AT42808B - Verfahren zur Erzeugung stetig brennender langer Lichtbögen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung stetig brennender langer Lichtbögen.

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  Verfahren zur Erzeugung stetig brennender langer Lichtbögen. 



   Für die Vornahme von Gasreaktionen zu technischen Zwecken, insbesondere für die Herstellung von Stickoxyd aus atmosphärischer Luft, ist die Erzeugung von   Hochspannungs-   lichtbögen von Bedeutung. 



   Es gelang nun bisher nicht, stetige Hochspannungslichtbögen von grösserer Länge als etwa 6 bis 8 cm in Luft zu erzeugen. Da derartige kurze Lichtbögen für technische Zwecke ungeeignet sind, haben   Birkeland   und   Eyde d {1n Lichtbogen   magnetisch ausgeblasen und die badische Anilin- und Sodafabrik bläst den zwischen einer Elektrode und einer leitenden Metallwandung gebildeten Lichtbogen durch eine besonders charakterisierte wirbelnde Luftströmung lang aus. 



   Nach der Erfindung ist es möglich, ohne ein magnetisches oder andersartiges Ausblasen lange, vollkommen   stetigp Lichtbögen   zu erzeugen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Frischluft in das den Lichtbogen umschliessende Gefäss durch viele   Zuführungs-   stellen derart verteilt zugeführt wird, dass an jeder Stelle des Lichtbogens nur so viel Luft in das Reaktionsgefäss eintritt, als der Lichtbogen in unmittebarer Nähe der einzelnen   Zuführungsstellen   vermöge der in ihm an der betreffenden Stelle erzeugten Wärme auf die für Erhaltung des Lichtbogens erforderliche Temperatur erhitzen kann. Ein Ausführungbeispiel dieses Erfindungsgedankens ist z. B. das folgende, welches auf der Zeichnung rein schematisch dargestellt ist.

   Der Lichtbogen wird durch Näherung der Elektroden eingeleitet und brennt in einem   Rohr B,   das allseitig durch viele Löcher durchbohrt ist. Das   Rohr B   ist von einem als Windkessel dienenden Gefäss A umgeben, in welches die zu behandelnde Luft eingeführt wird. 



   Die Luft strömt aus dem Gefässe   A   in den Lichtbogen im Rohr B durch die kleinen Löcher in der Rohrwandung, welche sich über die ganze Länge des Lichtbogens verteilen. 



  An Stelle des durchlöcherten Rohres kann auch eventuell ein poröses Rohr verwendet werden. Es ist hierdurch ermöglicht, die Luft dem Lichtbogen so gleichmässig verteilt zuzuführen, dass dem Bogen an keiner Stolle mehr Wärme abgeführt wird, als er an der betreffenden Stelle erzeugt. 



   Die Abführung der Gase kann zweckmässig durch eine oder beide Elektroden EI Ei erfolgen. Da eine   ausserordentlich   intensive Kühlung erforderlich ist, damit eine Rückzersetzung des bei hohen Temperaturen gebildeten Stickoxyds verhindert wird, ist es be- sonders beim Arbeiten unter erhöhtem Druck von Vorteil, der Eintrittstelle in das Abführungsrohr die Form einer Laval'schen Düse zu geben, um in ausserordentlich kurzer Zeit eine Umänderung der Wärmeenergie in Strömungsenergie zu bewirken. 



   Nach vorliegender Erfindung werden sehr lange, vollständig ruhig brennende Lichtbögen erhalten, die   t U r die Durchführung   von   Gasreaktionen besonders geeignet   sind. Das
Verfahren ist selbstverständlich sowohl für die Vornahme von Gasreaktionen bei   höhcrem     Druck, als auch bei vermindertem Druck anwendbar.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung stetig brennender langer Lichtbögen, insbesondere für Gasreaktionen, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft gleichmässig verteilt auf der ganzen Oberfläche des den Lichtbogen umschliessenden röhrenartigen Gefässes zugeführt wird.
    Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein allseitig mit Öffnungen versehenes oder poröses, röhrenartiges Gefäss, welches von einem als Windkessel dienenden weiteren Gefäss umgeben ist, so dass die Frischluft zunächst in das äussere Gefäss strömt und von diesem dem Innengefäss, in welchem der Lichtbogen brennt, durch die Öffnungen oder Poren verteilt zugeführt wird. EMI2.1
AT42808D 1908-02-01 1909-01-23 Verfahren zur Erzeugung stetig brennender langer Lichtbögen. AT42808B (de)

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