<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
In den gebräuchlichen Wassergasgeneratoren ist es nicht möglich, die beim Betriebe von Steìnkoh1engaswerken in bedeutenden Mengen abfallende und nur schwierig verwertbare Koks-
EMI1.2
bewirkt der hohe Aschengehalt eine rasche Verschlackung des Generators, resp. des Rostes und schliesslich bewirkt die ungleichmässige Verschlackung eine ungleichmässige Verteilung des Windes im Generator, 80 dass eine rationelle Wassergaserzeugung zur Unmöglichkeit wird.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Erzeugung von Wassergas aus Koksasche in nachstehender Weise : Die Anwendung geringer Schichthöhen, welche dem Winde weniger Wider- stand bieten würde, ist nicht möglich, wenn die bei der Wassergaserzeugung übliche Wind- geschwindigkeit von etwa 0, 5-1, 5-tn pro Sekunde, auf den freien Generatorquerschnitt gerechnet, eingehalten wird. In diesem Falle würde nämlich der grösste Teil der bei der Verbrennung im
Unterteil des Generators erzeugten Wärme in den Schornstein abgeführt werden, ohne dass die
Abgase Zeit hätten, ihre Wärme an die oberen Koksschichten abzugeben.
Verwendet man hingegen eine sehr geringe Windgeschwindigkeit (weniger als 0,5 m pro Sekunde auf den freien Generator- querschnitt) so ist auch bei geringerer Schichthöhe (weniges als 1 m) die Wärmeaufspeicherung im Generator eine genügende. Gleichzeitig ergibt sich bei Anwendung einer so geringen Wind- geschwindigkeit der Vorteil, dass der Druckverlust, welcher in dem feinkörnigen Brennmaterial entsteht, ein verhältnismässig geringer wird so dass man mit geringen Windpressungen auskommt.
Da nun zur Erzielung einer bestimmten-Stundenleistung eine nicht zu kleine Windmenge pro
Minute erforderlich ist, so muss der Querschnitt des Generators für eine gegebene Stundenleistung sehr gross genommen werden.
Bei grossen Generatorquerschnitten tritt. namentlich dann, wenn man es mitstark schlackenden
Brennmaterial zu tun hat, der erwähnte Übelstand der ungleichmässigen Windverteilung besonders stark auf. Beim vorliegenden Verfahren wird dieser Übelstand beseitigt, indem der Generator. der zweckmässig rechteckig auszubilden ist, durch vertikale Wände in mehrere Kammern geteilt wird, welche nur oben miteinander in Verbindung stehen und einen gemeinsamen Austritt der
Abgase besitzen, während sie unten voneinander abgeschieden sind.
Jede der Kammern hat natürlich eine besondere Windzufuhr, aber auch hiebei würde eine vollkommen gleichmässige Windverteilung in den verschiedenen Kammern nicht erzielt werden, wenn die eine Kammer stärker verschlackt ist als die andere. sspi der vorliegenden Erfindung wird die gleichmässige Wind- verteilung in den Kammern dadurch erzielt, dass in einem gemeinsamen Windverteilungsrohr ein hoher Druck erzeugt wird und dass dieses Windverteilnngsrohr durch einzelne enge Rohre, welche eine starke Drosselung der Windzufuhr darstellen, mit dem Unterteil der einzelnen Kammern in Verbindung steht.
Bei dieser Anordnung bleibt die Windzufuhr zu den einzelnen Kammern auch dann eine geniigend gleichmässige, wenn die einzelnen Kammern verschieden stark ver- schlackt sind und daher der Widerstand der Brennmaterialsäule in den einzelnen Kammern verschieden geworden ist. Wendet man z. B. in dem Windverteilungsrohr einen Druck von 660 m1n an, so wird z. B. in den Unterteilen der Kammern je nach dem Verschlackungsgrade ein Druck von z. B. 100,125, 150 mm herrschen.
Der Druckabfall, welcher durch die Winddrosselung bedingt ist, besitzt in diesem Falle bei den einzelnen Kammern 600-100 = 500, 600 - 125 -= 475, 600-150 == 450 MM und da sich die durch die Drosselung hindurchgehenden Windmengen wie die Wurzeln aus den Drucken verhalten, so verhält sich die Windzufuhr zu den einzelnen Kammern wie 23, 3 zu 21, 8, zu 21,2, sie ist also trotz des verschiedenen Widerstandes in der Brennmaterial- säule annähernd gleich.
Der grosse Aschegehalt des Brennmaterials macht es notwendig, auch beim Gasen anders vorzugehen als bisher üblich war. Während es bisher üblich war, den Dampf immer von oben oder abwechselnd von oben und von unten einzuleiten, um den Unterteil des Generators immer in der nötigen Wärme zu erhalten, ist dies beim vorliegenden Verfahren nicht nötig und nicht zweckmässig. Wendet man bei den üblichen Verfahren eine normale Windgeschwindigkeit von mehr als 0,5 m pro Sekunde an und gast immer von unten mit der normalen Dampfgeschwindigkeit, so erkaltet der Unterteil des Generators allmählich vollständig. Bei dem vorliegenden Verfahren der Anwendung einer ausserordentlich geringen Windgeschwindigkeit ist dies nicht der Fall, da die Wärmeleitung von oben nach unten die abkiihlende Wirkung des Windes überwiegt.
Das ) beständige Gasen von unten lässt aber die Temperatur des Generatorunterteiles nicht so hoch ansteigen, dass dadurch die Asche zum Schmelzen gelangt und eine richtige Schlackenbildung eintritt. Die Asche bleibt vielmehr beim vorliegenden Verfahren pulverförmig oder sie backt nur zu Klumpen zusammen.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
EMI2.2
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.