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Verfahren und Vorrichtung zum Dreschen von Körnerfruchten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Dreschen von Körnerfrüchten und kennzeichnet sich dadurch, dass gegen die Ähren harte Körner mit ent- sprechenden Energie geschleudert werden.
Solche Körner können von beliebiger Beschaffenheit sein (z. B. Sandkörner) ; man wird jedoch mit Vorteil bereits vorhandene Getreidekörner selbst verwenden, um die ausgedroschene Körner nicht mit Fremdkörpern zu vermengen, die durch weitere Manipulationen später wieder ausgeschieden werden müssten.
Um die harten Körner mit der nötigen Energie gegen die Ähren zu schleudern, kann man sich verschiedener Mittel bedienen, am besten eines Gebläses oder eines Flügelrades.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 in einem schematischen Aufriss eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Dreschverfahrens, hei welcher die Dreschkörner mittels eines Luft-oder Dampfstrahlgehläses gegen die Ähren geschleudert werden, während Fig. 2 einen schematischen Aufriss einer Ausführungsform zeigt, bei welcher ein Flügelrad angewendet erscheint.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 werden die Halme quer zur Bewegungsrichtung auf ein endloses Netz a gelegt, durch welches die Ähren vor der Düse beines Gob) äses vorbeigoführt werden. Vor der Mündung der Düse mündet in den Gebläsestrom die Zuleitung c für die auf die Ähren zu schleudernden Körner.
Die in den Gebläsestrom gelangenden Körner werden mit grosser Wucht gegen die auf dem Netz a liegenden Ähren geschleudert und dreschen nach Angabe des Erfinders diese aus. Das Netz a kann entweder ununterbrochen oder auch ruckweise bewegt werden ; im letzteren Falle ist Gelegenheit gegeben, die vor der Gebläsedüse befindlichen Ähren, falls erforderlich, zu wenden.
Die ausgedroschenen Ähren können von dem Netz a in beliebiger Weise abgehoben werden, nachher gerllttelt und weiterbefördert werden.
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den Behälter d, von dem aus'ein Teil der Körner durch eine geeignete Fördervorrichtung der Zuleitung c zugeführt werden kann, um neuerlich als Dreschkörner verwendet zu werden. Vorteilhaft wird es sein, einen Teil der Gebläseluft dazu zu benützen, die ansgedroschene Körner aus dem Behälter d zu entfernen, sie zu reinigen und sie direkt in die Minsackvorrichtung zu fördern. Dies kann mittels eines Ejektors geschehen.
Hiedurch wird in dem sschätter d ein Unterdruck erzeugt werden, welcher gleichzeitig dazu dient, die auf dem Netze a vorbeigefübrten Halme auf diesem festzuhalten, so dass die Ähren dem auf sie einwirkenden Strahle nicht ausweichen können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist oberhalb des endlosen Netzes ein Flügelrad e angeordnet, welches mit grosser Geschwindigkeit die aus dem Behälter f herab- fallenden Körner gegen die auf dem Netz a liegenden Ähren schleudert : ein Teil der sich im Behälter d sammelnden Körner wird durch das Becherwerk 9 wieder in den Bphiilter f gehoben.
Die konstruktive Ausgestaltung sowohl mit Bezug auf den Zusammenbau als auch auf die einzelnen Teile selbst lässt selbstverständlich im Rahmen des dargelegten Prinzipes mannigfache Veränderungen zu. So kann an Stelle des endlosen Netzes jede beliebige
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andere Fördervorrichtung treten, die geeignet ist, die Ähren an einem Körnerstrahl vorbeizuführen. Sie kann noch eine rüttelnde und schüttelnde Bewegung bekommen, um die
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behandelt werden. Es kann aber auch-die etwa am Ende eines Schlauches befindliche Düse der Schleudervorrichtung über die nicht bewegten Ähren hinweggeführt werden.
Die Schloadervorrichtung selbst kann in beliebiger Weise ausgestattet sein, wenn sie nur den Zweck erfüllt, die Körner mit der zum Dreschen erforderlichen Energie gegen die Ähren zu schleudern.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Verfahren zum Dreschen von körnerfrüchte, dadurch gekennzeichnet, dass gegen die Ähren harte Körner, gegebenenfalls Getreidekörner selbst, mit entsprechender Energie geschleudert werden.