AT41397B - Einrichtung zur Stromvergleichung mittels selbstregelnder Belastungswiderstände. - Google Patents

Einrichtung zur Stromvergleichung mittels selbstregelnder Belastungswiderstände.

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AT41397B
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  Einrichtung zur   Stromvergleichung mittels selbstregelnder Belastungswiderstände.   



   In dem Stammpatente ist allgemein die Verwendung sogenannter, aus Leitern von hohem positiven Temperaturkoeffizienten (insbesondere Eisen) bestehender   Variationswiderstände   zur Herstellung selbstregelnder Belastungswiderstände vornehmlich zur Zähler-und ähnlicher Eichung beschrieben. 



   Die verschiedenen darin angegebenen Zusammenstellungen bestehen in dt-r Regel aus der Hintereinanderschaltung von solchen, den Strom innerhalb gewisser Grenzen von Spannungsschwankungen konstant haltenden Variatoren mit Widerständen von möglichst geringem Temperaturkoeffizienten, also praktisch   unveränderlichen Widerständen.   An   letzteren erhält   man alsdann annähernd konstante Spannung, so dass man aus dem Produkt   Ampère   mal Volt annähernd gleichbleibende Watt erreicht. 



   In vielen Fällen des Betriebes ist es nun aber einerseits nicht   immer   erforderlich Watteichungen vorzunehmen, z. B. bei der Kontrolle von   Amperestundenzählern.   so dass man den Zusammenbau der Reihenschaltung von Variatoren mit   unveränderlichen Widerständen ersparen   kann, andererseits kann man bei Verzicht auf die gleichzeitige Anwendung konstanter Messspannung, wie   sie an den Enden der unveränderlichen Widerstände h'rrscht,   auch   eine grössere   Empfindlichkeit und Genauigkeit der Einrichtung bei erhöhter Einfachheit des Aufbaus erzielen. 



   Wenn man auch ohne weiteres die blosse   Stromvergleichung mit   der in der Patentschrift Nr. 25467 beschriebenen Anordnung bewirken kann, so sind dem"Regelungsgebiet" der Variatoren in der Regel bei gleichzeitiger Benutzung der konstant erhaltenen Spannung dadurch ziemlich enge Grenzen gezogen, dass man zur Vermeidung von   Gangfehlern   der zu eichenden Zähler die so erhaltene, an den   Zählernebenschluss   anzulegende., Messspannung" möglichst hoch, also den Spannungsverlust in den die Regelung bewirkenden-den konstanten Widerständen vorgeschalteten-Variatoren möglichst gering wählen muss. Ein solcher Variator verbraucht z. B. bei 220 Volt-Netzen normal 20 Volt, so dass am Zählernebenschluss dann 200 Volt herrschen ; bei 210 Volt würde der Variator nur ca. 10 Volt, bei 230 Volt ca. 30 Volt verbrauchen. 



   Diese   Regelungsfähigkeit   von 10-30 Volt oder für die Betriebsspannung innerhalb 210 bis 230 Volt würde bereits das praktisch erreichbare Maximum darstellen, es entspräche dies aber doch erst weniger als   5%   Spannungsschwankung. 



   Will man weitere Regelungsgrenzen erlangen, so muss man demnach mehr durchschnittlichen Spannungsverlust in den Variatoren zulassen, auf Kosten der Messspannung, die am Zählernebenschluss dann bald unter das   zulässige   Mass sinken kann, und so neue Eichfehlerquellen mit sich bringen würde. 



   Da eine zu stark erniedrigt Messspannung schliesslich praktisch zwecklos wäre, so gelangt man somit für Fälle, in denen man sie nicht benötigt, zum gänzlichen Verzicht auf den konstanten Widerstand, d. h. man schaltet nur die   Variationswiderstände zwischen   die Betriebsspannung. 



  Alsdann erlangt man den besonders grossen Vorteil des höchstmöglichen   Regelungsgebietes,   indem z. B. zwischen 180 und 240 Volt   Spannungsschwankung   nur eine verschwindend geringe 

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 Stromänderung sich bemerkbar macht. Man erzielt ferner den Vorteil grösserer Unabhängigkeit der Variatoren von äusseren Temperatureinflüsscn, da die Eisendrahtspiralen bei der grossen   Wattaufnahme   (z. B. 2 Ampère mal 110 Volt in einem einzigen Glasgefäss) von einer grossen   Wa8serstofimenge   umgeben sein müssen und so gegen die äusseren auf die Glaswandungen wirkenden Einflüsse der Umgebung mehr geschützt sind. 



   Ausserdem gestaltet sich der Aufbau erheblich einfacher als sonst und man braucht bei den weiten Regelungsgrenzen keine Einstellung auf bestimmte genaue mittlere Betriebsspannungen vorzunehmen. Dies ist sonst bei kleinen Variatoren z. B. für 215 Volt-Netze, gegenüber 220 oder 225 Volt-Anlagen mittels Veränderung der Länge des konstanten Widerstandesmaterials nötig, da ja dort bei der mittleren Betriebsspannung am Variator ziemlich genau z. B. 20 Volt verbraucht werden sollen, wenn man die   Grenzen'on db   10 Volt Regelungsgebiet behalten will. 



   Dem gegenüber bleiben bei einer Regelungsfähigkeit von z. B. 180 bis 240 Volt immer noch genügend weite Regelungsgrenzen übrig, gleichviel, ob die mittlere Spannung 190 oder 230 Volt beträgt. 



   Aus allen diesen Gründen, die die Erfahrungen der Praxis ergeben, gelangt man zu der besonderen Ausführungsform des im Stammpatente Nr. 25467 beschriebenen Verfahrens unter ausschliesslicher Benutzung von Variatoren aus Leitern von hohem positiven Temperaturkoeffizienten. 



   Diese Anordnung eines Belastungswiderstandes    BW ist   in Fig. 1 schematisch dargestellt, und zwar z. B. für zwei Spannungen, wie sie im Dreileitersystem vorkommen, nämlich 110 und
220 Volt oder 220 und 440 Volt u. s. w. 



   Durch Va sind die verschieden grossen Elemente der Variatoren dargestellt, die auch nach Erfordern parallel oder hintereinander geschaltet werden können, a bezeichnet die Ausschalter und b, c und d bezeichnen kleine Schaltvorrichtungen. 



   Bei doppelter Spannung, z. B. 220 Volt ist c geöffnet und zwischen   : i-   sind die Variatoren jeder Stufe ohne Benutzung des Nulleiters zu einander in Serie geschaltet. Dagegen bei halber
Spannung, z. B. 110 Volt wird der Schalter c geschlossen, hierdurch sind die Aussenleiter mit- einander parallel geschaltet und alle Elementengruppen befinden sich in Parallelschaltung. 



   Wie die Zeichnung zeigt, lässt sich z. B. der ganze Belastungswiderstand nach Erfordern in fünf Htufen ein-und ausschalten. 



   Schaltet man einen solchen Belastungswiderstand BW gemäss Fig. 3 hinter die Hauptstromspule H eines Zählers, nachdem die Installation L abgeschaltet ist, so durchfliesst der trotz aller Spannungsschwankungen selbsttätig konstant erhaltene Strom, welcher der Zahl der ein-   geschalteten Variatoren Va entspricht,   die Hauptstromspulen des Zahlers und   ermöglicht   eine sogenannte   Ampereatundeneicbung.   



   Will man jedoch ausserdem die konstant bleibenden Watt erhalten, so ist es erforderlich auch die Spannung, an welche der   Nebenschluss as   des Zählers angelegt wird,   selbsttätig   konstant zu erhalten. 



   Dies geschieht gemäss Fig. 1 und Fig. 2, welch letztere Zeichnung die Schaltung zur Wattstundeneichung darstellt. 



   In   Fig. I   und Fig. 2 ist zu diesem Behuf eine sogenannte Spannungsabteilung am Belastungswiderstande BW vorgesehen, bestehend aus dem Variator   F  , in   der Regel einem kleinen 
 EMI2.1 
 z. B. Konstanten. Bei   Aussenleiterspannung erfolgt   der Anschluss von d an die   Minusklemme.   während b nicht angeschlossen wird. Es sind dann   also VS, R, Wr   und   WH   hintereinander z. B. zwischen 220 Volt geschaltet. Die Stromstärke beträgt in der Regel 1/2 Ampère, an Vs herrschen   20   Volt, an den übrigen konstanten Widerständen zusammen 200 Volt.

   An diese letzteren, nämlich zwischen Anschlussklemme x und dem Minuspol (bei d) wird die Nebenschlussspule   N   des Wattstundenzählers gemäss Fig. 2 angeschlossen, sie erhält also 200 Volt konstant, da der Variator Vs bei niedrigerer Netzspannung, z. B. 210 Volt selbst nur 10 Volt, bei höherer Spannung z. B. 230 Volt, 30 Volt aufnimmt. Analog herrschen bei 110 Volt an   Rund Wr   zusammen 90 Volt, also zwischen x und b, welches bei 0 angeschlossen wird, während   d   offen ist. Die konstante Spannung   ? wischen 6   und x wird wiederum dem Nebenschluss N zugeführt. 



   Es empfiehlt sich einen kleinen Regulierwiderstand R in die Spannungsabteilung einzuschalten, um auf diese Weise für die verschiedenen in Frage kommenden Widerstandsverhältnisse der Zählernebenschlüsse Rücksicht zu nehmen. Denn der Eigenverbrauch der verschiedenen Zählersysteme differiert zwischen etwa   1/25   und   /iQ   Ampère und man würde ohne   N achregtùierung bei R nicht stets die gewünschte konstante Spannung von 90 oder 200 Volt erhalten, sondern bei unverändertem konstanten Widerstände oder W, wäre die dem Neben-   schluss eines Zählers   zugeführte   Erregungsspannung umso kleiner, je geringer sein   Eigenwiderstand   ist. Dies ist aber sehr bequem durch Verstellung von R zu kompensieren, wobei R gleich nach dem   Eigenwiderstande von Zählern z.

   B. 2000, 4000 u. s. w. Ohm eingestellt sein   kann. 

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   Ohne einen solchen   Begulierwiderstand   müsste man eine entsprechende Korrektur erforderlichenfalls berücksichtigen. 



   Je nachdem man nur Ampèrestunden oder auch Wattstunden vergleichen will, operiert man nach Fig. 3 oder Fig. 2. 



   Der Vorteil der vorstehend beschriebenen Anordnung von selbstregelnden Belastung-   widerständen   besteht darin, dass man nicht allein die Wahl hat, nach   Ampère- oder Wattstunden   zu eichen, im ersteren Falle also die unter Umständen störende Erniedrigung der Nebenschlusserregung (z. B. 200 statt 220 Volt) entbehren kann, sondern vor allem auch darin, dass das Reguliergebiet derartig grosse lediglich aus Eisen hergestellte Abteilungen, also grosser Variatoren, die 110 oder 220 Volt Spannung aufnehmen und hierbei in Rotglut geraten, ein erheblich grösseres ist als, dasjenige der früher benutzten, nur für etwa   1/lo   der Betriebsspannung bemessenen Variatoren. Somit ist innerhalb wesentlich weiterer Grenzen als früher z. B. zwischen 200 und 240 Volt der Strom genau konstant.

   Ausserdem aber ist auch der Aufbau infolge des Fortfalls der Kombination kleiner Variatoren und konstanter Widerstände erheblich vereinfacht. Auch braucht man keinerlei Justierung vorzunehmen, sondern kann ein und denselben Belastungwiderstand ebenso gut in einem Netz von 210 Volt wie auch in einem solchen von 230 Volt verwenden. Statt der einen Spannungsabteilung,   die natürlich   auch gleichzeitig als Strombelastung dienen kann (wie in Fig. 2), lassen sich auf Wunsch natürlich auch mehrere versehen.

   Ebenso kann man auch bei dieser Art von Belastungswiderständen, wenn sie für Wechsel-oder Drehstrom benutzt werden, die bereits früher beschriebene Spannungstransformation mit Hilfe eines
Spartransformators anwenden, wodurch man die reduzierte an den Widerständen   Rund Wr     oderw, und Wl,   herrschende Messspannung zunächst auf die normale Betriebsspannung erhöht und dieselbe dem Zählernebenschluss zuführt, um etwaige Fehler, die von der geringeren Spannung   herrühren,   zu eliminieren. 



   Es tritt hierbei aber eine Erscheinung ein, die unter Umständen störend wirken kann. 



   Die Variatoren weisen im anfänglich kalten Zustande nur einen annähernd 10mal geringeren
Widerstand auf als bei gliihendem Zustande. Daher erhält man anfangs einen erheblichen Strom- stoss, so durch einen z. B. für 10 Ampere normal bestimmten Belastungswiderstand, der etwa aus fünf parallel geschalteten Elementen zu je 2 Ampère   z   220 Volt gebildet ist, einen Stromstoss von fast 100 Ampère, sobald der kalte Widerstand an   220   Volt angelegt wird. Wenn die Dauer dieser Stromsteigerung auch zu kurz ist, um Sicherungen zum Abschmelzen zu bringen, so wird man doch erforderlichenfalls dem   übelstande   vorbeugen, indem man nach und nach abteilung- weise z.

   B. von 2 zu 2 Ampère den Belastungswiderstand einschaltet, oder indem man für den ersten Moment durch einen geeigneten Schalter noch zunächst einen aus Nickelin oder ähnlichem
Material gebildeten Abschwächungswiderstand mit vorschaltet, der schon nach etwa 1 Sekunde abgeschaltet werden kann, da dann die Eisenwiderstände einen genügenden Erhitzungsgrad angenommen haben und dann allein eingeschaltet werden können. 



   Je zarter die Eisenwiderstände hergestellt sind, d. h. je mehr dünne Drähte in Parallelschaltung angewendet werden, deren Wärmeträgheit oder Wärmekapazität auf das geringste Mass reduziert ist, desto empfindlicher sind sie, indem sie sofort ansprechen und bei Stromdurchgang einen hohen Erhitzungsgrad annehmen und desto weniger wird der   Anfangsstromstoss   merklich sein. Alsdann wird auch die Schnelligkeit, mit der sie auf Spannungsänderungen ansprechen und den Strom konstant halten, und damit die Genauigkeit der Eichung sehr gross sein. 



   An dem Charakter vorstehend beschriebener Einrichtung wird nichts dadurch geändert, dass ein Bruchteil der Spannung etwa von gewöhnlichen oder konstanten Widerständen aufgenommen wird ; z. B. in der Weise. dass man für ein Netz von 150 Volt Spannung 40 Volt an je einem der einzelnen Abteilungen von Variatoren vorgeschalteten Nickelinwiderstande aufnehmen lässt, während 110 Volt von den Variatoren normal aufgenommen werden, vielleicht deshalb, weil man nicht eine Spezialtype von Variatoren für die vollen 150 Volt beschaffen will oder in ähnlichen Fällen.

   Jedenfalls wird aber immer ein grösserer Teil der Spannung durch die Variatoren absorbiert, bezw. es wird nicht gleichzeitig auf die Erlangung einer konstanten Spannung mit den gleichen Variatorabteilungen für die Erregung des Nebenschlusses der Zähler reflektiert. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Stromvergleichung mittels selbstregelnder Belastungswiderst nde nach Patent Nr. 25467, dadurch gekennzeichnet, dass ausschliesslich oder nahezu ausschliesslich Leiter von hohem positiven Temperaturkoeffizienten in den Stromkreis eingeschaltet werden, zum Zwecke, ein grösseres Veränderungsgebiet der Spannung, innerhalb dessen die Stromstärke sich selbsttätig konstant hält, unter Verzicht auf eine gleichbleibende Spannung zu erzielen.
    <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 ausschliesslich oder überwiegend aus Variationswiderständen hergestellten Belastungswiderstande noch eine oder wenige in der Regel kleinere, aus Variationswiderständen in Reihe mit konstanten Widerständen bestehende Abteilungen hinzugefügt werden, zum Zwecke, an letzteren die gleichbleibende Spannung für Messzwecke zu erlangen.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtungen des Belastungewiderstandes erforderlichenfalls die Abschwächung des anfangs eintretenden Stromstosses ermöglichen.
AT41397D 1904-11-19 1909-03-10 Einrichtung zur Stromvergleichung mittels selbstregelnder Belastungswiderstände. AT41397B (de)

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DE1904163877D DE163877C (de) 1904-11-19
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