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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einer bekannten derartigen Einrichtung sind die Klemmorgane durch Federscheiben mit kreisrunden Durchbrüchen gebildet. Dabei ragen in die Durchbrüche Zähne hinein, die zum Klem- men der Halteorgane dienen.
Aus der DE 196 02 813 A1 ist eine Ringbuchmechanik bekannt, bei welcher das Klemmorgan einen Durchbruch zur Aufnahme eines Halteorgans aufweist, wobei die Breite des Durchbruchs zur Montageerleichterung die Breite des Halteorgans geringfügig übersteigt.
Bei diesen bekannten Lösungen ergibt sich das Problem, dass als Halteorgane praktisch nur Zapfen verwendet werden können, die mit der Rückenleiste vernietet werden müssen. Ausserdem ist ein hohes Mass an Genauigkeit bei der Herstellung der entsprechenden Durchbrüche und Laschen zur Aufnahme der Klemmorgane erforderlich. Dabei ergeben sich durch die in der Regel relativ kleinen Abmessungen der Klemmorgane bei der Positionierung derselben bei einer weitge- hend automatisierten Fertigung erhebliche Probleme. Dies führt zu einer entsprechend hohen Ausschussrate.
Ziel der Erfindung ist es diese Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich in automatischen Fertigungsstrassen einfach herstellen lassen und bei der relativ grosse Toleranzen zugelassen werden können.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art durch die kenn- zeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist sichergestellt, dass grössere Klemmorgane ver- wendet werden können, die sich daher auch relativ leicht handhaben lassen. Ausserdem können die Halteorgane eine beliebige Querschnittsform aufweisen. Ein weiterer Vorteil der länglichen Durchbrüche der Klemmorgane liegt auch darin, dass bei deren Lage und der Lage der Halteorga- ne grosse Toleranzen zugelassen werden können.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ist eine sehr einfache Herstellung der Rückenleiste ermöglicht.
Um eine sichere Klemmung der Halteorgane sicherzustellen, ist es zweckmässig die Merkmale des Anspruches 3 vorzusehen. Dabei ergibt sich bei im wesentlichen rechteckigen Klemmorganen der Vorteil, dass die Halterungen für die Klemmorgane sehr einfach hergestellt werden können.
Dabei ist es vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 5 vorzusehen.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 ergibt sich eine einfach herstellbare Halterung der Klemmorgane. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass der zwischen den Laschen und der Schie- ne verbleibende Spalt grösser ist als die Dicke des Klemmorgans, sodass dieses in axialer Richtung der Schiene verschiebbar gehalten ist. Dabei kann das Klemmorgan mit einem dem Querschnitt des zugeordneten Halteorgans entsprechenden Durchbruch versehen sein.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Einrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Schiene der Haltemechanik im Bereich der Hal- teorgane,
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie 111-111 in der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in der Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform ähnlich der Fig. 4.
Die Einrichtung nach der Fig. 1 zur Befestigung einer Haltemechanik 1 zur Aufnahme von losen mit einer Lochung versehenen Blättern weist eine Rückenleiste 2 auf, die zwischen einer Aussenhaut 3 und einem Futter 4 einer Mappe od. dgl. eingelegt ist.
In der Rückenleiste 2 sind mindestens zwei mit einem Flansch 13 versehene stiftförmige Hal- teorgane 14, die auch hohl sein können, vorgesehen. Diese sind mit ihren Flanschen 13 an der Rückseite der Rückenleiste 2 eingepresst.
Weiters weist die Haltemechanik 1 eine Schiene 7 auf, aus der Paare von sich in Längsrich- tung der Schiene 7 erstreckende Lappen 18 ausgestanzt und ausgebogen sind, die ein Klemmor- gan 19 übergreifen. Dieses Klemmorgan 19 weist einen länglichen Durchbruch 20 auf, der zur Aufnahme eines Halteorgans 14 dient. Dabei ist die sich in Längsrichtung der Schiene 7 erstrek- kende Abmessung des Durchbruchs 20 grösser als die entsprechende Abmessung eines Halteor- gans 14. Weiters sind weitere sich quer zur Längserstreckung der Schiene 7 erstreckende Lappen 30 ausgestanzt und über das Klemmorgan 19, bzw. dessen Ränder umgebogen, wobei diese
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Lappen 30 eine axiale Bewegung des Klemmorgans 19 verhindern.
Das Klemmorgan 19 weist an den Längsrändern gegen das Innere des Durchbruchs 20 gerich- tete Zähne 31 auf, wobei, wie aus der Fig. 4 zu ersehen ist, die Zähne 31 nach oben ausgebogen sind.
In der Schiene 7 sind in üblicher Weise Ringleisten 10 gehalten, in denen Halbringe 11 einge- nietet sind. Die Ringleisten 10 und die abgewinkelten Ränder der Schiene 7 sind von einer im Querschnitt im wesentlichen trapezförmigen Deckleiste 24 übergriffen.
Die Haltemechanik 1 wird bei der Montage einfach auf die aus der Rückenleiste 2, die zwi- schen der Aussenhaut 3 und dem Futter 4 einer Mappe gehalten ist aufragenden Halteorgane 14 aufgedrückt. Dabei werden die in der Schiene 7 gehaltenen Klemmorgane 19 auf die Halteorgane 14 aufgedrückt, wobei die Zähne 31 der Klemmorgane weiter ausgebogen werden. Ein späteres Abziehen der Schiene 7 ist nicht möglich, da sich in einem solchen Fall die Zähne 31 der Klemm- organe 19 in die Halteorgane 14 einpressen würden.
Die Ausführungsform nach der Fig. 5 unterscheidet sich von jener nach der Fig. 4 dadurch, dass das Klemmorgan 19' mit einem dem Querschnitt des Halteorgans 14 im wesentlichen ent- sprechenden Durchbruch 20' versehen ist. Dabei sind die Zähne 31 entlang des gesamten Umfan- ges des Durchbruchs 20' verteilt angeordnet sind.
Das Klemmorgan 19' ist dabei in axialer Richtung der Schiene 7 verschiebbar gehalten, wobei die Halterung des Klemmorgans 19', welche durch die Lappen 30' und Lappen 19 entsprechend den Lappen 19 nach der Fig. 4 gebildet ist. Dabei ist der Abstand zwischen den beiden Biegestel- len der Lappen 30' grösser ist, als die axiale Erstreckung des Klemmorgans 19'. Dadurch kann das Klemmorgan 19' entsprechend verschoben werden, wodurch entsprechend grosse Toleranzen bei der Anordnung der Halteorgane 14 zugelassen werden können, obwohl die Durchbrüche 20' der Klemmorgane 19' zum Unterschied von jenen der Klemmorgane 19 in axialer Richtung der Schiene 7 keine grössere Abmessungen aufweist, als das Halteorgan 14.
PATENTANSPRÜCHE:
1.Einrichtung zur Befestigung einer Haltemechanik (1), insbesondere einer Ringbuchmecha- nik, mit einer Rückenleiste (2) mit im wesentlichen senkrecht von dieser abstehenden Hal- teorganen (14), die mit der Haltemechanik (1) verbindbar sind, die eine Schiene (7) auf- weist, in der mit einem Durchbruch (20) zur Aufnahme eines Halteorgans (14) versehene
Klemmorgane (19) im Bereich von Durchbrüchen der Schiene (7) in einer Halterung gehal- ten sind, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Aufnahme eines Halteorgans (14) vor- gesehene Durchbruch (20) jedes Klemmorgans (19) eine sich in axialer Richtung der
Schiene (7) erstreckenden Abmessung aufweist, die jene des Halteorgans (14) übersteigt, und das Klemmorgan (19) in seiner Halterung (18,30') in axialer Richtung verschiebbar gehalten ist.