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Die vorliegende Erfindung betrifft eine modulare Vorrichtung zum Spannen und/oder Halten von Bauteilen bei einer industriellen Montage, insbesondere der Montage von Karosserien in der Automobilindustrie, mit einer Montageplatte, an welcher zumindest ein Fussteil befestigbar ist, an welchem ein aufragender Mittelteil befestigbar ist, welcher einen justierbaren Kopfteil trägt, der zumindest ein Halteelement und/oder zumindest ein betätigbares Spannelement für das Bauteil aufweist. Weiters betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Vormontage bzw Vorjustie- rung und Endmontage bzw. Endjustierung einer Vorrichtung der genannten Art
Vorrichtungen zum Spannen und Halten für die automatische Fertigung in industriellen Prozes- sen, wie der Karosseriefertigung, sind bekannt. Durch die Kompliziertheit der Bauteile, z. B.
Karos- seriebleche, muss in der Praxis jede Vorrichtung für sich konstruiert, hergestellt und justiert werden.
Durch die Vielzahl von erforderlichen Spannvorrichtungen einer jeden industriellen Fertigung ent- stehen dadurch hohe Planungskosten und ein zeitaufwendiger Herstellungs- bzw. Justierprozess.
In jüngster Zeit hat man daher versucht, den Aufbau solcher Vorrichtungen modular zu gestal- ten. Beispielsweise ist in der DE 1 97 16 874 A1 ein Spann-Baukastensystem zur Halterung von Werkstücken mit komplizierter Geometrie, wie Bleche einer Karosserie, beschrieben, bei welchem ein aus mehreren Bauteilen stufenlos höhenverstellbares Gestell vorgesehen ist. Ein Nachteil dieser Vorrichtung liegt unter anderem darin, dass für die Elemente vergleichsweise komplizierte geometrische Formen, z. B. Rundungen, verwendet werden, die aufwendig hergestellt werden müssen. Weiters sind zur Endjustierung aufwendige Arbeiten, wie die mechanische Anpassung von sogenannten Abstimmplatten durch mechanische Nachbearbeitung (Keilbildung) dieser Platten erforderlich.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, durch Weiterentwicklen der obigen Ein- richtung eine möglichst einfache Planung, Herstellung, Vormontage, Vorjustierung und Endmonta- ge bzw. Endjustierung einer Vorrichtung zu ermöglichen. Weiters ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die herstellerseitige Vorjustierung so zu gestalten, dass kundenseitig zwar eine Endjus- tierung vorgenommen werden kann, diese jedoch durch den Hersteller überprüfbar ist.
Diese Aufgaben werden ausgehend von der Vorrichtung der Eingangs genannten Art erfin- dungsgemäss dadurch gelöst, dass der aufragende Mittelteil zweiteilig ausgebildet ist und ein oberes und ein unteres Teilelement mit je einer ebenen Verbindungsfläche aufweist, welche über zumin- dest eine planparallele Platte genormter Dicke lösbar miteinander verbunden sind, dass das Halte- element des Kopfteils und/oder das betätigbare Spannelement über zumindest je zwei planparalle- le Platten genormter Dicke, die jeweils miteinander und mit der zwischen den Verbindungsflächen der Teilelemente des Mittelteils angeordneten zumindest einen planparallelen Platte einen Winkel einschliessen, mit dem Mittelteil lösbar verbunden ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der zweiteilige Mittelteil ein oberes und ein unteres Teilelement mit je einer ebenen Verbindungsfläche aufweist, welche vertikal oder geneigt angeordnet sind. Weiters ist vorgesehen, dass das Halteelement des Kopfteils über einen Verbindungswinkel, der zwei einen Winkel einschliessende Verbindungsflächen aufweist, von welchen die erste über zumindest eine planparallele Platte genormter Dicke mit dem Halteelement und die zweite über zumindest eine weitere planparallele Platte genormter Dicke mit dem Mittelteil lösbar verbunden ist, mit diesem verbunden ist, und dass das betätigbare Spannelement eine ebene Verbindungsfläche aufweist,
welche über zumindest eine planparallele Platte genormter Dicke mit einer mittels eines Fluidums betätigbaren Betätigungseinrichtung lösbar verbunden und die Betätigungseinrichtung oder ein damit verbundenes Adapterstück eine weitere, mit der Verbin- dungsfläche des Spannelementes einen Winkel einschliessende ebene Verbindungsfläche aufweist, welche über zumindest eine weitere planparallele Platte genormter Dicke mit dem Mittelteil lösbar verbunden ist, wobei die an dem Kopfteil vorgesehenen Verbindungsflächen mit den an dem oberen bzw. unteren Teilelement des Mittelteils vorgesehenen, einander zugeordneten Verbin- dungsflächen vorzugsweise einen rechten Winkel einschliessen.
Durch diesen stark modularen Aufbau der erfindungsgemässen Vorrichtung können die vom Kunden gewünschten Spann- und Haltevorrichtungen, z. B. Spanner, Zentrierstifte od.dgl., in einfa- cher Weise zur Gänze durch vorhandene CAD Elemente generiert werden, sodass der Planungs- aufwand im Vergleich zu bestehenden Lösungen äusserst gering ist. Weiters können alle Elemente des modularen Aufbaus durch ihre Einfachheit (ebene Verbindungsflächen, keine Krümmungen) kostengünstig gefertigt und auf Lager gelegt werden, sodass eine rasche Realisierung eines Projek-
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tes möglich ist. Ebenso sind für bestehende Anlagen ständig und rasch Ersatzteile verfügbar.
Durch die Justierbarkeit der Elemente des Kopfteils in drei verschiedenen Richtungen sind werk- bzw. kundenseitig keine aufwendigen Anpassungen erforderlich, da die planparallelen Platten lediglich entfernt oder durch andere ausgetauscht, ergänzt bzw. ersetzt werden können, um die erforderliche Endjustierung durchzuführen. Für den Hersteller kann jede werks- bzw. kundenseitig durchgeführte Anpassung überprüft werden, da der Zustand der Vorrichtung bei Auslieferung leicht protokolliert werden kann, sodass bei Justierfehlern die Ursache dieser Fehler rasch eruiert und behoben werden kann.
Eine einfache Möglichkeit der End- bzw. Nachjustierung der Halte- bzw. Spannstelle ergibt sich dadurch, dass je zwei einen Winkel einschliessende Verbindungsflächen für die Montage des Halte- elementes mit je zwei einen Winkel einschliessende Verbindungsflächen für die Montage des Spannelementes parallel zueinander angeordnet sind, da die beiden Elemente in einfacher Weise sowohl gemeinsam jeweils in einer Richtung versetzt als auch zueinander verstellt werden können.
Eine weitere Verbesserung bezüglich der Vormontage, Vorjustierung und Endmontage bzw.
Endjustierung ist erfindungsgemäss dadurch möglich, dass der Fussteil bezüglich der im wesentli- chen horizontalen Montageplatte in zwei parallel zur Oberseite der Montageplatte verlaufende Richtungen und der Mittelteil in der Höhe justierbar an dem Fussteil befestigbar ist, wobei die Jus- tierung herstellerseitig durchgeführt und unveränderbar ist. Durch diese Vorjustierbarkeit des Fussteils in X- und Y-Richtung können die Vor- und die Endjustierung an verschiedenen Teile der Vorrichtung und somit lokal getrennt durchgeführt werden, sodass eine Zuordnung von Justierungs- fehlern noch einfacher möglich ist. Weiters kann der Kopfteil standardmässig, z. B. mit identischen planparallelen Platten, und demnach kostengünstig und rasch gefertigt werden.
In der Praxis kann diese Vorjustierbarkeit des Fussteils in vorteilhafter Weise dadurch realisiert werden, dass der Fuss- teil bezüglich der Montageplatte über anschweissbare Lochscheiben für Befestigungsschrauben des Fussteils justiert und unveränderbar festgelegt ist. Die Justierung des Fussteils in Z-Richtung kann in der Praxis einfach dadurch realisiert werden, dass der Mittelteil bezüglich des Fussteiles über eine höhenverstellbare Schraube justierbar ist und mittels eines den Fussteil und den Mittelteil durchdringenden horizontalen Passstiftes und Schraubverbindungen unveränderbar festgelegt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung ist der Mittelteil als eine Stange mit einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt ausgebildet und weist der Fussteil eine gegengleiche rechteckförmige Ausnehmung auf, wobei der Fussteil über die Ecken dieser Ausnehmung mit den Kanten des Mittelteils in Berührung steht. Vorzugsweise steht der Mittelteil nur an zwei, in einem Abstand übereinander angeordneten Teilabschnitten mit dem Fuss- teil in Berührung. Durch diese Lösung ist eine einfache Herstellung sowohl des Fussteils als auch des Mittelteils möglich, sodass kostengünstig geringe Toleranzen eingehalten werden können.
Bei einer einfachen Realisierung des zweiteiligen Mittelteils sind das obere und das untere Teilelement des Mittelteils an ihren einander zugewandten Enden abgesetzt und diese Absätze sind über die zumindest eine planparallele Platte mit Hilfe von Schraubverbindungen und Passstif- ten miteinander verschraubbar, wobei die Verbindungsflächen in ihrer Betriebsposition vertikal angeordnet sind oder zumindest eine vertikale Komponente aufweisen. Durch diese Ausgestaltung des Mittelteils kann der Kopf in X- oder Y-Richtung bzw. Komponentenweise in einer oder in bei- den dieser Richtungen justiert werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Kopfteils ergibt sich dadurch, dass der Winkel mit seiner zweiten, ebenen Verbindungsfläche über die zumindest eine planparallele Platte mit Hilfe von Schraubverbindungen und Passstiften mit einer an dem oberen Ende des Mittelteils angeordneten ebenen Verbindungsfläche verschraubbar ist, wobei die ebenen Verbindungsflächen in ihrer Be- triebsposition horizontal angeordnet sind oder zumindest eine horizontale Komponente aufweisen.
Mit dieser Anordnung ist eine weitere Justiermöglichkeit des Kopfteils, nämlich in Z-Richtung bzw. komponentenweise in Z-Richtung realisierbar.
Eine besonders einfache Ausbildung des Winkels ergibt sich dadurch, dass der zweiarmige Winkel im wesentlichen rechtwinkelig ausgebildet ist und die erste und die zweite Verbindungsflä- che miteinander einen Rechten Winkel einschliessen. Dieses Element des modularen Aufbaus ist demnach besonders einfach und kann dennoch für eine grosse Anzahl von Anwendungsfällen eingesetzt werden.
Der Winkel ist weiters mit seiner ersten ebenen Verbindungsfläche über die zumindest eine
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planparallele Platte mit Hilfe von Schraubverbindungen und Passstiften mit einer ebenen Verbin- dungsfläche des Halteelements lösbar verbunden und, wobei die ebenen Verbindungsflächen in ihrer Betriebsposition vertikal angeordnet oder zumindest eine vertikale Komponente aufweisen und vorzugsweise in einem rechten Winkel zu den Verbindungsflächen des Mittelteils ausgerichtet sind. Dadurch ist werks- bzw. kundenseitig die Einstellung der Haltefläche des Halteteils in jede Richtung möglich, sodass der Haltepunkt erforderlichenfalls beliebig nachjustiert werden kann, ohne dass zeitaufwendige und teure mechanische Bearbeitungen von Teilen notwendig sind.
Der Kunde bzw. der kundenseitig tätige Monteur hat für den Zweck einen Satz von planparallelen Platten, sogenannte Shims, mit genormten Dicken, z. B. 5mm, 2mm, 1mm, 0,5mm, 0,2mm, 0,1mm, 0,05mm, zur Verfügung, die er beliebig miteinander kombinieren kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die pneumatische Betä- tigungsvorrichtung an einem langgestreckten Adapterstück befestigt, welches eine ebene Verbin- dungsfläche aufweist, welche über die zumindest eine planparallele Platte mit Hilfe von Schraub- verbindungen und Passstiften mit einer an dem oberen Ende des Mittelteils vorgesehenen ebenen Verbindungsfläche verschraubbar ist, wobei die Verbindungsflächen in ihrer Betriebsposition verti- kal angeordnet sind oder zumindest eine vertikale Komponente aufweisen und vorzugsweise in einem rechten Winkel zu den Verbindungsflächen des oberen mit dem unteren Teilelement des Mittelteils ausgerichtet sind.
Der Betätigungsteil der pneumatischen Betätigungsvorrichtung weist ebenso eine ebene Verbindungsfläche auf, welche über die zumindest eine planparallele Platte mit Hilfe von Schraubverbindungen und Passstiften mit der Verbindungsfläche des Spannelementes verschraubbar ist, wobei die Verbindungsflächen vorzugsweise miteinander und mit den Verbin- dungsflächen des oberen und unteren Teilabschnittes des Mittelteils einen rechten Winkel ein- schliessen. Dadurch ist werks- bzw. kundenseitig die Einstellung der Spannfläche des Spannele- mentes in Jede Richtung möglich, sodass der Spannpunkt erforderlichenfalls durch Entfernen oder Auswechseln bzw. Hinzufügen von Shims beliebig nachjustiert werden kann, ohne zeitaufwendige und teure mechanische Bearbeitungen von Teilen zu verursachen.
Bei einer alternativen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Fussteil einstückig mit dem unteren Teilelement des Mittelteils ausgebildet ist, um auch besonders niedrige Bauhöhen realisieren zu können. Bei dieser Ausführungsform ist zwischen dem Fussteil und dem Montagekörper zumindest eine planparallele Platte genormter Dicke angeordnet, um die herstellerseitige Höhenvorjustierung des Fussteils zu ermöglichen. Dabei hat es sich als vor- teilhaft erwiesen, dass der Fussteil mittels Befestigungsbolzen an dem Montagekörper befestigt ist und dass die zumindest eine planparallele Platte im Bereich der Befestigungsbolzen angeordnet ist.
Eine insbesondere bei Platzmangel vorteilhaft einsetzbare Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der nach oben aufragende, mit dem unteren Teilelement des Mittel- teils verbundene Teilabschnitt des Fussteils bezüglich des Montagekörpers geneigt angeordnet ist, sodass bestimmte Haltepositionen erreicht werden können, die mit gerade aufragenden Vornchtun- gen nicht möglich sind.
Weiters werden die weiter oben genannten Aufgaben mit einem speziellen Verfahren zur Vor- montage bzw. Vorjustierung und Endmontage bzw. Endjustierung einer Vorrichtung zum Spannen und Halten von Bauteilen bei der industriellen Montage gelöst, insbesondere bei der Montage von Karosserien in der Automobilfertigung, mit einer Montageplatte, an welcher zumindest ein Fussteil befestigt wird, an welchem ein aufragender Mittelteil befestigt wird, welcher einen justierbaren Kopfteil tragt, der aus zumindest einem Halteelement und/oder zumindest einem betätigbaren Spannelement zusammengesetzt wird, wobei der Fussteil und der Kopfteil verstellbar sind.
Erfin- dungsgemäss ist vorgesehen, dass bei der Vormontage herstellerseitig das Halteelement und/oder das Spannelement des Kopfteils durch Verwendung von planparallelen Platten genormter Dicke lösbar zusammengesetzt werden, dass der bei der Vormontage und Vorjustierung herstellerseitig der in drei Richtungen verstellbare Fussteil mit dem Mittelteil zusammengesetzt, vorjustiert und unveränderbar festgelegt werden, und dass bei der Endmontage und Endjustierung kundenseitig die in drei Richtungen verstellbaren Halte- und/oder Spannelemente des Kopfteils gegebenenfalls durch Entfernen, Auswechseln oder Hinzufügen von planparallelen Platten genormter Dicke über die lösbaren Verbindungen endjustiert werden.
Durch diesen zweistufigen Justiervorgang in unter- schiedlichen Bereichen der Vorrichtung ist eine optimale Flexibilität hinsichtlich der Justierung gegeben, wobei sowohl die Justierung des Herstellers als auch des Kundens jederzeit nachprüfbar
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ist, um Fehlerquellen zu eruieren, sodass eine rasche Behebung solcher Fehler möglich ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen- den Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele der Erfindung, wobei auf die beilie- genden Figuren Bezug genommen wird, die folgendes zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Vor- richtung,
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 mit einem zusätzlichen Abstützteil,
Fig. 3 eine Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem veränderten Fussteil,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem geneig- ten Fussteil und
Fig. 5 eine planparallele Platte zur Verwendung in der Vorrichtung gemäss den Fig. 1 bis 4.
In Figur 1 ist eine modulare Vorrichtung 1 zum Halten und Spannen von Blechen für die Karos- seriefertigung in der Automobilindustrie dargestellt. Die modular aufgebaute Vorrichtung besteht aus einem Fussteil 2, einem Mittelteil 3 und einem Kopfteil 4.
Der 2 Fussteil ist über vier Befestigungsschrauben 5a, 5b, 5c, 5d, welche mit einem Spiel durch (nicht dargestellte) Befestigungsbohrungen des Fussteils 2 geführt sind, mit einer Montageplatte 6 verbunden. Die Justierung des Fussteils 2 bezüglich der Montageplatte 6 erfolgt über Unterleg- scheiben 7a, 7b, 7c, 7d, in welchen die Befestigungsschrauben 5a, 5b, 5c, 5d ohne Spiel gelagert sind und die nach Justierung des Fussteils 2 mit diesem verschweisst werden.
Zur Aufnahme des im Querschnitt rechteckförmigen Mittelteils 3 weist der Fussteil 2 eine ge- gengleiche Ausnehmung 8 auf, welche im Bereich der Kanten an 2 übereinander gelegenen Ab- schnitten exakt an die Form des Mittelteils 3 angepasst ist. Die zwischen den Kanten bzw. den Kontaktbereichen gelegenen Abschnitte des Fussteils 2 sind durch Ausnehmungen von dem Mittel- teil 3 beabstandet, um eine möglichst präzise Führung und Lagerung des Mittelteils 3 zu gewähr- leisten. Zwischen der Oberseite des Fussteils 2 und der Unterseite des Mittelteils 3 ist im Bereich der rechteckförmigen Ausnehmung 8 eine vertikal angeordnete Verstellschraube 9 zur Höhenein- stellung des Mittelteils 3 vorgesehen.
Nach einer herstellerseitig durchgeführten Höhenjustierung des Mittelteils 3 wird dieser mit dem Fussteil 2 über zwei horizontale, im Bereich der Kontaktflächen angeordnete Befestigungsschrauben 10a, 10b, die mit Spiel durch entsprechende Bohrungen des Mittelteils 3 geführt sind, verschraubt und über einen Pass-Stift 11in seiner Höhenposition endgültig fixiert.
Der Mittelteil 3 ist erfindungsgemäss zweiteilig aufgebaut und weist ein oberes, mit dem Kopfteil 4 verbundenes Teilelement 12 und ein unteres, mit dem Mittelteil 3 verbundenes Teilelement 13 auf. Die Teilelemente sind über ebene Verbindungsflächen, die im vorliegenden Fall vertikal ange- ordnet sind, und unter Zwischenschaltung von planparallelen Platten 14 mit genormter Dicke, sogenannten Shims, miteinander über Befestigungsschrauben 15a, 15b, 15c, 15d und über Pass- Stifte 16a, 16b, 16c, 16d miteinander verbunden.
In Figur 5 sind Shims 14 dargestellt, welche in allen erforderlichen Stärken im Handel erhältlich sind und beliebig miteinander kombiniert werden können.
Der Kopfteil 4 weist ein Halteelement 17 und ein Spannelement 18 auf, welche entsprechende Halteflächen für das (nicht dargestellte) Karosserieblech aufweisen. Das Halteelement 17 weist eine ebene Verbindungsfläche auf, welche über Shims 14 mit einem Winkel 19, der ebenso eine ebene Verbindungsfläche aufweist, verbunden ist. Die Befestigung des Halteelementes 17 an dem Winkel 19 erfolgt über zwei Befestigungsschrauben 20a, 20b und zwei Pass-Stiften 21a, 21b. Die zweite ebene Verbindungsfläche des Winkels 19 ist ebenso mittels Befestigungsschrauben 23a, 23b und Pass-Stiften 24a, 24b über planparallele Shims 14 mit der Oberseite des oberen Teilele- mentes 12 des Mittelteils 3 verbunden.
Das Spannelement 18 weist ebenso eine ebene Verbin- dungsfläche auf, welche über Shims 14 und entsprechenden Verbindungsschrauben und Pass- Stiften mit dem Spannhebel 20 einer pneumatischen Spanneinrichtung 21 verbunden ist, welche bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an einem Adapterstück 22 befestigt ist, welches wie- derum eine ebene Verbindungsfläche aufweist, die mittels Befestigungsschrauben und Pass-Stiften über Shims 14 mit einer Seitenfläche des oberen Teilelementes 12 des Mittelteils 3 verbunden ist.
Der Figur 1 ist zu entnehmen, dass sowohl das Halteelement 17 als auch das Spannelement 18 durch den modularen Aufbau und das Vorhandensein der Shims im Bereich des Kopf- und Mittel-
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teils 3 in alle drei Richtungen beliebig justierbar sind. Diese Justierung ist für eine einfache kunden- bzw. werkseitig vorzunehmende Anpassung oder Endjustierung vorgesehen. Die an dem Fussteil 2 vorgesehene Justierung über die Befestigungsschrauben 5a, 5b, 5c, 5d und die Justierschraube 9 ist hingegen für eine herstellerseitig durchgeführte permanente Vorjustierung der Vorrichtung vorgesehen.
Durch den modularen Aufbau ergibt sich weiters eine einfache Planung und Konstruktion von erfindungsgemässen Vorrichtungen In Figur 1 ist zu sehen, dass die Länge der Teilelemente 12,13 des Mittelteils 3, das Adapterstück 22, das Halteelement 17 und das Spannelement 18 ohne be- sonderen Aufwand in beliebigen Längen konstruiert und gefertigt werden können. Weiters kann die Neigung des Winkels 19 und die Ausrichtung der Verbindungsflächen, insbesondere jene zwischen dem oberen und dem unteren Teilelement 12,13 des Mittelteils 3 beliebig ausgerichtet werden, um eine entsprechende Anpassung an die komplexe Gestalt der zu haltenden Blechteile vorzuneh- men.
Weiters können an der modularen Vorrichtung, insbesondere am Fussteil 2, weitere Halte- und Stützelemente für Karosseriebleche befestigt werden, die in der selben Weise modular aufgebaut und in alle drei Richtungen justierbar sein können.
An dieser Stelle ist noch darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch alle anderen Vorrichtungen, die in der selben Weise modular aufgebaut sind, umfasst sind, z.B. pneumatische Stiftzentrierungen, pneumatische Unterflurspanner, die ebenso zur Karosserieferti- gung in der Automobilindustrie angewendet werden.
In Figur 2 ist eine Vorrichtung gemäss Figur 1 dargestellt, bei welcher zusätzlich eine Einrich- tung 25 zur Abstützung eines Blechteiles vorgesehen ist. Die Einrichtung 25 ist, wie der Fuss- bzw Kopfteil 2 bzw. 4 modular aufgebaut, sodass der Abstützpunkt in allen drei Richtungen justierbar ist und eine einfache und rasche Konstruktion und Fertigung bzw. Wartung möglich ist.
Ein über Shims 14 an einer ebenen vertikalen Fläche des Fussteils 3 befestigter Abstützbalken 26 ist zu diesem Zweck zweiteilig aufgebaut. Die Befestigung des Abstützbalkens erfolgt analog zu dem oberen und dem unteren Abschnitt des Mittelteils über vier Schraubverbindungen 15a, 15b, 15c, 15d und vier Pass-Stifte 16a, 16b, 16c, 16d. Der zweiteilige Stützbalken 26 weist einen unteren Abschnitt 27 und einen oberen Abschnitt 28 auf, welche an den einander zugewandten Enden abgesetzt sind und mittels je einer vertikalen Fläche dieser Absätze, die normal zu der Befesti- gungsfläche des Fussteils 3 ausgerichtet sind, und unter Zwischenschaltung von Shims 14 mitein- ander durch Schraubbolzen 23a, 23b und Pass-Stifte 24a, 24b verbunden sind.
An der Oberseite des Stützbalkens 26 ist ein Ausleger 29 für den mit einer entsprechenden Stützfläche für das Karrosserieblech ersehenen Stützkörper 30 vorgesehen. Die eben ausgebildete horizontale Oberseite des Stützbalkens 26 ist wiederum über Shims 14 in analoger Weise mittels Schraubbolzen 23a, 23b und Pass-Stiften 24a, 24b mit dem Ausleger 19 verbunden. Durch diesen Aufbau kann die Stützfläche des Stützkörpers 30 in einfacher und reproduzierbarer Weise in allen drei Richtungen justiert werden.
In Figur 3 ist eine abgewandelte Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung 101 dargestellt, welche für besonders niedrige Spannpositionen verwendet werden kann.
Die Vorrichtung 101 weist einen Fussteil 102, einen Mittelteil 103 und einen Kopfteil 104 auf.
Der Mittel- und der Kopfteil 103,104 sind, bis auf die Dimensionen der einzelnen Komponenten, identisch aufgebaut wie die gleichnamigen Bauteile 3,4 der Vorrichtungen gemäss der Figuren 1 und 2 und werden demnach an dieser Stelle nicht näher erläutert.
Der Fussteil 102 ist bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig mit dem un- teren Teilabschnitt 113 des mittleren Abschnittes 103 ausgebildet. Die Befestigung des Fussteils 103 an der Montageplatte od.dgl. erfolgt, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 1 und 2 mittels vier Schraubbolzen 105a, 105b, 105c, und vier Unterlegscheiben 107a, 107b, 107c, die zur Justierung des Fussteils bezuglich der Montageplatte in den Richtungen parallel zu dieser dienen. Die im Fussteil vorgesehene werkseitige Höhenverstellung wird bei dem gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel durch Shims 114 realisiert, welche unterhalb des Fussteils im Bereich der Befesti- gungsschrauben 105a, 105b, 105c angeordnet sind.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungsvari- ante kann der mit der Montageplatte verschraubbare untere Teilabschnitt des Fussteils 103 um 90 versetzt angeordnet sein, um insbesondere bei Platzproblemen eine dichtere Anordnung von Spannvorrichtungen an einer Montageplatte oder die Befestigung der Spannvorrichtung an
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anderen Montagekörpern, z. B. einem Rohr, zu ermöglichen.
In Figur 4 ist eine Ausführungsvariante des Ausführungsbeispiels von Figur 3 dargestellt, bei welchem der einstückig mit dem Fussteil 102 ausgebildete untere Abschnitt 113 des Mittelteils 103 geneigt angeordnet ist. Diese Ausführungsvariante ist insbesondere bei Platzmangel vorteilhaft einsetzbar. Die Neigung des unteren Abschnittes 113 kann natürlich beliebig gewählt werden.
Sowohl die werkseitige als auch die kundenseitige Justierbarkeit des Fuss- und des Kopfteils blei- ben dabei uneingeschränkt erhalten.
Abschliessend wird darauf hingewiesen, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen nur beispielhaft zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung angegeben und demnach keineswegs einschränkend sind. Aufgrund der modularen Bauweise sind im Rahmen der vorliegenden Erfin- dung überdies möglichen Kombinationen von Merkmalen der einzelnen Ausführungsbeispiele umfasst, z. B. geneigte Fussteile bei den Ausführungsbeispielen gemäss der Figuren 1 und 2 oder Abstützeinrichtungen bei den Ausführungsbeispielen gemäss den Figuren 3 bzw. 4.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Modulare Vorrichtung zum Spannen und/oder Halten von Bauteilen bei der industriellen
Montage, insbesondere der Montage von Karosserien bei der Automobilfertigung, mit einer
Montageplatte (6), an welcher zumindest ein Fussteil (2,102) befestigbar ist, an welchem ein aufragender Mittelteil (3, 103) befestigbar ist, welcher einen justierbaren Kopfteil (4,104) trägt, der zumindest ein Halteelement (17) und/oder zumindest ein betätigbares
Spannelement (18) für das Bauteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der aufragen- de Mittelteil (3.103) zweiteilig ausgebildet ist und ein oberes und ein unteres Teilelement (12,13) mit je einer ebenen Verbindungsfläche aufweist, welche über zumindest eine plan- parallele Platte (14,114) genormter Dicke lösbar miteinander verbunden sind, und dass das Halteelement (17)
des Kopfteils und/oder das betätigbare Spannelement (18) über zumindest je zwei planparallele Platten (14,114) genormter dicke, die jeweils miteinander und mit der zwischen den Verbindungsflächen der Teilelemente des Mittelteils (3,103) an- geordneten zumindest einen planparallelen Platte (14,114) einen Winkel einschliessen, mit dem Mittelteil (3, 103) lösbar verbunden ist bzw. sind.