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Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum seitlichen Auseinanderbewegen von benachbarten, plattenförmigen Werkstücken, die zuvor auf einer Plattenaufteilanlage einzeln oder paketweise zu Fertigformaten zugeschnitten und eng aneinander liegend auf einen horizontalen Rollentisch aufgeschoben worden sind, wobei der Rollentisch zwischen Förderrollen, über seine Breite verteilt, in Schubrichtung mit reihenweise hintereinander angeordneten Plattenleitrollen ausgestattet ist, die quer zur Schubrichtung in gegenseitigem Abstand und zur Schubrichtung schräg gelagert, durch entsprechende Betätigung eines Rollenträgers sowohl unter die Förderebene absenkbar als auch zum seitlichen Auseinanderbewegen von Fertigformaten über die Förderebene in eine Plattenleitstellung anhebbar sind.
Bei einer bekannten Plattenaufteilanlage berühren sich nach dem Durchlaufen einer Quersäge die in dieser auf ein gewünschtes Längenmass gekürzten, üblicherweise paketierten Plattenstreifen, welche nachstehend als Fertigformate bezeichnet sind, an ihren seitlichen Plattenkanten. Dies hat zur Folge, dass sich benachbarte Fertigformate, wenn sie in Förderrichtung durch nachfolgende, in der Quersäge auf unterschiedliche Länge zu kürzende Plattenstreifen um unterschiedliche Strekken vom Tisch der Quersäge hinunter und zu deren Weitertransport auf einen Rollenförderer aufgeschoben werden, bei ihrer Relativbewegung ineinander verhaken bzw. Fertigformate einander mitschleppen können, wodurch sie auf dem Rollenförderer aus ihrer exakten Längsausrichtung gebracht werden.
Aus DE 93 17 639 U1 ist eine Vorrichtung bekannt, mit deren Hilfe sich diejenigen Fertigformate, welche die Quersäge einer Plattenaufteilanlage verlassen, in seitlicher Richtung parallel zu sich selbst verlagern bzw. sich gegenseitig ausser Eingriff bringen lassen, wodurch sie ihre genaue Längsausrichtung beibehalten. Hierzu sind in einem sich an die Quersäge anschliessenden Rollentisch, über seine Breite verteilt, mit seitlichem Abstand reihenweise hintereinander angeordnete Plattenleitrollen vorgesehen, welche zur Schubrichtung der Fertigformate in gleicher Richtung schräg gelagert und aus einer Ruhestellung unterhalb der Förderebene in eine Werkstückaufnahmestellung hochsteuerbar sind, in welcher die Plattenleitrollen mit einem Umfangsabschnitt aus der Förderebene nach oben auftauchen.
Dadurch ist sichergestellt, dass seitlich aneinander anliegende Fertigformate, wenn diese um unterschiedlich grosse Strecken verschoben werden, an ihren einander berührenden Plattenkanten sich nicht ineinander verhaken können. Damit je nach Aufteilbild von Fertigformaten zwischen diesen Spalte entstehen können, sind in gleicher Richtung unterschiedlich schräg angeordnete Plattenleitrollen vorgesehen, welche in unterschiedliche, voneinander unabhängig ansteuerbare Rollengruppen zusammengefasst sind.
Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung gemäss der eingangs erläuterten Art für eine Spaltbildung zwischen einem Teil von benachbarten oder allen benachbarten Fertigformaten auf die gruppenweise Anordnung von in gleicher Richtung unterschiedlich schräg eingestellten Plattenleitrollen verzichten zu können und Schrägverlagerungen benachbarter Plattenstapel zur Seite hin wahlweise in beiden Richtungen zu ermöglichen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass jeder Reihe von Plattenleitrollen mit gleicher Rollenschrägstellung jeweils eine Reihe von Plattenleitrollen mit entgegengerichteter Rollenschrägstellung benachbart ist und dass einander benachbarte Reihen von Plattenleitrollen jeweils für sich in die obere Plattenleitstellung steuerbar sind.
Hierdurch wird es ermöglicht, durch selektives Anheben von reihenweise angeordneten Plattenleitrollen Fertigformate zur Bildung von Spalten definierter Breite gemeinsam in einer Richtung oder in zueinander entgegengerichtete Richtungen schräg zur Förderrichtung zu verlagern, wobei eine nach rechts oder nach links gerichtete Schrägverlagerung von Fertigformaten mit einheitlich schräg eingestellten Plattenleitrollen erreicht wird.
Vorzugsweise sind die Plattenleitrollen im Übernahmebereich des Rollentisches angeordnet, sind zumindest dessen in diesem Bereich vorhandenen Förderrollen während der Übernahme von Fertigformaten durch Plattenleitrollen stillsetzbar und sind die Förderrollen sowie die für das seitliche Wegbewegen eines oder mehrerer Fertigformate anzuhebenden Plattenleitrollen in Bezug auf die Trennstelle der relativ zueinander zu bewegenden Fertigformate programmgesteuert ansteuerbar. Dies bietet unter anderem den Vorteil, dass die Spaltbildung zwischen auf den Rollenförderer aufgeschobenen Fertigformaten im Arbeitstakt der Plattenaufteilanlage automatisch steuerbar ist.
Dabei ist es günstig, die Anordnung der Plattenleitrollen so zu treffen, dass einander benachbarte Reihen von Plattenleitrollen zueinander entgegengerichteter Rollenschrägstellung auf jeweils
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einem anheb- und absenkbaren, leistenartigen Rollenträger angeordnet sind. Dadurch sind sie zu einer Baueinheit zusammengefasst, wodurch sie nachträglich in einem Arbeitsgang montiert werden können.
Vorzugsweise sind die leistenartigen Rollenträger am einen Trägerende auf einer gemeinsamen, stationären Schwenkachse gelagert und sind sie durch eine auf das andere Leistenende wirkende Betätigungsvorrichtung verschwenkbar. Hierdurch wird es ermöglicht, für sämtliche, im Abstand parallel zueinander angeordneten Rollenträger in Form von Trägerleisten zum Verschwenken derselben lediglich eine sehr einfache Betätigungsvorrichtung vorzusehen, welche vorzugsweise darin besteht, dass die jeweils eine Reihe von die gleiche Schrägstellung aufweisenden Plattenleitrollen tragenden Trägerleisten mit ihren freien Enden gemeinsam auf einem aufblasbaren Schlauch aufruhen.
Alternativ dazu können jeweils benachbarte Reihen von Plattenleitrollen mit zueinander entgegengerichteter Rollenschrägstellung auf einem gemeinsamen, sich horizontal und in Förderrichtung erstreckenden, anheb- und absenkbaren Rollenträger im Winkelabstand derart angeordnet sein, dass durch Verschwenken des Rollenträgers um seine Längsachse in entgegengesetzten Richtungen jeweils eine der einander benachbarten Plattenleitrollen in die obere Plattenleitstellung steuerbar ist. Hierdurch braucht für jeweils zwei einander benachbarte Reihen von Plattenleitrollen mit zueinander entgegengerichteter Schrägstellung jeweils nur ein Rollenträger vorgesehen zu sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht der Vorrichtung mit einer ersten Anordnung von Plattenleitrollen im Übernahmebereich ihres Rollenförderers,
Figur 2 einen verkürzten Längsschnitt der Vorrichtung entlang der Linie 11-11 der Figur 1,
Figur 3 einen Teilquerschnitt des Rollenförderers entlang der Linie 111-111 der Figur 2,
Figur 4 eine Darstellung ähnlich Figur 3, zur Veranschaulichung einer zweiten, möglichen
Anordnung von Plattenleitrollen im Rollenförderer,
Figuren Darstellungen ähnlich Figur 1, zur Veranschaulichung der Arbeitsweise der Vorrich-
5 und 6 tung.
Die gezeigte Vorrichtung weist einen Rollenförderer 10 auf, dessen horizontal gelagerten Förderrollen 12 in radialem Abstand zueinander gelagert sind. Die Förderrollen 12 sind programmgesteuert antreibbar.
In einem sich an eine nicht dargestellte Quersäge einer Plattenaufteilanlage anschliessenden Übernahmebereich des Rollenförderers 10 sind zwischen dessen Förderrollen 12 Plattenführungsmittel 14 vorgesehen, mit deren Hilfe die Quersäge verlassende und mit benachbarten Längskanten einander berührende, auf Mass geschnittene, z.B. paketierte Plattenformate 15 beim Transport auf den Rollenförderer 10 sich zugleich in seitlicher Richtung parallel zu sich selbst in eine definierte Distanz zueinander einstellen lassen.
Diese Plattenführungsmittel 14 weisen je Spalt 16 zwischen den Förderrollen 12 mehrere, quer zur Förderrichtung zueinander beabstandete, vorzugsweise pneumatisch ansteuerbare, leistenartige Tragglieder 18 bzw. 19 auf (siehe Fig. 3 und 4).
Die Tragglieder 18 tragen je Spalt 16 zwischen den Förderrollen 12 nur jeweils eine horizontal gelagerte Plattenleitrolle 20, während die Tragglieder 19 je Spalt 16 mit einem Paar von Plattenleitrollen 22 und 23 bestückt sind.
Im Falle einer Anordnung von lediglich einer Plattenleitrolle 20 ist deren horizontale Lagerachse 21 auf dem betreffenden Tragglied 18, gemäss Figur 1, zur Achse der benachbarten Förderrollen 12 derart schräg vorgesehen, dass die Vertikalebene, in der sich die Plattenleitrolle 20 befindet, vorzugsweise unter einem Winkel von ca. 88,5 zu der durch den Pfeil in Figur 1 angezeigten Förderrichtung des Rollenförders 10 schräg steht. Hingegen sind auf den Traggliedern 19 einander benachbart zugeordnete, zwischen sich einen sich nach oben öffnenden, spitzen Winkel a einschliessende Plattenleitrollen 22 und 23 paarweise so vorgesehen, dass sie in Förderrichtung zueinander divergieren und dabei einen Winkel von vorzugsweise 3 zwischen sich einschliessen (siehe Figur 3).
Einander benachbarte Tragglieder 18 der Plattenleitrollen 20 können, insbesondere programmgesteuert, so eingestellt werden, dass sich eine der Plattenleitrollen 20 unterhalb und die benachbarte Plattenleitrolle 20 mit einem oberen Umfangsabschnitt oberhalb der Förderebene a-a des Rollenförders 10 befindet oder dass sämtliche Plattenleitrollen 20 mit einem oberen Umfangs-
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abschnitt über die Förderebene a-a vorstehen.
Bei zueinander benachbart auf einem gemeinsamen Tragglied 19 vorgesehenen Plattenleitrollen 22 und 23 ist deren Anordnung derart getroffen, dass bei Verschwenken des Traggliedes 19 um eine horizontale, parallel zur Förderrichtung gerichtete Achse 24 jeweils nur eine der beiden Plattenleitrollen 22,23 mit einem oberen Umfangsabschnitt über die Förderebene a-a steuerbar ist.
Das Verschwenken der Tragglieder 19 erfolgt vorzugsweise durch jeweils durch ein pneumatisch arbeitendes Zylinderkolbenaggregat 27.
Sofern die in einer Reihe hintereinander vorgesehenen, jeweils die gleiche Schrägstellung aufweisenden Plattenleitrollen 20 auf zueinander benachbarten und sich in Förderrichtung erstreckenden Trägerleisten 18 sitzen (Figur 4) sind diese zur Aktivierung ihrer Plattenleitrollen 20 unabhängig voneinander in ihre obere Hubstellung steuerbar, was vorzugsweise pneumatisch erfolgt.
Hierzu sind die Trägerleisten 18 am einen Leistenende gemeinsam auf einer stationären Schwenkachse 25 gelagert und werden am anderen Leistenende angehoben und abgesenkt, was bspw. mittels eines die Trägerleisten 18 untergreifenden, aufblasbaren Schlauches 28 bewerkstelligt wird, wobei die beiden Gruppen von Trägerleisten 18, die jeweils entgegengesetzt schräg gerichtete Plattenleitrollen tragen, durch jeweils einen Schlauch verschwenkbar sind.
In Figur 2 sind die Plattenleitrollen in aktiviertem Zustand gezeigt.
Sobald sich mit ihrem oberen Umfangsabschnitt oberhalb der Förderebene a-a befindende Plattenleitrollen 20 bzw. 22 oder 23 mit auf dem Rollenförderer 10 aufliegenden Fertigformate 15 in Berührung kommen, werden diese während des Vorschiebens durch nachfolgende, der Quersäge zugeführte Streifenpakete schräg zur Förderrichtung, jedoch parallel zu sich selbst derart verlagert, dass den Fertigformaten 15ein Spalt 30 entsteht.
Der Rollenförderer 10 ist, in Förderrichtung betrachtet, mit mehreren, nebeneinanderliegenden Reihen von Plattenleitrollen 20 bzw. 22,23 ausgestattet, so dass gleichzeitig mehrere, nebeneinanderliegende Fertigformate 15 auf dem Rollenförderer 10 gruppenweise seitlich voneinander wegbewegbar sind, um zwischen diesen Spalte einer gewünschten Breite zu erzeugen (siehe Figuren 5 und 6).
Um dabei Fertigformate 15 in definierte, seitliche Abstände zueinander zu bringen, sind Plattenleitrollen 20 bzw. 22,23 ausgewählter Leitrollenreihen lediglich zeitweise entsprechend zu aktivieren.
Die in Förderrichtung schräg nach rechts und links orientierten Plattenleitrollen 20 bzw. 22,23 lassen sich durch ein Steuerprogramm entsprechend der gegebenen Position von auf dem Rollenförderer 10 aufliegenden Fertigformaten 15 derart aktivieren, dass, wie unten noch erläutert wird, zwischen Fertigformaten 15 während ihrer Längsverschiebung auf dem Rollenförderer 10 gewünschte seitliche Abstände entstehen, ohne dass sich dabei die ursprüngliche Ausrichtung der Fertigformate 15 auf dem Rollenförderer 10 ändern wird. Dies ist aus Figur 5 und 6 ersichtlich.
Während Figur 5 lediglich zwei voneinander zu trennende Fertigformate 15 zeigt, veranschaulicht Figur 6 eine Anordnung von zwei Gruppen a, b von Fertigformaten 15 auf dem Rollenförderer 10, von denen die in Förderrichtung gesehen linke Gruppe a aus zwei Reihen von zueinander gleich langen Fertigformaten 15 gebildet ist, während die andere Gruppe b aus drei Reihen von unter sich gleich langen Fertigformaten 15 besteht. Die Länge der Fertigformate 15 der Gruppe b ist jedoch zu derjenigen der Fertigformate 15 der Gruppe a verschieden, beispielsweise kleiner. Da die Fertigformate 15 jeder Gruppe jedoch gleich lang sind, werden die zu jeder Gruppe gehörenden durch die Vorschubvorrichtung jeweils gemeinsam auf den Rollenförderer 10 aufgeschoben.
Aus Figur 6 wird dabei deutlich, dass beide Gruppen a + b von Fertigformaten 15, aufgrund ihrer unterschiedlichen Länge je Gruppe durch die Vorschubvorrichtung unterschiedlich weit zu transportieren, also relativ zueinander zu verschieben sind.
Um dabei das erwähnte Verhalten der einander benachbarten Fertigformate 15 bspw. ggf. bei den Gruppen a und b zu vermeiden, werden diese mittels entsprechend aktivierten Plattenleitrollen zur Bildung eines Spaltes 30 seitlich entsprechend auseinanderbewegt.
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