschubrichtung 12 durch das Sägegatter 1 gefördert wird, bis im unteren Totpunkt des Schub-40 kurbeltriebes 2 der Schnitthub beendet wird und die Sägeblätter 6 in einem Leerhub für einen neuerlichen Schnitthub in die obere Totpunktlage angehoben werden. Um die Freistellung der Sägeblätter 6 innerhalb der Schnittfugen nicht vom jeweiligen Überhang der Sägeblätter 6 abhängig zu machen, werden die Motoren 13, 14 über das Steuerprogramm in ihrer Drehrichtung für kurze Zeit umgedreht, was eine Vergrößerung der Freistellung der Sägeblätter 6 unab-45 hängig vom jeweiligen Überhang der Sägeblätter 6 mit sich bringt und als Folge daraus zu einem verbesserten Austrag der Späne aus der Schnittfuge führt. Diese verbesserte Späneabfuhr erlaubt wiederum eine Steigerung der Hubfrequenz des Schubkurbeltriebes 2 und damit der Schnittleistung. so Um das Steuerprogramm für die schrittweise Förderung des Schnittgutes 4 an die jeweiligen Schnittbedingungen anpassen zu können, ist eine Eingabeeinheit 20 vorgesehen, über die der Rechenstufe 17 entsprechende Parameter vorgegeben werden können.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. 55 So könnten die Motoren 13, 14 zum gruppenweisen Antrieb der Förderrollen 10, 11 über eine

Claims (2)

  1. 4 AT 501 595 B1 gemeinsame Steuereinrichtung 16 angesteuert werden, wenn auf eine unterschiedliche Ansteuerung verzichtet wird. Mit einer solchen unterschiedlichen Ansteuerung der Motoren 13, 14 können Richtwirkungen zufolge unterschiedlicher Fördergeschwindigkeiten auf das Schnittgut 4 ausgeübt werden. Es ist aber auch möglich, für den Vorschubförderer 3 nur einen einzigen 5 Motor einzusetzen. Patentansprüche: io 1. Verfahren zum Steuern einer Gattersäge mit einem über einen Schubkurbeltrieb antreibba-ren Sägegatter und mit einem Vorschubförderer für das Schnittgut, wobei der Vorschubantrieb durch ein Steuerprogramm für einen Förderschritt während des Schnitthubes des Sägegatters in Abhängigkeit von der Drehstellung des Schubkurbeltriebes wiederholt angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrichtung des Vorschubantriebes für 15 das Schnittgut während des Leerhubes des Sägegatters für eine vorgegebene Zeitspanne programmbedingt umgedreht wird.
  2. 2. Gattersäge mit einem über einen Schubkurbelantrieb antreibbaren Sägegatter, mit einem Vorschubförderer für das Schnittgut aus mehreren zumindest gruppenweise antriebsver-20 bundenen Förderrollen, mit einer Steuereinrichtung für wenigstens einen die Förderrollen in Förderschritten antreibenden Motor und mit einer an einen Programmspeicher für einen Förderschritt angeschlossenen Rechenstufe zum wiederholten Ansteuern der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von der Drehstellung des Schubkurbeltriebes, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (13, 14) für die miteinander durch ein Zahnradgetriebe (15) an-25 triebsverbundenen Förderrollen (10, 11) während des Leerhubes des Sägegatters (1) pro grammbedingt über die Rechenstufe (17) im Sinne einer Drehrichtungsumkehr ansteuerbar ist. 30 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 35 40 45 50 55
AT7462005A 2005-04-29 2005-04-29 Verfahren zum steuern einer gattersäge AT501595B1 (de)

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