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Um die Zerlegung der Helligkeitswerte eines Halbtonnegativs in Punkte und Linien von entsprechenden Dimensionen zu erreichen, wurde in Patent Nr. 75783 ein Kopierverfahren angegeben, darin bestehend, dass bei, vor oder nach dem Kopieren des Negativ ? der Raster nicht
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wirkt. so ist klar, dass in dem letzten Falle bei dem einmaligen Kopierakt sich ein Rechteck bildet. das nach dem Mittelpunkt zu die grösste Kopier-Intensität aufweist, während an den Enden
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Projektion verschoben wird, so würde in der Mitte des Rechteckes sich ein Streifen mit der Kopier-Intensität 3 bilden, links und rechts davon noch innerhalb des senkrechten Projektionsquadrates die Intensitäten 2 und ausserhalb desselben oben das Rechteck bildend die Inten sitäten 1, welche von 0 umgrenzt sind.
Die Reihenfolge der Kopier-Intensitäten ist also () 1 3210. Wiederholt sich nun derselbe Vorgang in einem zweiten Kopierakt, aber unter Drehung
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Kreuzbalken sowohl an den Stellen höchster wie kleinster Intensität dieselbe Breite haben, etwas geändert werden.
Ein derartiger Schluss der Punkte lässt sich nur erzielen durch Fberanstrengung der Expositionszeiten, wol ei dann aber sowohl kleine Solarisationserscheinungen als auch dte Ressexion von den geätzten Glaswänden der Rasterlinien, sowie die von den Bromsilber-Molekeln seitlich zerstreuten Lichtstrahlen und ähnliche unkontrollierhare sekundäre Momente eine gewisse Rolle spielen. Noch ungünstiger liegen die Verhältnisse, falls die Winkeländerung nicht parallel zu den Seiten der Quadrate des Rasters, sondern diagonal zu denselben erfolgt, da sich dann ohne sekundäre Momente überhaupt keine Punkte, sondern nur weisse Linien bilden.
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Aber nicht nur die Form des kopierten Punktes ist für den gewollten Effekt eine ungünstige, sondern auch die Reihenfolge seiner Kopier-Intensitäten. Um nämlich die verschiedenen Lichtdurchlässigkeiten der verschiedenen Partien eines Halbtonnegativs nach dem Durchgang des Lichtes durch die Durchsichten des Kreuzrasters auf der entwickelten empfindlichen Schicht in hierzu proportionalen verschiedenen Flächenausdehnungen zum Ausdruck zu bringen, ist es unbedingt notwendig, dass die Kopier-Intensitäten in einer einfachen arithmetischen Reihenfolge wachsen, da die Tonwerte des Negativs ebenfalls eine arithmetische Reihenfolge bilden.
Dies ist noch der Fall bei einem einmaligen Kopierakt und Winkeländerung in einer Ebene, nämlich 0 1 2 3 2 1 0 ; bei zwei Kopierakten in zwei Ebenen unter gleicher Winkeländerung ist die arithmetische Reihenfolge schon total verschoben, nämlich 014565410. Dieses Missverhältnis steigert sich umsomehr. je mehr Ebenen die Winkeländerung erfolgt, so dass eine Änderung der ungünstigen Kreuzform nur auf diesem Wege ausgeschlossen ist. Eine günstige Punktform mit konzentrisch in richtiger Folge anwachsenden Lichtintensitäten, welche auch im Stande ist, die Helligkeitswerte eines Negativs oder Positivs richtig widerzugeben, lässt sich bei Kreuzrastern in verschiedenen Winkeln und Ebenen überhaupt nicht erreichen.
Ein Resultat ist nur erreichbar, wenn die zwischen den Grenzwinkeln einfallenden senkrechten und benachbarten Lichtstrahlen ganz oder teilweise eliminiert werden, dagegen die Grenzwinkel in vielen Ebenen einfallen. und zwar wird die Kurve der Kopier-Intensitäten umsomehr sich einer arithmetischen Reihe nähern und somit die Kopie um so präziser und tonreicher werden, je geringer die Anzahl der Winkel und je grösser die Anzahl der Ebenen ist. Welche Wirkung die Verminderung der senkrechten Strahlen auf die Folge der Kopier-Intensitäten hat, ist ersichtlich aus obigem Bei spiel mit zwei Kopierakten in zwei Ebenen und der Reihenfolge 014565410.
Subtrahiert man hiervon die in den beiden Kopierakten durch die zweimalige senkrechte Inzidenz ent-
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entsprechenden Partie der beiden Rechtecke, so ergibt sich 0 2343210, also wieder eine arithmetische Reihe. Eine solche Ausschaltung der senkrechten und benachbarten Lichtstrahlen während des Hauptkopieraktes ist leicht zu erfüllen, wenn man die Durchsichten des Kreuzrasters so auf die lichtempfindliche Schicht projiciert. dass die Mittelpunkte der Projektion jeder Durchsicht auf einer geschlossenen Bahn liegen.
Zur Erläuterung dienen die Fig. 1-3 und 8 der Zeichnungen. In Fig. 1 stellt das Quadrat die Projektion einer Rasterönnung dar, der Kreis den Ring, in dem sich der Mittelpunkt der Projektion bewegen soll. Um die Sache übersichtlich zu machen, sind im Ringe nur 12 Punkte 11 L) angegeben, tlnd es entsteht durch die aufeinanderfolgende Versetzung des Mittelpunktes des Quadrates an die Stelle dieser 12 Punkte die Fig. 2, in welcher die Kopier-Intensitäten mit Zinern angegeben sind. Während Fig. 2 eine Aufsicht der Projektionen einer Rasterdurchsicht darstellt, gibt Fig. 8 die Seitenansicht eines Schnittes durch Punkt 1 und dem vis-a-vis liegenden Punkt 7 der ringförmigen Bahn von Fig. 1.
An diesen beiden Punkten erfolgen die Projektionen unter zwei gleichen Winkeln ; in der Gegend x-y treffen die beiden Lichtstrahlen aufeinander
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und totalem Ausschluss jeden zentralen Lichtstrahles immer in x-y die doppelte Kopierzeit ist. Bei den 12 gewählten Punkten der Zeichnung l sind natürlich 6 solche Durchschnitte möglich und ergibt sich eben darans infolge der doppelten Kopierzeit x-y, dass der Mittelpunkt 12 KopierIntensitäten hat, wie in der Fig. 2 der Zeichnung dargestellt. Diese senkrecht zum Licht liegende maximale Kopier-Intensität 12 entsteht doch tatsächlich nur durch die Einwirkung lauter gleicher nur in verschiedenen Ebenen liegender Winkel, unter Ausschluss jeglicher senkrechten und benachbarten oder zentralen und benachbarten Lichtstrahlen.
Das Gleiche gilt natürlich für alle anderen Intensitätsziffern der Fig. : 2. Aus denselben ergabt sich die Art des Abfalles der Intensität-
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Vermehrung der Versetzpunkte und bei kontinuierlichem Lauf e. t sieh die in Fig. 3 bei vier benachbarten Rasterpunkten durch unterbrochene Linien angedeutete Form. Ist die Bahn direkt
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so ergibt sieh dementsprechend die sogenannte Eierstabform. Die Mittel, die Rasterpunktprojektionen in bestimmte Wege zu zwingen, sind natürlich vielfache ; in der Hauptsache wird
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nebst Negativ. tragende Kopierrahmen, der von dem Rahmen b getragen wird.
Dieser Rahmen b ist in Schlittenführungen c eines zweiten, halbkreisförmigen Rahmens d derart verschiebbar gelagert, dass er auf-und abbewegt werden kann. Der Rahmen d selbst dagegen ist mit Hilfe von Schlittenführungen c so an einen feststehenden Rahmenf angeordnet, dass er nach den beiden Seiten bewegt werden kann. Die an den Rahmen f befestigten Arme g für die zu den Gewichten li führenden Schnüre, Ketten oder dergl. sind zugleich als Führungsbügel für den beweglichen Rahmen b ausgebildet. Die Gewichte h, die auch durch Federn ersetzt werden können, haben die Aufgabe, den Rahmen b in der zur Belichtung erforderlichen Schräg-oder dergl. Stellung zwecks Entlastung des Exzenters A im Gleichgewicht zu halten.
Die Bewegung der beiden Rahmen b und d geschieht beispielsweise vermittels Exzenter i und k, die einstellbar mit der Antriebswelle l verbunden sind. Das Verstellen der Exzenter geschieht mit Hilfe von Schraubenspindeln m und n, die in dem mit der Welle l fest verbundenen Teil w gelagert sind. Von diesen Schraubenspindeln findet die Spindel n ihr Muttergewinde in einem am Exzenter i sitzenden Ansatz o, während die zweite Spindel m in den den Exzenter k aufnehmenden Schlitten p eingreift. Der Exzenter t muss selbstredend mit einem Schlitten x versehen sein, um der Welle in jeder Stellung des Exzenters Platz zu schaffen.
Wie Fig. 5 ersehen lässt, geht die Schrauben- spindel n für den Schlitten o durch eine genügend weite Bohrung des Schlittens p frei hindurch.
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Exzel1terwelle l seitlich hin und her. während der zweite Exzenter k sich in einer Schlittenführung x bewegt, die vermittels Stangen a mit dem Rahmen b in fester Verbindung steht.
Durch geeignete Stellung der Exzenter zueinander wird dann bei einem Antrieb der Exzenterwelle ! durch die
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oder einer künstlichen Lichtquelle so eingestellt, dass das Licht auf den Mittelpunkt, des Rasters senkrecht einfällt ; hierauf wird der Kopierrahmen, der ja mit zwei Achsen in einem Gestelle drehbar ist, horizontal gekippt, so dass der Raster oben liegt, hierauf wird das Halbtonnegativ
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der Schicht nach unten gelegt. Der Knpierrahmen muss im Interesse des Rasters pneumatisch oder mit gleichmässigem Federdruck geschlossen werden. Ist der Kopierrahmen in dieser Weise beschickt, so wird er wieder in die richtige Lage zum Licht gebracht und hierauf der Exzenter
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graphischer Rasternegative.
Auch bei dem vorliegenden Kopier) prozess ist es in manchen Fällen vorteilhaft, mit zwei verschiedenen Exzentern, d. i. zwei Ringdurcllmessern, zu arbeiten, wobei der grössere mehr die Tiefen des Originals arbeitet, der kleinere Mitteltöne und Lichter. Zwei solche Bahnen von verschiedenem Durchmesser könnten auch in eine Schneckenbahn, welche vor-und rückwärts durchlaufen wird, umgewandelt werden, dies wäre jedoch nur ein gleichvertiges kittel mit demselben praktischen Erfolg wie zwei geschlossene Bahnen.
Als praktisch hat sich bisher am meisten bewährt eine geschlossene Bahn ringförmigen Charakters, deren grösster Durchmesser nicht grösser ist, als eine Seite einer Rasterprojektion. Ist die ringförmige Bahn ein Kreis, so ist mit nur ein und demselben Winkelgrad und unendlich viel Ebenen zu rechnen.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Zerlegung von Halbtonbildern durch Kopieren mit die lichtempfindliche Schicht nicht berührenden Kreuzrastern, dadurch gekennzeichnet, dass man die Durchsichten des Kreuzrasters mit Lichtstrahlen so auf die lichtempfindliche Schicht projiziert, dass die Mittel punkte der Projektionen jeder Durchsicht auf einer geschlossenen Bahn liegen.