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Die Erfindung bezieht sich auf eine Atarmierungseinrichtung mit wenigstens einem Sender zur Aussendung von Wähl- und Informations- insbesondere Alarmsignajen von einer zugeordneten Steuer- und Eingabeeinrichtung und auf die Sendefrequenz abgestimmten Empfängern, die über die Wählsignale für den Empfang der Informa- tions- bzw. Alarmsignale aktivierbar sind.
Um die Einsatzkräfte einer Feuerwehr- bzw Rettungseinheit od. dgl. im Einsatzfall zu alarmeren, ist es bekannt, entweder Sirenen oder analoge Funkrufsysteme mit Fünftonfolgecode und analoger Sprachausgabe zu verwenden. Da eine Alarmierung über ein derartiges Funkrufsystem im Durchschnitt 45 sec. zur Übermittlung einer Alarmierung an die Empfänger benötigt und während dieser Zeitspanne eine Alarmerung anderer Sicherheitsdienste unmöglich ist, können sich im Alarmierungsfall nicht unbeträchtliche zeitliche Verzögerungen ergeben. Zudem ist die Funkreichweite der Sendeanlagen naturgemäss beschränkt, weshalb nicht nur eine Mehrzahl von Sendeanlagen an neuralgischen Punkten vorgesehen werden muss, sondern diese Sendeanlagen auch noch untereinander bzw. mit einer Sendezentrale zu verbinden sind, was einen erheblichen Aufwand bezüglich Leitungsbau bzw.
Wartung der Leitungen mit sich bringt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Aiarmierungseinrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die eine rasche und sichere Alarmierung der
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Einsatzkräfte erlaubt und keine Datenleitungen zwischen einzelnen Sendeanlagen benötigt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Steuereinrichtung einen Mikrocontroller mit zugeordneter, über eine Eingabeeinheit programmierbarer Speichereinheit einerseits für die Speicherung von Wählsignalen und anderseits für die Speicherung von Standardinformationen sowie mehrere Eingänge für unterschiedliche Alarmmeldungen aufweist und eine Entscheidungslogik besitzt, die abhängig von dem durch eine Alarmmeldung beaufschlagten Eingang nur die für diesen spezifischen Alarmfall aufzurufenden Empfänger anwählt und an sie eine gespeicherte, diesem Alarmfall entsprechende Standardinformation und bzw. oder eine über die Eingabeeinheit bzw.
einen übergeordneten Alarmeingang eingegebene Information in digital codierter Form ausgibt, wobei die Empfänger, wie an sich bekannt, zur Anzeige der jeweiligen Alarmmeldung ein alphanumerisches Display aufweisen.
Durch diese Ausgestaltung einer Alarmierungseinrichtung ist eine rasche und sichere Alarmierung der für den jeweiligen Einsatz benötigten Kräfte möglich. An die diversen Eingänge sind beispielsweise Brandmelder und/oder Alarmierungsschalter für verschiedene Einsatzklassen (Brand, technischer Einsatz u. dgl.) angeschlossen. Diesen Eingängen werden über die Steuereinrichtung die Wählsignale der Empfänger sowie eine dem Alarmfall zugeordnete Alarmmeldung zugewiesen und mittels eines digitalen Funkprotokolles (z. B. POCSAG) innerhalb kürzester Zeit an die Empfänger übermittelt, worauf die Alarmierungseinrichtung sofort wieder für weitere Alarmierungen freigegeben wird.
Es besteht auch die Möglichkeit einer manuellen bzw. ferngesteuerten Alarmierung, bei der die Wähisignale und Alarmmeldungen der Alarmierungseinrichtung von aussen zugeführt werden. Sollte die Alarmeinrichtung zum Zeitpunkt des Einganges eines Alarmes gerade mit der Abarbeitung eines anderen Alarmes beschäftigt sein, so wird der eingehende Alarm zwischengespeichert und erst dann abgesetzt, wenn der Sender wieder verfügbar ist Die abgesetzten Alarmierungen werden von den angewählten Empfängern decodiert, gespeichert und die Alarmmeldung am Display des Empfängers ausgewiesen, so dass die Einsatzkräfte die Alarmmeldung an ihrem Empfänger jederzeit abrufen können.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn den einem Sender zugeordneten Empfängern zur
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Unterscheidung von anderen, auf der gleichen Sendefrequenz arbeitenden Alarmerungseinrichtungen gleicher oder ähnlicher Bauart nach Art von Vorwahinummern gleiche Erstgruppen von Wähisignalen und erst daran anschliessend Auswahlsignal für die bei dem jeweiligen Alarmfall anzurufende Empfängergruppe zugeordnet sind.
Somit ist nicht nur ein Ansprechen der einzelnen Empfänger, sondern auch ein Ansprechen übergeordneter Einheiten, wie Feuerwehren, Rettungen u. dgl. möglich.
Da die Empfänger den übergeordneten Einheiten untergeordnet sind, ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung in der Verwaltung und Organisation der Empfängeradressen.
Wenn die Steuereinrichtung jeden durchgeführten Alarm in einem Protokollspeicher ablegt, können sämtliche Alarmierungsdaten in einfacher Form archiviert werden.
Ist wenigstens ein zusätzlicher, räumlich getrennter Sender vorgesehen, der über einen Empfänger vom Erstsender ausgesandte Signale empfängt und in einer Steuereinrichtung eine Entscheidungslogik sowie einen Speicher aufweist, wobei die Entscheidungslogik nach den einlangenden Wählsignalen feststellt, ob diese Signale von einem berechtigten Sender stammen und nur dann diese Signale sowie die Alarmerungs- bzw. Informationssignale nach Zwischenspeicherung zur Abstrahlung über den eigenen Sender freigibt, müssen die einzelnen zur Erhöhung der Reichweite dienenden Sendeanlagen nicht mit Datenleitungen untereinander verbunden sein und es ist trotzdem eine zielsicher Alarmierung für den gewünschten Alarmierungsbereich gegeben.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 ein Prinzipschattbild einer erfindungsgemässen Alarmierungseinrichtung und Fig. 2 ein Prinzipschaltbild mehrerer solcher zusammenwirkender Alarmierungsein- richtungen.
Eine Alarmìerungseinrichtung 1 umfasst einen Sender, einen Empfänger sowie eine Steuereinrichtung, die aus einem Mikrocontroller, einer Speichereinheit (Konfigurations-, Daten- und Programmspeicher) sowie einer zugehörigen Logik und Überwachung besteht. Zur Eingabe dienen eine über eine Tastaturschnittstelle 2 angeschlos-
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sene Tastatur und ein LC-Dispiay. Die Stromversorgung der Alarmierungseinrichtung 1 wird von einer akkumutatorengestützten 12 V Gleichstromanlage sichergestellt, wodurch die Funktionssicherheit der Alarmeinrichtung 1 auch bei Ausfall des Stromnetzes gewährleistet ist.
Die Alarmierung erfolgt entweder über einen der an einer Schnittstelle 3 angeschlossenen Eingänge 1 - 8, über eine Fernsteuerung oder die Sirenensteuerung bzw. den Empfänger der Aiarmeinrichtung 1. Eine Diagnose, Konfiguration und Protokollierung von Alarmeinrichtung und Daten erfolgt genauso über eine serielle Schnittstelle (RS 232/V24), wie die Anbindung an die Fern- und Sirensteuerung. Diverse Funktionen, wie beispielsweise das Licht im Zeughaus od. dgl. im Alarmfall einzuschalten, können über die Ausgänge 1 - 5 angesteuert werden.
Im Falle der Alarmierung über einen der Eingänge 1 - 8 (beispielsweise über einen Feuermelder) oder die Sirenensteuerung werden dem Alarmfall zugeordnete Daten, wie zu alarmerende Empfänger und die an die Empfänger zu übermittelnde Textmel- dung aus dem Speicher gelesen, die Alarmierungscodes (z. B. POCSAG) vom Mikrocontroller generiert und an den Sender weitergeleitet. Die zu alarmierenden Empfänger und die auszugebenden Textmeldungen können auch mittels der Tastatur eingegeben oder über die Fernsteuerung von einer Zentrale übermittelt werden. Bei einer Alarmierung über den Empfänger der Alarmierungseinrichtung 1 werden die empfangenen Signale zuerst auf ihre Gültigkeit geprüft und nach fesgestellter Gültigkeit an die Empfänger der Einsatzkräfte weitergeleitet.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemässe übergeordnete Sendestation 4, die mittels Brandmelder 5 und/oder telefonisch auslösbar ist und die ihre Alarmmeldungen je nach gewünschtem Einsatz an eine oder mehrere lokale Alarmierungseinrichtungen 7 (beispielsweise bei Feuerwehrdepots) unter Nutzung von Vorwahinummern weiterleitet. Eine Alarmierung kann auch von einer lokalen Alarmierungseinrichtung 7 über die übergeordnete Sendestation 4 und/oder direkt an andere lokale Alarmierungseinrichtungen erfolgen.
Als Empfänger für die Einsatzkräfte dienen beispielsweise handelsübliche POCSAGPager.