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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage und ein Verfahren zur Reinigung von Grauwasser und Wärmerückgewinnung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der österreichischen Patentschrift AT 397114 B, ist eine Anlage bekannt, die zur Grau- wasserwiederverwendung im WC, in der Waschmaschine und zur Wärmerückgewinnung für Was- ser, das dem Boiler zugeleitet wird, dient.
Im Unterschied dazu reinigt die Erfindung das anfallende Grauwasser und weist zusätzliche Vorrichtungen zur regelmässigen und automatischen Reinigung der Anlage selbst auf.
Die Wärmerückgewinnung ist in dieser bekannten Version wesentlich aufwendiger und weniger effizient als gemäss der Erfindung, zum einen, weil tatsächlich nur eine Wärmetauscherkammer vorhanden und zum anderen die Oberfläche des Wärmetauschers nur sehr gering ist. Auch ist die Wicklung nur einfach ausgeführt.
Aus der europäischen Patentschrift Nr. 0427 213 B1 ist eine Anlage bekannt, die das Grau- wasser aus Dusche oder Bad in die WC-Spülung, über ein Leitungssystem mit Pumpe und Zwi- schenspeicher, leitet. Es findet weder eine Reinigung des Grauwassers statt, noch eine Wärme- rückgewinnung.
Beide bekannten Verfahren lösen das Problem der Reinigung und der Geruchsbelästigung nicht, wohingegen die vorliegende Erfindung das Grauwasser von groben Schmutzpartikeln, wie Haaren, Sand, etc. zu 100%, und von Kleinpartikeln zu 50% reinigt.
Des weiteren ist aus der DE 28 22 084 A1 eine Anlage bekannt, in der das Frischwasser in eine Schwimmer - und Rohrkonstruktion geführt wird und der Wärmetausch dadurch stattfindet, dass sich dieses Rohr im erwärmten Grauwasser befindet.
Ferner beschreibt DE 32 05 770 A1 eine Anlage, in der ebenfalls ein Filter vom Grauwasser durchflossen wird, jedoch von oben nach unten, wobei der Filter am unteren Ende des Tankes liegt.
Aus US 4 422 932 A ist eine Anlage bekannt, die nicht nur dasGrauwasser, sondern sämtliche Abwässer, also auch die der Toilette verwendet, ausschliesslich zur Wärmerückgewinnung.
All diese Dokumente beschreiben weder eine Anlage noch ein Verfahren zur Wiederverwen- dung von Grauwasser gemäss der vorliegenden Erfindung in ihrerGesamtheit.
Die vorliegende Erfindung spart Energiekosten durch die Wärmerückgewinnung von 30%, Wasser- und Abwasser von rund 30%. Bei der vorliegenden Erfindung entsteht keine Geruchsbe- lästigung, weder durch die Wasserlagerung, noch aus dem Abwasserkanal. Auch der Wärmeent- zug durch die Wärmekammern und die damit einhergehende Abkühlung des Grauwassers ist der Nichtentwicklung von Gerüchen förderlich.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung nicht nur im Hinblick auf die Reinigung und die dadurch erzielten Einsparungen, sondern auch im Hinblick auf die problemlose Anwen- dung der erfindungsgemässen Anlage im privaten und öffentlichen Bereich, wo Duschen und Bade- wannen vorhanden sind. Dies nicht zuletzt dadurch, dass sich diese Anlage grossteils selber wartet.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe war ein Verfahren und eine Anlage zur Verfü- gung zu stellen, womit Grauwasser effizient und kostengünstig gereinigt und wiederverwendet werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass sie aus einem trichterförmigen Schlammauffangbehälter 6 und einem Ablass aus dem Schlammauffangbehälter samt Spülventil 22 besteht, der unterhalb des Trichters von einem Hohlraum umgeben ist 7, an dessen Aussenwänden 12, Wärmetauscherkammern 8, 9 samt Wärmetauscherkammerboden 13 angeordnet sind, eine Wärmetauscheraussenwand 10 und eine Wärmetauscherkammertrennwand 11 aufweist, über einen inneren Wärmetauscher 26 und einen äusseren Wärmetauscher 27 verfügt, wobei die Trich- teröffnung des Schlammauffangbehälters durch ein Feinsieb 14 verschlossen ist, und ein Grund- ablassventil 15, sowie einen Wärmetauscherkammerablass 23 aufweist, wobei im Grauwassertank 20, wie an sich aus der DE 28 22 084 A1 bekannt, eine Tauchdruckpumpe 17 mit einer Grauwas- serdruckleitung 18, ein elektrischer Schwimmerschalter 19,
ein Schwimmer 61, ein Ventilsitz 59, ein Ventilteller samt Gummidichtung 60, ein Verbindungsgestänge Ventilteller - Zapfen für Hand- bedienung 62, ein Führungsrohr Schwimmer 63, ein Mitnehmer-64, eine Sperrrolle 65 eine Halte- rolle 66, ein fixes Lager 67, ein Gestänge zum Hubmagneten 68, ein Gewicht 09, einen Hubmag- neten 70, eine lose Lasche 71 und eine Führung für das Führungsrohr 72, sowie eine Frischwas- serzuleitung 24 und ein Nachspeiseventil 25 angeordnet sind.
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In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausbildungsdetails definiert.
Die Kernerfindung, die Grauwassernutzung, zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Anlage selbsttätig einerseits das einfliessende Grauwasser reinigt, in dem es dieses von unten nach oben durch ein Feinsieb drückt, und andererseits sich selbst, insofern, als ein System vorgesehen ist, wodurch der Schlammauffangbehälter in regelmässigen Abständen mit grosser Sogwirkung entleert wird, wodurch auch die Unterseite des Feinsiebs von sämtlichen Rückständen befreit wird.
Durch die Sogwirkung vibriert das Feinsieb, sodass auch die letzten Partikel freigeschüttelt werden. Zudem ist zu berücksichtigen, dass dieses Feinsieb ständig unter Wasser liegt, sodass eine feste Ablagerung der Verschmutzungen nicht möglich ist.
Legende der Figuren:
Figur 1.) Gesamtanlage
Das Abwasser aus Bad und Dusche (Grauwasser) fliesst in einer eigenen Abwasserleitung in den Abwassersammler 1. In diesem Abwassersammler befinden sich im übrigen ein Überlauf 2 und eine Haube mit der Funktion eines Siphons 3, und eine Zuleitung 4 zum Schlammauffangbehälter 6, der am unteren Ende durch ein Spülventil 22 geschlossen ist. Dieses Spülventil 22, das in der Grundstellung geschlossen ist, wird über eine Zeitschaltuhr und dem dazugehörigen Mechanismus geöffnet. Gleichzeitig wird das Magnetventil 25 geöffnet und eine Brause beziehungsweise Regner reinigt Sieb, Wärmetauscherkammern und Tank. In der Zuleitung 4 zum Schlammauffangbehälter 6 befindet sich eine Absperrvorrichtung 5, deren Bedienung mechanisch erfolgt. Sie dient lediglich zur Ausserbetriebnahme der Anlage, hat sonst keine funktionelle Bedeutung.
Das Wasser steht bis zur Unterkante der Zuleitung zum Schlammauffangbehälter, sodass nur das darüber hinausgehende Wasser abgeleitet wird. Steht das Wasser in diesem Abwassersammler einige Zentimeter oberhalb der Oberkante der Zuleitung zum Schlammauffangbehälter, was bedeutet, dass der Tank voll ist, so wird das Wasser über das Überlaufrohr 2, in die übliche Abwasserentsorgungsleitung 28 geleitet. Eine Haube 3, die über dem Überlaufrohr angebracht ist und deren unteres Ende einige Zentimeter ins Wasser reicht, übernimmt die Funktion eines Siphons.
Der Schlammauffangbehälter 6, ist immer mit Wasser bis zu dem Feinsieb 14 gefüllt. Dieses Feinsieb 14 ist an der Schnittstelle des inneren Wärmetauscherkammerrohres 12 befestigt. Das Grauwasser wird von unten nach oben durch das Feinsieb gedrückt und in das geschlossene, nach oben hin offene System der Wärmetauscherkammern, zuerst in die innere Wärmetauscherkammer 8, anschliessend durch die äussere Wärmetauscherkammer 9 geleitet, beide getrennt durch die Wärmetauschertrennwand 11 bis zur Oberkante der Wärmetauscheraussenwand 10 und anschliessend in den Grauwassertank geleitet.
In diesen Wärmetauscherkammern 8 und 9 befinden sich jeweils mindestens zwe parallel gewickelte verzinnte Kupferrohre, innere und äussere Wärmetauscher 26 und 27, insbesondere mit einem Durchmesser von 10,15 mm, vorzugsweise 12 mm, die somit zwei mal im Gegenstromprinzip arbeiten. Ebenso besteht die Möglichkeit, einen weiteren Wärmetauscher direkt im Grauwassertank zu platzieren, um auch die Restwärme des Grauwassers aus dem Tank zu nutzen.
Dieser weitere Wärmetauscher, der in der Skizze nicht eingezeichnet ist, wird vor die vorher beschriebenen zwei Wärmetauscher in Serie installiert.
Der Grauwassertank 20 hat einen schiefen Boden 16 und ist in Richtung Grundablass 15, geneigt. Der Grundablass ist bei dieser Anlage ein zeitgesteuertes, selbsttätiges Ventil. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dieses Ventil durch einen mechanisch bedienten Kugelhahn zu ersetzen.
In diesem Grauwassertank ist ebenfalls eine druckgesteuerte Tauchdruckpumpe 17, von der eine separate Druckleitung 18 zu den WC-Spülkästen oder anderen Verwendungen führt. Der vorliegende Grauwassertank hat ein Fassungsvermögen von ca. 110 Liter, es sind aber andere Dimensionierungen möglich, je nach der Örtlichkeit und den Erfordernissen im Anwendungsgebiet.
Sollte wider Erwarten das vorhandene gespeicherte Grauwasser für den Bedarf nicht ausreichen, ist ein Magnetventil 25 an der Frischwasserzuleitung 56 angebracht. Wenn das Grauwasser im Tank ein bestimmtes Niveau unterschreitet, öffnet durch einen Schwimmschalter 19 das Magnetventil 25, und Frischwasser wird bis zur erforderlichen Menge durch die Brause 57 für etwa eine
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WC-Spülung zugeführt.
Der Grauwassertank 20 besteht aus pflegeleichtem, korrosions-, säure- und laugenbeständi- gem Kunststoff, vorzugsweise aus (PP) Polypropylen, und wurde aus Platzgründen in rechteckiger Form ausgeführt. Die Form des Tankes kann aber den örtlichen Gegebenheiten angepasst wer- den.
Mit Ausnahme der beiden Wärmetauscher, die aus galvanisch verzinntem Kupfer, und diverser Kleinteile des Spülventils, sowie der Absperrhähne, die aus Messing bestehen, ist die gesamte Anlage aus Kunststoff gefertigt. Der Grauwassertank besteht vorzugsweise aus Polypropylen, die Rohre aus (PE) Polyäthylen. Es ist zwar die Verwendung anderer Materialien, wie z. B. jeder Art von rostfreiem Material, denkbar, jedoch nicht zweckmässig.
Der Grauwassertank ist für Reinigungs- und Wartungsarbeiten mit einem Deckel 21 versehen.
Der Tank wird an eine Wand gestellt und benötigt keine separate Befestigung. Die Funktion der Anlage ist weder an fixe Masse noch an eine bestimmte Form oder bestimmte Materialien gebun- den.
Der Zweck des Spülventils 22 ist einerseits der, nach seiner Öffnung dafür zu sorgen, dass der Schlammauffangbehälter 6 vollständig von verdrecktem Grauwasser befreit wird. Andererseits aber auch der, dass durch die grosse Sogwirkung, die durch die rasche Öffnung des Spülventilsntsteht, beim Spülvorgang das Feinsieb 14 von angesammelten Schmutzpartikeln befreit wird.
Es ist deshalb aber auch von äusserster Wichtigkeit, dass dieses Feinsieb ständig unter Wasser steht, damit die Schmutzpartikel keine Gelegenheit bekommen, sich daran abzulagern.
Die zwei Wärmetauscherkammern 8 und 9 sind mit einem Boden 13 ausgestattet, der einen gemeinsamen Ablass 23 aufweist, der ebenfalls Reinigungszwecken dient. Über ein Rückflusssperr- ventil 23, es wird durch das Spülventil 22 aktiviert, erfolgt die Entleerung und somit Reinigung der zwei Wärmetauscherkammern. Die im Wärmetauscher befindliche Trennwand 11, endet ca.
15 mm oberhalb der Unterkante dieser Kammem, um dem Wasser einen optimalen Umlauf zu ermöglichen. An der Oberkante ist diese Trennwand mind. 50 mm höher als die Oberkante der Wärmetauscheraussenwand 10.
Zwischen der Innenwand der Wärmetauscherkammern 12 und der Aussenwand des Schlamm- auffangbehälters 6 befindet sich ein Hohlraum 7, der eine Isolierungsfunktion zwischen dem Grau- wasser im Schlammauffangbehälter 6 und der inneren Wärmetauscherkammer 8 übernimmt.
Das Spülventil 22, befindet sich am unteren Ende des Schlammauffangbehälters 6, ausserhalb des Grauwassertanks 20. Am tiefsten Punkt des Spülventils ist am Ventilteller eine Gummidichtung 31, mit einer Durchlassöffnung von mindestens 45 mm angebracht.
Diese Öffnung, die zugleich auch den Ventilsitz 29 darstellt, führt direkt über das Ablaufrohr 30 in die übliche Abwasserentsorgungsleitung 28.
Der gesamte Mechanismus des Spülventils, mit Ausnahme des elektrischen Hubmagneten 45, und des aus dem Ventildeckel ragenden Zapfens 32 am Ende des Gestänges 32 für die händische Bedienung des Spülventiles 22, befindet sich in einem Behälter 47, dessen oberes Ende mit einem Deckel 42 versehen ist, und welches mindestens 6 cm über dem Niveau des Überlaufrohres 2 liegt. Dadurch benötigt das Spülventil keine Abdichtung nach oben.
Am Ventilteller 31 ist ein Verbindungsgestänge 32 befestigt, das am oberen Ende mit einem Mitnehmer 33, dessen äusserer Durchmesser grösser ist als der Durchmesser des Verbindungsroh- res, versehen ist. Dieser Mitnehmer dient einerseits als Anschlag für das Führungsrohr 35 zum Öffnen des Ventils und andererseits als Anschlag für die obere Halterolle 41, um ein vorzeitiges Senken und somit Schliessen des Ventiltellers 31 zu verhindern. Bei deaktiviertem Magnetventil 45 weicht die Halterolle 41 zur Seite. Somit kann sich das Gestänge 32 und der Ventilteller 31 senken und das Spülventil schliessen.
Es wird dadurch eine direkte Verbindung zwischen dem aus dem Spülventildeckel 42 ragenden Zapfen 32a und dem Spülventilteller mit Dichtung 31 hergestellt, wodurch auch eine händische Auslösung des Spülvorganges ermöglicht wird.
Um zu einer automatischen Spülung zu gelangen, wie in der vorliegenden Erfindung, sind fol- gende Teile notwendig :
Innerhalb eines Behälters 47, auf dessen Deckel 42 ein Hubmagnet 45 angebracht ist, befindet sich ein Schwimmer 34, der fest mit einem Führungsrohr 35 verbunden ist, dessen Enden aus dem Schwimmer ragen, der durch eine Sperrrolle 39, am Auftrieb, der durch das in diesem Schlamm-
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auffangbehälter 6 befindliche Grauwasser entsteht, behindert wird.
Dieser Schwimmer 34 wird durch eine Distanzdrosselscheibe 36 am unteren Ende und durch die Distanzscheibe 37, am oberen Ende mit Hilfe des Führungsrohres 35 geführt.
Die bereits erwähnte Sperrrolle 39, die mittels eines Gewichtes 46 an das Verbindungsgestän- ge 32 gedrückt wird, ist an einer beweglichen Lasche 40 befestigt, diese wiederum ist durch ein fixes Lager 43 so gehalten, dass die Sperrrolle ohne fremde Krafteinwirkung den Spülventil- schwimmer 34 am Auftrieb hindert und somit ein Auslösen des Spülventils erst ermöglicht, wenn mittels des Hubmagneten 45 über das Gestänge 44 die Lasche 40 angehoben wird und die Sperr- rolle 39 vom Schwimmerführungsrohr 35 zur Seite weicht.
Durch die Auftriebskraft hebt der Schwimmer, der oberhalb des Führungsrohrs den Mitnehmer berührt, das Verbindungsgestänge 32 und somit den Ventilteller samt Dichtung 31 vom Dichtungs- sitz 29 ab.
Der Schlammauffangbehälter 6 und die Wärmetauscherkammer 8 und 9 werden dadurch ent- leert.
Die oben erwähnte Distanzdrosselscheibe 36, sie ist am Spülventilbehälter 47 befestigt, hat neben der Aufgabe der Schwimmerführung zusätzlich noch die Funktion, beim Spülvorgang das Grauwasser im Schwimmerbereich nur langsam abfliessen zu lassen, um ein vorzeitiges Absinken des Schwimmers 34 durch den Sog beim Spülvorgang und damit das Schliessen des Ventils zu verhindern. Durch die Drosselbohrung 36a erfolgt diese Verzögerung.
Nach dem Abfliessen des Wassers aus dem Schlammauffangbehälter 6 wird das Spülventil 22 solange durch die obere Halterolle 41 offengehalten, und somit eine gründliche Reinigung des Regners 57, beziehungsweise der Brause ermöglicht, bis über eine Zeitschaltuhr die Stromversor- gung von Magnetventil 25 und Hubmagnet 45 unterbrochen wird. Vorteilhafte Spül- und Reini- gungszeit etwa eine Minute.
Durch das Absinken des Schwimmers 34 rastet die Sperrrolle 39 selbständig wieder ein.
Die obere Distanzscheibe 37 ist durch mindestens zwei Halterungen 38 am Spülventildeckel 42 befestigt. An dieser Halterung 38 ist die bewegliche Lasche 40 gelagert.
Das Rückflusssperrventil 48, das zur Entleerung der Wärmetauscherkammern dient, wird durch Absinken des Wasserdruckes im Schlammauffangbehälter 6, verursacht durch den Spülvorgang, aktiviert und gibt den Abfluss aus den Wärmekammern frei. Das Ventil wird geschlossen, sobald Wasser in den Schlammauffangbehälter fliesst, durch Anhebung des Kugelschwimmers 51, um ein Eindringen von Grauwasser in die Wärmetauscherkammem zu verhindern.
Das Rückflusssperrventil 48 besteht aus folgenden Teilen : Verbindungsstück 52 zum Spülventil 22, einer Ventilkammer 50, einem Kugelschwimmer 51, einem Sperrstift 53, einem schraubbaren Verschluss 54, sowie einem Dichtungssitz 49.
Befindet sich Wasser im Schlammauffangbehälter, so liegt der Kugelschwimmer am Ventilsitz an. Sinkt der Wasserspiegel unter die Höhe des Ventilsitzes, sinkt der Kugelschwimmer herab und bleibt letztlich auf dem Sperrstift liegen. Dieser Sperrstift verhindert, dass der Kugelschwimmer sich vor die Öffnung des Verbindungsstückes zum Spülventil legt und somit dem Wasser den Weg versperrt.
Das Tankspülventil 15 besteht aus folgenden Einzelteilen : demVentilsitz 59, dem Ventilteller samt Gummidichtung 60, Schwimmer 61, Verbindungsgestänge Ventilteller - Zapfen für Handbe- dienung 62, Führungsrohr - Schwimmer 63, Mitnehmer 64, Sperrrolle 65, Halterolle 66, fixes Lager 67, Gestänge zum Hubmagneten 68, Gewicht 69, Hubmagnet 70, lose Lasche 71, Führung für Führungsrohr 72 ; wie beim Spülventil 22. Das Tankspülventil dient zur periodi- schen Reinigung des Grauwassertanks 20 und wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert.
Der Grauwassertankboden 16 ist in Richtung Grundablass 15 geneigt, damit beim Öffnen des Grundablasses eventuelle restliche Schmutzpartikel mitentfernt werden. Dadurch wird die periodi- sche Reinigung des Tankes ermöglicht.
Beim Spülvorgang des Spülventils, ausgelöst durch die oben erwähnte Zeitschaltuhr wird zeit- gleich das Magnetventil 25 aktiviert. Die Brause 57, welche sich oberhalb des Feinsiebes 14 befin- det, unterstützt die Reinigung des Siebes 14, der Wärmetauscherkammern 8 und 9 und des ge- samten Grauwassertanks 20.
Sinkt der Wasserspiegel im Grauwassertank unter ein festgesetztes Niveau, wird das Magnet- ventil 25 über einen Schwimmschalter 19 aktiviert, sodass Frischwasser in den Grauwassertank 20
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einfliesst.
Über die Frischwasserleitung 24 gelangt Frischwasser zu dem in der äusseren Wärmetauscher- kammer 9 befindlichen Wärmetauscher 27, am unteren Ende der beiden Wärmetauscherkammem fliesst das Frischwasser in den inneren Wärmetauscher 26, der sich in der inneren Wärmetauscher- kammer 8 befindet.
Durch die Ableitung 56 gelangt das vorgewärmte Frischwasser zur jeweiligen Warmwasserauf- bereitungsanlage. Die gesamte Wärmerückgewinnungsanlage, es ist eine geschlossenes System, besteht aus verzinnten Kupferrohren, welche mindestens zweifach gewickelt sind. Da diese Wär- metauscher zweimal im Gegenstromprinzip arbeiten, wird ein hoher Wirkungsgrad bei der Wärme- rückgewinnung aus dem Grauwasser erzielt. Das auf diese Weise gewonnene vorgewärmte Was- ser wird zur Warmwassererzeugung verwendet und kann aufgrund seiner Bauart für jede Art von Warmwassererzeugung und Boiler verwendet werden. Die Abwärmerückgewinnung benötigt weder Steuerung noch Pumpe.
Der Wasserhahn 58 dient Reinigungszwecken insofern, als er einen Schlauchanschluss dar- stellt, zum leichteren Ausspritzen des Grauwassertankes.
Die Tauchdruckpumpe 17 erzeugt den erforderlichen Druck, der für die Speisung der Grau- wasserdruckleitung erforderlich ist. Diese Tauchdruckpumpe wird durch einen Druckschalter akti- viert. Dieser Druckschalter ist ausserhalb des Tankes in der Grauwasserdruckleitung 18 angebracht und aktiviert sich seinerseits, wenn der Wasserdruck in der Grauwasserleitung absinkt. In dieser Anlage schaltet sich die Pumpe bei einem Druck von 3,5 bar aus und bei 1,5 bar ein.
Das Grauwasser fliesst mit einer durchschnittlichen Temperatur von zwischen 25 und 35 -Grad Celsius über den Abwassersammler in den Schlammauffangbehälter und wird von dort, durch den Druck des nachfliessenden Wassers, durch das obenliegende Feinsieb in die innere Wärmetau- scherkammer gedrückt, durchfliesst diese, anschliessend die äussere Wärmetauscherkammer und gelangt schliesslich in den Grauwassertank.
Von dort wird es, je nach Bedarf, durch die Grauwasserdruckleitung in den z.B. WC-Spülkasten geleitet oder einer anderen Verwendung zugeführt, wie z. B. der Gartenbewässerung, Autowäsche, etc.
In regelmässigen Abständen, die durch eine Zeitschaltuhr reguliert werden können, kann der Grundablass 15 geöffnet und das Grauwasser aus dem Tank abgelassen werden. Unterstützt wird die Reinigung durch die bereits erwähnte Brause 57.
Sowohl der Schlammauffangbehälter, als auch unmittelbar damit verbunden die Wärmetau- scherkammern, sind über das Spülventil 22 und das Rückflusssperrventil 48 vom Schmutz im verbliebenen Grauwasser zu befreien.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Anlage weisen erhebliche Vorteile auf. Durch die Summe von Detaillösungen in Kombination mit bewährter Technik, wird mit relativ wenig Aufwand ein Verfahren und eine Anlage zur Verfügung gestellt, die es erlauben, -Grauwasser in gereinigter Beschaffenheit für den täglichen Gebrauch wieder zur Verfügung zu stellen.
Vor allem durch die Reinigung des Grauwassers durch das Feinsieb 14, wobei das Grauwas- ser von unten durch das Feinsieb strömt, ist eine effiziente Reinigung nicht nur des Grauwassers, sondern auch des Feinsiebes selbst gewährleistet.
Die Vorteile dieser Erfindung liegen in der Reduzierung des Frischwasserbedarfes, des Ener- gieaufwandes und des Abwassers. Die Wärmerückgewinnung verursacht bei dieser Erfindung überhaupt keine Betriebskosten, die Grauwasserreinigung und -wiederverwendung lediglich die Kosten des Stromes für die Tauchdruckpumpe. Es gibt weder eine Geruchs- noch eine Lärmbeläs- tigung, die Anlage wartet sich praktisch selber.
Mit freiem Auge ist das gewonnene Grauwasser nicht mehr als auch nur geringfügig verschmutzt zu erkennen.
Diese Anlage lässt sich überall dort verwenden, wo Grauwasser anfällt und wiederverwendet werden kann, wie z. B. in Wohnungen, Einfamilienhäusern, Wohnanlagen, Pensionen, Hotels, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kasernen, Sportstätten, Bürogebäuden, etc.
Im übrigen ist diese Anlage sowohl nur zur Wiederverwendung des Grauwassers, als auch für die Wärmerückgewinnung allein einsetzbar, als auch in der Kombination der beiden Funktionen.
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Legende der Ziffern: 1. Abwassersammler 2. Überlaufrohr, 3. Siphon in Form einer Haube 4. Zuleitung zum Schlammauffangbehälter 5. Absperrvorrichtung 6. trichterförmiger Schlammauffangbehälter 7. Hohlraum 8. Innere Wärmetauscherkammer 9. Äussere Wärmetauscherkammer 10. Wärmetauscheraussenwand 11. Wärmetauscherkammertrennwand 12. Innenwand Wärmetauscherkammern 13. Boden Wärmetauscherkammern 14. Feinsieb 15. Grundablassventil 16. Boden Grauwassertank 17. Tauchdruckpumpe 18. Grauwasserdruckleitung 19. Elektrischer Schwimmschalter 20. Grauwasserbehälter 21. loser Grauwassertankdeckel 21 a befestigter Teil des Grauwassertankdeckels 22. Spülventil 23. Wärmetauscherkammernablass - Zuleitung Rückflusssperrventil 24. Frischwasserzuleitung 25. Magnetventil 26. innerer Wärmetauscher 27. äusserer Wärmetauscher 28. Abwasserleitung 29. Ventilsitz Spülventil 30.
Ablaufrohr Spülventile 31. Spülventilteller und Gummidichtung 32. Verbindungsgestänge Ventilteller 32a Zapfen für Handbedienung 33. Mitnehmer 34. Schwimmer 35. oberes und unteres Führungsrohr- Schwimmer 36. Distanzdrosselscheibe 36a Drosselbohrung 37. Distanzscheibe 38. Halterungen Distanzscheibe 39. Sperrolle 40. bewegliche Lasche 41. Halterolle 42. Spülventildeckel 43. fixes Lager Lasche 44. Gestänge zum Hubmagnet 45. Hubmagnet 46. Gewicht 47. Spülventilbehälter 48. Rückflusssperrventil 49. Dichtungssitz 50. Ventilkammer
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51. Kugelschwimmer 52. Verbindungsstück zum Spülventil 53. Sperrstift 54. schraubbarer Verschluss 55. Absperrhahn 56. Abgang Frischwasserleitung von den Wärmetauschern 57. Brause, bzw. Reiniger für Reinigungszwecke und Nachspeisung/Niveauregulierung 58. Absperrvorrichtung für Reinigungsschlauch 59. Ventilsitz 60.
Ventilteller samt Gummidichtung 61. Schwimmer 62. Verbindungsgestänge Ventilteller - Zapfen für Handbedienung 63. Führungsrohr - Schwimmer 64. Mitnehmer 65. Sperrolle 66. Halterolle 67. fixes Lager 68. Gestänge zum Hubmagnet 69. Gewicht 70. Hubmagnet 71. lose Lasche 72. Führung für Führungsrohr
PATENTANSPRÜCHE: 1.
Anlage zur Reinigung und Wiederverwendung von Grauwasser und Wärmerückgewin- nung, umfassend einen Grauwassertank, versehen mit einem v-förmigen zum Grundablass hin geneigten Grauwassertankboden, einem losen Grauwassertankdeckel, einem befestig- ten Teil des Grauwassertankdeckels mit Durchlass, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem trichterförmigen Schlammauffangbehälter und einem Ablass aus dem Schlammauf- fangbehälter samt Spülventil (22) besteht, der unterhalb des Trichters von einem Hohlraum (7) umgeben ist, an dessen Aussenwänden (12) Wärmetauscherkammern (8, 9) samt
Wärmetauscherkammerboden (13) angeordnet sind, die eine Wärmetauscheraussenwand (10) und eine Wärmetauschertrennwand (11) aufweisen und über einen inneren Wärme- tauscher (26) und einen äusseren Wärmetauscher (27) verfügen,
wobei die Trichteröffnung des Schlammauffangbehälters durch ein Feinsieb (14) verschlossen ist, und ein -Grund- ablassventil (25), sowie einen Wärmetauscherkammerablass (23) aufweist, wobei im Grau- wassertank (20), wie an sich bekannt, eine Tauchdruckpumpe (17) mit einer Druckleitung (18), ein elektrischer Schwimmschalter (19), ein Schwimmer (61), ein Ventilsitz (59), ein
Ventilteller samt Gummidichtung (60), ein Verbindungsgestänge Ventilteller-Zapfen für
Handbedienung (62), ein Führungsrohr - Schwimmer (63), ein Mitnehmer (64), eine Sperr- rolle (65), eine Halterolle (66), ein fixes Lager (67), ein Gestänge zum Hubmagneten (68), ein Gewicht (69), ein Hubmagnet (70), eine lose Lasche (71) und eine Führung für das
Führungsrohr (71),sowie eine Frischwasserzuleitung (24) und ein Nachspeiseventil (25) angeordnet sind.