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Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Rasierapparat mit einem Gehäuse, in weichem ein elektrischer Antneb für die oszillierende Bewegung von Schneidmessern eines Scherkopfes angeordnet ist, wobei der Scherkopf wenigstens zwei miteinander zusammenwirkende Schneidelemente aufweist, welche relativ zueinander verschieblich angetrieben sind.
Ein Trockenrasierapparat der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der US-A 2, 339, 677 bekannt geworden. Bel dieser Ausbildung ist der aus einem Scherkopfrahmen, einem Obermesser und einem Untermesser gebildete Scherkopf auf einer oberen Gehausefläche eines Gehäuses quer zur Bewegungsrichtung eines In Längsrichtung oszillierend angetriebenen Untermessers hin- und herbewegbar angeordnet. Der Antrieb erfolgt über einen Doppelexzenter Eine weitere bekannte Ausbildung ist dem DE-U 17 11 665 zu entnehmen. Das Antriebselement des elektrischen Antriebs ist hier über Getnebeelemente, wie z. B.
Zahnradgetriebe oder einen Doppelexzenter oder doppelarmige Hebel sowohl mit dem Untermesser als auch mit dem mit einem Obermesser ausgestatteten Scherkopf gekoppelt, um das Untermesser und zusätzlich den kompletten Scherkopf in Bewegung zu versetzen. Insgesamt wird bel einer derartigen Ausbildung dem Elektromotor eine hohe Leistung abverlangt, wodurch auch höhere Speicherleistung und demzufolge eine geringere Anzahl an Rasuren pro Ladung der Speicherzellen beobachtet wird.
Aus der DE-A1 36 31 120 ist es bekannt geworden, in eine hin-und hergehende Richtung angetriebene Massen, wie beispielsweise Exzenter und Kupplungselemente sowie Untermesser, mittels exzentrischer Schwunggewichte in ein dynamisches Gleichgewicht zu versetzen, um unerwünschte Schwingungen zu unterdrücken. Auch eine derartige Ausgestaltung erfordert eine Erhöhung der Leistungsabgabe des elektrischen Antriebs. Schliesslich ist der DE 197 36 776 C2 eine Ausbildung zu entnehmen, bei welcher der Antriebsmotor elastisch gelagert ist und uber Kuppelstangen mit einem ein Schermesser tragenden Scherkopfteil verbunden ist Bei einer derartigen Ausbildung wird unmittelbar die Vibration des Motors zum Antrieb des Scherblatts zusätzlich zu dem vom Motor selbst abgeleiteten oszillierenden Antrieb der Schermesser abgeleitet.
Bei den bekannten Ausbildungen erfolgt somit der Antrieb eines Scherblatts relativ zu den oszillierenden Messern entweder in der Bewegungsrichtung der Oszillation oder im wesentlichen normal auf diese Oszillation, wodurch die Schneidleistung und die Sicherheit des Erfassens von schwer zu erfassenden Barthaaren nur unwesentlich beeinflusst wird
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche neben einer Erhöhung der Schneidleistung und einer Verringerung des Gleitwiderstandes des Scherblatts an der Haut auch die Sicherheit für das Erfassen von schwer zu erfassenden Barthaaren weiter erhöhen soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässe Ausbildung im wesentlichen darin, dass ein wenigstens ein Scherblatt tragender Teil des Scherkopfes um wenigstens eine von der Richtung der oszillierenden Bewegung der Schneidmesser verschiedene, sich in Richtung der längeren Achse des Gehäuses erstreckende Achse schwenkbar angelenkt und zu einer Schwenkbewegung um diese Achse angetrieben ist.
Dadurch, dass die zusätzliche Bewegung des Scherblatts relativ zu den oszillierenden Schneidmessern nun weder In der Richtung der oszillierenden Bewegung noch In einer Richtung quer hierzu, sondern in einer Schwenkbewegung um eine zentrale Achse erfolgt, wird neben einer bedeutenden Verringerung des Gleitwiderstandes der Effekt beobachtet, dass durch die Schrägstellung relativ zur durch den Benutzer vorgegebene Bewegungsrichtung des Scherblatts bei der oszillierenden Bewegung um die zentrale Achse auch Haare sicher erfasst werden, welche bei konventionellen Rasierapparaten kaum oder nur schwer zu erfassen sind. Neben einer deutlichen Verbesserung des Handhabungskomforts wird somit die Schneidleistung gleichfalls verbessert.
Dieser Effekt kann dadurch verbessert werden, dass der wenigstens ein Scherblatt tragende Teil des Scherkopfes um zwei einander kreuzende und von der Richtung der oszillierenden Bewegung der Schneidmesser verschiedene Achsen schwenkbar angelenkt ist.
Mit Vorteil ist die erfindungsgemässe Ausbildung so getroffen, dass die Lagerung des das Scherblatt tragenden Teiles des Scherkopfes als kardanische Lagerung, vorzugsweise als Kugelkopflagerung, ausgebildet ist. Eine derartige Kugelkopflagerung fuhrt insgesamt zu einer wesentlich besseren Anpassung des Scherblatts an unregelmässige Konturen der Haut und damit zu einer verbesserten Schneidleistung, welche durch die oszillierende Schwenkbewegung noch weiter unterstützt wird.
In besonders einfacher Weise kann der Schwenkantrieb des das Scherblatt tragenden Teiles
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des Scherkopfes über am Scherkopf oder am Gehäuse schwenkbar gelagerte Kipphebel von wenigstens einem oszillierenden Messer abgeleitet sein, wobei zur Vermittlung einer entsprechenden oszillierenden Schwenkbewegung um die zentrale Achse mit Vorteil die Ausgestaltung so getroffen Ist, dass zwei Kipphebel, insbesondere an den einander gegenüberliegenden Längsinnenwänden des Scherkopfes, angeordnet sind, welche jeweils mit einem der gegenläufig zueinander angetriebenen Schneidmesser bzw. Messerblöcken gekuppelt sind.
Neben der durch den Benutzer aufgrund der Führung des Rasierapparates über die Haut üblicherweise vorgegebenen, im wesentlichen geradlinigen Arbeitsrichtung erfolgt somit während der linearen Verschiebung gleichzeitig Immer wieder eine Verschwenkung quer zur Verschieberichtung, wobei diese oszillierende Verschwenkung quer zur Verschieberichtung die Möglichkeit bietet, den Anpressdruck weiter herabzusetzen und dennoch zuverlässig unregelmässig abstehende Barthaare zu schneiden. Durch die Anlenkung und Dimensionierung der Kipphebel kann ein relativ grosser Hub der Oszillation der Schneidmesser in einen kleinen Schwenkwinkel untersetzt werden, sodass keine nennenswerte Mehrbelastung des Antriebes eintritt.
In einer konstruktiv besonders einfachen Ausgestaltung kann die Ausbildung so getroffen sein, dass der oder die Kipphebel um die sich quer zur Oszillationsrichtung der Schneidmesser erstrekkende Schwenkachse des Scherkopfes schwenkbar angelenkt ist (sind). Durch die Verschwenkung des ganzen Schneidkopfes quer zur Oszillationsrichtung am Gehäuse selbst wird eine weitere Verbesserung der Anpassung der Position des Scherblatts relativ zur Haut bei unregelmässiger Hautkontur gewährleistet, wobei diese Schwenkachse gleichzeitig in besonders einfacher Weise für die am Getriebe oszillierende Verschwenkung durch entsprechende Anordnung der Kipphebel herangezogen werden kann.
Mit Vorteil ist die Ausbildung so getroffen, dass der das Scherblatt tragende Teil des Scherkopfes an einem lösbar mit dem Gehäuse verbundenen Teil des Scherkopfes schwenkbar angelenkt ist. Auf diese Weise wird die freie bzw. gedämpfte Schwenkbarkeit des Scherblatts um eine quer zur oszillierenden Schwenkbewegung verlaufende Achse gewährleistet und eine Abnahme des gesamten Scherkopfes, beispielsweise zu Reinigungszwecken, erleichtert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht des Kopfbereiches eines Rasierapparates, aus welcher sich die Verschwenkbarkeit um eine Achse ersehen lässt ; Fig. 2 eine Draufsicht auf die Ausbildung nach Fig. 1 mit der Darstellung der Schwenkbewegung um die zentrale Achse ; Fig. 3 einen Schnitt durch den Kopfbereich einer ersten Ausbildung des Schwenkkopfes ; Fig. 4 einen Schnitt analog der Fig. 3 durch eine abgewandelte Ausbildung, Fig. 5 eine weitere abgewandelte Ausbildung im Schnitt analog der Fig. 3, Fig. 6, 7 und 8 eine weitere Ausbildung in Darstellungen analog den Fig. 1 bis 3 mit einer Verschwenkbarkeit lediglich um die zentrale Achse, und Fig. 9 eine weitere Ausbildung im Schnitt analog der Fig 8.
In Fig. 1 ist das Gehause eines Rasierapparates mit 1 bezeichnet. An das Gehäuse ist ein zweiteiliger Scherkopf 2 angeschlossen, dessen Schwenkkopfunterteil 3 eine Schwenkachse 4 für die Verschwenkung eines ein Scherblatt 5 tragenden Kopfteiles 6 aufweist. Das Scherkopfunterteil weist hierbei eine dachförmige Oberkante auf, sodass die freie Verschwenkbarkeit des Scherblatts 5 mit dem das Scherblatt 5 tragenden Scherkopfteil 6 in Richtung der Doppelpfeile 7 ermöglicht wird. In der Draufsicht nach Fig. 2 ist eine zentrale Achse 8 ersichtlich, um welche der Scherkopfoberteil 6 mit dem Scherblatt 5 in Richtung der Doppelpfeile 9 verschwenkbar angelenkt ist.
Eine technische Ausgestaltung einer derartigen zentralen Schwenkachse 8 ergibt sich beispielsweise aus der Ausbildung nach Fig. 3. In Fig. 3 greift der das Scherblatt 5 tragende Scherkopfoberteil 6 über eine ballige Lagerung 10 in den Scherkopfunterteil 3 ein, wobei diese ballige Lagerung 10 gleichzeitig die Verschwenkbarkeit des Scherkopfoberteils 6 um die in Fig. 1 ersichtliche Achse 4 gewährleistet. Durch die ballige Ausgestaltung dieser Lagerung ist aber auch eine Verschwenkung um die zentrale Achse 8 möglich.
Der Antrieb der Schermesser 11 und 12, welche zu gegenläufiger oszillierender Bewegung angetrieben sind, wird von einem Motor 13 gebildet, welcher über einen Doppelexzenter 14 mit entsprechenden Kupplungsgliedern 15 bzw. 16 für den Antrieb der Messer 11 und 12 zusammenwirken Vom Kuppelglied 15 wird über eine Lasche 17 die oszillierende Bewegung abgegriffen und auf einen Winkelhebel 18 übertragen, welcher um eine Schwenkachse 19 schwenkbar im Scherkopfunterteil 3 festgelegt ist Bei der oszillierenden Bewegung des Kuppelgliedes 15 wird somit der Schwenkhebel18 um die Achse 19 jeweils verschwenkt,
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wodurch der Scherkopfoberteil 6 um die Achse 8 in der balligen Lagerung 10 entsprechend der Darstellung in Fig.
2 oszillierend verschwenkt werden kann, wobei der Antrieb unmittelbar vom Oszillationsantneb eines Schermessers abgeleitet ist.
Bei der Ausbildung nach den Fig. 4 und 5 sind gleiche Bauteile wie in Fig. 3 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Ausbildung nach Fig.4 unterscheidet sich von der Ausbildung nach Fig. 3 lediglich dadurch, dass an zwei gegenüberliegenden Seiten des Scherkopfunterteils 3 jeweils um Schwenkachsen 19 schwenkbar die Schwenkhebel 18 angelenkt sind. Da die Schwenkhebel 18 jeweils mit den parallel zueinander, aber gegenläufig angetnebenen Kuppelglieder 15 und 16 über die entsprechenden Laschen 17 zusammenwirken, wird die Schwenkbewegung um die zentrale Achse 8 weiter unterstützt.
Bei der Ausbildung nach Fig. 5 ist nun anstelle der balligen Lagerung eine elastische Lagerung durch die Dichtelemente 20 und 21 gebildet. Bei einer Schwenkbewegung um die zentrale Achse 8 aufgrund der Verschwenkung der Schwenkhebel 18 werden diese Dichtungen 20 und 21 entsprechend deformiert, sodass auch hier zusätzlich zu der Verschwenkbarkeit um die Achse 4, wie sie in Fig. 1 ersichtlich ist, eine oszillierende und vom Antneb abgeleitete Verschwenkung um die zentrale Achse 8 erfolgt.
In den Flg. 6, 7 und 8 ist eine Ausbildung dargestellt, bei welcher auf die Schwenkbarkeit um die Achse 4 in Richtung des Doppelpfeiles 7 verzichtet wird. Der Scherkopfoberteil 6 ist, wie In Fig. 6 dargestellt, lediglich um die Achse 8 schwenkbar, wobei die Schwenkbewegung in einem Schlitz 23 geführt erfolgt. In diesen Schlitz 23 des Scherkopfunterteils 3 greift ein seitlich auskragender Fortsatz 24 ein, welcher bei Verschwenken der Schwenkhebel18 im Inneren des Schlitzes 23 um die Achse 8 verschwenkbar ist. Die Schwenkbewegung erfolgt somit ausschliesslich um die zentrale Achse 8 im Sinne des Doppelpfeils 9, wie dies in Fig. 7 ersichtlich ist.
Bel der Darstellung nach Fig. 9 ist eine weitere abgewandelte Abbildung ersichtlich, bei welcher gleichfalls auf eine Verschwenkbarkeit Im Sinne des Doppelpfeils 7 verzichtet wird. Hier erfolgt die Anlenkung des Scherkopfoberteiles 6 am Scherkopfunterteil 3 über ballige Lagerflächen 25, wobei durch Verschwenken der Schwenkhebel 18 wiederum ausschliesslich eine Verschwenkung um die zentrale Achse 8 erfolgt. Die Darstellung nach den Fig. 6, 7 und 8 entspricht hierbei im wesentlichen der Darstellung in den Fig. 1, 2 und 3, wohingegen die Darstellung in Fig 9 den Schnitten nach Fig. 3, 4,5 und 8 entspricht. Die Bezugszeichen für gleichbleibende Teile wurden hierbei jeweils gleich gewählt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Rasierapparat mit einem Gehäuse, in welchem ein elektrischer Antrieb für die oszillierende Bewegung von Schneidmessern eines Scherkopfes angeordnet ist, wobei der
Scherkopf wenigstens zwei miteinander zusammenwirkende Schneidelemente aufweist, welche relativ zueinander verschieblich angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens ein Scherblatt (5) tragender Teil (6) des Scherkopfes (2) um wenigstens eine von der Richtung der oszillierenden Bewegung der Schneidmesser (11,12) verschie- dene, sich in Richtung der längeren Achse des Gehäuses erstreckende Achse (8) schwenkbar angelenkt und zu einer Schwenkbewegung (9) um diese Achse (8) angetrie- ben ist.