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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintragen von Gasbläschen in eine Flüssigkeit, mit einer perforierten Membran, die mit zumindest zwei einander gegenüberliegenden Rändern an der Oberseite einer Grundplatte kraftschlüssig befestigt ist, wobei eine Halterung mit seitlichen, einander gegenüberliegenden, einwärts offenen Profil-Aufnahmenuten ausgebildet ist, in denen die Randbereiche der Grundplatte samt den kraftschlüssig daran befestigten Membran-Rändern eingeschoben sind.
Das Prinzip von Vorrichtungen zum feinblasigen Einbringen von Gasen in eine Flüssigkeit ist ausführlich in der WO 95/35156 A dargelegt. Diese Vorrichtungen werden auch Gasverteiler oder Belüfter, beispielsweise Streifenbelüfter, genannt, und sie haben als wesentliches Element eine perforierte Membran (Folie), die oberhalb einer Grundplatte angebracht ist. Dem Zwischenraum zwischen der Membran und der Grundplatte wird das einzutragende Gas zugeführt, wobei das Gas z. B. Luft bzw. Sauerstoff ist, und durch die Poren oder Löcher in der Membran gelangt dann das Gas in Bläschenform in die umgebende Flüssigkeit. Ein wichtiger Anwendungsbereich bei solchen Belüftern sind Klärbecken oder Flotationsbecken, wobei die Gasbläschen z.
B. an Partikeln in der Flüssigkeit hängen bleiben und diese dann zur Oberfläche tragen, oder wobei Gase Mikroorganismen in der Flüssigkeit zugeführt werden. Diese Mechanismen sind an sich hinlänglich bekannt, so dass sich hier eine weitere Erläuterung erübrigen kann.
Zur Befestigung der porösen oder perforierten Membran an der Grundplatte bzw. zur Halterung an der Grundplatte oder einem anderen Tragelement sind bereits die verschiedensten Techniken vorgeschlagen worden. Eine Vorrichtung wie eingangs angegeben ist aus der DE 42 40 300 A bekannt ; dabei ist eine schlauchförmige, einseitig gelochte Membran vorgesehen, die eine Grundplatte umgibt, und die Grundplatte mit der sie umgebenden Membran ist in einem im Querschnitt C-förmigen, nach oben hin offenen Tragprofil angeordnet und darin mit Hilfe von Spannbügeln gehalten. An der Unterseite des Profilteils wird über ein Rohr das Gas zugeführt, welches durch eine Öffnung an der Unterseite der Membran sowie in der Grundplatte zur Oberseite der Grundplatte und in den Zwischenraum zwischen dieser Grundplatte und dem oberseitigen gelochten Membranteil gelangen kann.
Diese bekannte Belüfterkonstruktion ist ersichtlich relativ aufwendig, wobei insbesondere die Membranausbildung als Schlauch sowie ihre Montage durch Aufziehen auf der Grundplatte umständlich und kostenaufwendig ist.
Eine andere Belüfterkonstruktion ist in der DE 42 06 136 A gezeigt, wobei dort eine Membran formschlüssig durch Umgreifen des Randes der Grundplatte mit einem Stülprand an dieser Grundplatte befestigt und durch einen Profilrahmen an dieser gehalten ist. Der Profilrahmen übergreift dabei mit kurzen Schenkeln die Membran an der Oberseite, um auf diese Weise ein Herausrutschen des Stülprandes der Membran zwischen den Schenkeln und der Grundplatte zu verhindern.
Auch diese Konstruktion ist verhältnismässig aufwendig und teuer, vor allem was die Ausbildung der Membran mit einer vergleichsweise dünnen Oberseite sowie den U-förmig umgebogenen dickeren Stülprand betrifft. Auch hier ist im Übrigen wiederum die Gaszuführung von der Unterseite her durch eine Öffnung in der Grundplatte vorgesehen.
Eine Gaszuführung von oben her durch die Membran hindurch ist hingegen in der US 5 352 391 A gezeigt, wobei dort die Membran mit Hilfe von speziell geformten mehrteiligen Keilelementen an der Grundplatte fixiert wird ; Membran wird dabei durch die Keilelemente in Schwalbenschwanz-förmigen Nuten der Grundplatte festgehalten. Auch hier ist die Konstruktion im Hinblick auf die Schwalbenschwanz-Nuten und die Keilelemente aufwendig, auch wenn eine einfache, plane Membran verwendet werden kann, und die Montage ist ebenfalls umständlich, abgesehen davon, dass die Anbringung eines Gaszufuhrrohres an der Membran an der Oberseite des Belüfters im Hinblick auf das Wölben der Membran im Betrieb problematisch ist.
Die DE 37 16 744 A1 beschreibt eine Begasungsvorrichtung zum feinblasigen Einbringen eines Gases in eine Flüssigkeit, wobei eine gasdichte Bodenplatte und eine perforierte Membran mit ihren Längsrändern in Nuten von Halteschienen eingeklemmt sind. Die Platte und die Membran sind entlang mehrerer Streifen (Klebe-, Vulkanisationsnähte) kraftschlüssig miteinander verbunden, wobei dazwischen nur schmale, längliche, sich im Betrieb aufwölbende Abschnitte belassen sind.
Die Verbindungsstreifen verhindern somit ein zu starkes Aufwölben der Membran. Die Platte und die Membran sind ferner auch im Bereich der Halteschienen über deren Ränder hinaus miteinander verbunden. Dadurch kann sich dort der jeweilige benachbarte freie Membranabschnitt, der bereits ausserhalb der Nut der Halteschienen liegt, von vornherein nur ausserhalb der Halteschienen
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aufwölben. Die Halteschienen bilden somit blosse Positionshalter für die Bodenplatte samt Membran. Insgesamt ist diese Konstruktion ersichtlich aufwendig und zudem wenig effizient, da die Verbindungsstreifen nicht für ein Begasen genützt werden können.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung der eingangs angeführten Art vorzusehen, die einfach in der Herstellung und Montage ist, und bei der nichtsdestoweniger die Membran, die als einfaches planes Gebilde vorliegen kann, ohne aufwendige Keil- oder Klemmeinrichtungen und ohne die Notwendigkeit von Schrauben im Betrieb sicher festgehalten werden kann. Dabei ist zu bedenken, dass durch den Gasdruck im Betrieb beim Aufwölben der Membran nach oben erhebliche Zugkräfte im Bereich der Befestigung der Membran wirken, so dass es bei bekannten Belüftungen immer wieder zum Lösen der Membranen kommen kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung der eingangs angeführten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmenuten des Profilteils an ihrer Oberseite einen Anschlag für die im Betrieb sich aufwölbende Membran bilden, wobei die streifenförmigen Ränder, wo die Membran mit der Grundplatte verbunden ist, vollständig innerhalb der Aufnahmenuten liegen.
Bei der vorliegenden Vorrichtung bilden somit die Grundplatte und die daran kraftschlüssig, bevorzugt durch Schweissen, Kleben bzw. Vulkanisieren, befestigte Membran ein Membran-Modul, welches vorgefertigt werden kann und an Ort und Stelle einfach im Aufnahme-Profilteil angebracht werden kann, welcher insbesondere Gehäuseartig ausgebildet ist (und nachstehend einfach als Profilgehäuse bezeichnet wird). Dabei wird das Membran-Modul in das Profilgehäuse bzw. in dessen randseitige Aufnahmenuten entweder der Länge nach eingeschoben oder aber bevorzugt von oben her eingeschnappt, wobei hiefür die Grundplatte zweckmässig elastisch biegbar ist, d.h. aus einem ausreichend elastischen Material, insbesondere Kunststoff, gegebenenfalls aber auch aus Metall, insbesondere Edelstahl, besteht.
Danach kann die Grundplatte im entlasteten, spannungsfreien Zustand auf dem Boden des Profilgehäuses aufliegen, wobei die Randbereiche, wo die Membranränder befestigt sind, innerhalb der seitlichen, Taschen-förmigen Aufnahmenuten liegen. Im Betrieb wird dem Zwischenraum zwischen Grundplatte und Membran wie an sich üblich das einzutragende Gas zugeführt, wobei sich die Membran nach oben dehnen bzw. wölben kann.
Dabei kommt sie randseitig am oberen inneren Nutrand zur Anlage, wodurch in diesem Bereich vom Profilgehäuse die vertikalen Kraftkomponenten aufgenommen werden, so dass im Bereich der Befestigung der Membranränder an der Grundplatte nur im Wesentlichen horizontale Kräfte wirken, die die kraftschlüssige Verbindung zwischen Membran und Grundplatte weniger belasten als vertikale Kräfte, die rasch zu einem Ablösen der Membran an der Grundplatte führen können.
Zwischen den einander horizontal gegenüberliegenden oberen Nuträndern kann sich dann die Membran selbstverständlich in der üblichen Weise so weit als notwendig oder zulässig aufwölben und dehnen. Durch diese Dehnung können auch die Poren oder Perforationen in der Membran etwas vergrössert werden, um so den bläschenförmigen Gaseintrag in die umgebende Flüssigkeit in der gewünschten Weise zu realisieren.
Wie erwähnt bilden insbesondere die oberen einwärts gerichteten Nutränder der Aufnahmenuten einen Anschlag für die sich im Betrieb aufwölbende Membran, es ist jedoch auch denkbar, an der oberen Nutwand der Membran zugewandt einen Wulst vorzusehen, der als Anschlag für die Membran dienen kann ; Nutränder selbst als Anschlag zu verwenden, erbringt demgegenüber jedoch den Vorteil, dass die Profilform einfacher, insbesondere mit konstanten Wanddicken, vorgesehen werden kann.
Für die steife Gehäuseausbildung des Profilteils ist es von Vorteil, wenn von der Oberseite der jeweiligen Aufnahmenut, insbesondere am oberen Nutrand, eine Wand nach oben absteht. Diese Ausgestaltung mit den hochragenden Wänden kann überdies mit Vorteil zu einer günstigen Weiterentwicklung im Hinblick auf die Gaszuführung von der Oberseite her genutzt werden, wobei hiefür vorgesehen wird, dass die Wände eine Stegplatte mit einem Anschluss für ein Gaszufuhrrohr aufnehmen. Diese Stegplatte bildet eine steife, brückenartige Basis für den Gasanschluss, so dass die Membran geschont werden kann (im Vergleich zur Ausbildung gemäss US 5 352 391 A); andererseits kann die Stegplatte relativ schmal sein, so dass der Gaseintrag nicht beeinträchtigt wird.
Für die Montage ist es hierbei weiters günstig, wenn die Stegplatte im Querschnitt U-förmig ist und mit den U-Schenkeln an den Wänden gleitend anliegt.
Für die Verbindung des Gaszufuhrrohres mit der Membran ist es auch vorteilhaft, wenn an der
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Stegplatte wenigstens ein die Membran rund um eine Öffnung festklemmender Klemmflansch befestigt ist. Vorzugsweise sind dabei zwei z. B. ringförmige Klemmflansche übereinander vorgesehen, zwischen denen die Membran festgeklemmt ist. Von der Oberseite her ragt dann das Gaszufuhrrohr in die Öffnung der Stegplatte bzw. der Klemmflansche und der Membran hinein, so dass der Gasanschluss einfach durch Einstecken bzw. Einschrauben verwirklicht werden kann.
Zweckmässigerweise wird der Klemmflansch bzw. werden die Klemmflansche an der oberhalb hievon vorgesehenen Steckplatte einfach angeschraubt.
Die Grundplatte besteht wie bereits vorstehend erwähnt bevorzugt aus einem ausreichend elastisch biegbaren Material, insbesondere Kunststoff, z. B. aus Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Polycarbonat, ABS oder dergl.
Ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Vorrichtung ist dabei auch, dass die Grundplatte im Vergleich zu Grundplatten bekannter Belüfter vergleichsweise dünn ausgebildet sein kann, beispielsweise eine Stärke von bloss 0,5 mm bis 1 mm aufweisen kann.
Die perforierte bzw. poröse Membran oder Folie kann bei der vorliegenden Vorrichtung in an sich bekannter Weise aus einem biegsamen elastischen Kunststoff, wie einem Polykondensat oder einem Polyadditionsprodukt, wie insbesondere Polyurethan, EPDM, Silikon, Fluor-Carbon, Polyethylen-Trifluorid, vernetzte oder unvernetzte Olefine, Polycarbonat oder dergl., bestehen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Im Einzelnen zeigen : 1 eine Draufsicht auf eine Belüfter-Vorrichtung in Form eines sog. Streifenbelüfters; Fig. 2 einen Querschnitt durch einen solchen Streifenbelüfter gemäss der Linie 11-11 in Fig. 1 ; 3 in einem vergleichbaren Querschnitt, jedoch verglichen mit Fig. 2 in einem grösseren Massstab, einen Randbereich der Grundplatte und der Membran innerhalb des Gehäuse-artigen Profilteils des Streifenbelüfters, zur Veranschauli- chung der Kräfteverhältnisse im Randbereich ; 4 in einem schematischen Querschnitt das Profilgehäuse;
Fig. 5 in einem schematischen Querschnitt das aus Grundplatte und Membran bestehende Membran-Modul ; 6 schematisch das Einsetzen bzw. Einschieben des Membran- Moduls in das Profilgehäuse; die Fig. 7a und 7b schematisch in Stirnansichten bzw. schematischen Querschnitten die Aneinanderreihung von Einheiten gemäss Fig. 1 und 2 zur Realisierung breiterer Streifenbelüfter; und Fig. 8 eine Darstellung eines Streifenbelüfters ähnlich Fig. 2, nun jedoch mit einem konvex gewölbten Boden.
In Fig. 1 und 2 ist als Vorrichtung zum Eintragen von Gasbläschen in eine Flüssigkeit ein Streifenbelüfter 1 von an sich herkömmlicher Gestalt gezeigt, wobei dieser Streifenbelüfter 1 mit gleichen anderen Streifenbelüftern zusammen eine Belüfteranlage bilden kann, um in einem Klärbecken oder dergl. Gas, insbesondere Luft oder Sauerstoff, in Bläschenform in die enthaltene Flüssigkeit einzutragen.
Gemäss Fig. 1 und 2 weist der gezeigte Streifenbelüfter 1 einen Gehäuse-artigen Profilteil 2 auf, der nachstehend der Einfachheit halber als Profilgehäuse 2 bezeichnet wird. Der Querschnitt dieses Profilgehäuses 2 ist aus Fig. 2 ersichtlich, wobei zu erkennen ist, dass an beiden Längsseiten des Profilgehäuses 2 eine Taschen-förmige Aufnahmenut 3 vorgesehen ist, die nach aussen abgeschlossen ist und sich einwärts öffnet, wobei sich an der Oberseite der Aufnahmenuten 3 jeweils am einwärts gerichteten Nutrand 4 eine einstückig anschliessende, hochragende Wand 5 befindet. Das gezeigte Profilgehäuse 2 weist weiters einen insbesondere durchgehenden, plattenförmigen ebenen Boden 6 auf. (Der Boden 6 könnte an sich jedoch auch diskontinuierlich, z.
B. gitter- oder rostförmig, ausgebildet sein. )
Oberhalb von diesem Boden 6 des Profilgehäuses 2 befindet sich im montierten Zustand des Streifenbelüfters 1 eine Grundplatte 7, die ebenfalls eben ist und eine vergleichsweise geringe Materialstärke aufweist. Die Dicke der Grundplatte 7 kann beispielsweise 0,5 mm bis 1 mm betragen. Als Material für die Grundplatte 7 eignet sich ein Kunststoff, wie Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Polycarbonat, ABS oder dergl.; die Grundplatte 7 kann jedoch auch aus Metall, insbesondere Edelstahl, bestehen.
An den beiden Längs-Randbereichen 8 der Grundplatte 7 ist eine als flacher, streifenförmiger Teil ausgebildete poröse bzw. perforierte Membran oder Lochfolie 9 mit ihren entsprechenden Längsrändern 10 beispielsweise durch Schweissen, Kleben oder Aufvulkanisieren, wie in Fig. 3 im Bereich 11gezeigt, kraftschlüssig befestigt.
Die Perforationen bzw. Poren der Membran 9 sind in der Zeichnung der Einfachheit halber
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nicht dargestellt, sie sind jedoch auf an sich herkömmliche Weise in entsprechender Grösse und Dichte vorhanden, um den gewünschten blasenförmigen Gaseintrag zu erzielen.
Gemäss der Darstellung in Fig. 1 ist der Streifenbelüfter 1 an den beiden Schmalseiten mittels Klemmleisten 12 am Ende des Membran-Moduls 13, bestehend aus Membran 9 und Grundplatte 7, abgeschlossen. Dieses Membran-Modul 13 ist für sich in einem schematischen Querschnitt in Fig. 5 gezeigt, wobei die randseitige kraftschlüssige Befestigung (Bereich 11) der Membran 9 mit ihren Längsrändern 10 in den Randbereichen 8 der Grundplatte 7 ersichtlich ist. In Fig. 4 ist ferner das zugehörige Profilgehäuse 2 gezeigt, wobei die an den ebenen Boden 6 beidseits anschliessenden Bereiche mit den Aufnahmenuten 3 für das Membran-Modul 13 sowie die beiden hievon hochstehenden Wände 5 ersehen werden können. Gegebenenfalls kann eine zusätzliche Aussteifung des Profilgehäuses bzw. Profilteils 2 vorgesehen sein, wie schematisch in Fig. 4 bei 14 gezeigt ist.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, wie das Membran-Modul 13 mit der Membran 9 auf der Grundplatte 7 unter Ausbiegen und Einführen, vgl. auch die Pfeile 15 in Fig. 6, zwischen die Wände 5 des Profil- gehäuses 2 auf einfache Weise montiert werden kann, wobei letztlich die Randbereiche 8 ; in die Aufnahmenuten 3 einschnappen und hineingleiten, so dass die in Fig. 2 und 3 gezeigte Betriebsstellung erhalten wird. Zum Auswechseln der Membran 9 wird auf einfache Weise umgekehrt vorgegangen. Wie ersichtlich ist auf diese Art die Montage der Membran 9 äusserst einfach, wogegen frühere randseitige Klemmleisten äusserst umständlich zu montieren waren und Fachkräfte erforderten. Ebenso ist ein Membranwechsel leicht möglich, und die Herstellungskosten für die Konstruktion insgesamt sind äusserst gering.
Gegebenenfalls können die Randbereiche 8,10 der Grundplatte 7 und Membran 9 innerhalb der Aufnahmenuten 3 noch mit Hilfe von sich dort durch das Material des Profilgehäuses 2 und diese Randbereiche 8, 10 erstreckenden Schrauben fixiert werden (nicht gezeigt).
Um dem Zwischenraum 16 zwischen der Membran 9 und der Grundplatte 7 das jeweilige Gas, insbesondere Luft, von oben zuzuführen, wird mit Hilfe einer Stegplatte 17, vgl. Fig. 1 und 2, sowie mit Hilfe von an dieser Stegplatte 17 angeschraubten, im Wesentlichen Ring-förmigen Klemmflanschen 18, 19, zwischen denen die Membran 9 rund um eine Öffnung 20 darin festgeklemmt ist, ein Gaszufuhrrohr 21 befestigt, wie insbesondere in Fig. 2 veranschaulicht ist. Das Gaszufuhrrohr 21 kann dabei z. B. über eine Gewindeverbindung oder einen Bajonettverschluss mit dem oberen Klemmflansch 18 in dessen Öffnung 22 verbunden sein. Die Schraubbefestigung der Klemmflansche 18,19 an der Stegplatte 17 ist in Fig. 1 und 2 nur schematisch bei 23 veranschaulicht.
Wie weiters insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Stegplatte 17 im Querschnitt U-förmig oder C-förmig ausgebildet, wobei sich ihre Schenkel 24 längs der Wände 5 erstrecken und so seitlich an diesen gehalten sind. Die Stegplatte 17 bildet ihrerseits eine ausreichend steife Basis für den Anschluss des Gaszufuhrrohres 21, der mit Hilfe der Klemmflansche 18,19 gebildet ist. Der Vollständigkeit halber ist in Fig. 2 auch eine für den Gasanschluss wie beschrieben in der Stegplatte 17 vorgesehene Öffnung 25 veranschaulicht.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, wie sich im Betrieb unter dem Gasdruck im Zwischenraum 16 zwischen der Membran 9 und der Grundplatte 7 die Membran 9 ausdehnt und wölbt, wobei sie an dem durch den oberen inneren Nutrand 4 der Aufnahmenut 3 gebildeten Anschlag 26 zur Anlage kommt. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass eine in Richtung der Membran 9 wirkende Zugkraft 27, was ihre vertikale Komponente 28 betrifft, vom Profilgehäuse 2 aufgenommen wird, so dass nur mehr eine im Wesentlichen horizontale Komponente 29 in der Ebene der Membran 9 im Befestigungsbereich 11 wirkt. Diese horizontalen Kraftkomponenten 29 belasten die kraftschlüssige Befestigung im Bereich 11 (Klebung, Schweissung oder Vulkanisation) daher nur in horizontaler Richtung, so dass die volle Länge dieser kraftschlüssigen Verbindung 11für die Festigkeitsüberlegungen herangezogen werden kann.
Ohne den Anschlag 26, d. h. ohne Aufnahme der vertikalen Kraftkomponente 28 durch das Profilgehäuse 2, würde die Schweiss-, Klebe- oder Vulkanisationsnaht in vertikaler Richtung belastet werden, was zu einer allmählichen Lösung des Verbindungsbereichs 11, d. h. zur Lösung der Membran 9 von der Grundplatte 7, führen würde.
Das Profilgehäuse 2 ist typisch 0,5 m bis 5 m lang, und es besteht beispielsweise aus Metall oder Kunststoff, insbesondere aus Edelstahl. Die Grundplatte 7 besteht wie erwähnt beispielsweise aus einem elastischen Kunststoffmaterial wie PVC, PE, PP, PC, ABS oder dergl., oder aus Edelstahl, und sie kann beispielsweise eine Dicke von bloss 0,5 mm bis 1 mm aufweisen.
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In den Fig. 7a und 7b ist gezeigt, dass breitere Ausbildungen der vorliegenden Vorrichtung ebenfalls möglich sind, wobei gemäss Fig. 7a und 7b das Profilgehäuse 2' eine Weite entsprechend mehreren Membran-Modulen 13 (wie in Fig. 15 gezeigt) aufweisen kann. Gemäss Fig. 7a sind einzelne solche Membran-Module 13 wie beschrieben, mit je einer Membran 9 über einer Grundplatte 7, wobei die Verbindung wie vorstehend anhand der Fig. 2 und 3 erläutert durch Kleben, Schweissen oder Vulkanisieren gegeben sein kann, in dem breiten Profilgehäuse 2' eingesetzt.
Zur Herbeiführung entsprechender Aufnahmenuten zwischen den äusseren Längsrändern der Vorrichtung und den dort vorgesehenen äusseren Aufnahmenuten 3 sind im Querschnitt im Wesentlichen U-förmige Stege 30, mit einem mittigen Distanzteil-Vorsprung 30' zur Bildung der Aufnahmenuten 3', mit der Bodenplatte 6' des Profilgehäuses 2' verschraubt.
Anstattdessen ist es aber wie in Fig. 7b gezeigt auch möglich, Niederhalte-Stege 31 direkt über einem entsprechend breiten Membran-Modul 13' durch Verschrauben anzubringen, welches wie im Prinzip in Fig. 2 gezeigt in randseitigen Aufnahmenuten 3 des breiten Profilgehäuses 2' mit den Randbereichen eingeschoben ist, wobei dann die Stege 31 die Membran an Stellen wie aus Fig. 7b ersichtlich an der Grundplatte 7 - die sich ebenso wie die Membran 9 über die gesamte Breite des Profilgehäuses 2' erstreckt - und am Boden 6' des Profilgehäuses 2' durch die Verschraubung festhalten. Dadurch wird die Membran 9 auch auf diese Weise gegen ein zu starkes Aufwölben gesichert, so dass die Aufwölb-Situation wie in Fig. 7a dargestellt erreicht wird.
In Fig. 8 ist schliesslich in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine gegenüber Fig. 1 bis 6 modifizierte Ausführungsvorrichtung eines Streifenbelüfters 1 gezeigt, bei der die Grundplatte 7, an deren Randbereichen 8 die Membran 9 wie beschrieben mit ihren Längsrändern 10 durch Verkleben, Verschweissen oder Vulkanisieren kraftschlüssig befestigt ist, ebenso wie der Boden 6 des Profilteils 2 konvex gewölbt ist. Durch die Wölbung der Grundplatte 7 kann das erforderliche Gasvolumen verringert werden, und der Auftrieb wird geringer. Ferner bringt die Wölbung des Bodens 6 eine steifere Konstruktion des Profilteils bzw. Profilgehäuses 2 mit sich.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zum Eintragen von Gasbläschen in eine Flüssigkeit, mit einer perforierten
Membran, die mit zumindest zwei einander gegenüberliegenden Rändern an der Oberseite einer Grundplatte kraftschlüssig befestigt ist, wobei eine Halterung mit seitlichen, einander gegenüberliegenden, einwärts offenen Profil-Aufnahmenuten ausgebildet ist, in denen die
Randbereiche der Grundplatte samt den kraftschlüssig daran befestigten Membran-
Rändern eingeschoben sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmenuten (3) des
Profilteils (2) an ihrer Oberseite einen Anschlag (26) für die im Betrieb sich aufwölbende
Membran (9) bilden, wobei die streifenförmigen Ränder (10), wo die Membran (9) mit der
Grundplatte (7) verbunden ist, vollständig innerhalb der Aufnahmenuten (3) liegen.