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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verbesserung der Nasenatmung mit zwei in die bei- den Nasenöffnungen einführbaren Armen, die gegenüber einer zentralen Mittelebene symmetrisch zueinander ausgebildet sind, von einem ausserhalb der Nase sich erstreckenden Verbindungsab- schnitt verbunden sind und ausgehend vom Verbindungsabschnitt jeweils einen ersten Abschnitt aufweisen, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms von der Mittelebene verringert, und jeweils einen zweiten Abschnitt aufweisen, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms von der Mittelebene vergrössert, wobei die beiden Abschnitte bogenförmig aneinander anschliessen und die Bereiche der bogenförmigen Verbindungen der beiden Abschnitte Anlagebereiche zur Anlage an der Nasenscheidewand bilden.
Aus der DE 196 16 875 A 1 ist eine Vorrichtung zur Verbesserung der Nasenatmung bekannt, die zwei Arme aufweist, die jeweils von Drahtbügeln gebildet werden, wobei die Flügelelemente in die Nasenöffnung des Trägers eingesetzt werden, um die Nasenwände nach aussen zu drücken.
Die Arme dieser relativ kompliziert aufgebauten Einrichtung reichen relativ weit in das Innere der Nase hinein, so dass die Gefahr von Schleimhautreizungen gegeben ist, auch aufgrund des relativ grossen Auflagebereiches dieser Arme. Ausserdem kann diese Einrichtung während der Benutzung, insbesondere während einer Benutzung im Schlaf aus der Nase herausrutschen.
Eine weitere Einrichtung zum Einsetzen in die Nase des Benutzers ist aus der DE 200 02 626 U1 bekannt. An den Enden eines Bügels sind Kugeln angebracht. Diese sollen beim Tragen der Einrichtung einen gleichmässigen Druck auf die Nerven der Nasenscheidewand ausüben, wodurch ein Stimulations-Effekt erreicht werden soll. Eine bei einer längeren Benutzung anhaltende Wirkung erscheint hier zweifelhaft.
Ein Nasenflügelheber, der von innen auf die Nasenflügel wirkt, ist weiters aus der DE 200 02 766 U1 bekannt. Bei den Ausführungsbeispielen gemäss den Figuren 1 und 2 wird, falls ein herausrutschen der Einrichtung während der Benutzung, insbesondere bei einer Benutzung im Schlaf verhindert werden soll ein relativ starker Druck auf die Nasenflügel ausgeübt. Das Ausfüh- rungsbeispiel gemäss Figur 3 weist einen komplizierten Aufbau auf, wodurch bei der Handhabung auch eine gewisse Verletzungsgefahr gegeben ist.
Eine weitere Einrichtung zur Verbesserung der Nasenatmung ist aus der DE 295 03 374 U1 bekannt. Die in die Nase einzusetzende Nasenspange weist zwei Arme für die Nasenöffnungen auf. Ein Arm besteht jeweils aus einem oberen Bügel und einem unteren Bügel. Die oberen Bügel und unteren Bügel ragen relativ weit in die Nase hinein und sind an ihren innerhalb der Nase liegenden Enden durch Schlaufen verbunden. Die beiden oberen Bügel einerseits und die beiden unteren Bügel andererseits sind weiters durch ausserhalb der Nase liegende Verbindungsstücke verbunden. Bei dieser Einrichtung kann es bei der Benutzung zu einer Reizung der Nasenschleim- häute durch die relativ weit in das Naseninnere reichenden Arme kommen. Die Gefahr einer Rei- zung wird auch durch den relativ grossen Anlagebereich, den die beiden Bügel eines Arms jeweils aufweisen, erwirkt.
Ausserdem muss von den Armen ein relativ grosser Druck auf die Nasenflügel ausgeübt werden, damit es im Laufe der Benutzung, insbesondere wenn die Einrichtung im Schlaf benutzt wird, nicht zu einem Herausrutschen der Einrichtung kommt. Der Tragekomfort dieser Einrichtung ist somit insgesamt gering.
Aus der GB 2 274 399 A ist ein Nasenflügelspreizer bekannt, der zwei plattenförmige Anlage- teile zur Anlage an der Innenseite des jeweiligen Nasenflügels aufweist. Diese Anlageteile werden von einem dazwischenliegenden bügelartigen Abschnitt gegen die Innenseite der Nasenflügel gespannt, wodurch die Nasenflügel angehoben werden. Die auf die Nasenflügel ausgeübte Span- nung wird vom Benutzer insbesondere nach einer längeren Zeit des Tragens der Einrichtung, beispielsweise während der Nacht, als unangenehmer Druck empfunden. Einer Gefahr des Her- ausrutschens der Einrichtung wird durch an den Aussenseiten der Anlageplatten angebrachten noppenförmigen Erhebungen entgegengewirkt. Diese Erhebungen werden als wesentlich zur Halterung der Einrichtung in der Nase beschrieben.
Allerdings führen diese noppenförmigen Erhe- bungen bei einer längeren Benutzung zu einer unerwünschten Reizung der Nasenschleimhaut.
Eine ähnliche Einrichtung ist auch aus der WO 88/03788 bekannt. Auch hier sind unter Span- nung an die Innenseiten der Nasenflügel anliegende Anlageplatten vorgesehen, wobei die Span- nung vom die Anlageplatten verbindenden elastischen Bügel aufgebracht wird. Neben der unange- nehmen Spannung für den Benutzer besteht auch hier das Problem, dass die Einrichtung aus der Nase herausrutschen kann, wenn die Anlageplatten an ihrer Aussenseite nicht eine unvorteilhafte
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genoppte Struktur aufweisen.
Bei der aus der WO 99/49820 bekannten Einrichtung werden rohrstückförmige Abschnitte an den Enden eines Bügels gehalten, welche in die Nasenöffnungen einzusetzen sind. Neben dem für den Benutzer eher problematischen Einsetzen und der Gefahr des Herausrutschens der Einrich- tung aus der Nase besteht hier das Problem, dass der Luftweg durch diese röhrchenförmigen Einsätze behindert bzw. verengt wird, wodurch der einströmenden Luft ein Widerstand entgegen- gesetzt wird.
Die EP 0 824 015 A2 zeigt eine Einrichtung zur Verbesserung der Nasenatmung, bei der über einen Bügel verbundene Köpfe in die Nase eingeführt werden und an ihrer einen Seite an der Nasenscheidewand und an ihrer anderen Seite am Nasenflügel anliegen, und zwar im dem Nasen- rücken zugewandten Randbereich der Nasenöffnung. Dadurch soll der Atemweg vergrössert wer- den. Durch eine Einrichtung, wie sie in der EP 0 824 015 A2 gezeigt ist, können die Öffnungen der Nasengänge aber nur geringfügig verbreitert werden und ausserdem müssen die Köpfe einen relativ grossen Querschnitt aufweisen, um die Nasenflügel von der Nasenscheidewand abzusprei- zen, wodurch es insgesamt kaum zu einer Querschnittsvergrösserung der Nasenöffnung kommt.
Der über den Nasenrücken sich erstreckende Bügel wird ausserdem vom Benutzer als unange- nehm empfunden.
Aus der US 5,713,833 A, der EP 0 780 137 A1 und der JP 11-114 071 A sind weiters nicht gat- tungsgemässe Einrichtungen zur Stimulierung der Nerven der Nasenscheidewand bekannt, die keine mechanische Öffnung der Atemgänge lehren.
Eine Einrichtung der eingangs genannten Art ist weiters aus der GB 2 126 101 A bekannt. Die beiden in die Nasenöffnungen einzuführenden Arme sind hier spiralig ausgebildet. Das Einsetzen und Tragen einer solchen Einrichtung wird vom Benutzer als sehr unangenehm empfunden. Das Einsetzen und der richtige Sitz wird insbesondere durch den vergrösserten Endbereich der Nasen- scheidewand beeinträchtigt. Auch weist die Ausbildung des Nasenbereiches grosse individuelle Unterschiede auf und die aus der GB 2 126 101 A bekannte Einrichtung weist aufgrund ihrer Struktur eine geringe Flexibilität gegenüber solchen Unterschieden auf. Weiters kann es leicht zu einem Herausrutschen der eingesetzten Einrichtung kommen.
Aufgabe der Erfindung ist es eine effektive und einfach aufgebaute und handhabbare Einrich- tung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die einen hohen Tragekomfort auch bei einer häufigen Benutzung und einer jeweils längeren Benutzungsdauer aufweist. Erfindungsgemäss gelingt dies durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Die bogenförmigen Bereiche der Arme, die im Anschlussbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt eines jeweiligen Arms liegen, sind zur Anlage an die Nasenscheidewand vorgesehen, welche anschliessend an ihren äussersten, dem Ende der Nase zugewandten Bereich einen Bereich mit einer geringeren Dicke aufweist. Die zweiten Abschnitte definieren den Abstand der Nasenflügel von der Nasenscheidewand, wobei ein jeweiliger Nasenflügel gegenüber der Nasenscheidewand von diesem zweiten Abschnitt abgestützt wird.
Die an den freien Enden der zweiten Abschnitte jeweils vorgesehenen vergrösserten Anlage- köpfe zur Anlage an der Innenseite des Nasenflügels sind vorzugsweise wie an sich bekannt kugelförmig ausgebildet.
Eine erfindungsgemässe Einrichtung weist einen sicheren Sitz an bzw. in der Nase auf und hat einen sehr hohen Tragekomfort.
Bei einer Benutzung einer erfindungsgemässen Einrichtung im Schlaf wird weiters ein Schnar- chen des Benutzers ausgeschaltet oder stark verringert. Auch durch Schnarchen ausgelöste temporäre Atemstillstände werden dadurch verhindert. Solche temporären Atemstillstände können zu Herzrhythmusstörungen führen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden Anhang der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemässen Einrichtung; Fig 2 eine Seitenansicht der Einrichtung von Figur 1 und Fig 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Das in den Figuren 1 und 2 schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsge- mässen Einrichtung ist in Figur 1 in seinem in die Nase eingesetzten Zustand dargestellt (der vorde- re Teil der Nase ist schematisch geschnitten dargestellt). Eine erfindungsgemässe Einrichtung weist
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einen linken und einen rechten Arm 1, 2 auf. Die Arme 1, 2 werden von einem Verbindungsab- schnitt 3 miteinander verbunden, der, zumindest teilweise, ausserhalb der Nase liegt und um das vordere Ende der Nasenscheidewand 4 herumläuft. Der linke und der rechte Arm 1, 2 sind gegen- über einer zentralen Mittelebene 7 symmetrisch bzw. spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet.
Die Arme 1, 2 liegen in einer gemeinsamen Ebene, die senkrecht zu dieser zentralen Mittelebene 7 steht.
Ausgehend vom Verbindungsabschnitt 3 weist jeder der beiden Arme 1, 2 einen ersten Ab- schnitt 5, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms 1, 2 zur Mittelebene 7 verringert, und einen zweiten Abschnitt 6 auf, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms 1, 2 zur Mittel- ebene vergrössert, wobei die beiden Abschnitte 5,6 bogenförmig miteinander verbunden sind.
Die Nasenscheidewand 4 weist im Bereich ihres vorderen Endes 8 einen Bereich 9 mit einer grösseren Dicke als im weiter innen liegenden Teil der Nasenscheidewand 4 auf. Im Bereich der bogenförmigen Verbindung zwischen dem ersten Abschnitt 5 und dem zweiten Abschnitt 6 eines jeweiligen Arms liegen die Arme an der Nasenscheidewand 4 an und zwar innerhalb von ihrem vergrösserten Endbereich 9. Die ersten Abschnitte 5 können ausgehend vom Punkt, an dem die beiden Arme ihren geringsten Abstand voneinander besitzen, zumindest über einen Teil ihrer Länge am sich vergrössernden Bereich der Nasenscheidewand 4 anliegen.
An den freien Enden der zweiten Abschnitte 6 ist jeweils ein vergrösserter Anlagekopf 10 zur Anlage an der Innenseite des jeweiligen Nasenflügels 11vorgesehen, der hier kugelförmig ausge- bildet ist. Der Abstand a zwischen dem Punkt eines jeweiligen Arms 1, 2, der am nächsten bei der Mittelebene 7 liegt und dem am weitesten von der Mittelebene 7 entfernten Punkt des Anlagekop- fes 10 gibt die Anhebung der Nasenflügel 11gegenüber der Nasenscheidewand 4 vor.
Die Einrichtung besteht aus einem federelastischen Material, vorzugsweise aus einem physio- logisch verträglichen Kunststoff. Die Gesamtlänge der Einrichtung kann beispielsweise im Bereich zwischen 20 und 30 mm liegen. Der Anlagekopf liegt jeweils im vorderen, behaarten Bereich der Nasenschleimhaut des Nasenflügels an dieser an.
Die Abmessungen der Einrichtung können in Abhängigkeit von den anatomischen Verhältnis- sen des Benutzers variieren. Beispielsweise kann der die Anhebung der Nasenflügel vorgebende Abstand a 9 mm betragen. Die Gesamtlänge I der Einrichtung kann beispielsweise 25 mm betra- gen. Für Benutzer mit unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten können unterschiedlich dimensionierte Einrichtungen angeboten werden, wobei beispielsweise der Abstand a z.B. in 1 mm Schritten variiert werden kann.
Ein etwas modifiziertes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Hier erstrek- ken sich die ersten Abschnitte 5 ausgehend vom Anlagepunkt der Arme 1, 2 an der Nasenschei- dewand 4 soweit in Richtung zum Nasenflügel, dass sie in dessen vordersten Bereich an der Innen- seite des jeweiligen Nasenflügels 11anliegen. Die Berührung eines jeweiligen Arms 1, 2 mit der Nase findet daher bei diesem Ausführungsbeispiel an drei Punkten statt, und zwar durch den ersten Abschnitt 5 in seinem vom zweiten Abschnitt 6 abgewandten Bereich an der Innenseite des Nasenflügels, im Verbindungsbereich zwischen den beiden Abschnitten 5,6 an der Nasenschei- dewand und im Bereich des freien Endes des zweiten Abschnitts 6 über den Anlagekopf 10 an der Innenseite des Nasenflügels.
Die Tragsicherheit wird dadurch weiter vergrössert und eine Reizung der Schleimhäute wird weiter verringert.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Anlagebereich der Arme 1, 2 an der Nasenscheidewand im Vergleich zu dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispie- le weiter innen, wobei dieser Anlagebereich bei unterschiedlichen Ausführungsbeispielen der Erfindung variiert werden kann. Ebenso kann der Abstand zwischen dem Verbindungsabschnitt 3 und dem vorderen Ende der Nasenscheidewand variiert werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel entspricht die grösste Entfernung des ersten Abschnitts 5 von der Mittelebene 7 in seinem dem Verbindungsabschnitt 3 zugewandten Endabschnitt somit etwa dem Abstand des Anlagekopfes von der Mittelebene 7.
Mit anderen Worten liegen die von der Mittelebene 7 abgewandten Seiten des Anlagekopfes 10 und des dem Verbindungsabschnitt 3 zugewandten Endbereiches des ersten Abschnitts 5 in einer gemeinsamen Ebene, die etwas parallel zur Mittelebene 7 liegt.
Wenn in dieser Schrift von der Nasenscheidewand die Rede ist, so ist damit die die beiden Na- senöffnungen trennende Zwischenwand in Ihrer gesamten Ausdehnung gemeint.
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Legende zu den Hinweisziffern:
1 Arm
2 Arm
3 Verbindungsabschnitt
4 Nasenscheidewand
5 Erster Abschnitt
6 Zweiter Abschnitt
7 Mittelebene
8 Vorderes Ende
9 Bereich
10 Anlagekopf
11 Nasenflügel
12 Nasenöffnung
PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Verbesserung der Nasenatmung mit zwei in die beiden Nasenöffnungen (12) einführbaren Armen (1,2), die gegenüber einer zentralen Mittelebene (7) symmetrisch zueinander ausgebildet sind, von einem ausserhalb der Nase sich erstreckenden Verbin- dungsabschnitt (3) verbunden sind und ausgehend vom Verbindungsabschnitt (3) jeweils einen ersten Abschnitt (5) aufweisen, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms (1,
2) von der Mittelebene (7) verringert, und jeweils einen zweiten Abschnitt (6) aufweisen, in welchem sich der Abstand des jeweiligen Arms (1,2) von der Mittelebene (7) vergrössert,
wobei die beiden Abschnitte (5,6) bogenförmig aneinander anschliessen und die Bereiche der bogenförmigen Verbindungen der beiden Abschnitte (5,6) Anlagebereiche zur Anlage an der Nasenscheidewand (4) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Arm (1,2) nur einen Anlagebereich zur Anlage an der Nasenscheidewand (4) aufweist und dass an den freien Enden der zweiten Abschnitte (6) jeweils ein vergrösserter Anlagekopf (10) zur Anla- ge an der Innenseite des jeweiligen Nasenflügels (11) vorgesehen ist.