AT500803B1 - Abstandhalter - Google Patents
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Description
2 AT 500 803 B1
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abstandhalter zur Anbindung von mindestens zwei Leiterseilen an eine mindestens zwei, zueinander im wesentlichen parallele Isolatorenstränge umfassende Abspann- oder Hängekette. 5 Abstandhalter zur Befestigung von Leiterseilen an Doppelabspann- bzw. Doppelhängeketten sind seit langem bekannt, sie haben im allgemeinen dreieck-, trapez- oder rechteckförmige Kontur (z.B. DE 34 47 168 A1), ihre Aufgabe besteht einerseits in der Aufteilung der Zugkraft des Leiterseils bzw. zweier nebeneinander angeordneter Seile auf die beiden Isolatorenstränge, andererseits soll der Abstandhalter im Falle des Isolatorbruchs in einem der beiden Stränge die io Einleitung der vollen Zugkraft des Leiterseils bzw. Seilbündels in den intakt gebliebenen Isolatorenstrang gewährleisten (Lastumlagerung).
Im Falle eines vertikal übereinander angeordneten Zweifach-Seilbündels (Doppelbündels), eines Dreifach- oder Vierfach-Seilbündels ist zu deren Anbindung ein aus mehreren gelenkig 15 miteinander verbundenen, starren Abstandhaltern gebildetes Abstandhaltersystem notwendig.
Oftmals ist der Abstandhalter (im Falle eines Abstandhaltersystems der erste, unmittelbar an den Isolatorensträngen angeschlossene) nicht als flächiges, starres Gebilde sondern als gelenkiges Stabwerk ausgebildet (z.B. DE 29 34 373 B1), wodurch der Abstandhalter eine gewisse 20 inneren Beweglichkeit und damit auch beschränkte Konturveränderlichkeit erhält. Bezweckt wird damit einerseits eine gleichmäßigere Verteilung der Zuglast insbesondere von Seilbündeln auf beide Isolatoren stränge, andererseits soll die mit der vorhin erwähnten Lastumlagerung verbundene kurzzeitige, dynamische Beanspruchungsüberhöhung der Isolatoren gemildert werden. 25
Anstelle dieser rein kinematisch bewirkten Glättung des Zeitverlaufs von Kräften und Beanspruchungen bzw. auch zusätzlich zu einer solchen kann die Dynamik des Lastumlagerungsvorgangs auch durch energieverzehrende Dämpfungsmaßnahmen bewirkt werden. Dies geschieht im allgemeinen durch die plastische Deformation spezieller Verformungselemente, welche bei 30 starren Abstandhaltern an dessen Gelenken angefügt, bei konturveränderlichen Abstandhaltern auch innerhalb deren Gelenkskontur eingefügt werden.
Allen oben beschriebenen Abstandhaltern ist gemeinsam, dass sie entweder durch einen einzigen starren Bauteil repräsentiert werden oder aus zwei und mehr gelenkig verbundenen Starr-35 körperelementen bestehen. Sofern im Hinblick auf die Lastumlagerung energieverzehrende Elemente vorgesehen sind, findet deren Formänderung ausschließlich im Rahmen der durch das gelenkig verbundene Starrkörpersystem vorgegebenen Freiheitsgrade statt. Insbesondere ist die Konturveränderung des Gesamtsystems an die durch Gelenkszusammenhänge der Starrkörper vorgegeben kinematischen Verträglichkeitsbedingungen gebunden. 40
So zeigt die DE 33 05 787 A1 eine Abspanngarnitur für Doppel-Isolatorenketten mit einem die Isolatorenketten distanzierenden, starren plattenartigen Rahmen, welcher zwei obere Anschlusspunkte für die beiden Isolatorenketten und einen oder mehrere untere Anschlusspunkte für ein Leiterseil oder Leiterbündel aufweist. Dieses ausgedehnte Plattenelement gibt nicht nur 45 im normalen Betriebszustand den Abstand zwischen den beiden Isolatorensträngen der Doppelkette vor, es bleibt auch während des Lastumlagerungsvorgangs zentrales Element der weiterhin durch Starrkörperzusammenhang vermittelten Verbindung zwischen gebrochenem und intakten Isolatorenstrang. Nur die beiden Winkel zwischen dem zentralen Plattenelement und je einer die Isolatorenstränge mit dem Plattenelement verbindenden schwenkbaren Ge-50 lenkslasche stellen Freiheitsgrade während der Lastumlagerung dar. Die S-förmigen Verformungselemente beeinflussen durch plastischen Energieverzehr lediglich, wie weit diese beiden, im Starrkörperverband vorgegebenen Freiheitsgrade während der Lastumlagerung ausgeschöpft werden. Dieser Sachverhalt bleibt bei einer Ausführungsvariante unberührt, bei der die beiden S-förmigen Verformungselemente zu einem einzigen, die volle Abstand halterbreite 55 überbrückenden, schlangenförmigen Element zusammengefasst werden, das mit je einem 3 AT 500 803 B1 äußeren Auge an die Gelenkslaschen und mit einem mittigen Auge an das Plattenelement gelenkig angeschlossen ist.
Bei der DE 34 35 665 A1 liegt dasselbe Zusammenwirken zwischen dem plattenförmigen, als 5 Distanzhalter bezeichneten und den Strangabstand bestimmenden Abstandhalter, den hier als Isolatorenlaschen bezeichneten, schwenkbaren Gelenkslaschen und den als Dämpfungsglied bezeichneten, S-förmigen Verformungselementen vor wie bei der DE 33 05 787 A1. Im Unterschied zu DE 33 05 787 A1 werden hier zwei weitere, im Starrkörperverband bestehende Freiheitsgrade, nämlich die zwischen Distanzhalter und je einer zwischen Distanzhalter und den io beiden Seilen eingefügten Seilzuglasche eingeschlossene Winkel durch Dämpfungsglieder ausgenützt. Jedoch sind wie bei der DE 33 05 787 A1 die Kontur und mögliche Konturveränderungen des Abstandhaltersystems ausschließlich durch Starrköperzusammenhänge gegeben. Eingefügte verformbare Elemente bestimmen lediglich die Geschwindigkeit der Konturveränderung und den Grad der Ausschöpfung gebotener Freiheitsgrade. 15
Die AT 399 618 B der Anmelderin zeigt hingegen einen Abstandhalter für die Anbindung von zwei Leiterseilen an eine Doppelabspannkette, bei der zwei langgestreckte Doppellaschen das Ende je eines Isolatorenstrangs mit je einem Leiterseil verbinden. An jeder Doppellasche ist lediglich ein mäanderartig geformtes Bandeisen befestigt, welches im Zentrum des Abstandhal-20 ters mit dem gegenüberliegenden Band drehfest verbunden ist. Im Falle des Isolatorbruchs kommt es unter erheblicher, vorwiegend plastischer Verformung der Bänder zu einer zwar weiträumigen, jedoch stark gedämpften Bewegung des bruchseitigen Leiterseils samt zugehöriger Doppellasche in Abspannrichtung, wodurch es nur zu geringen Biegebeanspruchungen der Isolatorstäbe kommt. 25
Ziel der Erfindung ist es, verbesserte Dämpfungseffekte mit anderen mechanischen Strukturen und daher anderen Verformungs- bzw. Dämpfungsmechanismen und zugleich breiteren Anwendungsmöglichkeiten für weitere Kettenkonfigurationen und Seilbündelformen zu erzielen. 30 Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit einem Abstandshalter der eingangs genannten Art durch ein zwischen benachbarte Isolatorstränge im Bereich deren Anbindungsvorrichtungen für Leiterseile befestigbares, verformbares Querglied erreicht. Für dieses Querglied ist charakteristisch, dass es ausschließlich aus verformbaren und im Zuge 35 der Lastumlagerung tatsächlich auch verformten Elementen aufgebaut sind. Die Konturveränderung bei Isolatorbruch ist dann nicht durch kinematische Zwangsbedingungen beschränkt, sondern hängt ausschließlich vom Lastniveau der angreifenden Kräfte ab. Sofern bei einigen Ausführungen die jeweils seitlichen Verbindungselemente als starr bzw. weitgehend starr zu betrachten sind, sorgt der ausgedehnte und von Starrkörpern praktisch freie Innenbereich des 40 Querglieds für dessen weiträumige, von Starrkörper-Zusammenhängen im wesentlichen freie, lastniveauabhängige Konturveränderung. Im normalen Betriebszustand verhalten sich die erfindungsgemäßen Abstandhalter hingegen wie starre, lastverteilende Abstandhalter bekannter Bauart. 45 In einer Ausführungsform ist der Abstandhalter dadurch gekennzeichnet, dass das Querglied beidseits je ein Verbindungselement aufweist, welches mit mindestens einem Gelenk zum Anschließen eines Isolatorstranges und eines Leiterseiles versehen ist. Diese Verbindungselemente ermöglichen ein einfaches Anbringen des Abstandshalters an die Isolatorenstränge. so Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass an die Verbindungselemente ein an sich bekannter Klappabstandhalter mit zwei V-förmig angeordneten, und zumindest teilweise gegeneinander verschwenkbaren Schenkelstäben sowie mit einer Anschlussvorrichtung für die Anbindung eines zusätzlichen Leiterseiles angeschlossen ist. Dadurch können die Vorteile der Dämpfungseigenschaft des Querglieds und die Vorteile von Klappabstandshaltern, 55 insbesondere bei der Anbindung eines dritten Leiterseiles verknüpft werden. 4 AT 500 803 B1
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass das Querglied aus biegeverformbaren Teilverformungselementen zusammengesetzt ist, wobei die Teilverformungselemente untereinander und mit den Verbindungselementen bevorzugt verdrehungsfrei verbunden sind. Im Falle eines Isolatorbruchs kann dabei Energie schon zu Beginn der Lastumlagerung verstärkt in Schubverformung der Teilverformungselemente umgewandelt werden.
Eine Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Teilverformungselemente je eine im wesentlichen parallel zum Querglied verlaufende Führung aufweisen, in denen ein die beiden Teilverformungselemente verbindender Bolzen, der zwei Anschläge aufweist, vorgesehen ist, wobei die beiden Teilverformungselemente innerhalb der Anschläge des Bolzens gegeneinander verschiebbar sind. Dadurch wird bei windbedingter Kettenschräglage ein beschränktes Aufklappen der beiden Schenkel ermöglicht.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Stange vorgesehen ist, die in mindestens drei Teilverformungselemente hineinragt. Die Stange trägt einerseits dazu bei, dass die Längserstreckung der Querglieds erhalten bleibt, andererseits definiert sie einen gewissen Mindestabstand zwischen den Verbindungselementen.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stange Anschläge aufweist, innerhalb derer zwei Teilverformungselemente gegeneinander verschiebbar sind, wodurch ebenfalls bei windbedingter Kettenschräglage ein beschränktes Aufklappen der beiden Schenkel ermöglicht wird.
Eine besondere Ausführungsform besteht darin, dass die beiden Verbindungselemente (4) durch die Stange auf Distanz gehalten sind. Dadurch wird ein Mindestabstand zwischen den zwei Leiterseilen gewährleistet.
Der erfindungsgemäße Abstandhalter besteht im einfachsten Fall aus einem einzigen, im allgemeinen längsgestreckten, verformbaren Querglied, welches die beiden Isolatorenstränge normal zur Kettenlängsachse im Bereiche ihrer Anbindungsvorrichtungen für Leiterseile bzw. deren Klemmen in bevorzugt gelenkiger Weise verbindet. Das Querglied besitzt eine ausgeprägte Längsverformbarkeit bei Zugbelastung in seine Längsrichtung, gegenüber Querkräften dominieren als Folge seiner im allgemeinen geringen Querausdehnung Biegeverformungsgegenüber Schubverformungsanteilen.
Im Falle des Isolatorbruchs bleibt das bruchbetroffene Leiterseil durch dieses Querglied zum intakten Isolatorenstrang hin angebunden und schwingt in einer Pendelbewegung in eine bei Hängeketten unterhalb, bei Abspannketten außerhalb des zweiten, nicht bruchbetroffenen Seils befindliche Position, wobei es zusätzlich zu einer vorwiegend plastischen Längsdehnung des Querglieds und einem Verzehr der im Bereiche des bruch betroffenem Seils freigesetzten Energie kommt.
Die Längsdehnbarkeit der Querglieder wird im einfachsten Fall durch eine schlangen- bzw. doppelschlangenlinienartige Kontur realisiert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, biegeverformbare rahmen- oder ringartige Teilverformungselemente wie z.B. rechteckige Teilrahmen, kreis-, ellipsen- oder ovalförmige sowie polygonale Ringelemente aneinander zu fügen und bevorzugt drehfest miteinander zu verbinden. Das Querglied ist entweder direkt, oder über Verbindungselemente, die beidseits des Querglieds vorgesehen sind und mit denen das Querglied bevorzugt verdrehungsfrei verbunden ist, an benachbarten Isolatorensträngen befestigbar. Der Anschluss des Querglieds an den Isolatorensträngen erfolgt im Bereich der Anbindungsvorrichtungen für die Leiterseile.
Sowohl für in Abspann- als auch in Hängeketten eingebaute Verformungsabspannhalter der beschriebenen Bauart kann es von Vorteil sein, nach erfolgtem Isolatorbruch das bruchbetroffene Seil nicht nur durch das stark verformte Querglied, sondern durch ein zusätzliches Sicher- 5 AT 500 803 B1 heitsglied zum intakten Isolatorenstrang hin dadurch abzusichern, dass bei Bruch oder sonstigem Versagen des Querglieds eine straffe Zugverbindung zur gegenüberliegenden Abstandhalterseite wirksam wird. Die Länge dieses Sicherheitsgliedes muss einerseits ausreichend groß sein, um die weiträumige Längsverschiebung der bruchseitigen Abstandhalterseite nicht zu 5 behindern, andererseits auch nicht zu groß, damit der Auffangstoß nach Ausschöpfen der vorhandenen Längenreserve nicht zu Überbeanspruchung bzw. Bruch des intakt gebliebenen Isolatorenstrangs führt.
Als Anschlussbereiche für die das Sicherheitsglied repräsentierende, zusätzliche Querverbin-io düng zwischen beiden Kettenseiten kommen bevorzugt in Frage: Endbereich der Isolatorenstränge, die seitlichen Verbindungselemente des Verformungsquerglieds, Anschlussbereich der Seilklemmen, Anfangsbereich der Seile.
Das Sicherheitsglied kann ein im Ausgangszustand bevorzugt spiralig eingerolltes bzw. als 15 Schlangelinie geführtes Seil, ein ähnlich geführtes Band bzw. Kettensystem, eine gelenkige, im Ausgangszustand zollstockartig zusammengeschobene Stabkette, eine sich X-förmig kreuzende Stabkette oder jedes andere, sich bei Ausschöpfen der Längenreserve straff spannendes Zugglied sein. 20 Die Anbindung von drei in einer Ebene geführten Leiterseilen an ebenso viele, in der selben Ebene angeordnete, im wesentlichen parallele Isolatorenstränge erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass je zwei Abstandhalter in gleicher Ebene parallel und benachbart geführt werden, wobei in deren Mitte entweder zwei miteinander verbundene Verbindungselemente vorgesehen sind oder ein einziges, gemeinsames Verbindungselement beiden angrenzenden Abstandhal-25 tereinheiten angehört.
Im Falle von Hängeketten lässt sich das erwähnte, die beiden Isolatorenstränge zusätzlich verbindende Sicherheitsglied so ausführen, dass es sich zur Aufnahme eines dritten, tiefer liegenden Leiterseils eignet, indem es durch zwei an die seitlichen Verbindungselemente ange-30 lenkte, zu einer symmetrischen V-Kontur mit gemeinsamem, mittig und tiefer liegendem Gelenk verbundene Schenkel realisiert wird, wobei das dritte Leiterseil im Bereiche dieses Gelenkspunkts angeschlossen ist. V-förmige Klappabstandshalter sind beispielsweise in der österreichischen Patentanmeldung 35 A473/2003 oder dem österreichischen Patent AT 409316 beschrieben.
Ohne Zusatzvorkehrungen würde die Zugkraft des mittigen Seils die beiden V-Kontur-Schenkel des Klappabstandshalters zusammendrücken und dabei das Querglied stauchen. Von der Gefahr einer plastischen Verformung abgesehen ist dies selbst bei elastischer Kontraktion mit 40 dem Nachteil verbunden, dass bei Isolatorbruch und damit Wegfall der Quetschkräfte die plötzlich freiwerdende Federenergie sich zur im Zuge der Lastumlagerung umgesetzten potenziellen Energie summiert. Daher ist es notwendig, dass mittels eines zwischen den Schenkelstäben wirkenden Anschlags der Öffnungswinkel der V-Kontur auf einen Mindestwert begrenzt wird. 45 Insbesondere bei Doppelhängeketten mit nach unten hin abnehmendem Abstand zwischen den Isolatorensträngen kann es nützlich sein, dass bei windbedingter Kettenausschwingung und damit Schräglage der Doppelkette die Abstandhalterbreite zunehmen kann. Für diese Breitenzunahme kann das elastische Verformungsvermögen des Abstandhalters vollständig bzw. weitgehend genützt werden. Um aber diese elastischen Reserven nicht oder nur gering zu so beanspruchen, wird das verformbare Querglied erfindungsgemäß in zwei Teilglieder geteilt und kann sich bei Ausschwingen der Kette unter der Wirkung der dann schrägen Seilkräfte öffnen. Der im Falle der Lastumlagerung notwendige Gesamtzusammenhalt des Abstandhalters wird durch eine erfindungsgemäße, gezielte Beschränkung der Öffnungsdistanz mittels Bolzen, Stangen, Anschlägen, Bügeln, Klammern und ähnlichen Elementen sichergestellt. 55 6 AT 500 803 B1
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen aus einem einzigen Verformungs-Querglied samt Verbindungselementen bestehenden Abstandhalter für den Anschluss zweier Leiterseile an eine Doppelabspann- oder Doppelhängekette. Fig. 2 bis 5 zeigen jeweils Abstandhalter für die 5 Anbindung eines Dreifach-Seilbündels an eine Doppelhängekette, welche aus dem Abstandhalter gemäß Fig. 1 durch Hinzufügen von zwei V-Kontur-Schenkeln hervorgeht.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind gleiche oder ähnliche Bauteile durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet. 10
Der erfindungsgemäße Abstandhalter 1 in Fig. 1 besteht aus einem einzigen, aus elliptischen bzw. ovalen, biegeverformbaren und bevorzugt drehfest miteinander verbundenen Teilverformungselementen 3 aufgebautem Querglied 2 sowie aus je einem, an den beiden Quergliedenden bevorzugt verdrehungsfrei befestigtem Verbindungselement 4. Ein Verbindungselement 4 15 ist nicht unbedingt notwendig, so kann das Querglied 2 auch direkt an den Isolatorensträngen im Bereich derer Anbindungsvorrichtungen für Leiterseile 7 befestigt sein. An dem in Fig. 1 gezeigten Verbindungselement 4 sind mittels einem einzigen, gemeinsamen Gelenk 5 je ein Isolatorenstrang 6 sowie ein Leiterseil 7 bzw. deren Klemme angebunden. Selbstverständlich sind auch mehrere Gelenke 5 zum Anschließen an Isolatorenstränge 6 und Leiterseile 7 denk-20 bar.
Anstelle elliptischer bzw. ovaler Konturen der Teilverformungselemente 3 kommen auch kreisförmige, polygonale oder ähnliche ring- bzw. rahmenartige Konturen in Frage, ebenso könnte das Querglied 2 schlangen-, doppelschlangen- oder schraubenlinienförmig ausgeführt sein oder 25 eine andere, längsgestreckte, weiträumig längsdeformierbare Struktur besitzen.
Beim Abstandhalter 8 in Fig. 2 ist das die Verbindungselemente 4 verbindende, in Fig. 1 nicht dargestellte Sicherheitsglied als V-Klappabstandshalter ausgeführt, welcher sich zur Aufhängung eines dritten, tiefer liegenden Leiterseils 7 eignet, indem es durch zwei im Bereiche der 30 Gelenke 5 angelenkte, zu einer symmetrischen V-Kontur mit gemeinsamem, tiefer liegendem Gelenk verbundene Schenkel 10, 11 realisiert wird, wobei im Gelenk die Anschlussvorrichtung 9 für das dritte Leiterseil 7 vorgesehen ist. Ein zur Begrenzung des kleinsten Öffnungswinkels zwischen den Schenkelstäben 10, 11 dienender Anschlag 12 wird durch einen in einen der beiden Schenkel 10, 11 eingefügten Bolzen realisiert, welcher das Ineinanderklappen der 35 Schenkel hemmt (Fig. 2).
Damit die als Horizontaldistanz zwischen den Verbindungselementen 4 in Fig. 1, 2 und 3 definierte Abstandhalterbreite a im Falle windbedingter Schräglage der Doppelkette zunehmen kann, ist das Querglied 2 des Abstandhalters 13 in Fig. 3 erfindungsgemäß in zwei Teilglieder 40 2a und 2b geteilt und kann sich bei Ausschwingen der Kette unter der Wirkung der dann schrägen Seilkräfte öffnen. Die Öffnungsdistanz wird mittels eines mit Anschlägen 22, beispielsweise in Form von Endscheiben, versehenen Bolzens 14 beschränkt, der zur Wahrung einer geradlinigen Längsachse des Querglieds während der Öffnungsbewegung in einer Führung 15, z. B. im Innern zweier Rohrstummeln, geführt wird. Die beiden Teilverformungselemente 3 sind 45 innerhalb der am Bolzen 14 angeordneten Anschläge 22 gegeneinander verschiebbar. Die gezielte Beschränkung der Öffnungsweite kann ebenso mittels eingesetzter Manschetten, Bügeln, Klammern u.ä. realisiert werden. Im Unterschied zu Fig. 2 wird in Fig. 3 der als Beschränkung des kleinsten Öffnungswinkels zwischen den Schenkeln 10, 11 des Klappabstandshalters wirkende Anschlag 12 durch zwei, auf je einem Schenkel angeordnete Nasen so realisiert.
Der erfindungsgemäße Abstandhalter 16, in Fig. 4 als Aufriss und in Fig. 5 als Grundriss dargestellt, unterscheidet sich gegenüber jenem in Fig. 3 in vier Punkten: Die aus Teilverformungselementen 3 mit elliptischer bzw. ovaler Kontur aufgebauten Quergliedteile 2a, 2b sind um die 55 Querglied-Längsachse um 90° gedreht. Eine zur Beschränkung des Aufklappvorgangs bei
Claims (8)
- 7 AT 500 803 B1 Kettenschräglage dienende Stange 21 wird mittels entsprechender Bohrungen quer durch alle Teilverformungselemente 3 geführt, sodass die Stangenenden zur Beschränkung des kleinsten Öffnungswinkels zwischen den Schenkeln 10, 11 dienen können, wenn sich die Stange im wesentlichen entlang des gesamten Querglieds 2 erstreckt. Die Stange 21 weist vorzugsweise 5 Anschläge 23 auf, innerhalb derer zwei Teilverformungselemente 3 gegeneinander verschiebbar sind. Eine gemeinsame Längsachse des geteilten Quergliedes 2 wird dadurch garantiert, dass die Stange 21 in mindestens drei Teilverformungselemente 3 hineinragt (Fig. 4, 5). Die beiden oberen, äußeren Leiterseile 7 bzw. deren Klemmen sind nicht im Gelenk 5 des Verbindungselements 4, sondern mittels tiefer angeordneter Gelenke 17 an den Schenkeln 10, 11 io angeschlossen. Die unteren Schenkelenden sind nicht wie in Fig. 2 und 3 in einem gemeinsamen Gelenk zusammengeführt, sondern mittels zweier symmetrisch angeordneter Gelenke 18 an ein als Herzstück bekanntes Verbindungsglied 19 angeschlossen, welches eine Anschlussvorrichtung 20 für das untere, mittige Leiterseil 7 aufweist. 15 Wie bei Fig. 1 kommen auch bei Fig. 2, 3, 4 und 5 anstelle elliptischer bzw. ovaler Konturen der Teilverformungselemente 3 auch kreisförmige, polygonale oder ähnliche ring- bzw. rahmenarti-ge Konturen in Frage, ebenso könnte das Querglied 2 schlangen-, doppelschlangen- oder schraubenlinienförmig ausgeführt sein oder eine andere, längsgestreckte, weiträumig längsde-formierbare Struktur besitzen. 20 Patentansprüche: 1. Abstandhalter zur Anbindung von mindestens zwei Leiterseilen (7) an eine mindestens 25 zwei, zueinander im wesentlichen parallele Isolatorenstränge (6) umfassende Abspann oder Hängekette, gekennzeichnet durch ein zwischen benachbarte Isolatorstränge (6) im Bereich deren Anbindungsvorrichtungen für Leiterseile (7) befestigbares, verformbares Querglied (2).
- 2. Abstandhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Querglied (2) beidseits je ein Verbindungselement (4) aufweist, welches mit mindestens einem Gelenk (5) zum Anschließen eines Isolatorstranges (6) und eines Leiterseiles (7) versehen ist.
- 3. Abstandhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die Verbindungsele-35 mente (4) ein an sich bekannter Klappabstandhalter mit zwei V-förmig angeordneten, und zumindest teilweise gegeneinander verschwenkbaren Schenkelstäben (10, 11) sowie mit einer Anschlussvorrichtung (9, 20) für die Anbindung eines zusätzlichen Leiterseiles (7) angeschlossen ist (Fig. 2-5).
- 4. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Querglied (2) aus biegeverformbaren Teilverformungselementen (3) zusammengesetzt ist, wobei die Teilverformungselemente (3) untereinander und mit den Verbindungselementen (4) bevorzugt verdrehungsfrei verbunden sind (Fig. 1-5).
- 5. Abstandhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Teilver formungselemente (3) je eine im wesentlichen parallel zum Querglied (2) verlaufende Führung (15) aufweisen, in denen ein die beiden Teilverformungselemente (3) verbindender Bolzen (14), der zwei Anschläge (22) aufweist, vorgesehen ist, wobei die beiden Teilverformungselemente (3) innerhalb der Anschläge (22) des Bolzens (14) gegeneinander verso schiebbar sind (Fig. 3).
- 6. Abstandhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stange (21) vorgesehen ist, die in mindestens drei Teilverformungselemente (3) hineinragt (Fig. 4, 5).
- 7. Abstandhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (21) Anschläge 8 AT 500 803 B1 (23) aufweist, innerhalb derer zwei Teilverformungselemente (3) gegeneinander verschiebbar sind (Fig. 4, 5).
- 8. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die 5 beiden Verbindungselemente (4) durch die Stange (21) auf Distanz gehalten sind (Fig. 4, 5). Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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| DE3305787A1 (de) * | 1982-01-16 | 1984-08-23 | Kronenberg Gmbh & Co Kg, 5653 Leichlingen | Abspanngarnitur fuer doppel-isolatorenketten bei hochspannungsfreileitungen |
| DE3435665A1 (de) * | 1984-09-28 | 1986-04-03 | Kronenberg Gmbh & Co Kg, 5653 Leichlingen | Abspanngarnitur fuer doppel-isolatorenketten bei hochspannungsfreileitungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT500803A1 (de) | 2006-03-15 |
| AT500803B8 (de) | 2007-02-15 |
| DE102005040092A1 (de) | 2006-03-09 |
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Legal Events
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| MK07 | Expiry |
Effective date: 20240827 |