AT408744B - Behälter mit einer tür - Google Patents

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Description

AT 408 744 B
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung des Behälters mit einer Tür, insbesondere Gepäckablagefach für Flugzeuge nach der AT 404 927 B. Das Stammpatent betrifft einen Behälter mit einer Tür, insbesondere Gepäckablagefach für Flugzeuge, wobei die Tür über zumindest ein Scharnier od. dgl. an dem Behälter schwenkbar gelagert ist, mit einer Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und Halten der Tür in der geöffneten Stellung, und mit einer Vorrichtung zum Halten der Tür in der geschlossenen Stellung.
Die Aufgabe des Stammpatentes bestand in der Schaffung eines Behälters mit einer Tür, bei dem die Vorrichtung zum Bewegen der Tür sowie zum Halten der Tür in ihrer Offenstellung möglichst geringe Baugröße aufweist und dadurch möglichst wenig Volumen des Behälters beansprucht. Die Lebensdauer soll möglichst hoch, die Herstellungs- und Wartungskosten möglichst gering sein. Dabei sollen die Nachteile bekannter Systeme möglichst vermieden oder zumindest reduziert werden. Der erfindungsgemäße Behälter soll auch insbesondere die bei der Anwendung in der Flugzeugindustrie geforderten hohen Sicherheits- und Belastungsbedingungen erfüllen.
Erfüllt wird die Aufgabe des Stammpatentes dadurch, daß die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und Halten der Tür in der geöffneten Stellung im wesentlichen um die Schwenkachse der Tür angeordnet ist. Durch diese Konstruktion ist eine kompakte und wartungsfreundliche Ausführung gegeben. Keine Bauteile ragen wesentlich in das Innere des Behälters hinein, wodurch insbesondere bei Flugzeugen kein wertvolles Stauvolumen verlorengeht.
Aufgabe des Zusatzpatentes ist die Erzielung einer weiteren Verbesserung des Behälters mit einer Tür.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß eine Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür im wesentlichen um die Schwenkachse der Tür angeordnet, und derart ausgebildet ist, daß die Dämpfung mit abnehmender Öffnungsgeschwindigkeit der Tür abnimmt. Dadurch wird gewährleistet, daß die Bewegung der Tür des Behälters nach öffnen der Tür nicht zu schnell erfolgt, dennoch aber ein Halten der Tür in geöffneter Stellung gewährleistet wird. Durch die Anordnung im wesentlichen um die Schwenkachse der Tür wird erreicht, daß die Konstruktion auch bei Vorhandensein einer solchen Dämpfungsvorrichtung kompakt bleibt und wenig Stauvolumen einnimmt.
Vorteilhafterweise ist die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür durch ein in einer viskosen Flüssigkeit bewegtes Dämpfungselement gebildet. Eine deratige Konstruktion ist durch besonders niedrige Reibungsverluste charakterisiert, wodurch die Lebensdauer der Anordnung weiter erhöht werden kann. Auch werden dadurch keine störende Geräusche beim Öffnen und Schließen des Behälters hervorgerufen. Als viskose Flüssigkeit kann z.B. Fließfett dienen. Um eine gute Funktion unter allen möglichen Betriebstemperaturen zu erreichen, sollte die Viskosität im Bereich von ca. -15°C bis 55°C möglichst konstant sein.
Vorteilhafterweise sind die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und Halten der Tür in der geöffneten Stellung und/oder die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür in dem oder jedem Scharnier od. dgl. integriert. Dadurch resultiert eine kompakte und kleine Konstruktion, die leicht montierbar, austauschbar und leicht zu warten ist.
Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und Halten der Tür in der geöffneten Stellung durch eine in der Schwenkachse der Tür angeordnete, auf Druck beanspruchte Schraubenfeder od. dgl. gebildet, wobei Einrichtungen zur Umwandlung der in der Schwenkachse der Tür wirkenden Kraft der Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung der Tür vorgesehen sind. Die Verwendung einer Schraubenfeder stellt eine sehr kleine und kostengünstig herstellbare Variante dar. Darüber hinaus ist die Konstruktion auf relativ wenig Bauteile beschränkt.
Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal wird bei der obigen Konstruktionsvariante die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür durch einen in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer verschiebbar angeordneten Kolben mit Perforationen zur Durchlässigkeit der viskosen Flüssigkeit gebildet. Dies stellt eine Variante zur Realisierung der Bewegungsdämpfung für eine lineare Bewegung dar, wobei die Dämpfung mit abnehmender Bewegungsgeschwindigkeit abnimmt. Bei stillstehendem Kolben stellt dieser keine Dämpfung der Federkraft der Schraubenfeder dar, wodurch bei geöffneter Tür die volle Federkraft zum Halten der Tür in geöffneter Stellung zur Verfügung steht. Hingegen wird ein zu schnelles Aufschnappen der Tür durch die Viskositäts 2
AT 408 744 B dämpfung effizient unterbunden.
Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist vorgesehen, daß die Einrichtungen zur Umwandlung der Kraft der Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung der Tür dadurch gebildet sind, daß eine die Schraubenfeder od. dgl. umgebende Hülse angeordnet ist, und daß ein Ende der Schraubenfeder od. dgl. fest gelagert ist und das andere Ende der Schraubenfeder an einen drehfest mit der Tür verbundenen und in der Schwenkachse der Tür verschiebbar gelagerten Stab angrenzt, wobei der Stab mit zumindest einem Bolzen od. dgl. verbunden ist, und die Hülse zumindest eine gewindeartig angeordnete Nut aufweist, durch welche Nut der oder jeder Bolzen ragt, wodurch die Druckkraft auf den Stab in eine Drehung des Stabs und der damit drehfest verbundenen Tür umformbar ist. Durch diese konstruktive Maßnahme wird die Umwandlung der von der Schraubenfeder herrührenden Kraft in der Schwenkachse der Tür in eine Drehbewegung der Tür realisiert. Durch Verwendung eines nichtmetallischen Materials für die Hülse wird vermieden, daß die metallische Schraubenfeder mit einem anderen metallischen Gegenstand in Berührung kommt, wodurch Geräusche hervorgerufen werden könnten. Die am Stab befindlichen Bolzen od. dgl. werden in der Nut der Hülse in einer sogenannten Kulisse geführt, wodurch der Stab zu einer Drehbewegung gezwungen wird. Die Gestaltung der Nut und auch der Bolzen (Kulissensteine) und deren Material können auch einen Einfluß auf die Dämpfung der Drehbewegung ausüben, wodurch diese leicht einstellbar und auch den jeweiligen Anforderungen anpaßbar ist.
Vorteilhafterweise sind Einrichtungen zur Einstellung der Vorspannung der Schraubenfeder vorgesehen. Dies kann beispielsweise durch Verstellung des festen Endes der Schraubenfeder in Richtung der Schwenkachse die Vorspannung der Feder erfolgen, wodurch z.B. eine abnützungsbedingte Erlahmung der Feder bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden kann.
Gemäß einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und Halten der Tür in der geöffneten Stellung durch mindestens eine um die Schwenkachse der Tür angeordnete Torsionsfeder od. dgl. gebildet, in diesem Fall ist die Feder od. dgl. auf Drehung beansprucht und bewirkt dadurch direkt eine Drehbewegung der Tür, wodurch keine Einrichtungen zur Umsetzung einer allfälligen Kraft in Richtung der Schwenkachse in eine Drehbewegung der Tür notwendig sind.
In diesem Fall ist gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür durch einen in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer drehbar angeordneten Drehkolben mit Dämpfungsflügel gebildet, wobei der Drehkolben drehfest mit einem Ende der Torsionsfeder od. dgl. verbunden ist.
Die oben beschriebenen Ausführungsformen können im Rahmen der Erfindung beliebig verändert werden. Hauptsache dabei ist die Erzielung einer Unterstützung der Bewegung der Tür in die geöffnete Stellung und das Halten der Tür in der geöffneten Stellung, wobei vorteilhafterweise die Bewegung der Tür zu Beginn der Öffnungsbewegung stark gedämpft wird und die Dämpfung bei geöffneter Tür möglichst gering ist, sodaß ein sicheres Halten der Tür in der geöffneten Stellung gewährleistet wird. Die daraus resultierende Kraft auf die Tür, welche in Abhängigkeit des Öffnungswinkels der Tür abfällt, kann durch verschiedene Kombination von Federn od. dgl. erzielt werden.
Anhand der beigefügten Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben.
Darin zeigen
Fig. 1a eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Scharniers für ein Gepäckablagefach für Flugzeuge im Querschnitt,
Fig. 1 b eine Draufsicht auf die Ausführungsvariante des Scharniers gemäß Fig. 1a.
Fig. 1a und 1b zeigen eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Scharniers für ein Gepäckablagefach 1 eines Flugzeugs. Dabei ist an einem Gepäckablagefach 1 eine Tür 2 an ihrem oberen Rand schwenkbar montiert. Das Scharnier zur schwenkbaren Verbindung der Tür 2 am Gepäckablagefach 1 besteht aus zwei Lagerplatten 4, 5, von denen die eine Lagerplatte 4 z.B. mit Hilfe von Schrauben 6 mit dem Gepäckablagefach 1 und die andere Lagerplatte 5 z.B. mit Hilfe von Schrauben 7 mit der Tür 2 verbunden wird. Die Lagerplatte 4 und die Lagerplatte 5 sind über eine Torsionsfeder 19 miteinander verbunden. Ein Ende der Torsionsfeder 19 ist drehfest mit einem Drehkolben 20 mit Dämpfungsflügel 21 verbunden, welcher in einer Kammer 22 mit einer viskosen Flüssigkeit drehbar angeordnet ist. Bei Drehung des Drehkolbens 20 in der Kammer 22 3

Claims (9)

  1. AT 408 744 B wird durch die Dämpfungsflügel 21 die viskose Flüssigkeit, z.B. Fließfett verdrängt und somit ein Teil der in der Torsionsfeder 19 gespeicherten Energie in Verdrängungsarbeit umgewandelt. Die Dämpfung ist in diesem Fall unabhängig vom Offnungswinkel der Tür 2 aber abhängig von der Öffnungsgeschwindigkeit. Der Öffnungswinkel der Tür kann durch ein federndes Druckstück 14 limitiert werden. In geöffneter Stellung der Tür 2 wird die Federkraft der Torsionsfeder 19 nicht gedämpft wodurch ein sicheres Halten der Tür 2 gewährleistet wird. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung liegt in der reibungs-und somit verschleißarmen Ausführungsform, wodurch die Lebensdauer des Scharniers bedeutend erhöht werden kann. In der Flugzeugindustrie sollten beispielsweise mehr als 250.000 Öffnungsund Schließzyklen ohne wesentliche Funktionsverschlechterungen erzielt werden. Im Fall einer linearen Druckkraft einer beispielsweise auf Druck beanspruchten Schraubenfeder oder eines elastischen Elements kann anstelle eines Drehkolbens mit Dämpfungsflügel auch ein Kolben in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer angeordnet sein, wobei der Kolben Perforationen od. dgl. aufweist, durch welche die viskose Flüssigkeit durchtritt und somit den Bewegungsablauf verzögert (nicht dargestellt). PATENTANSPRÜCHE: 1. Behälter mit einer Tür, insbesondere Gepäckablagefach für Flugzeuge, welche Tür (2) über zumindest ein Scharnier od. dgl. an dem Behälter (1) schwenkbar gelagert ist, mit einer Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür (2) in die geöffnete Stellung und Halten der Tür (2) in der geöffneten Stellung, und mit einer Vorrichtung zum Halten der Tür (2) in der geschlossenen Stellung, wobei die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür (2) in die geöffnete Stellung und Halten der Tür (2) in der geöffneten Stellung im wesentlichen um die Schwenkachse der Tür (2) angeordnet ist nach der AT 404 927 B, dadurch gekennzeichnet daß eine Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür (2) im wesentlichen um die Schwenkachse der Tür (2) angeordnet, und derart ausgebildet ist, daß die Dämpfung mit abnehmender Öffnungsgeschwindigkeit der Tür (2) abnimmt.
  2. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür (2) durch ein in einer viskosen Flüssigkeit bewegtes Dämpfungselement gebildet ist.
  3. 3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür (2) in die geöffnete Stellung und Halten der Tür (2) in der geöffneten Stellung und/oder die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür (2) in dem oder jedem Scharnier od. dgl. integriert ist.
  4. 4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür (2) in die geöffnete Stellung und Halten der Tür (2) in der geöffneten Stellung durch eine in der Schwenkachse der Tür (2) angeordnete, auf Druck beanspruchte Schraubenfeder od. dgl. gebildet ist, wobei Einrichtungen zur Umwandlung der in der Schwenkachse der Tür (2) wirkenden Kraft der Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung der Tür (2) vorgesehen sind.
  5. 5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür (2) durch einen in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer verschiebbar angeordneten Kolben mit Perforationen zur Durchlässigkeit der viskosen Flüssigkeit gebildet ist.
  6. 6. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Umwandlung der Kraft der Schraubenfeder od. dgl. in eine Drehbewegung der Tür (2) dadurch gebildet sind, daß eine die Schraubenfeder od. dgl. umgebende Hülse angeordnet ist, und daß ein Ende der Schraubenfeder od. dgl. fest gelagert ist und das andere Ende der Schraubenfeder an einen drehfest mit der Tür (2) verbundenen und in der Schwenkachse der Tür (2) verschiebbar gelagerten Stab angrenzt, wobei der Stab mit zumindest einem Bolzen od. dgl. verbunden ist, und die Hülse zumindest eine gewindeartig angeordnete Nut aufweist, durch welche Nut der oder jeder Bolzen ragt, wodurch die Druckkraft auf den Stab in eine Drehung des Stabs und der damit drehfest verbundenen Tür (2) umformbar 4 AT 408 744 B ist.
  7. 7. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur Einstellung der Vorspannung der Schraubenfeder vorgesehen sind.
  8. 8. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Unterstützung der Bewegung der Tür (2) in die geöffnete Stellung und Halten der Tür (2) in der geöffneten Stellung durch mindestens eine um die Schwenkachse der Tür (2) angeordnete Torsionsfeder (19) od. dgl. gebildet ist.
  9. 9. Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung der Tür (2) durch einen in einer mit viskoser Flüssigkeit gefüllten Kammer (22) drehbar angeordneten Drehkolben (20) mit Dämpfungsflügel (21) gebildet ist, wobei der Drehkolben (20) drehfest mit einem Ende der Torsionsfeder (19) od. dgl. verbunden ist. HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN 5
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