AT5012U1 - Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe - Google Patents

Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe Download PDF

Info

Publication number
AT5012U1
AT5012U1 AT0015001U AT1502001U AT5012U1 AT 5012 U1 AT5012 U1 AT 5012U1 AT 0015001 U AT0015001 U AT 0015001U AT 1502001 U AT1502001 U AT 1502001U AT 5012 U1 AT5012 U1 AT 5012U1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dressing
diamonds
grinding wheel
tool
recesses
Prior art date
Application number
AT0015001U
Other languages
English (en)
Inventor
Engelbert Wiener
Original Assignee
Steyr Powertrain Ag & Cokg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Steyr Powertrain Ag & Cokg filed Critical Steyr Powertrain Ag & Cokg
Priority to AT0015001U priority Critical patent/AT5012U1/de
Publication of AT5012U1 publication Critical patent/AT5012U1/de

Links

Landscapes

  • Grinding-Machine Dressing And Accessory Apparatuses (AREA)

Abstract

Ein Werkzeug zum Abrichten der Bearbeitungsfläche einer Schleifscheibe (1), das im Betrieb gegen die rotierende Bearbeitungsfläche (3) angestellt wurd und eine Vorschubbewegung (5) parallel zur Erzeugenden der Bearbeitungsfläche (3) der rotierenden Schleifscheibe (1) ausführt, besteht aus einer Fliesenplatte (6) mit einer oberen Deckfläche (8), einer unteren Deckfläche (9) und einer Stirnfläche (10), in der mindestens zwei Abrichtdiamanten (11) eingebettet sind. Zur Erhöhung der Standzeit weist die Stirnfläche (10) zwischen den einzelnen Abrichtdiamanten (11) Ausnehmungen (12) auf, die zwischen oberer und unterer Deckfläche (8,9) Durchtrittsöffnungen (12) bilden.

Description

AT 005 012 Ul
Die Erfindung handelt von einem Werkzeug zum Abrichten der Bearbeitungsfläche einer Schleifscheibe, das im Betrieb gegen die rotierende Bearbeitungsfläche angestellt wird und eine Vorschubbewegung parallel zur Erzeugenden der Bearbeitungsfläche der rotierenden Schleifscheibe ausführt, bestehend aus einer Fliesenplatte mit einer oberen und unteren Deckfläche und einer Stirnfläche, in der mindestens zwei Abrichtdiamanten eingebettet sind.
Bei der Fertigung von Werkstücken mit hochgenauen Flächen höchster Oberflächengüte, zum Beispiel einer Kurbelwelle mit ihren Lagerzapfen, werden Schleifscheiben verwendet. Da Schleifscheiben aber selbst auch einem Verschleiß unterliegen, der wegen der Relativbewegung zwischen Schleifscheibe und Werkstück in Erzeugendenrichtung ungleichmäßig ist, müssen diese nach einer gewissen Standzeit abgerichtet werden. Dazu werden Werkzeuge noch größerer Härte benötigt, in der Regel mit Diamanten.
Es ist bekannt, dazu sogenannte Abrichtfliesen zu verwenden, wie sie etwa in dem Katalog „Diamant-Abnchtwerlczeuge, Ausgabe 1998/99 der Firma Winterthur Schleiftechnik oder in der DE 37 11 396 Al beschrieben sind. 2 AT 005 012 Ul
Beim Einsatz derartiger Abrichtfliesen besteht im Betrieb das Problem, dass die Lebensdauer der Diamanten selbst kurz ist sie auch bald aus ihrer Bettung in der Abrichtfliese ausbrechen. Das hat nicht nur kurze Standzeiten der Ab-richtfliese, sondern auch Stufen in der Bearbeitungsfläche und damit Qualitätsmängel am fertigen Werkstück zur Folge. Ursache ist Überhitzung des Diamanten und seiner Bettung. Untersuchungen haben zweierlei ursächliche Vorgänge aufgezeigt.
Erstens wird im Einsatz das Material der Bettung, das Trägermaterial, von der Schleifscheibe etwas abgetragen. Dadurch entsteht auf der ganzen Stirnfläche des Werkzeuges Reibungswärme, die die Bettung und die Diamanten erhitzt. Zweitens sammelt sich das von der Schleifscheibe abgetragene Schleifmaterial auf der Oberseite des Abrichtwerkzeuges, es verklebt die Diamanten, erzeugt weitere Reibungswärme, die auch wieder die Bettung und die Diamanten erhitzt. Beides führt zu einer Lockerung der Bettung und zu einem Hitzestau in den Diamanten.
Die Suche nach einer Behebung dieses Problemes hat zu der erfindungsgemäßen Lösung geführt. Sie besteht darin, dass die Stirnfläche zwischen den einzelnen Abrichtdiamanten Ausnehmungen aufweist, die zwischen oberer und unterer Deckfläche Durchtrittsöffnungen bilden. Die Ausnehmungen in der Stirnfläche beheben beide Ursachen: Die Teile der Stirnfläche des Werkzeuges zwischen den Diamanten können nicht mehr von der Schleifscheibe abgetragen und erhitzt werden; die von der Schleifscheibe abgetragenen Teilchen können durch die Ausnehmungen abfließen, sodass sie sich nicht mehr am Werkzeug an lagern können.
In Weiterverfolgung dieses Lösungsweges sind die Ausnehmungen in ihrem von der Stirnfläche entfernten Grund ausgerundet. Dadurch entstehen in dem 3 AT 005 012 Ul
Grund keine Spannungsspitzen, die, ausgehend von den Stellen solcher Spannungsspitzen, zum Bruch des Werkzeuges führen könnten. Weiters ist es vorteilhaft, wenn die Breite der Zonen der Stirnfläche zwischen den Ausnehmungen das zwei- bis dreifache der Wirkbreite des Diamanten beträgt. Dadurch ist der Querschnitt dieser Zonen ausreichend für die Ableitung der über die Diamanten eingeleiteten Wärme. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Diamanten synthetische monokristalline Diamanten sind. Diese haben eine bessere Wärmeleitfähigkeit als natürliche. '
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1: Schematisch das Abrichten einer Schleifscheibe mittels ei nes gattungsgemäßen Werkzeuges,
Fig. 2: Erfmdungsgemäßes Detail II in Fig. 1, vergrößert,
Fig. 3: Ansicht nach III in in Fig. 2.
In Fig. 1 ist eine sich um eine Rotationsachse 2 drehende Schleifscheibe angedeutet und mit 1 bezeichnet. Ihre Bearbeitungsfläche 3 ist hier zylindrisch, sie könnte aber auch konisch oder anders geformt sein. Entsprechend ist ihre Erzeugende in der Abbildung eine zur Rotationsachse 2 parallele Gerade, die sich mit der Bearbeitungsfläche 3 deckt.
Zum Abrichten der Schleifscheibe 1 ist ein Abrichtwerkzeug 6 vorgesehen, das in einer Einspannung 4 gehaltert und mit dieser in Richtung 5, parallel zur Erzeugenden 3 der rotierenden Schleifscheibe 1 bewegt wird. Dabei bearbeitet die Spitze 7 des Abrichtwerkzeuges 6 die Schleifscheibe 1 nach der Art eines Drehstahles in einer Drehbank. Dieses Abrichten kann in der Schleifmaschine selbst oder in einer getrennten Maschine erfolgen. 4 AT 005 012 Ul
In Fig. 2 und 3 ist der vordere Teil, die Spitze 7, des Abrichtwerkzeuges 6 von oben und von vorne abgebildet. Dessen obere Deckfläche 8 und untere Deckfläche 9 sind zu einer Stirnfläche 10 hin geneigt, sodass die Stirnfläche 10 eine kleinere Höhe 20 hat als das Werkzeug 6 selbst. In der Stirnfläche 10 sind einzelne Diamanten 11 in einigem Abstand voneinander eingebettet.
Erfmdungsgemäß weist die Stirnfläche 10 zwischen den einzelnen Abrichtdiamanten 11 Ausnehmungen 12 auf, die zwischen oberer und unterer Deckfläche 8, 9 Durchtrittsöffnungen bilden. Die Ausnehmungen sind U-förmig oder halbkreisförmig und ihr von der Stirnfläche 10 entfernter Grund 13 ist ausgerundet. Die durch die Ausnehmungen gebildeten zurückgenommen Zonen können nicht mehr an der Schleifscheibe reiben und an diesen können sich auch keine Abriebteile mehr festsetzen. Auf diese Weise wird die Erhitzung von Bettung und Diamanten auf ein Minimum reduziert. Im Falle der Kühlung durch einen Flüssigkeitsstrahl kann sich dieser besser auf die ganze Breite der Spitze 7 verteilen und führt mehr Wärme ab.
Da die Spitze 7 sowohl die auf den Diamanten wirkenden Schnittkraft aufnehmen als auch die erzeugte Wärme abfiihren muss, ist die Breite der Zonen der Stirnfläche zwischen den Ausnehmungen ausreichend zu bemessen. Es hat sich als optimal erwiesen, wenn diese das zwei- bis dreifache der Wirkbreite des Diamanten beträgt. Wenn die Seitenwand des Werkzeuges weiter entfernt ist, ist auch zwischen dem ihr nächstgelegenen Diamanten und der Seitenwand eine Ausnehmung vorgesehen, die dann nur die Form eines halben U hat.
Die Diamanten sind mit Vorteil synthetische monokristalline Diamanten, da deren Wärmeleitfähigkeit höher als die natürlicher ist. Mit der beschriebenen 5 AT 005 012 Ul
Verbesserung konnte die Standzeit des Abrichtwerkzeuges mehr als verzehnfacht werden. 6

Claims (4)

  1. AT 005 012 Ul Ansprüche 1. Werkzeug zum Abrichten der Bearbeitungsfläche einer Schleifscheibe (I) , das im Betrieb gegen die rotierende Bearbeitungsfläche (3) angestellt wird und eine Vorschubbewegung (5) parallel zur Erzeugenden der Bearbeitungsfläche (3) der rotierenden Schleifscheibe (1) ausführt, bestehend aus einer Fliesenplatte (6) mit einer oberen Deckfläche (8), einer unteren Deckflä-che (9) und einer Stirnfläche (10), in der mindestens zwei Abrichtdiamanten (II) eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (10) zwischen den einzelnen Abrichtdiamanten (11) Ausnehmungen (12) aufweist, die zwischen oberer und unterer Deckfläche (8,9) Durchtrittsöffnungen (12) bilden.
  2. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (12) in ihrem von der Stirnfläche (10) entfernten Grund (13) ausgerundet sind.
  3. 3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Zonen der Stirnfläche (10) zwischen den Ausnehmungen (12) das zwei-bis dreifache der Wirkbreite des Diamanten (11) beträgt.
  4. 4. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diamanten (11) synthetische monokristalline Diamanten sind. 7.
AT0015001U 2001-03-01 2001-03-01 Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe AT5012U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0015001U AT5012U1 (de) 2001-03-01 2001-03-01 Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0015001U AT5012U1 (de) 2001-03-01 2001-03-01 Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT5012U1 true AT5012U1 (de) 2002-02-25

Family

ID=3482848

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0015001U AT5012U1 (de) 2001-03-01 2001-03-01 Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT5012U1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114589627A (zh) * 2022-03-24 2022-06-07 宝谷科技(深圳)有限公司 一种钻石平行面的研磨方法

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114589627A (zh) * 2022-03-24 2022-06-07 宝谷科技(深圳)有限公司 一种钻石平行面的研磨方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2376257B1 (de) Vorrichtung zur beidseitigen schleifenden bearbeitung flacher werkstücke
EP2046528B1 (de) Verfahren zum schleifen einer wendeschneidplatte und schleifscheibe zur durchführung des schleifverfahrens
CH646628A5 (de) Schleifkoerper fuer die metallbearbeitung.
DE3504632A1 (de) Verfahren fuer das erhalten von rotierenden, diamantierten werkzeugen, insbesondere von fraesen fuer die zahnheilkunde mit durch rillen unterbrochenen zonen
DE29810969U1 (de) Schneideinsatz, Schneidwerkzeug zur spanenden Bearbeitung, insbesondere von rotationssymmetrischen Werkstückflächen
DE3435313A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum hochgeschwindigkeits-profilschleifen von rotationssymmetrischen werkstuecken
DE602005001842T2 (de) Schleifelement
EP1321233A1 (de) Schleifwerkzeug
EP3219440B1 (de) Adaptersystem für eine bodenbearbeitungsmaschine, bodenbearbeitungsmaschine und werkzeug hierfür
EP0530536B1 (de) Schleifteller
DE2931695C2 (de) Schleifkörper zum Vor- und Nachschleifen
DE3145151C2 (de) Antreibbare Walze zum Überschleifen oder Polieren der Oberfläche einer Fahrzeugkarosserie oder dergleichen
AT5012U1 (de) Werkzeug zum abrichten einer schleifscheibe
DE4216329C1 (de)
DE3706906A1 (de) Schleifkoerper fuer motorgetriebene schleifapparate
DE19734793A1 (de) Schleifscheibe
EP0758573B1 (de) Diamant-Schleifwerkzeug zur Oberflächenbearbeitung von Natur- und Kunststein
DE2922776C2 (de)
DE19854113C2 (de) Fräswerkzeug zur Bearbeitung von Stein oder steinähnlichen Materialien
EP1797993A1 (de) Entgratvorrichtung
DE2740574A1 (de) Schleifteller fuer einen rotationsschleifer
DE3218009A1 (de) Bearbeitungswerkzeug zum erzielen einer moeglichst glatten beschichtung einer werkstueckoberflaeche
DE19623507C1 (de) Drehendes Schneidwerkzeug mit Wechselmesser
DE102010015961A1 (de) Rotierend antreibbares Werkzeug zur Bearbeitung der Stirnflächen von Glasplatten
EP0176654B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeits-Profilschleifen von rotationssymmetrischen Werkstücken

Legal Events

Date Code Title Description
MN9K Cancelled due to lapse of time