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Die Erfindung betrifft eine Spulenanordnung für eine Vorrichtung zum Übertragen eines auf einem Folienband einseitig vorliegenden Films auf einen Träger, mit einer Abwickelspule für das
Folienband, einer zur Abwickelspule koaxialen Aufwickelspule für das Folienband nach Übertragen des Films, wobei Ab- und Aufwickelspule mittels einer Rutschkupplung miteinander in Eingnff stehen, und zur Bildung der Rutschkupplung ein in Axialrichtung der gemeinsamen Drehachse der Ab- und Aufwickelspule wirkendes elastisches Federelement, vorzugsweise eine Schrauben-
Druckfeder, vorgesehen ist.
Eine derartige Spulenanordnung ist beispielsweise aus der US 5 430 904 A bekannt, wobei als
Kupplungselement zwischen den beiden Spulen ein Reibring vorgesehen ist, an dessen Oberflä- che lineare, sich in radialer Richtung erstreckende Stege vorgesehen sind. Zur reibschlüssigen Verbindung zwischen den beiden Spulen ist eine Schraubendruckfeder vorgesehen, welche zwi- schen dem Gehäuse und der Aufwickelspule angeordnet ist, so dass die Aufwickelspule gegen die Abwickelspule bzw. den dazwischen angeordneten Reibring gedrückt wird. Bei Druckaufbringung von aussen auf das Gehäuse wird jedoch die von der Schraubendruckfeder aufgebrachte Kraft erhoht, was zu einer ungewollten Blockade der Rutschkupplung und in der Folge zu einem Band- riss führen kann.
In der DE 41 04 331 A1 ist ein Handgerät zum Übertragen eines Klebstofffilmes gezeigt, bei dem eine Vorrats- und Aufwickelspule koaxial angeordnet und über eine in Drehnchtung wirksame Rutschkupplung miteinander gekoppelt sind. Als Reibkupplungselement zwischen den beiden Spulen ist hier eine Schaumstoffringscheibe vorgesehen
In der WO 99/01368 A ist eine Spulenanordnung gezeigt, bei welcher die Rutschkupplung zwi- schen einer Abwickelspule und einer koaxialen Aufwickelspule mit Hilfe von an radial federnden Armen vorgesehenen Vorsprüngen realisiert ist, die in einer stirnseitigen Kulissenführung der anderen Spule eingreifen.
Zwar ergibt dies eine Spulenanordnung, bei der zuverlässig das Auf- wickeln des Folienbandes nach Übertragen des Films auf der Aufwickelspule gewährleistet ist, jedoch sind relativ hohe Fertigungsgenauigkeiten bezüglich der Eingriffsvorsprünge und der stirn- seitigen Kulissenführung erforderlich. Dies führt zu einem relativ hohen Aufwand bei der Produktion und somit zu relativ hohen Herstellungskosten.
Andererseits ist aus der US 5 310 445 A eine Spulenanordnung bekannt, bei welcher neben- einander angeordnete Auf- und Abwickelspulen über ineinander greifende Zahnräder miteinander gekuppelt sind. Um unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten der beiden Spulen zu erlauben, ist das der Aufwickelspule zugeordnete Zahnrad als Rutschplatte ausgebildet. Um eine zuverlässige Rutschkupplung zwischen der Aufwickelspule und der Rutschplatte zu erreichen, ist eine Schrau- bendruckfeder zwischen einer Gehäusewand und der Aufwickelspule vorgesehen, wodurch die Aufwickelspule gegen die Rutschplatte gedrückt wird, um so die Rutschkupplung zu realisieren.
Diese Ausbildung bedeutet somit ebenfalls einen verhältnismässig hohen Konstruktionsaufwand
Es ist nun Ziel der Erfindung, eine Spulenanordnung der eingangs angeführten Art zu schaffen, bei welcher die Rutschkupplung zwischen den beiden koaxial angeordneten Spulen auf eine kon- struktiv einfache und kostengünstige Weise realisiert ist. Weiters soll eine Spulenanordnung ge- schaffen werden, bei welcher, insbesondere auch bei einer Druckaufbringung auf das Gehäuse der Spulenanordnung, zuverlässig eine Blockade zwischen den beiden Spulen vermieden wird.
Die erfindungsgemässe Spulenanordnung der eingangs angeführten Art ist dadurch gekenn- zeichnet, dass die Abwickelspule drehfest mit einem eine innere Öffnung der Aufwickelspule durch- setzenden Kupplungsteil verbunden ist, der eine der Abwickelspule zugeordnete Reibfläche aufweist, die mit Hilfe des elastischen Federelements federnd gegen eine Reibfläche der Auf- wickelspule gedrückt wird. Mit Hilfe des im Inneren des Gehäuses gelagerten Kupplungsteils, der nicht mit dem Gehäuse in Berührung steht, wird bei einer Druckaufbringung auf das Gehäuse von aussen das von der Feder auf den Kupplungsteil aufgebrachte Ausbruchmoment von den äusseren Druckkräften nicht beeinflusst, und die Gefahr eines Bandrisses aufgrund einer blockierenden Auf- bzw. Abwickelspule wird hier wirksam vermieden.
Das Vorsehen einer Schraubenfeder ist hierbei günstig, da diese auch auf Grund ihrer zylindrischen Form auf einfache Weise in ihrer Lage durch Umschliessen einer Nabe der Ab- bzw. Aufwickelspule gesichert ist.
Um über das elastische Federelement jederzeit die entsprechende Reibkraft für eine Rutsch- kupplung zwischen den Reibflächen aufzubringen - wobei sich geänderte Antriebsverhältnisse ergeben, je nachdem wieviel Folienband sich auf der Aufwickelspule und wieviel Folienband sich
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auf der Abwickelspule befindet - ist es von Vorteil, wenn der Kupplungsteil mit der Abwickelspule mittels einer in Axialrichtung verschiebbaren Nut-Feder-Verbindung drehfest verbunden ist. Hier- durch kann zuverlässig die Aufwicklung und Spannung des Folienbandes von Beginn des Ab- wickelvorgangs, d. h. wenn sich noch das gesamte Folienband auf der Abwickelspule befindet, bis zum Ende des Abwickelvorgangs, wenn sich das gesamte Folienband auf der Aufwickelspule befindet, gewahrleistet werden.
Für eine konstruktiv einfache, zuverlässige drehfeste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil und der Abwickelspule ist es auch günstig, wenn der Kupplungsteil aussen mehrere radiale Vor- sprünge und die zylindrische Abwickelspule an ihrer Innenseite mehrere Nuten zur Bildung der
Nut-Feder-Verbindung aufweist.
Zur Bildung einer Reibfläche auf dem Kupplungsteil ist es günstig, wenn der Kupplungsteil ei- nen im zusammengesetzten Zustand an der Aufwickelspule anliegenden, erweiterten Verrastungs- kopf aufweist, der vorzugsweise eine sich konisch verjüngende Form hat. Durch die sich konisch verjüngende Form des Verrastungskopfes kann der Kupplungsteil auf einfache Weise durch einen die innere Öffnung der Aufwickelspule bildenden (Naben-)Zylinder eingesteckt werden.
Um einerseits eine zuverlässige Rutschkupplung zwischen den beiden Spulen und anderer- seits eine kompakte Form der Spulenanordnung zu erlangen, ist es überdies von Vorteil, wenn die der Aufwickelspule zugewandte Stirnseite des Kopfs des Kupplungsteils die eine Reibfläche bildet, die mit der durch die Stirnseite eines die innere Öffnung der Aufwickelspule umschliessenden zylindrischen Mantelteils gebildeten anderen Reibfläche in Eingriff steht. Insbesondere kann der
Kopf des Kupplungsteils mit einer stirnseitigen inneren Stufe des zylindrischen Mantelteils in Ein- griff stehen, um eine geringe Bauhohe der Spulenanordnung zu erreichen.
Weiters ist es für eine kompakte, platzsparende Spulenanordnung von Vorteil, wenn die Schrauben-Druckfeder den zylindrischen Mantelteil der Aufwickelspule umgibt und zwischen der Aufwickelspule und einem von der Aufwickelspule abgewandten Endflansch des Kupplungsteils unter Vorspannung angeordnet ist. Hiefür kann der zylindrische Mantel der Aufwickelspule auch eine im Querschnitt U-förmige Ausnehmung aufweisen, in welcher die Schraubenfeder platzspa- rend untergebracht werden kann.
Wenn die Ab- und Aufwickelspule um einen mit einem Gehäuseunterteil einstückig verbunde- nen Zapfen drehbar gelagert sind, ergibt sich eine Spulenanordnung mit einer äusserst geringen Anzahl an Einzelteilen, was wiederum zu einer günstigen Produktion und zu einer einfachen Mon- tage führt.
Um zu verhindern, dass durch eine von aussen auf die die Spulenanordnung umgebenden Ge- häusewände einwirkende Druckkraft die Auf- und Abwickelspulen gegeneinander gepresst werden und somit die zwischen den beiden vorgesehene Rutschkupplung ausser Funktion gesetzt wird, ist es von Vorteil, wenn sich der Zapfen in einem zusammengesetzten Zustand des Gehäuseunterteils mit einem Gehäuseoberteil im Wesentlichen bis zur gegenüberliegenden Innenseite des Gehäuse- oberteils bzw. einem an ihr angebrachten Vorsprung erstreckt.
Somit kann eine ungewollte haftrei- bungsschlüssige Verbindung zwischen der Auf- und der Abwickelspule zuverlässig verhindert werden, wobei eine derartige Blockade zu einer möglichen Überspannung des Folienbandes und somit zu einem Bandriss führen könnte
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. Im Einzelnen zeigen in der Zeichnung. Fig. 1 eine auseinandergezogene Darstellung einer Spulenan- ordnung mit einem zugehörigen, zweiteiligen Gehäuse; und Fig. 2 eine geschnittene Ansicht der Spulenanordnung innerhalb des zusammengesetzten Gehäuses, wobei die Schnittebene durch einen als Drehachse für die koaxialen Spulen vorgesehenen Zapfen verläuft.
In den Figuren 1 und 2 ist eine Spulenanordnung 1 gezeigt, die eine Aufwickelspule 2 und eine dazu koaxiale Abwickelspule 3 aufweist. Die ringförmige Abwickelspule 3 weist an ihrer Innenseite mehrere vertikale Nuten 4 auf. In diese Abwickelspule 3 wird ein Kupplungsteil 5 eingesetzt. An einem stirnseitigen Endflansch 6 des Kupplungsteils 5 sind mehrere radiale Vorsprünge 7 vorge- sehen, welche beim Einsetzen in die Abwickelspule 3 mit den Nuten 4 eine Nut-Feder-Verbindung zur drehfesten Verbindung zwischen dem Kupplungsteil 5 und der Abwickelspule 3 schaffen. In vertikaler, d. h. axialer, Richtung ist der Kupplungsteil 5 gegenüber der Abwickelspule 3 auf diese Weise verschiebbar gelagert.
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Zwischen der Abwickelspule 3 und der Aufwickelspule 2 ist eine Schraubenfeder 8 vorgese- hen, welche unter Vorspannung einerseits gegen die Aufwickelspule 2 und andererseits gegen den
Endflansch 6 des Kupplungsteils 5 drückt. Zur Aufnahme der Schraubenfeder 8 ist ein die innere Öffnung der Aufwickelspule 2 bildender zylindrischer Mantelteil 9 von einer Ausnehmung 13 umge- ben, so dass sich ein im Querschnitt U-formiger Nabenteil ergibt.
Der zylindrische Mantelteil 9 weist darüber hinaus an seiner Oberseite eine Stufe 14 auf, an welcher im zusammengesetzten Zustand ein sich konisch verjungender, erweiterter, im Querschnitt hakenformiger, einen achspa- rallelen Spalt aufweisender Kopfteil 15 des Kupplungsteils 5, nach Einschnappen mit seiner Unter- seite 15' anliegt
Somit wird der erweiterte Kopfteil 15 von der Schraubenfeder 8 mit seiner Unterseite 15' gegen die Stufe 14 des zylindrischen Mantelteils 9 gedrückt, wodurch der Kupplungsteil 5 und die Auf- wickelspule 2 uber eine Rutschkupplung miteinander verbunden sind Dabei bilden die Stufe 14 und die Kopfteil-Unterseite 15' die beiden Reibflachen der Rutschkupplung.
Über die drehfeste Nut-
Feder-Verbindung 4, 7 zwischen dem Kupplungsteil 5 und der Abwickelspule 3 kommt es dazu, das tatsächlich die Rutschkupplung zwischen den beiden Spulen 2,3 wirkt, d. h. es liegt eine reib- schlüssige Verbindung zwischen der Aufwickelspule 2 und der Abwickelspule 3 vor, wobei bis zu einer bestimmten Spannung des Folienbandes (nicht gezeigt) eine Haftreibung vorliegt, welche bei einem bestimmten Grenzwert der Bandspannung in eine Gleitreibung übergeht.
Hierdurch ist gewährleistet, dass das von der Abwickelspule 3 kommende Band, nachdem von diesem in an sich herkommlicher Weise ein einseitig vorliegender Film im Bereich eines Transferkopfes mit einer Auftragszunge 22 auf einen Träger abgegeben wurde, von der Aufwickelspule 2 unter Beibehal- tung einer vorgegebenen Spannung zuverlässig aufgewickelt wird
Die Aufwickelspule 2 weist eine Ringscheibe 10 auf, die an einen mit mehreren Speichen 12 versehenen Flanschteil 11der Aufwickelspule 2 anschliesst, um ein Abrutschen des Folienbandes beim Aufwickeln zu vermeiden. An die Speichen 12 der Aufwickelspule 2 schliesst der die innere Öffnung bildende zylindrische Mantelteil 9 an.
Der Kupplungsteil 5 und damit die Spulen-Baugruppe ist drehbar auf einem Zapfen 16 gela- gert, der einstückig mit einem die Spulenanordnung 1 teilweise umschliessenden Gehäuseunterteil 17 vorgesehen ist.
Der Zapfen 16 erstreckt sich im Inneren des Gehauseunterteils 17 und kommt in einer zusam- mengesetzten Stellung mit einem an einem Gehäuseoberteil 18 vorgesehenen Gegenzapfen- Vorsprung 19 in Kontakt. Neben einer zentrierenden Funktion dient die Verbindung zwischen dem Zapfen 16 und dem Gegenzapfen-Vorsprung 19 insbesondere dazu, dass die Abwickelspule 3 und die Aufwickelspule 2 nicht unter Verformung gegeneinander gedrückt werden können, sollte von aussen auf die Gehauseteile 17,18 eine Druckkraft im Bereich des Zapfens 16 aufgebracht werden Eine solche Druckkraft könnte sonst die Rutschkupplung zwischen der Abwickelspule 3 und der Aufwickelspule 2 blockieren, wenn der Gehäuseoberteil 18 gegen die oben liegende Aufwickelspu- le 2 drucken würde,
wodurch wiederum ein Durchrutschen der Aufwickelspule 2 gegenuber der Ab- wickelspule 3 nicht mehr moglich wäre und es zu einem Riss des Folienbandes kommen könnte.
Der Gehäuseunterteil 17 weist mehrere sich in das Innere des Gehäuses erstreckende hülsen- formige Aufnahmen 20 auf, in welche am Gehauseoberteil 18 vorgesehene Positionier-Stifte 21 eingreifen, um so die beiden Gehäusehalften 17, 18, welche die Spulenanordnung 1 umschliessen, zusammenzuhalten An einem hülsenförmigen Aufnahmeteil 20 ist der Transferkopf mit der Auf- tragszunge 22 gelagert, über welche das Folienband zur Abgabe des Films auf einen Trager geführt ist.
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